Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Wie wurde man Parteigenosse?

14.07.2009, 20 Uhr
Buchpräsentation
Die NSDAP und ihre Mitglieder

Kurzvorträge:
 Die NSDAP zwischen Öffnung und Mitgliedersperre - Dr. Juliane Wetzel, Berlin

Funktionäre und Funktionseliten der NSDAP - Phillip Wegehaupt, Berlin

„Märzgefallene“ und Aufnahmestopp im Frühjahr 1933 - Björn Weigel, Berlin

Die Erfindung des Karteimitglieds - Sven Felix Kellerhoff, Berlin


Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin

Konnte jemand ohne eigenes Zutun Mitglied der NSDAP werden? Diese vieldiskutierte Frage steht im Mittelpunkt des Sammelbandes. Die Autoren untersuchen, wie man Mitglied in der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen werden konnte und was eine solche Mitgliedschaft bedeutete. Beleuchtet werden auch die Entnazifizierung und das spätere „Kleinreden“ der ehemaligen Parteizugehörigkeit.

Juliane Wetzel, 1957 geboren, ist Historikerin, wissenschaftliche Angestellte am Zentrum für Antisemitismusforschung und geschäftsführende Redakteurin des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung. Sie hat zur Geschichte der Verfolgung der europäischen Juden, zu Antisemitismus und Rechtsextremismus publiziert.

Sven Felix Kellerhoff, 1971 geboren, ist Journalist und seit 2003 als Leitender Redakteur der WELT zuständig für Zeit- und Kulturgeschichte. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des Nationalsozialismus vorgelegt, zuletzt Der Reichstagsbrand. Die Karriere eines Kriminalfalles (2008) und gemeinsam mit Dietmar Arnold Die Fluchttunnel von Berlin (2008).

Phillip Wegehaupt, 1979 geboren, ist Historiker und promoviert an der Technischen Universität Berlin zum Thema „Die ideologische Schulung der Führungselite der NSDAP“.

Björn Weigel, 1980 geboren, ist Historiker und promoviert an der Technischen Universität Berlin zum Thema „Vom deutschen zum ‚arischen’ Theater. Die Vernichtung jüdischer Gewerbetätigkeit an den Berliner Theatern.“ Er war an der Konzeption und Erarbeitung der Ausstellung Verraten und Verkauft – Jüdische Unternehmen in Berlin 1933-1945 beteiligt, die bis zum 19. Juni 2009 im Landesarchiv Berlin gezeigt wurde.

Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor an der Technischen Universität Berlin und Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher grundlegender Werke zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Antisemitismus.

- Eintritt frei -

Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin