Noah Klieger stellt in der Alten Synagoge Röbel und in der Gedenkstätte Ravensbrück sein neues Buch mit Reportagen aus Auschwitz vor
In seinem neuen Buch
"Zwölf Brötchen zum Frühstück. Reportagen aus Auschwitz" beschreibt der israelische Journalist Noah Klieger seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern Auschwitz und Ravensbrück von 1942 bis 1945. Der 84jährige Noah Klieger wird das soeben in deutscher Übersetzung erschienene Buch am
Montag, 29. November 2010, 19 Uhr, in der
Jugendbildungsstätte Alte Synagoge Röbel und am
Dienstag, 30. November 2010, 11 Uhr, in der
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück vorstellen. In Ravensbrück werden Schüler des Georg Mendheim Oberstufenzentrums in Zehdenick und des Staatlichen Gymnasiums Insel Scharfenberg in Berlin sowie Studenten der Alice Salomon Fachhochschule in Berlin an der Veranstaltung teilnehmen.
Noah Klieger wurde 1926 in Straßburg geboren, seine Muttersprache ist Französisch. Als 15jähriger schloss er sich während des Zweiten Weltkriegs einer jüdischen Untergrundorganisation an, die in Verbindung mit der französischen Résistance rund 300 jüdische Kinder und Jugendliche in die Schweiz schmuggeln konnte. 1942 wurde er verraten und nach Auschwitz deportiert. Beim Herannahen der sowjetischen Truppen wurde er auf einen der berüchtigten Todesmärsche geschickt. Er überlebte und kam ins KZ Ravensbrück, wo ihn Soldaten der Roten Armee befreiten. Auch seine Eltern überlebten Auschwitz.
1947 gehörte Noah Klieger zu den rund 4.500 Holocaust-Überlebenden, die auf der "Exodus" von Frankreich nach Palästina gelangen wollten. Die Flüchtlinge wurden jedoch von der britischen Marine daran gehindert, an Land zu gelangen. Wochenlang wurden sie festgehalten und letztendlich nach Hamburg geschickt und dort interniert. Klieger schlug sich mit einigen Mitgefangenen nach der Freilassung doch noch nach Palästina durch und beteiligte sich 1948 am Unabhängigkeitskampf des soeben ausgerufenen israelischen Staates gegen arabische Truppen. Seine Karriere als Journalist begann er als Sportberichterstatter. Seit über 50 Jahren gehört Noah Klieger der Redaktion von Israels auflagenstärkster Tageszeitung "Yedioth Ahronoth" an.
In Kooperation mit dem wjs Verlag
Der Eintritt ist frei.
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Straße der Nationen
16798 Fürstenberg/Havel
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Tel.: +49-03 09 3-60 38 5
Fax: +49-03 09 3-60 38 6
E-mail:
paedagogik@ravensbrueck.de
Internet:
www.ravensbrueck.de
Öffnungszeiten:
Di-So 9-17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr)
Das Gedenkstättengelände ist von 9-18 Uhr zugänglich, im Sommerhalbjahr (1. Mai - 30. September) bis 20 Uhr
Eintritt frei
RE 5 ab Berlin-Hbf. bis Bhf. Fürstenberg/Havel
Fußweg zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ca. 3 km