Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Wehrmacht und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion.

01.10.2009, 19 Uhr
Vortrag
Herrschaft – Alltag – Zwangsarbeit

Vortrag: Dr. Dieter Pohl, München
Moderation: Dr. Peter Jahn, Berlin

Die Wehrmacht eroberte 1941 nicht nur weite Teile der Sowjetunion, sondern trat auch als Besatzungsmacht auf. Sie verwaltete die östliche Hälfte des besetzten Gebietes bis 1943/44. Im Vortrag werden die Grundzüge dieser Herrschaft skizziert, vor allem aber ihre Folgen für die einheimische Bevölkerung. Nicht nur die Massenmorde im Vernichtungskrieg prägten den Alltag, sondern auch der Mangel und die Zwangsarbeit.

Dr. Dieter Pohl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München und Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er hat eine Vielzahl von Veröffentlichungen zur nationalsozialistischen Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Osteuropa vorgelegt.

Dr. Peter Jahn, Osteuropahistoriker, war von 1995 bis 2006 Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin Karlshorst. Die Dauerausstellung des Museums wie auch zahlreiche Sonderausstellungen thematisieren den Krieg im Osten 1941-1945 und die Kriegserinnerung.

Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Str. 5 ı 12439 Berlin ı www.topographie.de/schoeneweide
S-Bhf Schöneweide, dann 10 min. Fußweg oder Bus 160/167
(Haltestelle „Britzer Straße“)