Nach dem Film stehen zwei der Protagonistinnen des Films, Erna de Vries und ihre Tochter Ruth de Vries, sowie die Regisseurinnen Gesa Knolle und Birthe Templin für Fragen zur Verfügung,
Moderation: Dr. Matthias Heyl
"Was bleibt" thematisiert die Auswirkungen der NS-Vergangenheit auf die nachfolgenden Generationen. Am Beispiel von zwei Familien beleuchtet der Film die familieninterne Auseinandersetzung mit dem Holocaust auf der Seite der Täter und auf der Seite der Opfer. Vertreterinnen von drei Generationen kommen zu Wort. Erna, ehemalige Insassin des KZ Ravensbrück, ihre Tochter Ruth und ihre Enkelin Rebecca sowie Dietlinde, Tochter einer Aufseherin im KZ Ravensbrück und ihre Tochter Eva sprechen über den Umgang mit ihrer Familiengeschichte, ihre Erfahrungen und Erlebnisse.
Erna de Vries, 1923 geboren, erfuhr im Juli 1943 von der geplanten Deportation ihrer Mutter nach Auschwitz-Birkenau. Da sie mit ihrer Mutter zusammen bleiben wollte, ließ sie sich ebenfalls deportieren. Während ihre Mutter in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde, kam Erna de Vries im September 1943 in das KZ Ravensbrück und überlebte 1945 einen Todesmarsch. 1947 heiratete sie Josef de Vries und zog ins Emsland. Seit 1998 besucht Erna de Vries als Zeitzeugin Schulen und Bildungsstätten.
Ruth de Vries, 1951 geboren, Physiotherapeutin, engagiert in der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Osnabrück.
Gesa Knolle, 1977 geboren, ist freie Autorin und Regisseurin. Sie studierte Regie am Edinburgh College of Art. Vor "Was bleibt" drehte Gesa Knolle verschiedene Kurzfilme und arbeitet gerade an ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm („Kobras“).
Birthe Templin, 1975 geboren, ist freie Autorin und Regisseurin. Sie belegte ein Filmstudium bei PANICO (London) und studierte Film & Fotografie an der Westminster University in London. Birthe Templin drehte verschiedene Kurzund Dokumentarfilme. Momentan bereitet sie ihren ersten abendfüllenden Spielfilm vor.
Matthias Heyl, 1965 geboren, ist Historiker und Erziehungswissenschaftler. Er leitete die Forschungs- und Arbeitsstelle „Erziehung nach/über Auschwitz“ in Hamburg und ist seit 2002 Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück und der Pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
- Eintritt frei -
Ort der Veranstaltung:
Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin-Kreuzberg
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