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SUMMARY:Brunello Mantelli: Italienische Arbeiter in NS-Deutschland
DESCRIPTION:Der Sammelband befasst sich mit dem Arbeitseinsatz von Italienern für das Deutsche Reich in den Jahren 1943 bis 1945. Aus „freiwilliger Arbeit“ wurde Zwang. \nHunderttausende italienische Frauen und Männer arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges für das Deutsche Reich – zunächst als angeworbene Arbeitskräfte\, die durch bilaterale Abkommen nach Deutschland kamen\, später als Zwangsarbeiter. Erst nach dem Krieg konnten sie nach Hause zurückkehren. \nÜber das Schicksal dieser Opfergruppe ist wenig bekannt.  Ein umfassendes italienisches Forschungsprojekt hat diese Geschichte jetzt untersucht. Mehrere Historiker erforschten dabei die „Erpressung“ italienischer Arbeitskräfte in verschiedenen Regionen Italiens und veröffentlichten ihre Ergebnisse in einem zweibändigen Werk. \n  \nBegrüßung: Daniela Geppert \nStellv. Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \n  \nGrußwort: Lisa Paus MdB \nBundestagsabgeordnete (Die Grünen)\, stellv. Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Parlamentariergruppe \n  \nEinführung: PD Dr. Lutz Klinkhammer (Rom) \nStellv. Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom \n  \nBuchvorstellung: Prof. Dr. Brunello Mantelli (Messina) \nUniversität zu Kalabrien (Italien) \n  \nModeration: Prof. Dr. Luigi Reitani \nDirektor des Italienischen Kulturinstituts Berlin
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SUMMARY:Verlorenes Gedächtnis? Orte der NS-Zwangsarbeit in der Tschechischen Republik
DESCRIPTION:Die Ausstellung zeigt 18 Orte der NS-Zwangsarbeit auf tschechi schem Boden\, darunter das Ghetto Theresienstadt\, das KZ-Außenlager Leitmeritz und einen Rüstungsbetrieb in Prag. Zwangsarbeit wird in ihrer gesamten Breite dargestellt: als Teil des Holocaust\, des KZ-Systems\, der Ermordung von Sinti und Roma sowie der Ausbeutung von Zivilisten und Kriegsgefangenen. \nBegrüßung:\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußworte:\nTomáš Jan Podivínský\, Botschafter der Tschechischen Republik\nTereza Štěpková\, Direktorin des Instituts Theresienstädter Initiative\nDr. Tomáš Jelínek\, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds\nMargot Friedlander\, Überlebende des Ghettos Theresienstadt \nEinführung:\nDr. Alfons Adam\, Kurator der Ausstellung
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SUMMARY:François Cavanna: Zwangsarbeiter\, Karikaturist\, Journalist.  Eine Lesung mit Klaus Hoffmann
DESCRIPTION:François Cavanna war NS-Zwangsarbeiter in Berlin und später Herausgeber der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“.  Aus seinem Buch „Das Lied der Baba“ liest Klaus Hoffmann. \nAls 20-Jähriger wurde François Cavanna 1943 nach Berlin verschleppt und musste in einem Rüstungsbetrieb in Treptow Zwangsarbeit leisten. Dort verliebte er sich in die russische Zwangsarbeiterin Maria. Gegen Ende des Krieges verloren sich die beiden aus den Augen. Sein ganzes Leben lang versuchte Cavanna vergeblich\, sie wiederzufinden. \nNach dem Krieg war Cavanna als Zeichner tätig und wurde 1970 Herausgeber des Satiremagazins „Charlie Hebdo“. 1979 veröffentlichte er das Buch „Les Russkoffs“ über seine Zeit in Berlin\, das 1981 auf Deutsch erschien. Er verstarb 2014\, ein Jahr vor dem verheerenden Terroranschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“  am 7. Januar 2015. \n  \nBegrüßung: Dominique Treilhou \nDirektorin des Institut français Berlin \nEinführung: Dr. Christine Glauning \nLeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nLesung: Klaus Hoffmann (Berlin) \nSchauspieler\, Chansonier\, Sänger und Autor; Auszeichnung mit der „Goldenen Kamera“ und einem „Bambi“ für seine Hauptrolle in „Die neuen Leiden des jungen W.“; er veröffentlichte 42 Alben\, zuletzt im Oktober 2018 die CD „Aquamarin“ \n  \nIm Anschluss findet ein Empfang statt. \nAnmeldung: anmeldung.berlin@institutfrancais.de  I  Eintritt frei
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SUMMARY:
DESCRIPTION:Die Veranstaltung beleuchtet die unbekannte Geschichte französischer Frauen\, die als zivile Zwangsarbeiterinnen in der NS-Rüstungsproduktion eingesetzt waren. \nCamille Fauroux betrachtet die Rekrutierung der Frauen zur Arbeit\, ihren Alltag in Deutschland und die ihnen auferlegten Einschränkungen. Im Zentrum des Vortrages stehen Fragen der Beziehungs- und Geschlechtergeschichte: vor allem geht es um das Verhältnis der Frauen\, die größtenteils ledig waren\, zu französischen Kriegsgefangenen. Liebesbeziehungen unter Franzosen waren nicht verboten\, jedoch mit zahlreichen Restriktionen belegt. \nNach dem Krieg galten diese Frauen als „freiwillige“ Arbeitskräfte\, denen es nicht gelang\, ihrem Schicksal Gehör zu verschaffen. Sie haben im kollektiven Gedächtnis keinen Platz. \nBegrüßung: Dr. Christine Glauning \nLeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nVortrag: Dr. Camille Fauroux (Paris) \n2008 Master in Geschichte\, 2016 Promotion an der „École des hautes études en sciences sociales“ in Paris zum Thema des Vortrages \nModeration: Prof. Dr. Michael Wildt (Berlin) \nProfessor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
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SUMMARY:Der Mythos Albert Speer
DESCRIPTION:Der Architekt Albert Speer galt lange als der „gute Nazi“. Wolfgang Schroeter hat untersucht\, wie dieser Mythos entstand und warum er sich so lange halten konnte. \nAlbert Speer (1905–1981) war Hitlers Lieblingsarchitekt. 1937 stieg er zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt auf\, 1942 zum Rüstungsminister. Damit war er einer der Hauptverantwortlichen für den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Rüstungsindustrie. Im Nürnberger Prozess wurde er als Kriegsverbrecher zu 20 Jahren Haft verurteilt. \nNach dem Krieg gelang es Speer\, sich von Hitler und dem NS-Regime zu distanzieren. Er täuschte vor\, von den NS-Verbrechen nichts gewusst zu haben. Wolfgang Schroeter zeigt auf\, wie diese offensichtliche Lüge eine große Wirkmächtigkeit in der jungen Bundesrepublik erreichte und bis heute nachwirkt – jedoch von Generation zu Generation unterschiedlich. Es geht um den „Aufstieg und Fall eines Mythos“. \nBegrüßung: Dr. Christine Glauning \nLeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nBuchvorstellung: Dr. Wolfgang Schroeter (Hüllhorst) \nHistoriker und Pädagoge\, 2017 Promotion zu Albert Speer an der Freien Universität Berlin \nModeration: Dr. Andrea Genest \nDokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
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SUMMARY:Jürgen Strasser: Die Karikaturen von Philibert Charrin. Skizzen eines französischen Zwangsarbeiters
DESCRIPTION:Die Veranstaltung widmet sich den Zeichnungen des französischen Künstlers Philibert Charrin\, die derzeit im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit zu sehen sind. \nPhilibert Charrin (1920-2007) war von April 1943 bis 1945 Zwangsarbeiter in der Nähe von Graz in Österreich. In der Zeit fertigte er dutzende Zeichnungen an\, die sich satirisch mit der Arbeit\, den Lebensbedingungen und den Zeitgenossen auseinandersetzen. Jürgen Strasser kannte Charrin persönlich und hat die Zeichnungen 2008 in der deutschsprachigen Edition „Stift Trifft Oft“ veröffentlicht. Prof. Dr. Ursula E. Koch wird in ihrem Beitrag die Zeichnungen Charrins in der französischen Medienlandschaft einordnen und in einem Ausblick Schlaglichter auf die heutige Pressekarikatur werfen. \nVortrag: Dr. Jürgen Strasser (Wien)\nRomanist\, ehemaliger Büroleiter des Österreichischen Fonds für Versöhnung\, Frieden und Zusammenarbeit \nKommentar: Prof. Dr. Ursula E. Koch (München) Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München\, Kuratorin der deutsch-französischen Wanderausstellung „Marianne und Germania in der Karikatur“ \nModeration: Dr. Christine Glauning\nLeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nEine Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung „Philibert und Fifi. Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters“  (bis 28. April 2019). \n 
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SUMMARY:Paul Schieder: Französische Zwangsarbeiter in Österreich
DESCRIPTION:In seinem Vortrag stellt Paul Schieder seine im Böhlau Verlag erschienene Monographie „Französische Zwangsarbeiter im »Reichseinsatz« auf dem Gebiet der Republik Österreich“ vor. Die Untersuchung behandelt vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der Franzosen. Die Betrachtung von individuellen Schicksalen erfolgt auf der Grundlage der Erinnerungsliteratur und von acht narrativ-biografischen Interviews. \nProf. Dr. Mechthild Gilzmer wird in ihrem Beitrag die Zwangsarbeit von Französinnen und Franzosen kontextualisieren. Den Schwerpunkt ihrer Ausführungen bildet die französische Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg.
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SUMMARY:»Karya. Vernichtung durch Zwangsarbeit im besetzten Griechenland.« Vorstellung eines Fotofundes durch Andreas Assael (Saloniki)
DESCRIPTION:Andreas Assael\, Sohn überlebender Juden aus Saloniki\, erwarb vor vielen Jahren auf einem Münchner Flohmarkt eine Sammlung von Fotos. Ein Ingenieur der nationalsozialistischen »Organisation Todt« hatte sie im besetzten Griechenland aufgenommen. Darunter befinden sich 80 Aufnahmen\, die nach Recherchen Assaels die Zwangsarbeit von Juden aus Saloniki in der Nähe des Ortes Karya im Jahr 1943 zeigen. Im März 1943 begann der deutsche SS-Apparat mit den Deportationen von 48.000 Menschen der jüdischen Gemeinde Saloniki in Vernichtungslager im besetzten Polen. 3.000 unverheiratete jüdische Männer wurden zur Zwangsarbeit innerhalb Griechenlands verschleppt. 300 mussten für eine Eisenbahnstrecke in Karya einen Felshang abtragen\, um Platz für ein Ausweichgleis zu schaffen. Wer diesen Einsatz überlebte\, wurde erschossen. Andreas Assael gelang es mit Hilfe von Zeitzeugen\, dieses unbekannte Kapitel griechischer\, deutscher und jüdischer Geschichte zu erforschen. \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des\nDokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nEinführung\nDr. Ulrich Baumann\, stellv. Direktor der\nStiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas \nVortrag\nDipl.-Ing. Andreas Assael \nModeration\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Direktor der\nStiftung Topographie des Terrors \nUm Anmeldung bis 22. Januar 2019 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de oder Tel. 030 / 26 39 43-0 wird gebeten. \n Eintritt frei
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SUMMARY:Geländeführungen: Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd. Eine Spurensuche am historischen Ort.
DESCRIPTION:Auf einer ausgedehnten Fläche zwischen der Osdorfer Straße und der Trasse der Anhalter Bahn in Richtung Wittenberg befand sich während des Zweiten Weltkrieges das Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd. Barbara Schulz hat die baulichen Überreste des früheren Lagers bauhistorisch untersucht und bietet drei Führungen durch das Gelände an.\nBitte beachten Sie\, dass es sich um eine anspruchsvolle Führung durch teilweise unwegsames Terrain handelt. Der Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. \nFührung: Barbara Schulz (Berlin)\nWir bitten um vorherige Anmeldung. \nEs finden drei Führungen statt:\n1. Termin: Freitag\, 30. November 2018\, 10 Uhr\n2. Termin: Freitag\, 30. November 2018\, 14 Uhr\n3. Termin: Samstag\, 1. Dezember 2018\, 14 Uhr\nDie Teilnahme ist kostenlos.\n\nAnmeldung: schoeneweide@topographie.de\nAnmeldung bis zum 20. November 2018. Die Zahl der Plätze ist begrenzt; sie werden in Reihenfolge der Anmeldung vergeben.\nGeben Sie bitte Ihren Namen sowie den gewünschten Termin an.
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SUMMARY:Margot Friedlander: NS-Judenverfolgung und Zwangsarbeit in Berlin und Theresienstadt
DESCRIPTION:Margot Friedlander wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt. Bei den Deutschen Tachometerwerkern (Deuta) in Kreuzberg musste sie 1941 bis 1943 Zwangsarbeit leisten. \nAm 20. Januar 1943 entschloss sie sich – nachdem die Gestapo ihren Bruder und ihre Mutter verhaftet hatte – in den Untergrund zu gehen. 15 Monate lang gelang es ihr\, sich in Berlin zu verstecken. Im Frühjahr 1944 wurde sie verhaftet und nach Theresienstadt deportiert. Dort musste sie erneut Zwangsarbeit leisten\, bis das Lager Anfang Mai 1945 befreit wurde. \nBei der Veranstaltung liest Margot Friedlander aus ihrem Buch „Versuche\, dein Leben zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin“. Anschließend findet ein Gespräch mit der Zeitzeugin statt.
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SUMMARY:»Philibert und Fifi«. Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters
DESCRIPTION:Bereits vor seiner Deportation nach Deutschland setzte sich der französische Künstler Philibert Charrin (1920-2007) in seinen Karikaturen mit dem Nationalsozialismus auseinander: Hitler zeichnete er als Kriegstreiber\, Goebbels als Großmaul. Im April 1943 schickte ihn die französische Vichy-Regierung zwangsweise ins Deutsche Reich\, um in Österreich in der Nähe von Graz als Erdarbeiter Zwangsarbeit zu leisten. Mithilfe seiner Zeichnungen setzte Charrin sich humoristisch mit der Arbeit\, den Österreichern und den anderen Zwangsarbeitern auseinander – stets begleitet durch das Strichmännchen „Fiﬁ“\, das auf fast allen Zeichnungen zu finden ist. Viele seiner Karikaturen verhöhnen die angeblichen „Herrenmenschen“ oder verweisen auf Widerstand und Sabotage durch die Zwangsarbeiter. Ein Teil der Zeichnungen stellt deren Alltag und Lebensumstände dar. Dabei sind diese Aussagen meist durch geschickte Darstellung oder Sprachwitz verschlüsselt. Allen Zeichnungen gemeinsam ist der Humor\, mit dem Charrin jene Zeit trotz der harten Lebensbedingungen abbildet. \nGrußworte:\nDr. Torsten Wöhlert \nStaatssekretär für Kultur des Landes Berlin\nMaria Bering \nLeiterin der Gruppe Geschichte und Erinnerung\, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien\nJulien Acquatella \nLeiter der Außenstelle der Kommission für die Entschädigung der Opfer von Enteignungen\, Französische Botschaft \nEinführung:\nDr. Werner Jung \nDirektor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln \nWir bitten um Anmeldung per Email unter veranstaltung-sw@topographie.de. \n 
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SUMMARY:Zeitzeugengespräch: Vera Friedländer. Judenverfolgung und Zwangsarbeit in Berlin
DESCRIPTION:Als Tochter eines christlichen Vaters und einer jüdischen Mutter stigmatisierten die Nationalsozialisten sie als „Halbjüdin“. Viele ihrer Verwandten wurden deportiert und ermordet. Als Zwangsarbeiterin musste sie Schuhe sortieren\, die aus Auschwitz und anderen Konzentrationslagern stammten. Vera Friedländer wird über die NS-Judenverfolgung und ihre eigenen Erfahrungen sprechen\, zudem über den heutigen Umgang mit dieser Vergangenheit. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung der NS-Zwangsarbeit. \nBegrüßung: \nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nGrußwort: \nVolker Beck (Berlin)\, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum\, 1994-2017\, Bundestagsabgeordneter (Bündnis 90 / Die Grünen) \nVortrag: \nVera Friedländer (Berlin)\, Studium\, Promotion und Habilitation in Germanistik\, ab 1975\, Dozentin für deutsche Sprache an der Universität Warschau\, 1982-1986 Professorin an der Humboldt-Universität. Autorin von „Man kann nicht eine halbe Jüdin sein“ und „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ \nModeration: \nRoland Borchers\, Mitarbeiter des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
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SUMMARY:Kriegsgefangene in Lichterfelde-Süd. Eine Spurensuche an einem historischen Ort
DESCRIPTION:Der Historiker Thomas Irmer und die Architektin Barbara Schulz beleuchten in ihren Vorträgen die Geschichte eines der größten NS-Kriegsgefangenenlager in Berlin. \nAuf einer ausgedehnten Fläche zwischen der Osdorfer Straße und der Trasse der Anhalter Bahn in Richtung Wittenberg befand sich während des Zweiten Weltkrieges das Kriegsgefangenenlager Lichterfelde-Süd. Es wurde im Dezember 1939 auf Grundlage eines Barackenlagers der Reichsbahn errichtet. Bis Kriegsende waren dort mehrere tausend Soldaten interniert\, die meisten von ihnen mussten in Berlin Zwangsarbeit leisten. \nDer Standort wurde jüngst aus geschichtlicher und bauhistorischer Perspektive neu erforscht. Zahlreiche Spuren sind dadurch auf dem Gelände entdeckt worden. Über den heutigen Umgang mit dem historischen Ort wird intensiv diskutiert. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nVortrag\nThomas Irmer (Berlin)\, Historiker\, Politologe\, Ausstellungskurator. Experte für das Thema NS-Zwangsarbeit und die Berliner Stadtgeschichte \nVortrag\nBarbara Schulz (Berlin)\, Büro für Zeitgeschichte und Denkmalpflege\, Architektin und Bauforscherin\, untersucht v.a. NS-Zwangslager und Tatorte \nKommentar\nDr. Bernhard Kohlenbach (Berlin)\, Landesdenkmalamt Berlin \nModeration\nBoris Buchholz (Berlin)\, Freier Journalist\, Tagesspiegel \n  \nEine Veranstaltung in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf
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SUMMARY:Italienische Militärinternierte in Berlin. Vor 75 Jahren verhaftete die Wehrmacht die italienischen Soldaten
DESCRIPTION:Am 8. September 1943 verkündete Italien den Waffenstillstand mit den Alliierten und trat aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Die deutsche Wehrmacht nahm daraufhin ca. 800.000 italienische Soldaten gefangen. \nDaniela Geppert und Arne Pannen beleuchten in ihrem Vortrag die Gruppe der über 30.000 italienischen Militärinternierten\, die in die Reichshauptstadt verschleppt wurden. Sie waren im »Stammlager III D« interniert und mussten in ca. 200 Arbeitskommandos Zwangsarbeit leisten. \nDer Vortrag behandelt die Arbeits- und Lebensbedingungen der Italiener\, die deutschen Organisationstrukturen sowie konkrete Fallbeispiele. Rund 400 Italiener waren in dem Lager einquartiert\, an dessen Stelle sich heute das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet. \n  \nPROGRAMM \nGrußwort\nAnette Meiburg (Berlin)\, Kommissarische Amtsleiterin der Deutschen Dienststelle (WASt) \nVortrag\nDaniela Geppert (Berlin)\, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nVortrag\nArne Pannen (Berlin)\, Pädagogischer Mitarbeiter der Gedenkstätte Sachsenhausen \nModeration\nJens Nagel (Zeithain)\, Leiter der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain (Sachsen)
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SUMMARY:»Direkt vor unseren Augen.« Eine szenische Lesung zu Zwangsarbeit bei Pertrix
DESCRIPTION:Seit November 2017 beschäftigen sich Schüler*innen des Archenhold-Gymnasiums mit dem Thema Nationalsozialistische Zwangsarbeit. Im Dokumentationszentrum haben sie sich mit dem historischen Ort\, den Strukturen von NS-Zwangsarbeit und den alltäglichen Lebensrealitäten ehemaliger Zwangsarbeiter*innen auseinandergesetzt. Anhand von Biografien und Interviews verschiedener Menschen\, die während des Zweiten Weltkrieges in der Batteriefabrik Pertrix Batterien für die Wehrmacht herstellen mussten\, ist eine Szenische Lesung entstanden. Sie bildet die Erinnerungsarbeit der Jugendlichen ab und ermöglicht Sicht- und Hörbarkeit für die Erlebnisse der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen. \nMehr Inforamtionen zur Sonderausstellung »Batterien für die Wehrmacht« – Zwangsarbeit bei Pertrix 1939-1945 finden Sie hier.
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SUMMARY:Zwangsarbeit im Berliner Untergrund. Telefunken und die Keller der Bockbierbrauerei
DESCRIPTION:Der Historiker Thomas Irmer stellt ein besonderes Beispiel von Zwangsarbeit vor: die Rüstungsproduktion in Kreuzberger Kellergewölben. \nUnter dem Tarnnamen »Lore« verlagerte das Elektrounternehmen Telefunken 1944 Rüstungsfertigungen in den Berliner Untergrund. Dazu zählte auch die Einrichtung einer Fabrik in den Kellern der ehemaligen Kreuzberger Bockbierbrauerei gegenüber dem Flughafen Tempelhof. Für den Bau sowie die Rüstungsproduktion selbst wurden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Der Historiker Thomas Irmer beleuchtet die Geschichte der »Kellerfabrik« an der Fidicinstraße\, deren Räumlichkeiten erhalten sind. Über den heutigen Umgang mit diesem Ort wird intensiv gerungen. \nBegrüßung\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit \nVortrag\nThomas Irmer (Berlin)\, Historiker\, Politologe\, Kurator zahlreicher Ausstellungen. Experte für die Themen NS-Zwangsarbeit und die Geschichte der Elektroindustrie\, insb. des Unternehmens AEG/Telefunken \nKommentar\nDr. Bernhard Kohlenbach (Berlin)\, Landesdenkmalamt Berlin \nModeration\n Natalie Bayer (Berlin)\, Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums
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SUMMARY:Postalische Zeugnisse zur deutschen Besatzungspolitik im Protektorat Böhmen und Mähren
DESCRIPTION:Am 15. März 1939 besetzte das nationalsozialistische Deutsche Reich\, das im Oktober 1938 bereits das Sudetenland annektiert hatte\, die Tschechoslowakei. In seinem Erlass zur Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren am folgenden Tag sicherte Hitler den böhmischen Ländern Autonomie und Selbstverwaltung zu. Was die versprochene Autonomie in der Praxis bedeutete\, zeigte sich sehr bald. Die deutschen Okkupanten unterdrückten jede Regung von Opposition und begannen mit der Verfolgung der Juden. Sie deportierten Repräsentanten des kulturellen Lebens\, Studenten und Regimegegner in Gestapo-Gefängnisse und Konzentrationslager. Auf dem Boden des Protektorats\, in Theresienstadt\, entstand die größte Sammelstelle für Juden auf dem Weg in die Orte der Vernichtung. Die »tschechischen« Behörden wurden bald vollständig unter deutsche Kontrolle gestellt. »Autonomie« und »Selbstverwaltung« erwiesen sich als eine Fassade\, hinter der sich ein System der rücksichtslosen Unterdrückung und Ausbeutung verbarg. \nMit Hilfe einer bisher wenig beachteten Kategorie von Dokumenten veranschaulicht der Autor ausgewählte Aspekte der deutschen Besatzungsherrschaft in Böhmen und Mähren. Es handelt sich dabei um Zeugnisse der postalischen Kommunikation: Postkarten\, Briefinhalte\, Briefumschläge\, Zahlungsbelege etc. Diese Dokumente der Alltagskultur werden in ihrem historischen Kontext gesehen\, woraus sich eine neue Perspektive auf Geschichte und oftmals neue Informationen zu Personen und Institutionen ergeben. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nS. E. Tomáš Jan Podivinský\, Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland \nMusikalisches Rahmenprogramm\nErwin Schulhoff (1894-1942): Fünf Stücke für Streichquartett (Werkverzeichnis 3494)\nEs spielt das Diplomatische Streichquartett: Matthias Hummel (1. Violine)\, Felix Klein (2. Violine)\, Ernst Herzog (Viola)\, Petra Kießling (Violoncello) \nGrußworte\nAdam Kerpel-Fronius\, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nBuchvorstellung\nHeinz Wewer\, Autor\nHartmut Liebermann\, Moderator \n  \nHeinz Wewer\, geboren 1935\, hat in Tübingen\, Berlin\, Amherst und Princeton Rechtswissenschaften\, Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Tätigkeit in verschiedenen Berufsfeldern\, zuletzt als Leiter des Arbeitsbereichs Internationale Beziehungen in der Verwaltung der Universität der Künste Berlin. 2017 erschien sein Buch „Abgereist\, ohne Angabe der Adresse“. Postalische Zeugnisse zu Verfolgung und Terror im Nationalsozialismus. \nHartmut Liebermann\, geboren 1949\, hat in Münster und München Geschichte\, Geographie und Sozialwissenschaften studiert. Von 1975 bis 2014 Lehrer am Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus\, dort als Studiendirektor Fachbereichsleiter für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Seit 2002 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Tschechoslowakei im Bund deutscher Philatelisten.
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SUMMARY:Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit.
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit\, Berlin \nVortrag\nDr. Sebastian Brünger\, Halle/Berlin \nKommentar\nDr. Manfred Grieger\, Gifhorn \nVon den Nürnberger Wirtschaftsprozessen bis zu den Verhandlungen um Zwangsarbeiterentschädigungen – deutsche Konzerne haben stets versucht\, das öffentliche Bild von ihrer NS-Vergangenheit selbst zu prägen. Am Beispiel der Firmen Bayer\, Daimler\, Deutsche Bank und Degussa erörtert Sebastian Brünger die Strategien und Formen unternehmerischer Vergangenheitsbearbeitung und analysiert sie im Kontext von Öffentlichkeit\, Politik und Wissenschaft ihrer jeweiligen Zeit. \n Dr. Sebastian Brünger\, Studium der Betriebswirtschaft und der Politikwissenschaft in Mannheim und Baltimore\, Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin\, ist seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kulturstiftung des Bundes. \nDr. Manfred Grieger ist Lehrbeauftragter an der Georg-August-Universität Göttingen. 1998 bis 2016 Leiter der Historischen Kommunikation der Volkswagen AG. \n  \nGeschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit  (ISBN: 9783835330108) ist im Wallstein Verlag erschienen und kann dort bezogen werden.
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SUMMARY:Zeitzeugengespräch mit Michele Montagano
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit \nGrußwort\nAlessandro Gaudiano\, Gesandter der Botschaft der Italienischen Republik \nGesprächsführung\nProf. Dr. Luigi Reitani\, Direktor des Italienischen Kulturinstitutes Berlin \nIm Anschluss findet ein kleiner Empfang statt. \n  \nMichele Montagano (geb. 1921) wurde im Februar 1941 zum italienischen Militärdienst einberufen. Nach Abschluss des Waffenstillstandes zwischen Italien und den Alliierten im September 1943 wurde er wie tausende andere italienische Soldaten von den Deutschen verhaftet und als so genannter Italienischer Militärinternierter zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Er überlebte zahlreiche Lager und schwere Arbeitsbedingungen\, ehe er im April 1945 befreit wurde. Bis heute haben die Italienischen Militärinternierten keine Entschädigung enthalten. \n  \nZur besseren Planbarkeit wird um Anmeldung unter veranstaltung-sw@topographie.de gebeten. \nUm 17.30 Uhr bieten wir eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung zu den italienischen Militärinternierten »Zwischen allen Stühlen« an. \nEine Veranstaltung in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin.
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