Orte der Erinnerung 1933 - 1945
Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
Zur Geschichte der Veröffentlichung der sowjetischen Texte der sowjetisch-deutschen Geheimdokumente von 1939-1941
10.01.2012, 19 Uhr
Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst
Vortrag
Prof.Dr. Boris Khavin
Russische Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität Moskau
Ein halbes Jahrhundert lang verbargen die sowjetischen Regierenden die Existenz der Originale der Geheimprotokolle zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt (auch Hitler-Stalin-Pakt oder Molotow-Rippentrop-Vertrag genannt). Genauso wie die Exisitenz anderer Dokumente, die geheime Vereinbarungen im Zeitraum von 1939 bis 1941 zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und der Sowjetunion fixierten. Erst kurz vor der Auflösung der UdSSR wurden die Geheimprotokolle zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt der Sowjetunion offiziell veröffentlicht. Doch der Publikation dieser wichtigen historischen Quelle lagen nicht die Originaltexte aus den sowjetischen Archiven zugrunde, sondern Kopien der deutschen Kopien. Wie entwickelte sich nun die Geschichte der Aufdeckung der sowjetischen Originale der Geheimprotokolle des deutsch-sowjeitschen Nichtangriffsvertrages? Diese Frage beantwortet der russische Historiker Professor Boris Khavkin in seinem Vortrag, der diese Dokumente als erster veröffentlichte.
Eintritt frei.