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SUMMARY:Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn” der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948
DESCRIPTION:Buchpräsentation:  Frank Beer\, Bergisch Gladbach\, und  Dr. Markus Roth\, Frankfurt/M.\nLesung: Ruth Reinecke\, Berlin\nModeration: Dr. Angelika Königseder\, Berlin \nLivestream: www.topographie.de/livestream/\nEine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit
DESCRIPTION:Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors lädt zum Internationalen Museumstag am 16. Mai um 14.00 Uhr zu einer 90-minütigen Online-Führung ein. Anhand historischer Fotos und Dokumente\, wie sie in unserer Dauerausstellung »Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße« zu sehen sind\, geben unsere Referent*innen erste Einblicke in den historischen Ort und seine heutigen Spuren. Sie beschreiben die Rolle und Aufgaben der Institutionen von SS und Polizei im NS-Staat und erläutern ihre Beteiligung an den europaweit begangenen NS-Verbrechen. Während der Präsentation können Sie sich aktiv einbringen und Fragen stellen. \n  \nBitte melden Sie sich für die Teilnahme mit Namen und E-Mail-Adresse hier an: info@topographie.de. Der Einladungslink wird umgehend zugestellt. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2021. \n  \nDa wir für die Veranstaltung die Videoplattform ZOOM nutzen\, erklären Sie sich durch Ihre Anmeldung mit der Nutzung von ZOOM einverstanden. Für die Verwendung der Software übernehmen wir keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von ZOOM können hier eingesehen werden: https://zoom.us/de-de/privacy.html \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:Europa und seine Bürger
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nProf. Dr. Arnd Bauerkämper\, Berlin\nProf. Dr. Dr. h.c. Hartmut Kaelble\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Berlin \n  \nIn der Corona-Krise stellt sich wieder verschärft die Frage\, wie sich die Beziehungen zwischen dem europäischen Projekt und der Bürgerschaft entwickelt haben. Der Vortrag zeigt\, dass das europäische Projekt keine bürgerferne Wirtschaftsbehörde blieb. Trotz aller Rückschläge machte die anfänglich passive Indifferenz der Bürgerinnen und Bürger zunehmend der Interessiertheit und der aktiven Beteiligung Platz. Arnd Bauerkämper argumentiert\, dass sich eine europäische Bürgerschaft zwar in Ansätzen schon im Mittelalter herausgebildet hat\, die wichtigen grenzüberschreitenden Interaktionen aber erst seit der Aufklärung gewachsen sind. Seit 1945 hat sich dann die Einigung »von oben« durch Abkommen zwischen Regierung und zivilgesellschaftlichen Akteuren nicht gegensätzlich\, sondern komplementär vollzogen. Hartmut Kaelble zeichnet die historischen Phasen der Beteiligung der Bürger an der europäischen Integration von Montanunion bis zur heutigen Europäischen Union nach. Er thematisiert auch die Abschwächungen des Vertrauens der Bürger in die Europapolitik während historischer Krisen sowie die bisher andere Entwicklung dieses Vertrauens in der Corona-Pandemie. \n  \nArnd Bauerkämper\, 1958 geboren\, ist Professor für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Freien Universität Berlin. Zu seinen neueren Publikationen zählt Das umstrittene Gedächtnis. Die Erinnerung an Nationalsozialismus\, Faschismus und Krieg in Europa seit 1945 (2012)\, Der Neue Mensch (2017) und der Aufsatz Historische Komparatistik in der Diktaturforschung (2019). \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehört Der verkannte Bürger. Eine andere Geschichte der europäischen Integration seit 1950 (2019) und Eine europäische Gesellschaft? Beiträge zur Sozialgeschichte Europas vom 19. bis ins 21. Jahrhundert (2020). \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor i.R. der Stiftung Topographie des Terrors. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«\nDie Veranstaltung wird als Livestream unter www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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LOCATION:Online Veranstaltung\, Den Link zur Veranstaltung finden Sie im Beschreibungstext.
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SUMMARY:ONLINE: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945
DESCRIPTION:Präsentation des 11. Bandes der Dokumentenedition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945« \n  \nPROGRAMM \nEinführung\nProf. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt \nBandpräsentation\nDr. Lisa Hauff\, Berlin \nLesung ausgewählter Dokumente\nAnette Daugardt\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Peter Klein\, Berlin \n  \nMit Texten von Verfolgten\, Tätern und Beobachtern dokumentiert die auf 16 Bände angelegte Edition VEJ den Holocaust. Der aktuelle Band 11 gibt einen Einblick in das Schicksal der letzten verbliebenen Juden im Deutschen Reich vom Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende im Mai 1945. Neben einer größeren Zahl von in „Mischehe” lebenden Juden und ihren Kindern blieben einige tausend Untergetauchte zurück. Auf Befehl Hitlers kamen seit April 1944 außerdem jüdische Zwangsarbeiter ins Reich\, die in der Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Im Protektorat Böhmen und Mähren lebten in den beiden letzten Kriegsjahren nur noch wenige Juden außerhalb des Gettos Theresienstadt. Der Band dokumentiert die antijüdische Politik der deutschen Behörden im Protektorat und die Situation im Getto bis zur Befreiung. \nNach einem Überblick über das Editionsprojekt durch Dieter Pohl stellt Lisa Hauff Band 11 vor und schildert die Geschichte einzelner Quellen. Anette Daugardt trägt ausgewählte Dokumente aus dem Band vor. \n  \nDieter Pohl\, 1964 geboren\, ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Mitherausgeber der Edition VEJ. \nLisa Hauff\, 1969 geboren\, Historikerin\, ist Bearbeiterin des 11. Bandes der Edition VEJ. Sie war Mitkuratorin der 2011 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors präsentierten Ausstellung »Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht« \nAnette Daugardt\, 1966 geboren\, ist Schauspielerin in Berlin. Seit 2003 realisiert sie eigene Projekte am KantTheaterBerlin. \nPeter Klein\, 1962 geboren\, ist Professor am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin. \n  \nEine Veranstaltung gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin\, der Forschungsgruppe Zeitgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg. \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Reforminitiativen. Aktuelle französische Vorschläge in historischer Perspektive
DESCRIPTION:PROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Hélène Miard-Delacroix\, Universität Paris-Sorbonne \nModeration\nProf. Dr. Hartmut Kaelble\, Humboldt-Universität zu Berlin \n  \nMit einem dezidiert proeuropäischen Programm wurde im Mai 2017 der politische Neuling Emmanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten gewählt. In den folgenden Monaten und Jahren plädierte er lautstark für eine Neubegründung der Europäischen Union in zahlreichen Bereichen. Die Anpassung an die Herausforderungen der Zeit bezeichnete er als »Initiative für Europa« und erntete damit Applaus sowie Kritik der europäischen Partner. Es ist nicht das erste Mal\, dass ein Gründungsmitglied wie Frankreich Reformen für Europa vorschlägt. Die Geschichte der europäischen Integration ist ein langer Weg von Verbesserungs- und Vertiefungsversuchen des schrittweise gemeinsam Erreichten.\nAusgehend von der Gegenwart wird der Vortrag in die Geschichte des europäischen Aufbaus zurückgehen und sich mit den Fragen der Inspiration\, des Kontexts und der Erfolgs- bzw. Misserfolgskonjunkturen der vielfältigen Reforminitiativen für Europa auseinandersetzen. In welchen Kräftekonstellationen entstanden Reforminitiativen? Womit hing die Durchsetzungsfähigkeit der Vorschläge zusammen? Stehen die neuesten französischen Initiativen in einer Kontinuität mit vergangenen Strategien? \nHélène Miard-Delacroix\, 1959 geboren\, ist Professorin für deutsche Zeitgeschichte und Kultur am Germanistischen Institut der Universität Sorbonne\, Paris. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Partenaires de choix? Le Chancelier Helmut Schmidt et la France (1993)\, Question nationale et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante (2004)\,Deutsch-französische Geschichte 1963 bis in die Gegenwart. Im Zeichen der europäischen Einigung (2011)\, Willy Brandt (2013) und Von Erbfeinden zu guten Nachbarn. Ein deutsch-französischer Dialog (2019\, mit Andreas Wirsching). Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Ausstellungseröffnung »Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów«
DESCRIPTION:PROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußworte\nProf. Monika Grütters MdB\, Staatsministerin für Kultur und Medien\nAndreas Geisel\, Senator für Inneres und Sport\nProf. Dr. Andrzej Przyłębski\, Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland \nZur Ausstellung\nDr. Katrin Vohland\, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien\nDr. Margit Berner\, Kuratorin der Ausstellung \n  \nMehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier. \n  \nDie Veranstaltung wird unter www.topographie.de/livestream übertragen.\nEine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Die Organisation des Terrors. Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1943-1945
DESCRIPTION:Lange galten Himmlers Dienstkalender der beiden letzten Kriegsjahre als verschollen – bis zu ihrem Fund in einem russischen Archiv in der Nähe von Moskau. In dem Band Die Organisation des Terrors. Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1943–1945 (2020)\, herausgegeben von Martin Holler\, Jean-Luc Leleu\, Dieter Pohl\, Thomas Pruschwitz und Matthias Uhl\, liegen sie nun erstmals ediert und historisch kommentiert vor. Die Kalendernotizen Himmlers belegen\, wie die nationalsozialistischen Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs vom Reichsführer-SS initiiert und organisiert wurden. Sie zeigen zudem\, wer an diesen Entscheidungen beteiligt war\, wer zum engsten Kreis um Himmler gehörte und wie jene Männer handelten\, die Europa zerstörten und für den größten Massenmord der Geschichte verantwortlich sind. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort\nDr. Sandra Dahlke\, Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Moskau \nBuchpräsentation\nDr. Matthias Uhl\, Moskau \nModeration\nSven Felix Kellerhoff\, Berlin \n  \nMatthias Uhl\, 1970 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Moskau. Zu seinen neueren Veröffentlichungen gehören Krieg um Berlin? Die sowjetische Militär- und Sicherheitspolitik in der zweiten Berlin-Krise 1958 bis 1962 (2008)\, Die Teilung Deutschlands. Niederlage\, OstWest-Spaltung und Wiederaufbau 1945–1949 (2009) und Verhört: Die Befragungen deutscher Generale und Offiziere durch die sowjetischen Geheimdienste 1945–1952 (2015\, Mithg.). \nSven Felix Kellerhoff\, 1971 geboren\, ist Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der WELT. \n  \nDie Veranstaltung wird unter www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Migration in Europa
DESCRIPTION:Im »langen« 20. Jahrhundert veränderte sich die Position Europas im globalen Migrationsgeschehen fundamental: Der Auswanderungskontinent wurde zum Einwanderungskontinent. Mehrfach verschoben sich die innereuropäischen Wanderungsrichtungen vor dem Hintergrund der Verlagerung der politischen Gefüge\, der ökonomischen Gewichte und der Linien der Gewaltgeschichte Europas. \nDer Vortrag fragt nach den Hintergründen und Bedingungen dieser grundlegenden und weitreichenden Veränderungen der europäischen Migrationsverhältnisse und -regime der vergangenen Jahrzehnte und blickt auf deren Folgen für die Gesellschaften Europas. Er fokussiert auf die Geschichte des Schengener Migrationsregimes\, um die Herausbildung des gegenwärtigen europäischen Wanderungsraums zu erklären und geht schließlich ein auf die Position Europas in den globalen Migrationsverhältnissen der Gegenwart und der Zukunft. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nProf. Dr. Jochen Oltmer\, Universität Osnabrück \nModeration\nProf. Dr. Michael Schwartz\, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin \n  \nJochen Oltmer\, 1965 geboren\, ist apl. Professor für Neueste Geschichte und Migrationsgeschichte am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter die Monographien Migration und Politik in der Weimarer Republik (2005)\, Migration im 19. und 20. Jahrhundert (2010\, 3. überarb. und aktual. Aufl. 2016)\, Globale Migration. Geschichte und Gegenwart (2012\, 3. überarb. Aufl. 2016)\, Vom Ein- und Auswandern. Ein Blick in die deutsche Geschichte (Jugendsachbuch\, zus. mit Nikolaus Barbian\, 2016\, 2. überarb. Aufl. 2019) und Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart (2017\, 2. erw. Aufl. 2020). Zu seinen aktuellen Aufsätzen zählt Migrationsgeschichte. Europa im globalen Wanderungsgeschehen der Neuzeit (2020). \nMichael Schwartz\, 1963 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin sowie apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«. \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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LOCATION:Dokumentationszentrum Topographie des Terrors\, Niederkirchnerstraße 8\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:ONLINE: Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld
DESCRIPTION:Der Film »Die Aufseherin« schildert die Geschichte von Johanna Langefeld (1900–1974)\, die Oberaufseherin im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und im Frauenlager des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz war. Langefeld war überzeugte Nationalsozialistin und Antisemitin und in NS-Verbrechen direkt involviert\, so in die »Euthanasie«-Mordaktion »14 f 13«. In Berichten von Überlebenden wird sie als eine der wenigen Aufseherinnen beschrieben\, die sich zu bestimmten Häftlingsgruppen auch menschlich verhalten hat. 1946 gelang ihr mithilfe ehemaliger polnischer KZ-Inhaftierter die Flucht aus dem Gefängnis Montelupich in Kraków/Krakau\, wo sie ihren Prozess erwartete. \nDer international mehrfach preisgekrönte Film ist eine deutsch-polnische  Koproduktion. Er rekonstruiert die Geschichte von Langefeld auf der Basis von Fotografien\, Filmzeugnissen und schriftlichen Dokumenten und bezieht vor allem Interviews mit polnischen Zeitzeuginnen ein\, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren. \n  \nPROGRAMM \nPodiumsgespräch zum Dokumentarfilm mit Gerburg Rohde-Dahl und Dr. Simone Erpel (beide Berlin) \nModeration: Ulrich Tempel\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nSenden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen bis 28. August 2020\, 18 Uhr\, an Ulrich Tempel: tempel@topographie.de. \nDer Film »Die Aufseherin« (90 Minuten) ist vom 27. August bis 2. September 2020 online zu sehen:\nhttps://vimeo.com/331389672\, Passwort: filmPOLSKA. \n  \nGerburg Rohde-Dahl\, 1938 geboren\, ist Filmproduzentin\, Drehbuchautorin und Regisseurin in Bremen und Berlin. Zu ihren Werken zählen die Dokumentarfilme Ein weites Feld (2009) über das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin und Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld – Przypadek Johanny Langefeld (2018\, Regie gemeinsam mit Władek Jurkow). \nSimone Erpel\, 1963 geboren\, ist als freiberufliche Historikerin tätig. Sie ist u.a. Kuratorin der neuen Dauerausstellung »Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück« in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. \n  \nDie Podiumsdiskussion wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Europa und die Faschisten
DESCRIPTION:Vortrag\nProf. Dr. Monica Fioravanzo\, Universität Padua \nModeration\nProf. Dr. Hartmut Kaelble\, em.\, Humboldt-Universität zu Berlin \n  \nWeitere Informationen folgen in Kürze. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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LOCATION:Online Veranstaltung\, Den Link zur Veranstaltung finden Sie im Beschreibungstext.
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SUMMARY:ONLINE: Außereuropäische Perspektiven auf Europa. China – Russland – USA
DESCRIPTION:Die Kurzvorträge kennzeichnen exemplarisch Wahrnehmungen\, Konstruktionen und Visionen Europas in außereuropäischen Räumen (besonders China\, Russland und die USA\, aber auch Lateinamerika). Darüber hinaus sollen Projektionen\, wechselseitige Austauschprozesse und die jeweiligen Rückwirkungen behandelt werden. Dabei wird die Rolle bestimmter Akteure und Traditionen in den außereuropäischen Gebieten ebenso in den Blick genommen wie die selektive Wahrnehmung spezifischer Phänomene in Europa. Auch soll der Stellenwert von Zäsuren der europäischen und außereuropäischen Geschichte für die wechselseitigen Perzeptionen und die Interaktionen konturiert werden.\nWer schuf\, veränderte und verbreitete welche Europa-Bilder in den außereuropäischen Räumen? Welche Interessen und Ziele waren dabei maßgeblich? Inwiefern und warum waren Wahrnehmungen Europas und der Austausch mit Europäern selektiv? In welchen Konstellationen waren die Beziehungen zwischen Europäern\, Chinesen\, US-Amerikanern und Russen besonders gleich oder ungleich? Diese Fragen werden beispielhaft diskutiert. \n  \n\nPROGRAMM \n\nVorträge\nDr. Jan C. Behrends\, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam\nProf. Dr. Jessica Gienow-Hecht\, Freie Universität Berlin\nProf. Dr. Dominik Sachsenmaier\, Georg-August-Universität Göttingen \nModeration\nProf. Dr. Dr. h.c. Stefan Rinke\, Freie Universität Berlin \n  \n  \nJan C. Behrends\, 1969 geboren\, ist Projektleiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam sowie Lehrbeauftragter für neueste und osteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nJessica Gienow-Hecht\, 1964 geboren\, ist Professorin und Leiterin der Abteilung Geschichte am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. \nDominic Sachsenmaier\, 1969 geboren\, ist Professor für Modernes China mit Schwerpunkt auf Globalhistorischen Perspektiven sowie Geschäftsführender Direktor des Ostasiatischen Seminars an der Georg-August-Universität Göttingen. \nStefan Rinke\, 1965 geboren\, ist Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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SUMMARY:ONLINE: Europa und die Kommunisten
DESCRIPTION:Der Kampf um den Primat im Kommunismus des angehenden 20. Jahrhunderts wurde vorrangig in Europa ausgetragen. Dies umfasste neben dem Widerstand gegen den Faschismus/Nationalsozialismus und der Erarbeitung von Wiederaufbauprogrammen für die »Zeit danach« auch die ideologische Konstruktion und Propagierung von Europa-Bildern bzw. -Vorstellungen. Mit der Teilung der Welt in Einflusssphären als unmittelbare Folge des Zweiten Weltkriegs und während des Kalten Kriegs wurde Europa zum Hauptschauplatz des Konflikts zwischen Ost und West. Dabei war aber nicht nur die sowjetische »Mutterpartei« KPdSU im kommunistischen Spektrum maßgeblich; auch kommunistische Parteien im Westen\, insbesondere die italienische\, die spanische und die französische\, nahmen im Rahmen des »Eurokommunismus« Einfluss darauf. \nWorin bestanden die jeweiligen kommunistischen Europa-Visionen? Welche Akteure waren daran beteiligt? Welche Rolle spielten schließlich die beiden sich gegenüberstehenden Bündnisse\, die Warschauer Vertragsorganisation einerseits und die NATO bzw. die westeuropäischen Integrationsorgane andererseits? Der Vortrag verfolgt diese Fragen und zeichnet den Wandel kommunistischer Europa-Bilder im 20. Jahrhundert exemplarisch nach. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nDr. Francesco Di Palma\, Freie Universität Berlin \nModeration\nProf. Dr. Arnd Bauerkämper\, Freie Universität Berlin \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert\nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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SUMMARY:ABGESAGT: Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und  ästhetische Praxis
DESCRIPTION:Die Fotografie gehört zu den Schlüsselmedien in der Erforschung des Nationalsozialismus. In dem Sammelband Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis (2019)\, herausgegeben von Hildegard Frübis\, Clara Oberle und Agnieszka Pufelska\, reicht der thematische Bogen der Beiträge von den privaten Knipser-Fotografen aus den Reihen der SS über die Fotografien des Erkennungsdienstes bis zu den heimlichen Aufnahmen von KZ-Häftlingen. Präsentiert werden auch selten publizierte Bildquellen aus den Archiven West- und Osteuropas sowie den USA. \n  \nPROGRAMM \nVortrag Fotografie im Nationalsozialismus \nDr. Andrea Genest\, Berlin \nBuchpräsentation\n PD Dr. Hildegard Frübis\, Berlin \nVortrag Täter-Bilder. Die erkennungsdienstlichen Fotos im Konzentrationslager Mauthausen\nLukas Meissel\, Wien \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nHildegard Frübis\, 1963 geboren\, Kunsthistorikerin\, ist Privatdozentin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und derzeit Gastprofessorin an der Kunsthochschule Berlin (Weißensee). Sie ist Mitherausgeberin des vorgestellten Bandes und Autorin der Einleitung. \nAndrea Genest\, 1970 geboren\, Politikwissenschaftlerin\, ist zukünftige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Sie arbeitete an verschiedenen Gedenkstätten\, zuletzt am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors. Für den Band verfasste sie den Aufsatz Fotografien als Zeugen – Häftlingsfotografien aus dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. \nLukas Meissel\, 1988 geboren\, Historiker\, ist Doktorand an der Universität Haifa (Holocaust Studies) und forscht zu SS-Fotografien aus Konzentrationslagern. In dem Band ist er mit dem Beitrag Perpetrator Photography. The Pictures of the Erkennungsdienst at Mauthausen Concentration Camp vertreten. \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors. \n 
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SUMMARY:Hitler. Eine globale Biographie
DESCRIPTION:In seinem Buch Hitler. Eine globale Biographie (2020)\, im letzten Jahr unter dem Titel Hitler. Only the World Was Enough in englischer Sprache erschienen\, geht Brendan Simms davon aus\, dass Hitlers Denken nicht hauptsächlich\, wie allgemein angenommen\, um den »Bolschewismus« kreiste\, sondern dass sein wichtigster Bezugspunkt vielmehr »Anglo-Amerika« war. Die Vereinigten Staaten und das Britische Empire galten Hitler demnach als Vorbilder für ein deutsches Weltreich\, das sich ebenfalls auf Landgewinn\, Rassismus und Gewalt gründen sollte. Der Autor zeichnet in seinem Buch nicht nur ein neues Bild von Hitlers Weltanschauung\, er erörtert zugleich\, warum diese zwangsläufig zu einem Krieg globalen Ausmaßes führen musste. \n  \nPROGRAMM \nBuchpräsentation\nProf. Dr. Brendan Simms\, Cambridge \nModeration\nProf. Dr. Hans-Ulrich Thamer\, Münster \n  \nBrendan Simms\, 1967 geboren\, ist Professor für die Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Cambridge. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Europas und die Geschichte Deutschlands im europäischen Kontext. Zu seinen in deutscher Sprache erschienenen Büchern gehören Kampf um Vorherrschaft. Eine deutsche Geschichte Europas 1453 bis heute (2014)\, Wir hätten gewarnt sein können. Donald Trumps Sicht auf die Welt (2017\, mit Charlie Laderman) sowie Die Briten und Europa. Tausend Jahre Konflikt und Kooperation (2019). \nHans-Ulrich Thamer\, 1943 geboren\, ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 2011 bis 2017 war er Senior-Professor am dortigen Exzellenzcluster für »Religion und Politik«. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehört Adolf Hitler. Biographie eines Diktators (2018). \n  \nUm Anmeldung wird gebeten: veranstaltungen@topographie.de oder 030 254509-0.
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SUMMARY:Europa und die Nationalsozialisten
DESCRIPTION:Auf den ersten Blick scheint es sonderbar\, den Nationalsozialismus mit einem Europakonzept zu verbinden\, weil sein radikalnationalistischer und rassistischer Charakter offenkundig ist. Dennoch war der Nationalsozialismus keineswegs nur eine deutsche Bewegung. Vielmehr lassen sich überall in Europa\, insbesondere nach 1933\, Parteien und Gruppierungen auffinden\, die sich explizit auf den Nationalsozialismus bezogen. Überdies entwickelte sich das NS-Regime mit seiner »Lebensraum«-Politik zu einem Imperium\, das weite Teile Europas besetzt hielt und damit auch mit den europäischen Differenzen und Besonderheiten umgehen musste. Die »Endlösung der Judenfrage« war ein europaweites Mordprojekt\, für das auch Kooperationen in Europa notwendig waren. Nicht zuletzt versuchte NS-Deutschland vor allem gegen Ende des Krieges\, europäische Verbündete mit der Beschwörung eines Kampfes Europas gegen den »asiatischen Bolschewismus« zu gewinnen und sich selbst als Speerspitze Europas zu stilisieren. Um dieses komplexe Verhältnis des Nationalsozialismus zu Europa soll es in dem Vortrag gehen. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Michael Wildt\, Humboldt-Universität zu Berlin \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nMichael Wildt\, 1954 geboren\, ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Zu seinen neueren Publikationen gehören National Economies: Volks-Wirtschaft\, Racism and Economy in Europe Between the Wars\, 1918–1939/45 (2015\, Mithg.)\, Die SS nach 1945. Entschuldungsnarrative\, populäre Mythen\, europäische Erinnerungsdiskurse (2018\, Mithg.)\, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 (2018\, Mithg.)\, Die Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019) und Das Reichssicherheitshauptamt. NS-Terror-Zentrale im Zweiten Weltkrieg (2019\, Hg.). \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Kurator der Dauerausstellung »Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße«. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«
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SUMMARY:NS-Herrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung und die niederländische Erinnerung nach 1945
DESCRIPTION:Nach der Invasion deutscher Truppen im Mai 1940 wurde in den Niederlanden eine deutsche Zivilverwaltung eingerichtet. Gemäß den Direktiven des »Reichskommissars für die besetzten niederländischen Gebiete«\, Arthur Seyß-Inquart\, lenkten fortan deutsche »Generalkommissare« die Tätigkeit der von den »Generalsekretären« geleiteten niederländischen staatlichen Verwaltung. In der ersten Zeit war die Bereitschaft des niederländischen Staatsapparates\, vor allem der Polizei-\, Justiz- und Innenverwaltung\, zur Zusammenarbeit sehr ausgeprägt. Besonders die niederländischen Nationalsozialisten kooperierten eng mit den deutschen Besatzungsstellen. Tausende meldeten sich freiwillig zu den »germanischen« Einheiten der Waffen-SS oder dienten in niederländischen Polizei- und Milizverbänden. \nIn seinem Vortrag untersucht Gerhard Hirschfeld die Bereitschaft zur Kollaboration in den Niederlanden unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1940–1945 und fragt auch\, wie diese Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dort erinnert wird. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Gerhard Hirschfeld\, Stuttgart \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nGerhard Hirschfeld\, 1946 geboren\, ist Honorarprofessor am Historischen Institut der Universität Stuttgart und war bis 2011 Leiter und Direktor der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. 1996/97 und 2006/07 war er Fellow des Netherlands Institute of Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences\, von 1991 bis 2000 Vorsitzender des Deutschen Komitees für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und von 2000 bis 2010 Präsident des International Committee for the History of the Second World War. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1984)\, Deutschland im Ersten Weltkrieg (2013\, Mitautor) und 1918. Die Deutschen zwischen Weltkrieg und Revolution (2018\, Mitautor). \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Co-Kurator der deutsch- und englischsprachigen Fassung der Sonderausstellung »Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940–1945«. \n  \nEine Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung »Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940-1945«.
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SUMMARY:Völkische Politik. Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945
DESCRIPTION:Mit Kriegsbeginn im September 1939 begann das NS-Regime\, sein völkisches Programm schrittweise in ganz Europa zu implementieren. Unter der Leitung des »Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums« Heinrich Himmler initiierte sein Apparat die »Germanisierung« der polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebiete. Insgesamt wurden etwa eine Million »Volksdeutsche« aus ganz Europa ins Großdeutsche Reich umgesiedelt\, ein Teil davon als »Neusiedler« in die annektierten Gebiete verbracht und dafür zwei Millionen dort lebende »unerwünschte« Menschen vertrieben und beraubt. Auf der anderen Seite wurden annähernd 2\,8 Millionen »erwünschte« Einheimische »eingedeutscht«: »Volksdeutsche«\, »Deutschstämmige« und »rassisch Wertvolle«. \nIn ihrem Vortrag stellt Alexa Stiller die Ausmaße und Bedeutung der nationalsozialistischen Volkstumspolitik im Zweiten Weltkrieg dar\, die sich zwischen Exklusion – bis hin zur Vernichtung – auf der einen Seite und dem Angebot der Inklusion in die »Volksgemeinschaft« auf der anderen bewegte. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nDr. Alexa Stiller\, Bern \nModeration\nPD Dr. Susanne Heim\, Berlin \n  \nAlexa Stiller\, 1975 geboren\, ist wissenschaftliche Assistentin am Historischen Institut der Universität Bern. Derzeit ist sie Academic Visitor am Oxford Centre for European History der University of Oxford und Senior Member am St Antony’s College. Zuvor war sie Visiting Scholar an der Columbia University in New York. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Nationalsozialistische Lager (2006\, Mithg.) und NMT. Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte\, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung (2013\, 2. Aufl. 2018\, Mithg.). Für die Studie Völkische Politik. Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945 (erscheint in Kürze) wurde sie mit dem Herbert-Steiner-Preis ausgezeichnet. \nSusanne Heim\, 1955 geboren\, ist Projektkoordinatorin der Edition »Judenverfolgung 1933–1945«. Zuvor war sie Leiterin des Forschungsprogramms »Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus« der Max-Planck-Gesellschaft.
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SUMMARY:Europa und die demokratischen Parteien
DESCRIPTION:Demokratische Parteien waren im 20. Jahrhundert wesentliche Träger und Vermittler von Europavorstellungen. Sie hatten sowohl auf formeller wie auch auf informeller Ebene wesentlichen Anteil daran\, dass manche dieser Visionen zudem ihren Niederschlag im Aufbau und der Arbeit europäischer Institutionen finden konnten. Dabei reicht das Spektrum von proeuropäischen Bekenntnissen\, etwa im Parteiprogramm der SPD von 1925\, über informelle transnationale Parteiennetzwerke zur Unterstützung proeuropäischer Vorschläge bis hin zur Mitarbeit in den Institutionen der EU unserer Tage\, besonders im Europäischen Parlament. \nHeute steht Europa vor der Frage\, was die Erosion von einstmals vergleichsweise stabilen Parteilandschaften für politische Vorstellungswelten und die Praxis bedeuten und welche Herausforderungen sich stellen\, wenn durch demokratische Wahlen legitimierte Parteien illiberale Vorstellungen vertreten. Am Beispiel einiger Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien im 20. und 21. Jahrhundert geht der Vortrag diesen und damit verbundenen Problemen und Perspektiven nach. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Kiran Klaus Patel\, Ludwig-Maximilians-Universität München \nModeration\nProf. Dr. Oliver Janz\, Freie Universität Berlin \n  \nKiran Klaus Patel\, 1971 geboren\, ist Professor für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor hatte er Lehrstühle an der Maastricht University und dem Europäischen Hochschulinstitut in Florenz inne sowie eine Juniorprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin. In Forschung und Lehre hat er sich mit einer Vielzahl von Themen der europäischen und der US-amerikanischen Geschichte befasst. Zu seinen Publikationen gehören Europäisierung wider Willen. Die Bundesrepublik Deutschland in der Agrarintegration der EWG 1955–1975 (2009)\, Der Europäer. Ein Konstrukt. Wissensbestände\, Diskurse\, Praktiken (2009\, Mithg.)\, The New Deal: A Global History (2016) und Projekt Europa. Eine kritische Geschichte (2018). \nOliver Janz\, 1960 geboren\, ist Professor für Neuere Geschichte und Dekan des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Freien Universität Berlin. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«
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SUMMARY:Klassenfoto mit Massenmörder. Das Doppelleben des Artur Wilke
DESCRIPTION:Artur Wilke (1910–1989)\, studierter Theologe und Archäologe\, war im Zweiten Weltkrieg für den Tod tausender Menschen verantwortlich. Als Angehöriger der Sicherheitspolizei war er an Massenerschießungen von Juden im besetzten Weißrussland beteiligt und galt als gefürchteter Partisanenjäger. Nach Kriegsende nahm er die Identität seines gefallenen Bruders Walter an und trat im niedersächsischen Stederdorf eine Anstellung als Volksschullehrer an. 1963 wurde er im »Heuser-Prozess« in Koblenz zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt\, 1968 vorzeitig entlassen. \nFür sein Buch Klassenfoto mit Massenmörder. Das Doppelleben des Artur Wilke – eine Geschichte über Kriegsverbrechen\, Verdrängung und die Suche nach der historischen Wahrheit (2019) hat Jürgen Gückel mehrere zehntausend Seiten Gerichtsakten und andere Dokumente gesichtet. Er rekonstruiert den Lebensweg seines ersten Lehrers und zeichnet die Entwicklung eines Intellektuellen zum NS-Massenmörder nach. Reflektiert wird auch die Verneinung jeglicher persönlicher Schuld und das Wegsehen der Gesellschaft. \n  \nPROGRAMM \nGrußwort\nKai Pätzke\, Programmplanung Zeitgeschichte\, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage \nBuchpräsentation\nJürgen Gückel\, Stederdorf bei Peine \nModeration\nProf. Dr. Peter Klein\, Berlin \n  \nJürgen Gückel\, 1952 geboren\, ist Journalist. Als Redakteur und Korrespondent war er fast vier Jahrzehnte für die Zeitungen der Madsack-Gruppe\, darunter Peiner Allgemeine\, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse\, tätig. Ab 1996 arbeitete er als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblatts. Für seine Arbeiten ist er mehrfach ausgezeichnet worden. \nPeter Klein\, 1962 geboren\, Historiker\, ist Professor am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin. Er hat das Nachwort für den vorliegenden Band verfasst. \n  \n– Eintritt frei –
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SUMMARY:Fotos aus Sobibor – Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Einige nationalsozialistische Verbrechen haben bis heute keinen angemessenen Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung gefunden. Hierzu zählt die als »Aktion Reinhard« bezeichnete Ermordung von mehr als 1\,7 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibor\, Belzec und Treblinka. Grund dafür ist neben der geringen Zahl von Überlebenden und einer erfolgreichen Spurenbeseitigung durch die Täter auch das weitgehende Fehlen bildlicher Überlieferung zu diesem Kapitel der NS-Massenverbrechen. Eine neu entdeckte Fotosammlung mit mehr als 300 Bildern aus dem Besitz eines wichtigen früheren Sobibor-Täters erlaubt nun bisher völlig unbekannte Einblicke in verschiedene Tatorte der »Aktion Reinhard« im deutsch besetzten Polen und der zuvor begangenen Krankenmorde der sogenannten »Euthanasie«. \nIn einem Kooperationsprojekt des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und der Forschungsstelle Ludwigsburg wurde die Kollektion in jahrelanger Arbeit wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden nunmehr erstmals öffentlich präsentiert. \n  \nPROGRAMM \nBuchpräsentation\nPD Dr. Martin Cüppers\, Ludwigsburg\,\nAndreas Kahrs\, Berlin\,\nAnne Lepper\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Michael Wildt\, Berlin \n  \nMartin Cüppers ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart. Zu seinen Publikationen zählt die Studie Walther Rauff – in deutschen Diensten. Vom Naziverbrecher zum BND-Spion (2013). \nSteffen Hänschen ist Mitarbeiter des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und u.a. Autor des Buchs Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust (2018). \nAndreas Kahrs ist Mitarbeiter des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. Er verfasste u.a. den Aufsatz Bildungsarbeit an den Orten der »Aktion Reinhard« (2017). \nAnne Lepper ist Mitarbeiterin des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Sie veröffentlichte u.a. den Aufsatz Das Netzwerk jüdischer Hilfsorganisationen und die Verhandlungen über den Freikauf von Juden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs (2016). \nMichael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. \n  \n– EIntritt frei –
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SUMMARY:Umsiedlung und Vertreibung im »Warthegau« 1939/40. Geschichte und Erinnerung
DESCRIPTION:Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 nahmen die Nationalsozialisten in den annektierten westpolnischen Gebieten eine ethnische Neuordnung vor. Im neu geschaffenen „Reichsgau Wartheland“ wurde ein bedeutender Teil der Bevölkerung – Hunderttausende polnische Bürger\, unter ihnen zahlreiche Juden – vertrieben oder deportiert und Deutsche angesiedelt.\nDer einführende Vortrag von Isabel Heinemann und das anschließende Podiumsgespräch geben Einblick in die historischen Ereignisse 1939/40 und gehen der Frage nach\, wie die Geschehnisse in der polnischen und der deutschen Erinnerungskultur verankert sind. \n  \nPROGRAMM \nImpulsvortrag\nProf. Dr. Isabel Heinemann\, Münster \nPodiumsgespräch mit:\nProf. Dr. Isabel Heinemann\, Münster\nProf. Dr. Joachim Rogall\, Stuttgart\nJacek Kubiak\, Poznań \nModeration\nDr. Katrin Steffen\, Lüneburg \n  \nIsabel Heinemann\, 1971 geboren\, ist Professorin für Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zu ihren Veröffentlichungen gehört\n»Rasse\, Siedlung\, deutsches Blut«. Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas (2003). \nJoachim Rogall\, 1959 geboren\, ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung und außerplanmäßiger Professor für Osteuropäische Geschichte der Universität Heidelberg. Er ist Mitherausgeber des Bandes Die Räumung des »Reichsgaus Wartheland« vom 16. bis 26. Januar 1945 im Spiegel amtlicher Berichte (1993). \nJacek Kubiak\, 1957 geboren\, ist Journalist und Dokumentarfilmer. Für den Film Eine blonde Provinz wurde er zusammen mit Klaus Salge 2010 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Kubiak ist Kurator der Ausstellung Vertriebene 1939… Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten. \nKatrin Steffen\, 1967 geboren\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und DFG-Projektleiterin am Nordost-Institut in Lüneburg. Sie ist Mitherausgeberin des Bandes Lebenswelt Ghetto. Alltag und soziales Umfeld während der nationalsozialistischen Besatzung (2013). \n  \nUm 17.30 Uhr wird der Film Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn (Dokumentation\, RBB/ARTE 2008\, 52 Min.\, Regie: Jacek Kubiak\, Klaus Salge) im Auditorium gezeigt. \n\n 
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SUMMARY:»Eine blonde Provinz« – Polen und der deutsche Rassenwahn
DESCRIPTION:Dokumentation | RBB/ARTE 2009 | 52 min\nRegie: Jacek Kubiak\, Klaus Salge \n  \nNach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 wurden Tausende Polen vertrieben\, deportiert und umgebracht. In den folgenden Monaten nahmen die Nazis im neugeschaffenen »Reichsgau Wartheland« eine ethnische Neuordnung vor; Hunderttausende Vertriebene mussten den »Volksdeutschen« weichen\, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone »heimgeholt« wurden. Für die jüdischen Polen begann ein Leidensweg\, der für die meisten in den Vernichtungslagern endete. \nDer Film stellt drei Männer vor\, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Poznań/Posen verbunden ist: Zwi Steinitz aus Tel Aviv\, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reiste\, um den Ort zu besuchen\, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz\, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Poznań suchte und dessen Weg in den Widerstand führte. Und Dieter Bielenstein\, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Poznań kam. \n  \nIm Anschluss um 19 Uhr: Vortrag und Podiumgespräch Umsiedlung und Vertreibung im »Warthegau« 1939/40. \n\n 
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SUMMARY:Vernichtet. Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust
DESCRIPTION:Film | RBB/HR/NDR 2020 | 60 Minuten \nBuch und Regie: Andreas Christoph Schmidt \n  \nDer Film Vernichtet. Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust (2020) erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie aus dem brandenburgischen Glambeck. Rosa Labe lebte dort mit ihren Kindern. Früh verwitwet\, führte sie einen Kolonialwarenladen. Eine Schulfreundin erinnert sich\, wie am Abend des 9. November 1938 die Habseligkeiten der Familie Labe auf dem Dorfplatz brannten. Der Film dokumentiert die Schritte der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Die Familienmitglieder wurden auseinandergerissen\, an unterschiedlichen Orten ausgebeutet\, solange man in ihnen nützliche Arbeitskräfte sah\, auf unterschiedlichen Wegen deportiert und an verschiedenen Orten ermordet. So führt auch von Glambeck der Weg an die Orte des Holocaust: Auschwitz\, aber auch Kaunas und Treblinka. \n  \nNach dem Film stehen Andreas Christoph Schmidt und Adam Kerpel-Fronius für Fragen zur Verfügung.\nModeration: Ulrich Tempel\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \n  \nAndreas Christoph Schmidt\, 1957 geboren\, Historiker und Slawist\, ist als Regisseur und Produzent tätig. Für seine historischen Dokumentationen ist er mehrfach ausgezeichnet worden\, u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Zu seinen neueren Filmen gehören Schlachtfeld Berlin (2015)\, Schatten des Krieges. Das vergessene Verbrechen (2016) – ein Film\, der an das Schicksal sowjetischer Soldaten in deutscher Gefangenschaft erinnert\, und Musste Weimar scheitern? (2019). \nAdam Kerpel-Fronius\, 1975 in Budapest geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und dortiger Projektleiter des »Gedenkstättenportals«. Er ist Kurator der deutsch-belarussischen Wanderausstellung Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung (2016).
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SUMMARY:Die Verfolgung der Juden in den Niederlanden 1940–1945
DESCRIPTION:Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehr als Dreiviertel der jüdischen Bevölkerung in den Niederlanden ermordet. Nur 5.000 Menschen überlebten die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Etwa 20.000 Menschen gelang es\, rechtzeitig „unterzutauchen“.\nIn ihrem Vortrag nimmt Katja Happe die fünf Jahre währende deutsche Besatzungsherrschaft in den Niederlanden in den Blick. Sie beschreibt die antijüdischen Maßnahmen\, die Entrechtungen und die Verfolgung der niederländischen Juden und schildert deren Bemühungen\, den Deportationen zu entgehen. Beleuchtet werden auch die vielfältigen Reaktionen der niederländischen Öffentlichkeit auf die Verfolgung sowie die ausländischen Hilfsbemühungen zur Rettung der niederländischen Juden. Eine der zentralen Fragen ist\, warum gerade aus den Niederlanden so viele Juden deportiert und ermordet worden sind – ein höherer Anteil als in allen anderen Ländern Nord- und Westeuropas. \n  \nVortrag\nDr. Katja Happe\, Berlin \nModeration\nDr. Tanja von Fransecky\, Berlin \n  \nKatja Happe ist Leiterin der KZ-Gedenkstätte Ladelund und nimmt derzeit die Cleveringa-Gastprofessur an der Universität Leiden wahr. Seit 2001 ist die Historikerin geassocieerd onderzoeker am Zentrum für Weltkriegsdokumentation (NIOD) in Amsterdam. Im Editionsprojekt „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ war sie Bearbeiterin der die\nNiederlande betreffenden Bände West- und Nordeuropa\, Bd. 5 (2012) und Bd. 12 (2015). Zu ihren Veröffentlichungen gehört zudem die Studie Viele falsche Hoffnungen. Judenverfolgung in den Niederlanden 1940–1945 (2017). \nTanja von Fransecky ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sachgebiet „Dokumentation der Judenverfolgung“ im Bundesarchiv Berlin. Zu ihren Publikationen zählt Sie wollten mich umbringen\, dazu mussten sie mich erst haben. Hilfe für verfolgte Juden in den deutsch besetzten Niederlanden 1940–1945 (2016). \n  \n– Eintritt frei –
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SUMMARY:Europa und die Anderen
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nVortrag\nProf. Dr. Jürgen Kocka\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Etienne François\, Berlin \n  \nDer Begriff und die Identität Europas konnte und kann sich nur durch Absetzung von Anderen entwickeln. Wo verliefen und verlaufen die Grenzen? Andererseits hat sich Europa immer viel von den Anderen geholt\, angeeignet und anverwandelt. Das Andere ist Teil von Europa. Europäer haben die Gesellschaften und Kulturen anderer Kontinente tief beeinflusst\, geprägt und beherrscht. Wieweit reichte und reicht die Europäisierung der Welt – mit überlegener Gewalt\, durch die Wirkung als Vorbild\, durch grenzüberschreitenden Austausch und Verflechtung? Wie abhängig war und ist Europa von Anderen? Der Ort Europas in der Welt hat sich tiefgreifend gewandelt. Lässt sich das Besondere Europas aus seinem Verhältnis zu den Anderen verstehen? Und was ergibt der Vergleich? \nDer Vortrag verfolgt solche Fragen über die Jahrhunderte\, mit besonderem Interesse an der neueren und neuesten Geschichte\, aus einer europäischen Perspektive. Er beschränkt sich auf die Nachzeichnung grober Linien und einzelner Schlaglichter. Besondere Aufmerksamkeit widmet er der Geschichte des Kapitalismus und seiner Folgen. Was ergibt sich aus den historischen Beobachtungen und Reflexionen für die Ortsbestimmung der Gegenwart und die Erwartungen an die Zukunft? \n  \nJürgen Kocka\, 1941 geboren\, ist Professor em. für die Geschichte der industriellen Welt an der Freien Universität Berlin. Seit 2009 ist er Permanent Fellow am Internationalen Geisteswissenschaftlichen Kolleg „Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive“ an der Humboldt-Universität zu Berlin und Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte führten ihn in die USA\, nach Israel\, Japan\, Ungarn\, Frankreich und England. Zu seinen neueren Publikationen zählen der Aufsatz Die Grenzen Europas (2005)\, Civil Society and Dictatorship in Modern German History (2010)\, Geschichte des Kapitalismus\n(2013\, 2017) und Capitalism and its critics\, a long-term view (2018). \nEtienne François\, 1943 geboren\, ist Professor em. für Geschichte an der Universität Paris 1 und an der Freien Universität Berlin. Von 1992 bis 1999 war er zudem Gründungsdirektor des Centre Marc Bloch in Berlin. Zu seinen Publikationen gehört das dreibändige Werk Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte (2019\, Mithg.). \n  \nWir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen@topographie.de oder 030 254509-0. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«
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SUMMARY:Religiosität im „Dritten Reich”: Konturen einer neuen Synthese
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Manfred Gailus\, Berlin\nModeration: Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin \nEintritt frei \nReligiöser Glaube und Glaubensbekenntnisse waren angesagt im „Dritten Reich”. Kennzeichen eines religious revival gab es viele: Kirchenaustritte hörten auf\, Wiedereintritte stiegen sprunghaft an\, atheistische Parteien\, Bewegungen und Vereine wurden verboten\, Massentrauungen und -taufen breiteten sich aus. Religiöse Pamphlete und Bücher schossen wie Pilze aus dem Boden. „Deutsche Christen” propagierten eine völkisch-antisemitische Reichskirche. Protestanten und Katholiken\, die großen christlichen Konfessionen\, hatten sich im Kirchenkampf gegen das Vordringen der „politischen Religion” des Nationalsozialismus zu behaupten. Jenseits der NSDAP traten „Deutschgläubige” mit dem Anspruch auf Anerkennung als „dritte Konfession” hervor. In der NSDAP standen unterschiedliche religiöse Gesinnungsfraktionen nebeneinander: Weltanschauliche Rigoristen („Gottgläubige”) dominierten in der Führung\, auf mittlerer und unterer Ebene eher „christliche Nationalsozialisten”\, die Christentum und Nationalsozialismus miteinander vereinbaren wollten. Kurz: Das religiöse Feld war in heftige Bewegung geraten\, diverse Glaubensrichtungen stritten um Identität\, Persistenz\, Dominanz.\nIn seinem Vortrag beschreibt Manfred Gailus die Vielfalt religiöser Fraktionierungen und versucht\, ihre Interaktionen und Konflikte im gesellschaftsgeschichtlichen Kontext des Nationalsozialismus zu deuten. \nManfred Gailus\, 1949 geboren\, ist apl. Professor für Neuere Geschichte am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Er habilitierte sich mit der Arbeit Protestantismus und Nationalsozialismus. Studien zur nationalsozialistischen Durchdringung des protestantischen Sozialmilieus in Berlin (2001). Zu seinen neueren Publikationen gehören Täter und Komplizen in Theologie und Kirchen 1933–1945 (2015\, Hg.)\, Für ein artgemäßes Christentum der Tat. Völkische Theologen im „Dritten Reich” (2016\, hg. mit Clemens Vollnhals)\, Friedrich Weißler. Ein Jurist und bekennender Christ im Widerstand gegen Hitler (2017) und Gegen den Mainstream der Hitlerzeit. Der Wuppertaler Theologe Helmut Hesse (1916–1943) (2019). \nAndreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.
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SUMMARY:Opfer\, Täter\, vecinos? Das Erbe des Nationalsozialismus in Südamerika nach 1945
DESCRIPTION:Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin\nImpulsvortrag: Prof. Dr. Holger M. Meding\, Köln\nPodiumsgespräch mit: Prof. Dr. Holger M. Meding\, Prof. Jeanine Meerapfel\, Berlin\, und Dr. Juliana Ströbele-Gregor\, Berlin\nIm Anschluss: Skype-Gespräch mit Gastón Chillier\, Buenos Aires\nModeration: Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Rinke\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin) \nNach der Machtübernahme Hitlers begann die erzwungene Emigration Tausender von den Nationalsozialisten verfolgter Juden nach Südamerika. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschieden sich zahlreiche NS-Täter für eine Flucht nach Übersee\, um sich der Strafverfolgung in Europa zu entziehen.\nDer Vortrag und das Podiumsgespräch geben einen Überblick über die beiden Einwan­derungsgruppen in Südamerika und gehen insbesondere der Frage nach\, welche Beziehungen unter ihnen sowie zur ansässigen Bevölkerung bestanden. Im Skype-Gespräch wird auch nach der Bedeutung des Erbes des Nationalsozialismus in Südamerika für die dortigen Erinnerungskulturen gefragt. \nHolger M. Meding\, 1962 geboren\, ist Professor für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte an der Universität zu Köln. 1992 veröffentlichte er Flucht vor Nürnberg? Deutsche und österreichische Einwanderung in Argentinien 1945–1955. \nJeanine Meerapfel\, 1943 in Buenos Aires als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten geboren\, ist Präsidentin der Berliner Akademie der Künste. 1964 verließ sie Argentinien und studierte am Institut für Filmgestaltung der hfg Ulm. Zu ihren Werken gehört der u. a. in Buenos Aires gedrehte Spielfilm Der deutsche Freund (2012). \nJuliana Ströbele-Gregor\, 1943 geboren\, ist freiberufliche Kultur- und Sozialanthropologin. Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie 1952 nach Bolivien. 2018 erschien ihr Buch Transnationale Spurensuche in den Anden. Von geflüchteten Juden\, „Altdeutschen” und Nazis in Bolivien. \nGastón Chillier ist Direktor des Centro de Estudios Legales y Sociales (CELS) in Buenos Aires. Die nichtstaatliche Organisation wurde 1979 in der letzten Phase der argentinischen Militärdiktatur gegründet und setzt sich für die Einhaltung von Menschenrechten ein. \nStefan Rinke\, 1965 geboren\, ist Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
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SUMMARY:Erinnerungskonkurrenzen? Die Bedeutung des 9. November in der deutschen Erinnerungskultur
DESCRIPTION:Kurzvorträge und Podiumsgespräch mit\nProf. Dr. Andreas Nachama und Propst Dr. Christian Stäblein (beide Berlin)\nModeration: Pfarrerin Marion Gardei\, Berlin \n– Eintritt frei – \n(Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) \nDer 9. November ist im Kalender der Jahrestage mit einer Vielzahl von Ereignissen verbunden. In der deutschen Geschichte markierte er häufig einen epochalen Wende­punkt. Heute ist er vor allem ein Tag des Gedenkens an die Opfer der antijüdischen Pogrome im November 1938. Anlässlich des 30. Jahrestags wird in diesem Jahr in Berlin und andernorts insbesondere der „Fall” der Mauer 1989 und damit das Ende der deutschen Teilung zelebriert. Auch der 9. November 1918 hat als Tag der Republik- und Demokratiegründung im Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik einen festen Platz im historischen Gedächtnis.\nIn ihren Beiträgen geben Andreas Nachama und Christian Stäblein einen Überblick\, wie die verschiedenen historischen Ereignisse des 9. November in Kirche\, Politik und Gesellschaft erinnert werden und diskutieren auch\, welche Relevanz die Erinnerungskultur für die Gegenwart hat. \nAndreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors\, Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom und Stiftungsratsvorsitzender des interreligiösen Projekts House of One in Berlin. Er hat zahlreiche Publikationen vorgelegt\, darunter als Mitherausgeber die Bände Aufbau nach dem Untergang. Deutsch-jüdische Geschichte nach 1945 (1992)\, Basiswissen Judentum (2015) und „Kristallnacht”. Antijüdischer Terror 1938. Ereignisse und Erinnerung (2018) sowie den Aufsatz Zur Entstehung von Gedenkorten in der Demokratie (2006). \nChristian Stäblein ist Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und damit theologischer Leiter des Konsistoriums in Berlin. Zugleich ist er designierter Bischof der EKBO und wird sein neues Amt am 15. November 2019 antreten. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Predigen nach dem Holocaust. Das jüdische Gegenüber in der evangelischen Predigtlehre nach 1945 (2004) sowie der Aufsatz Die Zukunft des besonderen Verhältnisses zwischen Staat und Kirche in Deutschland. Eine praktisch-theologische und politische Diagnose (2015). \nMarion Gardei ist Pfarrerin und Beauftragte für Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
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SUMMARY:Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Michael Wildt\, Prof. Dr. Alfons Söllner\nModeration: Dr. Stephanie Bohra \nEintritt frei
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SUMMARY:Das Jahr 1944
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin\nModeration: Dr. Christine Glauning\, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nIm Rahmen der Reihe 12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus \nEintritt frei \nDurch den fortdauernden Krieg und die anhaltenden Rüstungsanstrengungen wurden immer mehr ausländische Arbeitskräfte zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich verpflichtet. Seit Januar waren die deutschen Truppen in der Sowjetunion weiter auf dem Rückzug. Im März marschierte die Wehrmacht in Ungarn ein\, ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung wurde nach Auschwitz deportiert. Am 6. Juni begann die Invasion der Alliierten an der französischen Küste. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli ging die Gestapo in großangelegten Verhaftungswellen gegen den Widerstand vor. Im September wurde der nur unzureichend ausgerüstete „Volkssturm” aufgestellt.\nIn seinem Vortrag beleuchtet Andreas Nachama wesentliche Etappen der Kriegsentwicklung im Jahr 1944 sowie die Auswirkungen auf die deutsche Bevölkerung. \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom\, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte\, Religion und Kultur. \nEinladung (PDF)
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