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SUMMARY:»Kindertransport – In eine fremde Welt«
DESCRIPTION:»Kindertransport – In eine fremde Welt«\nEin Dokumentarfilm von Mark Jonathan Harris\nUSA 2000\, 113 Minuten \nIn den neun Monaten vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nahm Großbritannien 10.000 jüdische Kinder aus Deutschland\, Österreich und Tschechien auf und bewahrte sie damit vor dem Tod im Konzentrationslager\, den die meisten ihrer Verwandten erleiden mussten. Die Kinder wurden in Züge gesetzt und von fremden Familien adoptiert. \nOscar-Preisträger Mark Jonathan Harris lässt die damaligen Kinder von ihrer Rettung erzählen und illustriert seine berührende Dokumentation mit Fotos und filmischem Archivmaterial. \nDie Kindertransport-Flüchtlinge berichten von den großen Eingewöhnungsproblemen in England\, von der Verzweiflung über die Trennung von den Eltern und in vielen Fällen vom Schmerz nach dem Krieg\, als sie feststellen mussten\, dass ihre Eltern tot waren. Sie erzählen von Depressionen und dem Schuldgefühl\, überlebt zu haben. \nDarüber hinaus lässt Mark Jonathan Harris Retter\, Helfer\, Pflegeeltern und mit Mariam Cohen und Franzi Groszmann zwei Mütter der fortgeschickten und geretteten Kinder zu Wort kommen. \n2001 gewann der Film einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das Prädikat »Besonders wertvoll«. \n  \nDie Filmvorführung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Saal 2B (zweite Etage) statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung »Geschlossen Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938«.
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SUMMARY:»Reise der Verdammten«
DESCRIPTION:»Reise der Verdammten«\nEin Spielfilm von Stuart Rosenberg\nGroßbritannien 1976\, 155 Minuten \nDas deutsche Passagierschiff »St. Louis« sticht im Mai 1939 von Hamburg aus in See. Sein Ziel ist Kuba. An Bord sind 937 Juden. Sie wollen Deutschland aufgrund des dort vorherrschenden Antisemitismus und der zusehends aggressiveren Rassenpolitik der Nationalsozialisten verlassen. Doch sowohl die kubanische als auch die US-amerikanische Regierung erlauben den Juden nicht\, in den jeweiligen Staaten von Bord zu gehen. Die Visa der Reisenden werden für ungültig erklärt. Die Flüchtenden steuern einen Hafen nach dem anderen an\, werden aber überall abgewiesen. Für die jüdischen Menschen beginnt eine nervenaufreibende Odyssee. Alles deutet darauf hin\, dass das Schiff zurück nach Deutschland geschickt wird – und die Passagiere damit in den Tod. \nDer Film basiert nicht nur auf dem Buch »Voyage of the Damned« von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts aus dem Jahr 1974\, sondern auch auf einer wahren Begebenheit. \n1977 war der Film in drei Kategorien für den Oscar nominiert: Beste Nebendarstellerin\, Beste Filmmusik und Bestes adaptiertes Drehbuch. Im selben Jahr gewann Katharine Ross als Beste Nebendarstellerin einen Golden Globe Award. Zur namhaften Filmbesetzung gehören außerdem Faye Dunaway\, Max von Sydow\, Malcolm McDowell und Oskar Werner. \n  \nDie Filmvorführung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Saal 2B (zweite Etage) statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung »Geschlossen Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938«. \n 
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SUMMARY:Was ist neu an der Weimarer Reichsverfassung?
DESCRIPTION:Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt Sie herzlich zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein: \n  \nProf. Dr. Peter Steinbach:\nWas ist neu an der Weimarer Reichsverfassung? \nAm 9. November 1918 folgte dem deutschen Kaiserreich die Republik; viele Monate später – am 11. August 1919 – verabschiedete die »Verfassunggebende Nationalversammlung« die Weimarer Reichsverfassung. Sie knüpfte verfassungsgeschichtlich an die Revolutionsverfassung von 1848 an und wollte sie vollenden\, ging aber weit darüber hinaus. Mit dem Bekenntnis zum Parlamentarismus\, zum allgemeinen und gleichen Verhältnis- und Frauenwahlrecht und zu den Grundrechten verband sie das spätere Grundgesetz von 1949 mit der 48er Revolutionsverfassung – und dennoch erhielt sie Elemente\, die sehr fortschrittlich waren und weit in die Zukunft weisen. \nDie Republik wurde von vielen bekämpft\, aber auch verteidigt – etwa vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Aus der »belagerten Civitas« wurde eine bekämpfte\, schließlich eine preisgegebene Republik\, die für manche Zeitgenossen das Scheitern der Demokratie überhaupt zu beweisen schien. Mit der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft erhielt Deutschland 1945 eine zweite Chance\, eine stabile Demokratie zu errichten. Beide deutschen Verfassungen knüpften an die Weimarer Erfahrungen an\, wollte aber deren Strukturdefekte vermeiden. \nInzwischen sind manche Elemente eines politischen Konsenses fragwürdig geworden. Gerade deshalb gilt es\, sich auf den Kerngehalt der Weimarer Republik und ihre Geschichte zu besinnen. Dabei wird bewusst\, welche Folgen die gleichgültige Preisgabe und die aktive Bekämpfung einer demokratischen Verfassung haben. Politischer Pluralismus mit Minderheitenschutz und Grundrechten gilt immer noch als Grundlage einer Ordnung\, die sich zur Würde des Menschen bekennt. \nUniv.-Prof. em. Dr. Peter Steinbach (Universität Mannheim) ist seit 1989 wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. \n  \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 6. August 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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SUMMARY:»Die Mission«
DESCRIPTION:»Die Mission«\nEin Spielfilm von Ludwig Cremer\nDeutschland 1966/1967\, 112 Minuten \nAuf Initiative von US-Präsident Franklin D. Roosevelt treffen sich im Juli 1938 Delegierte aus 32 Ländern im französischen Badeort Évian-les-Baines bei Genf\, um darüber zu beraten\, wie man den vom NS-Regime verfolgten Juden helfen könnte. Auch jüdische Hilfsorganisationen sind mit Vertretern vor Ort. Unter den Teilnehmern ist der jüdische Wiener Chirurg Professor Heinrich von Benda. Im Auftrag des Reichsstatthalters in Österreich\, Arthur Seyß-Inquart\, soll Benda den Politikern inoffiziell einen ungeheuerlichen Vorschlag unterbreiten: Die Nationalsozialisten wären für einen »Stückpreis« von 250 Dollar bereit\, dem Ausland die Juden aus Deutschland und Österreich zu verkaufen\, anderenfalls würde man sie vernichten. Nach endlosen fruchtlosen Verhandlungen hinter verschlossenen Türen muss der Professor entsetzt feststellen\, dass jede Nation Gründe vorzubringen weiß\, um den »Ankauf« von Juden abzulehnen. Kaum einer nimmt die Drohung der Nationalsozialisten ernst. \nDer Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hans Habe (1911-1977)\, der selbst als Korrespondent des Prager Tagblattes an der Konferenz von Évian teilgenommen hatte. \n  \nDie Filmvorführung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Saal 2B (zweite Etage) statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung »Geschlossen Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938«.
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SUMMARY:»Mit dem Mut der Verzweiflung: Mein Widerstand im Berliner Untergrund« – Buchvorstellung mit Zvi Aviram und Lesung mit Aaron Altaras
DESCRIPTION:Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige unter und schloss sich der zionistischen Widerstandsgruppe »Chug Chaluzi« (Kreis der Pioniere) an. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen\, als er um sein Leben bangte\, wurde er überraschend aus dem Sammellager Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München\, wo er für die Jewish Agency tätig war\, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte. Seine Erinnerungen erschienen im Jahr 2015. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nProf. Dr. Johannes Tuchel\, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand \nGespräch\nZvi Aviram mit Dr. Beate Kosmala\, Forschungsstelle Widerstandsgeschichte \nLesung\nAaron Altaras\, Schauspieler \n  \nUm Anmeldung bis 29. Juli 2018 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten.
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SUMMARY:Ausstellungseröffnung »Geschlossen Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938«
DESCRIPTION:Anlässlich des 80. Jahrestags der Konferenz von Évian laden die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin Sie herzlich zur Eröffnung einer gemeinsamen Ausstellung ein: \nGeschlossene Grenzen.\nDie internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938\nGrußwort\nKarina Häuslmeier\, Amtierende Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen\, Auswärtiges Amt \nGrußwort\nAnnemarie Hühne\, Teamleiterin »Auseinandersetzung mit der Geschichte«\, Stiftung »Erinnerung\, Verantwortung\, Zukunft« \nZur Ausstellung\nProf. Dr. Stefanie Schüler-Springorum \n»Ein Schicksal nach Évian – Erinnerungen an meinen Vater Eli Carmel«\nZiporet W. Carmel\, Tel Aviv (in engl. Sprache) \n  \nMehr Informationen zur Ausstellung »Geschlossen Grenzen. Die internationale Flüchtlingskonferenz von Évian 1938« finden Sie hier. \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 23. Juli 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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SUMMARY:Sonderführungen anlässlich des 74. Jahrestags des 20. Juli 1944
DESCRIPTION:Aus Anlass des 74. Jahrestags des 20. Juli 1944 bietet die Gedenkstätte Deutscher Widerstand thematische Führungen durch die Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und durch die Sonderausstellung »Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 bis 1933«. \nTreffpunkt ist in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der zweiten Etage (Dauerausstellung) bzw. ersten Etage (Sonderausstellungsbereich).
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SUMMARY:»Lange unterschätzt: Der Widerstand aus der Arbeiterbewegung im Zweiten Weltkrieg«
DESCRIPTION:Aus Anlass des 74. Jahrestages des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 laden wir Sie herzlich zum Festvortrag ein: \nProf. Dr. Michael Schneider:\n»Lange unterschätzt: Der Widerstand aus der Arbeiterbewegung im Zweiten Weltkrieg«\n \nMichael Schneider\, Jahrgang 1944\, wurde 1975 an der Universität Bremen zum Dr. phil. promoviert. 1982 folgte an der Universität Hamburg die Habilitation für Neuere Geschichte. Bis 2009 war Michael Schneider Leiter des Archivs der sozialen Demokratie bzw. des Historischen Forschungszentrums der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. \nEr ist Honorarprofessor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn und Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze zur deutschen Sozial- und Zeitgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschien »In der Kriegsgesellschaft. Arbeiter und Arbeiterbewegung 1939 bis 1945«\, Bonn 2014. \nDie Veranstaltung findet in der St. Matthäus-Kirche statt.\nWegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um eine Anmeldung bis zum 15. Juli 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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SUMMARY:»Die Widerständigen – ›also machen wir das weiter...‹«
DESCRIPTION:»Die Widerständigen – ›also machen wir das weiter…‹«\nEin Dokumentarfilm von Katrin Seybold und Ula Ströckl\nDeutschland 2014\, 87 Minuten \nEinführung und Diskussion\nAngela Bottin\, Hamburg \n»Angelegenheit ohne Zwischenfall erlegt« – so lautete der Telegrammtext\, mit dem der Vollzug der Hinrichtung von Hans Leipelt am 29. Januar 1945 im Gefängnis München-Stadelheim nach Berlin gemeldet wurde. Es war die Vollstreckung des letzten Todesurteils im Zusammenhang mit der Weißen Rose. \nDer Dokumentarfilm »Die Widerständigen – ›also machen wir das weiter…‹« zeichnet den Weg der Flugblätter der Weißen Rose nach. Er beschäftigt sich mit den Studierenden am Münchner Chemischen Institut und den oppositionellen Gruppierungen aus Hamburg\, die mit den Flugblättern in Berührung kamen\, sich mit den Widerstandsaktionen solidarisierten und dafür sorgten\, dass die Flugblätter in der Welt blieben. Zu ihnen gehörte der Chemiestudent Hans Leipelt. In diesem Film geben Zeitzeugen den ermordeten Widerständigen durch ihre Erzählungen einen Platz in der Geschichte. \nIm Anschluss an den Film folgt ein Publikumsgespräch mit Angela Bottin. Angela Bottin ist Expertin für die Geschichte und Rezeptionsgeschichte der Weißen Rose und hat das Filmprojekt nach dem Tod von Katrin Seybold im Jahr 2012 wissenschaftlich begleitet. \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung bis zum 13. Juli 2018 per E-Mail an veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon unter (030) 26 99 50 00 gebeten.
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SUMMARY:Jan Emendörfer: Mein Vater Max Emendörfer im Nationalkomitee »Freies Deutschland«
DESCRIPTION:Aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung des Nationalkomitees »Freies Deutschland« am 12. Juli 1943 in Krasnogorsk lädt die Gedenkstätte Deutscher Widerstand herzlich zu einem Vortrag ein: \nJan Emendörfer:\nMein Vater Max Emendörfer im Nationalkomitee »Freies Deutschland« \nDer 1911 geborene Schuhmacher Max Emendörfer gehört seit 1931 der KPD an und übernimmt ehrenamtliche Funktionen in der KPD-Bezirksleitung Frankfurt/Main. Nach 1933 ist er im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv und wird im Dezember 1933 festgenommen. Im Oktober 1934 wird er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt\, nach der Verbüßung der Haftstrafe jedoch in »Schutzhaft« genommen. Als er 1937 aus dem KZ Sachsenhausen entlassen wird\, will die Gestapo ihn zu Spitzeldiensten zwingen. Max Emendörfer meldet sich deshalb zur Wehrmacht. \nAnfang 1942 desertiert er und läuft zur Roten Armee über. In sowjetischer Kriegsgefangenschaft besucht er eine Antifaschule und wird Agitator und Frontbevollmächtigter. Im Juli 1943 gehört Max Emendörfer zu den Mitbegründern des Nationalkomitees »Freies Deutschland« und ist ab September 1943 Mitglied des Präsidiums. Mit Flugblättern\, Zeitungsartikeln und in Rundfunksendungen ruft Max Emendörfer deutsche Soldaten zum Widerstand gegen Hitler auf. \nIm August 1945 nimmt ihn die sowjetische Geheimpolizei in Berlin wegen angeblicher V-Mann-Tätigkeit für die Gestapo fest. Nach Internierungen in Hohenschönhausen und Sachsenhausen beginnt im Januar 1947 eine Odyssee durch Kriegsgefangenenlager in der Sowjetunion. \nJan Emendörfer ist Journalist und veröffentlichte 1997 unter dem Titel »Verfemt – Mein Vater Max Emendörfer« eine Biografie über seinen Vater. Von 2008 bis 2012 war er Chefredakteur der Ostsee-Zeitung in Rostock\, seitdem ist er Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung. \n  \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung bis zum 8. Juli 2018 per E-Mail an veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon unter (030) 26 99 50 00 gebeten.
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SUMMARY:Für Frieden\, Freiheit und Demokratie: Über die Gründung des Reichsbundes durch Erich Kuttner und die Entwicklung zum Sozialverband SoVD
DESCRIPTION:Auf Initiative des verwundeten Weltkriegssoldaten Erich Kuttner wurde 1917 in Berlin der »Bund der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer« gegründet. Aus ihm erwuchs der Sozialverband Deutschland (SoVD). Es ging dem Gründervater von Beginn an nicht allein um soziale Leistungen. Er wollte auch wachhalten\, was moderner Krieg bedeutet. Deshalb setzte sich die neue Kriegsopferorganisation gleich zu Beginn für die erste deutsche Demokratie\, die Weimarer Republik\, ein. Und dies bedeutete harte Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten leistete Kuttner\, der auch Jude war\, Widerstand\, zunächst als Emigrant in den Niederlanden\, später als Korrespondent im Spanischen Bürgerkrieg. 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und ein halbes Jahr darauf im KZ Mauthausen ermordet. Die Idee Kuttners lebt jedoch weiter: Schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm der von ihm gegründete Sozialverband die Arbeit wieder auf und gestaltet bis heute das politische und gesellschaftliche Leben in Deutschland mit. \n  \nPROGRAMM \nIn seinem Kurzvortrag wird Adolf Bauer\, Präsident des SoVD\, die über 100-jährige Geschichte des Sozialverbandes Revue passieren lassen. Anschließend wird der Kurzfilm »Erich Kuttner gründet den SoVD« gezeigt. Dem Leben und Wirken des Widerstandskämpfers Erich Kuttner wird sich der Berliner Historiker Dr. Kurt Schilde in seinem Vortrag widmen. \n  \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. \nWegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 10. Juni 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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SUMMARY:»Mag sein\, daß der Jüngste Tag morgen anbricht…« Widerstand in Berlin von der Reichspogromnacht bis Kriegsende
DESCRIPTION:»Mag sein\, daß der Jüngste Tag morgen anbricht\, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen\, vorher aber nicht.«\nDietrich Bonhoeffer \n  \nSzenische Lesung mit Musik\nmit Domorganist Andreas Sieling\, Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie Matthias Brandt und Martina Gedeck \n  \nAn diesem Abend in der Predigtkirche des Berliner Doms\, der dem deutschen Widerstand in seiner ganzen Bandbreite gewidmet ist\, kommen unterschiedlichste Menschen zu Wort\, von dem konservativen Diplomaten Ulrich von Hassell bis hin zur jungen Liane Berkowitz\, die der sogenannten Roten Kapelle angehörte. \nZwei Akteure und wichtige Chronisten des oppositionellen Geschehens sind immer wieder zu hören: Die Journalistin Ruth Andreas-Friedrich (Martina Gedeck) mit ihrem beeindruckenden Tagebuch »Der Schattenmann« sowie Helmuth James von Moltke\n(Matthias Brandt)\, der über Jahre eine bewegende\, sehr direkte Korrespondenz mit seiner Frau Freya geführt hat. \nIn zahlreichen weiteren Rollen treten Studierende der Ernst Busch Hochschule auf. Die musikalische Begleitung\, teils frei improvisiert\, übernimmt der Domorganist Andreas Sieling. So entsteht ein eindrückliches Wort- und Klangbild zu Ehren der vielen Menschen\, die in Berlin\, in Deutschland den Mut fanden\, Widerstand zu leisten. \n  \nDer Eintritt ist frei.\nKartenreservierung erforderlich unter Tel.: 030-20269136 oder info@berlinerdom.de.
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SUMMARY:Prof. Dr. Peter Steinbach: Leben wir jetzt in den guten alten Zeiten\, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen werden?
DESCRIPTION:Kommentar\nProf. Dr. Habbo Knoch (Universität Köln) \nModeration\nProf. Dr. Horst-Alfred Heinrich (Universität Passau) \nWenn man behauptete\, ohne Herkunft gäbe es keine Zukunft\, wurde ein Zusammenhang zwischen Geschichtsdeutung\, Gegenwartsbezug und Zukunftsprogrammatik hergestellt. Immer wurde unterstellt\, dass Geschichte Identifikation ermögliche. Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit mündete in eine kritische\, selbstreflexive Deutung nicht nur der kollektiven und nationalen\, sondern auch der individuellen Geschichte. Geschichtsdebatten machten dies zunehmend deutlicher. Mit den Umdeutungen der Vergangenheit seit 2015 geht es um eine neue Dimension\, denn nun wird es fraglich\, ob die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte der humanen Orientierung dienen soll oder in ein nicht ausdiskutiertes Verständnis historisch geprägter sogenannter Leitkultur überführt wird. \nUniv.-Prof. em. Dr. Peter Steinbach (Universität Mannheim) ist seit 1989 wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. \n  \nVeranstaltungsraum: Zweite Etage\, Saal 2B. Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung unter veranstaltung@gdw-berlin.de oder telefonisch unter 030 26 99 50 00. \nWir würden uns sehr freuen\, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. \n 
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SUMMARY:Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Dennis Egginger-Gonzazlez: Der Rote Stoßtrupp. Eine frühe linkssozialistische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus \nDie zeitweilig bis zu fünfhundert Personen umfassende Widerstandsgruppe Roter Stoßtrupp war aufgrund ihrer Bündnispolitik und Existenzdauer durchaus bedeutend\, ist aber heute nahezu vergessen. Ein Grund dafür mag sein\, dass sie weder in Ost- noch in Westdeutschland ins Grundmuster der praktizierten Erinnerungskultur passte.\n1932 von jungen Sozialdemokraten gegründet\, entwickelte sich der Rote Stoßtrupp binnen weniger Monate zu einer exzellent vernetzten linkssozialistischen Sammlungsbewegung. Trotz intensiver Verfolgung durch die Gestapo gelang es\, eine der damals meistgelesenen Widerstandspublikationen herauszugeben. Und obgleich infolge Verhaftung und Verurteilung zahlreicher Mitglieder geschwächt\, konnte die illegale Arbeit auch nach 1933 in Nachfolgeorganisationen noch über ein Jahrzehnt lang aufrechterhalten werden. \nMit seiner präzisen Auswertung und Darstellung von umfangreichem Archivmaterial\, über zweihundert Kurzbiografien und wiederentdeckten schriftlichen Zeugnissen vermag Dennis Egginger-Gonzazle die wichtige Rolle des Roten Stoßtrupps im Gesamtspektrum des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus zu belegen. \nSeine Studie ist in diesem Jahr beim Lukas Verlag erschienen\, hat 794 Seiten und kostet 34\,90€. \nWegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 23. März 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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