Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

"SA-Mann Brand", Spielfilm 1933

03.06.2010, 20 Uhr
Film
Filmreihe NS-PROPAGANDA IN DOKUMENTAR- UND SPIELFILMEN

SA-MANN BRAND
Spielfilm, 1933 (s/w, 88 min)
Regie: Franz Seitz Senior
Uraufführung: 14. Juni 1933 in Berlin

Einführung: Evelyn Hampicke,
Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin

Der berüchtigte Propagandafilm, der den Aufstieg der Nationalsozialisten
verklären sollte, spielt in München, unmittelbar vor der
Machtübernahme. Der aus einem sozialdemokratischen Elternhaus
stammende Fritz Brand hat sich der SA angeschlossen und
wird deshalb vor allem von seinem Vater verachtet. Als die SA
ein Waffenlager der Kommunisten plündert, wird Fritz bei einem
Schusswechsel verletzt. Am Krankenbett finden Vater und Sohn
zueinander.



NS-PROPAGANDA IN
DOKUMENTAR- UND SPIELFILMEN

Wie nutzten die Nationalsozialisten das Medium Film zur
Indoktrinierung, Manipulation und Mobilisierung der Massen?
Welche Themen traten im Laufe der Jahre in den Vordergrund
und wie transportieren Dokumentar- und Spielfilme diese
Botschaften? Diesen Fragen widmet sich die Filmreihe, die von
der Stiftung Topographie des Terrors und dem Bundesarchiv-
Filmarchiv mit Unterstützung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-
Stiftung durchgeführt wird.
Mit den Propagandafilmen verfolgten die Nationalsozialisten
im Lauf der Jahre unterschiedliche Ziele. Vor Kriegsbeginn
entstandene Dokumentar- und Spielfilme thematisieren vor
allem den nationalsozialistischen Märtyrerkult, das "Führerprinzip"
und die angeblichen Erfolge der Nationalsozialisten.
Mit Kriegsbeginn änderten sich die Anforderungen an die
Filmpropaganda. Die nun entstehenden Filme dienten der
Rechtfertigung des Krieges und der Mobilisierung der deutschen
Bevölkerung. Unterschiedlichste "Feindbilder" wurden
geschaffen, um eine vermeintliche Bedrohung der "Volksgemeinschaft"
zu beschwören. In dieser Phase entstanden
antisemitische Hetzfilme wie "Der ewige Jude", die Gewalt
gegen die jüdische Bevölkerung und den geplanten Massenmord
an den europäischen Juden und anderen "Volksfeinden"
rechtfertigen sollten. In der zweiten Kriegshälfte dominierten
schließlich Filme zur Stärkung des Durchhaltewillens der
Bevölkerung und zur Mobilisierung der Heimatfront.
Alle Filme der Reihe werden durch einen sachkundigen
Referenten eingeführt und analysiert. Im Anschluss an den
Film besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Programm der Filmreihe als Download

TOPOGRAPHIE DES TERRORS
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