Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Zwangsarbeit als Phänomen des Alltagslebens im Protektorat Böhmen und Mähren

17.07.2008, 19 Uhr
Vortrag

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide und der
Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds laden Sie herzlich ein zur Vortragsveranstaltung.
Vortrag: Dr. Petr Koura, Prag
Moderation: Jana Havlíková, Prag

Zwangsarbeit gehörte im Zweiten Weltkrieg zu den Formen der Verfolgung der tschechischenBevölkerung im sog. „Protektorat Böhmen und Mähren“. Die offizielle NS-Propagandahob den freiwilligen Charakter der Zwangsarbeit hervor, die billige Arbeitskräfte für die nationalsozialistischeRüstungsindustrie rekrutieren sollte. Tatsächlich lehnte die Mehrheit der„Protektoratsangehörigen“ die Arbeit für den Feind ab. So bemühte sich ein Teil der jungenGeneration im Protektorat, der Zwangsarbeit zu entgehen. Eine für die nationalsozialistischenBesatzer unerwartete Möglichkeit, sich der Zwangsarbeit zu entziehen, war dieSchwangerschaft – was zu einer steigenden Geburtenrate am Ende des Krieges führte. Dieserund andere Aspekte der Zwangsarbeit als Teil des Alltagslebens im Protektorat werdenim Verlauf des Vortrags dargestellt.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Im Totaleinsatz.
Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich (Kooperationsprojekt mit dem
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds Prag, Laufzeit: 29. Mai 2008 bis 31. Mai 2009)

Internet: www.topographie.de/user/zalager_sw.php

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Str. 5
12439 Berlin
S-Bhf Schöneweide, dann 10 min. Fußweg oder Bus 160/167
(Haltestelle Britzer Straße)