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SUMMARY:München 38. Die Welt am Scheideweg
DESCRIPTION:Im September 1938 drohte das nationalsozialistische Deutschland der Tschechoslowakei mit Einmarsch und Krieg. Ein halbes Jahr zuvor war der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich erfolgt. Nun beanspruchte Hitler das sogenannte Sudetenland. Ein neuer Weltkrieg schien kaum noch abwendbar.\nIn ihrem Buch München 38. Die Welt am Scheideweg (2026) nehmen Christian Goeschel\, Professor of Modern European History an der University of Manchester\, und Daniel Hedinger die Appeasement-Politik Großbritanniens und Frankreichs in den Blick. Sie zielte darauf\, Hitler durch Zugeständnisse zu beschwichtigen und doch noch zum Einlenken zu bewegen. Auf der Konferenz in München am 29./30. September 1938 unterzeichneten Chamberlain und Daladier schließlich eine Vereinbarung\, der zufolge die Tschechoslowakei die Sudetengebiete an Deutschland abtreten sollte. Spätestens als knapp ein Jahr später der Zweite Weltkrieg in Europa ausbrach\, war klar\, dass die Politik des Appeasements gescheitert war. Die Autoren thematisieren auch die globalen Hintergründe und Auswirkungen der Münchner Konferenz und fragen nach Bezügen zur Gegenwart. \nDaniel Hedinger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leipzig Research Centre Global Dynamics und lehrt am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Leipzig. Zusammen mit Nadin Heé leitet er das „Zentrum für transimperiale Geschichte“. Nach Stationen in Paris\, Zürich\, Berlin\, München\, Rom und Kyoto kam er 2024 nach Leipzig. Zu seinen Veröffentlichungen gehört Die Achse. Berlin – Rom – Tokio 1919–1946 (2021) und der Aufsatz Fascist Internationalism: From a Vanished Institution to a Failed Concept? (2025). \nKlaus Hillenbrand\, Politologe\, war langjähriger Ressortleiter der taz und ist Autor mehrerer Bücher zur Geschichte des Nationalsozialismus. \n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nPD Dr. Daniel Hedinger\, Leipzig \n\n\nModeration \nKlaus Hillenbrand\, Berlin
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SUMMARY:Der Holocaust. Was wussten die Deutschen – und wie verhielten sie sich?
DESCRIPTION:Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche\, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen\, für die Verbrechen mitverantwortlich zu sein. Bis heute beschäftigt viele Menschen die Frage\, was die Deutschen tatsächlich wussten und wie sie sich verhielten.\nWelche Informationen über den Holocaust waren im Deutschen Reich zugänglich? Was nahmen die Deutschen wahr\, die nicht direkt an den Taten beteiligt waren und nicht selbst verfolgt wurden? Wie verbreiteten sich damals entsprechende Informationen und Gerüchte? Und was machten einzelne Menschen mit ihrem Wissen? Dies sind zentrale Fragen der Ausstellung\, die im Zentrum des Podiumsgesprächs von Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats stehen. \nBernward Dörner ist apl. Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berück-sichtigung der Zeitgeschichte und lehrt am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Er ist Autor des Buchs Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte\, aber jeder wissen konnte (2007). \nMary Fulbrook ist Professorin für Deutsche Geschichte am University College London. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Gesell-schafts- und Erfahrungsgeschichte vorgelegt\, darunter Bystander Society. Conformity and Complicity in Nazi Germany and the Holocaust (2023). \nPeter Longerich war Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. Zuletzt lehrte er an der Universität der Bundeswehr in München. Zu seinen Publikationen zählt „Davon haben wir nichts gewusst!“ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006). \nChristian Schmittwilken ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Mitkurator der Ausstellung „Der Holocaust – Was wussten die Deutschen?“. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nPodiumsgespräch \nProf. Dr. Bernward Dörner\, Berlin\, Prof. Dr. Mary Fulbrook\, London\, und Prof. Dr. Peter Longerich\, Itzehoe \n\n\nModeration \nDr. Christian Schmittwilken\, Berlin
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SUMMARY:Erneuerung der alten Rechten. Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich 1951–1971
DESCRIPTION:In ihrem gerade erschienenen Buch Erneuerung der alten Rechten. Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich 1951–1971 (2026) rekonstruiert Marie Müller-Zetzsche die intellektuelle Vorgeschichte der „Neuen Rechten“ in der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich anhand zweier zentraler rechtsradikaler Zeitschriften: „Nation Europa“ und „Défense de l’Occident“. Im Zentrum steht die Frage\, wie faschistische und nationalsozialistische Ideologiefragmente in diesen Zeitschriften nach 1945 tradiert\, recodiert und an neue politische Kontexte angepasst wurden – etwa durch Begriffsverschiebungen von „Rasse“ zu „Kultur“ oder durch die Konstruktion eines „europäischen Nationalismus“ als strategisches Dach. Die Autorin zeigt\, wie ein Netzwerk von „politischen Schriftstellern“ über Jahrzehnte hinweg ideologische Kontinuitäten schuf\, Narrative bewahrte und Diskursräume öffnete\, die für spätere rechte Bewegungen anschlussfähig wurden. Dabei steht nicht nur die inhaltliche Tradierung im Fokus\, sondern auch die publizistische Strategie: Wiederholung\, scheinbarer Pluralismus\, Kampf um Begriffe\, Übersetzung und transnationale Vernetzung.\n\n\n\n\n\n\nMarie Müller-Zetzsche ist assoziierte Wissenschaftlerin am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam. Sie studierte Kulturwissenschaften und Französisch an der Universität Leipzig und wurde dort 2018 in einem Cotutelle-Verfahren mit der Université de Lorraine in Vergleichender Kultur- und Gesellschaftsgeschichte promoviert. Die vorliegende Studie erstand am Moses Mendelssohn Zentrum im Projekt „Die radikale Rechte in Deutschland\, 1945–2000“ in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und apl. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nDr. Marie Müller-Zetzsche\, Potsdam \n\n\nModeration \nProf. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \n\n\nGemeinsam mitMoses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien \n\n\nHinweiseVeranstaltungsreihe „Rechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart“ \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Das Wissen der Alliierten über den Holocaust / What the Allies knew about the Holocaust
DESCRIPTION:Vortrag / Lecture \nProf. Dr. Michael Fleming\, London \n\n\nModeration / Moderator \nProf. Dr. Elizabeth Harvey\, Nottingham/Berlin \n\n\n  \n\nHinweise / NotesBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Der Holocaust – Was wussten die Deutschen?“\nSupporting programme for the special exhibition “The Holocaust – What Did the Germans know?”Für die Veranstaltung in englischer Sprache wird eine Simultanübersetzung angeboten. Der Livestream wird in englischer und deutscher Sprache übertragen. Im Anschluss steht die englischsprachige Fassung als Aufzeichnung zur Verfügung.\nSimultaneous interpretation will be provided for the event\, which will be held in English. The livestream will be broadcast in English and German. A recording of the English-language version will be available afterwards. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.\nBy attending the event\, you consent to your photograph and video footage being used as part of general shots for the organisers’ public relations work.
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