Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Verlorenes Leben.

12.10.2008, 11 Uhr
Film
Hans Coppi und der letzte Agent der "Roten Kapelle"


Eine Dokumentation von Inga Wolfram, Helge Trimpert und Hans Coppi. BRD. 1996. 60 Min.

Die Rote Kapelle verbindet die Schicksale der drei Menschen, die im Mittelpunkt dieser Dokumentation stehen. Hans Coppi, der Sohn von Hans und Hilde Coppi, 1942 in Gestapohaft kurz vor der Hinrichtung seiner Eltern geboren, findet nach langer Suche Anfang der neunziger Jahre Anotoli Gurewitsch alias "Kent" in Sankt Petersburg. Der Brüsseler Beauftragte des sowjetischen militärischen Nachrichtendienstes hat das verhängnisvolle Telegramm erhalten, das zur Enttarnung und Verhaftung der Widerstandsgruppe in Berlin geführt hat. Er hat sich in der Haft zur Zusammenarbeit mit der Gestapo bereit gefunden und ist deshalb nach dem Kriegsende unter dem Vorwurf des Landesverrats für lange Jahre in sowjetischen Lagern verschwunden. Er hat einen Sohn, Michel, der wie Hans Coppi im Krieg geboren worden ist und der seinen Vater jahrzehntelang für tot gehalten hat.

Der Film dokumentiert die Begegnung dieser Männer, die Suche nach der historischen Wahrheit und das Fragen nach Schicksal und Schuld. Er zeigt den - letztlich vergeblichen - Versuch, verlorenes Leben zu rekonstruieren und verlorene Zeit wieder aufzuholen.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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