Das Internationale Auschwitz Komitee, die Gedenkstätte Deutscher
Widerstand und das Holocaust Gedenkzentrum Budapest laden Sie
in Kooperation mit der Vereinigung Eszter Ház (Budapest), dem Verlag
Novella Kiadó Kft. (Budapest) und dem Collegium Hungaricum Berlin
sehr herzlich ein zur feierlichen Präsentation der Anthologie
"Salziger Kaffee. Unerzählte Geschichten jüdischer Frauen"
Begrüßung
Christoph HeubnerExekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees
Grußwort
S.E. Dr. Sándor PeischBotschafter der Republik Ungarn
Einführung
Dr. Katalin Pécsi-PollnerHolocaust Gedenkzentrum Budapest / Vereinigung Eszter Ház
Herausgeberin der Anthologie „Salziger Kaffee“
Zeitzeuginnengespräch
mit
Éva Fahidi, Erzsébet Szemes und Éva Rácz
Moderation:
Ute Stiepani, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Lesung
„Als ich 12 war …”
Éva Rácz
Im Anschluss bitten die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.
Sie würden sich sehr freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.
Christoph Heubner, Internationales Auschwitz-Komitee Berlin
Prof. Dr. Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin
Dr. László Harsányi, Holocaust Gedenkzentrum Budapest
Veranstaltungsort:
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, Zweite Etage, Saal A
Zum Buch
Zu lange wurde der Holocaust aus männlicher Sicht betrachtet, der
Charakter der spezifischen Rollen, der Arbeit und des Leidens von
Frauen verdeckt. In der Anthologie „Salziger Kaffee” erzählen ungarische
jüdische Frauen ihre Geschichten auf andere Weise als Männer.
Ihre persönlichen Lebenserinnerungen sind unverzichtbar für das
Verständnis ihrer doppelten Erfahrung als Jüdinnen und Frauen. Ihre
Töchter und Enkelinnen berichten, was das Verfolgungsschicksal ihrer
Mütter und Großmütter während des Nationalsozialismus für ihr
Leben bis heute bedeutet.
„Warum gibt es ‚die Frau’ in der ungarisch-jüdischen Literatur nicht?
Warum fehlen in den Werken ungarisch-jüdischer Autorinnen die
jüdischen Aspekte, die Beschreibung ihres Verhältnisses zu ihrem
Judentum und ihre Auseinandersetzung damit?
Wir fingen an, nach subjektiven Darstellungen zu suchen, nach
Geschichten aus dem realen Leben, die auf persönlichen Erfahrungen
von Frauen basieren und einfühlsam über alle möglichen Aspekte ihres
jüdischen Lebens erzählen: Kindheit, Schule, Liebe, Heirat, Emigration,
Alija, Widerstand, Untertauchen, Assimilation und das Wiederaufleben
des Judentums nach der Wende 1989. Es scheint so, als wären
wir auf etwas gestoßen, das schon längst reif war. Wir mussten nur
eine Schleuse öffnen, und schon strömten die persönlichen Lebensgeschichten.
Dass sie bis jetzt unerzählt blieben, ist kein Zufall. Denn es
ist sehr schwer, über ein Trauma zu sprechen.“
Dr. Katalin Pécsi-Pollner