Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

„Opa und Papa waren doch Nazis“ –

05.05.2009, 20 Uhr
Podiumsdiskussion
eine neue Literaturgattung

Einführender Vortrag: Professor Dr. Wolfgang Benz, Berlin
Podiumsteilnehmer: Professor Dr. Wolfgang Benz, Beate Niemann und Anetta Kahane
Moderation: Dr. Martin Jander, Berlin

Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin-Kreuzberg

Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor an der Technischen Universität Berlin und Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher grundlegender Werke zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Antisemitismus. Zuletzt erschien der von ihm herausgegebene Sammelband Wie wurde man Parteigenosse? Die NSDAP und ihre Mitglieder (2009).
Beate Niemann, 1942 geboren, ist die Tochter des Berliner Kriminalpolizisten Bruno Sattler. Er war seit 1933 als Referatsleiter im Geheimen Staatspolizeiamt für die Bekämpfung des sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstands zuständig. Später war er unter anderem als Chef der Gestapo in Belgrad am Massenmord und der Deportation der jüdischen Bevölkerung beteiligt. 1997 begann Beate Niemann mit umfangreichen Recherchen. 2005 veröffentlichte sie das Buch Mein guter Vater. Mein Leben mit seiner Vergangenheit. Eine Täter-Biographie.
Anetta Kahane, 1954 geboren, stammt aus einer jüdisch-kommunistischen Familie. Ihre Eltern gingen in den 30er Jahren ins Exil nach Frankreich und beteiligten sich dort am Widerstand gegen die Nazis. Nach Kriegsende kehrten sie nach Deutschland zurück. Anetta Kahane wuchs in Berlin-Pankow, Neu Delhi und Rio de Janeiro auf. Seit vielen Jahren kämpft die Gründerin und Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung gegen Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Für ihr Engagement erhielt sie 2002 den Moses- endelssohn-Preis. Ihre Autobiographie Ich sehe was, was Du nicht siehst erschien 2004.
Martin Jander, 1955 geboren, ist Historiker und Journalist. Er arbeitet als Lehrbeauftragter an der New York University (Berlin). Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen im Bereich des Nationalsozialismus und der DDR. Er schreibt für „die tageszeitung“, den „Tagesspiegel“ und „hagalil.com“.

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