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SUMMARY:Haftorte des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin. Columbia-Haus und Zellengefängnis Lehrter Straße
DESCRIPTION:Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin blieb auch nach seiner Erweiterung 1936 für die große Zahl politischer Häftlinge zu klein. Die Gestapo nutzte daher auch andere Haftorte in Berlin und Umgebung zur Unterbringung von Gefangenen\, die morgens zur Vernehmung in die Gestapo-Zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße 8 geholt und abends wieder zurückgebracht wurden. Bis zu seiner Schließung 1936 stand das nahegelegene Columbia-Haus/Konzentrationslager Columbia am Tempelhofer Feld zur Verfügung. Seit 1940\, vor allem aber nach dem 20. Juli 1944\, wurden auch Teile der Justizvollzugsanstalt in der Lehrter Straße in Moabit zur Inhaftierung von Häftlingen des Geheimen Staatspolizeiamts genutzt.\nIn ihren Vorträgen beschreiben Karoline Georg und Petra Behrens zwei für die Gestapo zentrale Haftorte in Berlin. Im Podiumsgespräch wird auch erörtert\, in welcher Beziehung sie zum Hausgefängnis standen und inwieweit sich die Haftorte voneinander unterschieden. \nKaroline Georg\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Leiterin der historisch-politischen Bildungsarbeit im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. Zusammen mit Kurt Schilde und Johannes Tuchel konzipierte sie die Wanderausstellung „‚Warum schweigt die Welt?!‘ Häftlinge im Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus 1933 bis 1936“ (2013). \nPetra Behrens\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Zusammen mit Caroline Sperl und Johannes Tuchel konzipierte sie die Wanderausstellung „‚Von allem Leid\, das diesen Bau erfüllt…‘. Die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 nach dem 20. Juli 1944“ (2012). \nErika Bucholtz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors und Mitkuratorin der Ausstellung „‚Ein Polizeigewahrsam besonderer Art‘. Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin 1933–1945“. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nVorträgeDr. Karoline Georg und Dr. Petra Behrens\, beide Berlin \n\n\nModerationDr. Erika Bucholtz\, Berlin \n\n\nWannDienstag\, 27. Juni 2023\, 19:00 Uhr \n\nWoTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg
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SUMMARY:Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration
DESCRIPTION:In seinem Buch Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration (2021) erzählt Stephan Malinowski die Geschichte der Entstehung der Kollaboration zwischen verschiedenen Teilen und Milieus der republikfeindlichen Rechten aus der Perspektive der Familie Hohenzollern. Bis zu ihrem Sturz im November 1918 gehörte sie zu den mächtigsten Familien Europas. Der Autor spannt den Bogen über drei Generationen\, von 1918 bis in die Gegenwart. Er beleuchtet das Agieren der politisch relevanten Mitglieder der Familie innerhalb des republikfeindlichen Milieus\, ihr Verhältnis zur NS-Bewegung\, ihre Arrangements mit dem NS-Staat und ihre Versuche seit 1945\, der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit eine eigene Version ihrer Geschichte zu erzählen. Im Podiumsgespräch wird auch erörtert\, warum die Debatte um die Entschädigungsforderungen der Hohenzollern in den letzten Jahren so viel öffentliche Beteiligung hervorgerufen hat. \nStephan Malinowski unterrichtet europäische Geschichte an der University of Edinburgh. Sein Buch Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat (2003\, 3. durchges. Aufl. 2022) wurde mit dem Hans-Rosenberg-Preis ausgezeichnet. Sein „Gutachten zum politischen Verhalten des ehemaligen Kronprinzen (Wilhelm Prinz von Preußen\, 1882–1951)“\, das er 2014 im Auftrag des Landes Brandenburg erstellte\, spielte in der Diskussion um die von den Hohenzollern geltend gemachten Restitutionsansprüche eine wichtige Rolle. Für seine Monographie Die Hohenzollern und die Nazis erhielt Malinowski den Deutschen Sachbuchpreis 2022. \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation und GesprächDr. Stephan Malinowski\, Edinburgh\, und Dr. Marcus Funck\, Berlin \n\nWannDienstag\, 20. Juni 2023\, 19:00 Uhr \n\nWoTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg
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SUMMARY:Verfolgung und Widerstand. Häftlinge im Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin
DESCRIPTION:Weitere Informationen folgen \n\n\n\n\n\n\n\nVortragProf. Dr. Johannes Tuchel\, Berlin \n\nModerationDr. Andrea Riedle\, Berlin \n\n\n 
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SUMMARY:Sozialstaat in der Krise. Massenarbeitslosigkeit und der Aufstieg der Nationalsozialisten
DESCRIPTION:Ohne Weltwirtschaftskrise wären Hitler und die NS-Bewegung nicht an die Macht gelangt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg ab Herbst 1929 im Deutschen Reich massiv an. Dennoch wiesen die Sozialhaushalte in den Jahren 1930 bis 1932 teilweise sogar Überschüsse aus. Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 berief Hitler ein „Kabinett der nationalen Einheit“\, in das er maßgebliche rechtskonservative Verbündete aufnahm. Verantwortlich für den Sozialstaat wurde als neuer Reichsarbeitsminister Franz Seldte\, der Führer des „Stahlhelm/Bund der Frontsoldaten“\, der bis 1931 mitgliederstärksten rechtsextremen Miliz der Weimarer Republik.\nIn seinem Vortrag lenkt Rüdiger Hachtmann den Blick auf die Veränderungen des Sozialstaats in der letzten Phase der Weimarer Republik und fragt\, inwieweit bereits vor 1933 ein sozialpolitischer Weg gebahnt wurde\, der ab 1933 „nur“ radikalisiert fortgesetzt wurde. War das Jahr 1933 tatsächlich ein so scharfer Bruch in der staatlichen Sozialpolitik\, wie dies oft unterstellt wird? \nRüdiger Hachtmann ist apl. Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin und Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront (2012) sowie das gerade erschienene zweibändige Werk Vom Wilhelminismus zur Neuen Staatlichkeit des Nationalsozialismus. Das Reichsarbeitsministerium 1918–1945 (2023). \nThomas Schaarschmidt ist apl. Professor an der Universität Potsdam und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\nVortragProf. Dr. Rüdiger Hachtmann\, Berlin \n\nModerationProf. Dr. Thomas Schaarschmidt\, Potsdam
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SUMMARY:Der Holocaust als europäisches Ereignis (II)
DESCRIPTION:Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“\nMit insgesamt 16 Bänden und etwa 5.500 Zeugnissen von Verfolgten\, Tätern und von nicht unmittelbar Beteiligten ist die Dokumentenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ (VEJ) abgeschlossen. Der europäische Maßstab\, die Vielfalt der Perspektiven und Stimmen sowie die eingehende wissenschaftliche Kommentierung und editorische Aufbereitung der Quellen charakterisieren dieses Forschungsunternehmen\, das 2004 begonnen und 2021 beendet wurde.\nKatarina Agathos stellt die Höredition „Die Quellen sprechen“ vor\, begleitet von Lesungen aus Dokumenten. \nKatarina Agathos ist Hörspielproduzentin der ARD und Chefdramaturgin in der Redaktion Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. \nSusanne Heim ist Mitherausgeberin der Edition VEJ und veröffentlichte den 2. Band (2009) und 6. Band (2019) der Reihe. \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortragDie Quellen sprechen. Eine Hördokumentation des Bayerischen Rundfunks auf Grundlage der VEJ\nKatarina Agathos\, München\, Ulrich Lampen\, Straßburg \n\nLesungMichael Rotschopf\, Berlin \n\nModerationPD Dr. Susanne Heim\, Berlin \n\nAnmeldung bis 4. Maiveranstaltungen@topographie.de\nBegrenzte Platzzahl
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SUMMARY:Der Holocaust als europäisches Ereignis (I)
DESCRIPTION:Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“\nMit insgesamt 16 Bänden und etwa 5.500 Zeugnissen von Verfolgten\, Tätern und von nicht unmittelbar Beteiligten ist die Dokumentenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ (VEJ) abgeschlossen. Der europäische Maßstab\, die Vielfalt der Perspektiven und Stimmen sowie die eingehende wissenschaftliche Kommentierung und editorische Aufbereitung der Quellen charakterisieren dieses Forschungsunternehmen\, das 2004 begonnen und 2021 beendet wurde.\nIn der Keynote ordnet Martin Doerry das Projekt in den Kontext von Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur ein. \nMartin Doerry ist Journalist und Buchautor. Von 1998 bis 2014 war er stellvertretender Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. \nUlrich Herbert ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg und Mitherausgeber der Edition VEJ. \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortragMartin Doerry\, Hamburg \n\nModerationProf. Dr. Ulrich Herbert\, Freiburg \n\n\n  \n\nAnmeldung bis 4. Maiveranstaltungen@topographie.de \nBegrenzte Platzzahl
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SUMMARY:Filmpreview „Zentrale des Terrors – Die Nazis und der Massenmord“
DESCRIPTION:Dokumentation\, rbb 2023\, 45 Minuten\nBuch und Regie: Ute Bönnen und Gerald Endres \nIm Frühjahr 1933 wurde in Berlin das preußische Geheime Staatspolizeiamt gegründet. Seinen Sitz hatte dieses neue\, aus der allgemeinen Polizei herausgelöste Amt in der ehemaligen Kunstgewerbeschule in der Prinz-Albrecht-Straße 8. An dem Ort\, an dem sich mit Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt während des „Dritten Reichs“ die zentralen Institutionen des NS-Terrors etablierten\, befindet sich seit 1987 die Dokumentation „Topographie des Terrors“.\nAnlässlich des 90. Jahrestags der Gründung der Gestapo präsentiert der Rundfunk Berlin-Brandenburg in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ einen Film über den historischen Ort „Topographie des Terrors“. Im Zentrum steht die Geschichte der Zentralen des NS-Terrors und der von ihnen europaweit verantworteten Unterdrückung\, Verfolgung und Ermordung vieler Millionen Menschen. Der Film bezieht zeitgenössische Tagebuchaufzeichnungen\, Briefe und Protokolle sowie Interviews mit Zeithistorikerinnen und -historikern ein. \nUte Bönnen ist seit 1986 Fernsehjournalistin. Gemeinsam mit Gerald Endres drehte sie zahlreiche Filme\, darunter Der Flughafen Berlin-Tempelhof (2018) für die rbb-Reihe „Geheimnisvolle Orte“ sowie Stalin und die Deutschen (2020). \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors. Er betreut die Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichs-sicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“. \nClaudia Steur ist wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors und Kuratorin der Sonderausstellung „‚Ein Polizeigewahrsam besonderer Art‘. Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin 1933–1945“. \nDer Film „Zentrale des Terrors – Die Nazis und der Massenmord“ wird voraussichtlich am 10. Juli 2023 im ERSTEN und danach im rbb Fernsehen ausgestrahlt. \n\nIm AnschlussPodiumsgespräch mit Ute Bönnen\, Andreas Mix und Dr. Claudia Steur \n\nModerationDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\n  \n\nGemeinsam mitRundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
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DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\nGrußwort: Claudia Roth MdB\, Staatsministerin für Kultur und Medien \n\n\nZur Ausstellung: Dr. Claudia Steur\, Kuratorin der Ausstellung \n\n\n\n\nAnmeldungveranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Holocaust und Kolonialismus – Stand und Perspektiven einer Debatte
DESCRIPTION:Impulsvortrag\n\n\n\n\n\nProf. Dr. Frank Bajohr\, München \n\nPodiumsgesprächProf. Dr. Frank Bajohr\, Dr. Steffen Klävers\, Berlin\, und Dr. Andrea Riedle\, Berlin \n\nModerationDeborah Hartmann\, Berlin \n\n\n\n\nGemeinsam mitGedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
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SUMMARY:Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus
DESCRIPTION:In der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ sind Erinnerungsorte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Ziel ist es\, die Geschichte der frühen Lager bekannter zu machen und durch die Auseinandersetzung mit ihrer Funktion im nationalsozialistischen Herrschaftssystem für heutige antidemokratische Entwicklungen\nzu sensibilisieren. Anlässlich des 90. Jahrestags der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 haben die Mitglieder\nder AG gemeinsam die Ausstellung „Auftakt des Terrors“ erarbeitet. Die heute weithin unbekannte Geschichte der frühen Lager wird damit erstmals für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht. \n  \nBegrüßung Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußworte Philipp Holt\, stellvertretender Museumsleiter der Museen Tempelhof-Schöneberg \nAgathe Conradi\, Leiterin der Museen Treptow-Köpenick \nVortrag „Die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 und die Einrichtung von Konzentrationslagern“ \nDr. Thomas Lutz\, Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors \nIm Anschluss gibt es einen Empfang. \nUm Anmeldung bis 24. Februar 2023 wird gebeten: \nveranstaltungen@topographie.de\nTelefon (030) 25 45 09-0 \nDie Ausstellung steht unter der Schirmherrschaftvon Kulturstaatsministerin Claudia Roth\, MdB.\nSie wird gleichzeitig an mehreren Gedenkorten in Deutschland gezeigt.\nWeitere Stationen der Ausstellung in Berlin:\nGedenkort SA-Gefängnis Papestraße:\n14. März bis 17. September 2023\nGedenkstätte Köpenicker Blutwoche:\n24. Juni bis 21. Dezember 2023
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SUMMARY:Was bedeutet Gedenken?
DESCRIPTION:GrußwortDr. Andrea Genest\, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück \n\nBuchpräsentation und PodiumsgesprächDr. Insa Eschebach\, Fürstenberg/H.\nProf. Dr. Detlef Garbe\, Hamburg\nDr. Thomas Rahe\, Bergen-Belsen \n\nModerationProf. Dr. Elizabeth Harvey\, Nottingham/Berlin \n\nWannDienstag\, 21. Februar 2023\, 19:00 Uhr \n\nGemeinsam mitMahn- und Gedenkstätte Ravensbrück\, Metropol Verlag
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SUMMARY:Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte
DESCRIPTION:Grußwort: Dr. Hans-Georg Golz\, Bonn \n\n\n\nBuchpräsentation: Prof. Dr. Gerhard Paul\, Flensburg\, und Prof. Dr. Michael Wildt\, Berlin \nModeration: Gesa Ufer\, Berlin \n(Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung)\n\n\n\nDie Teilnahme ist vor Ort oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nIn dem Buch Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte (2023) schildern Gerhard Paul und Michael Wildt die Geschichte des Nationalsozialismus als Gesellschafts- und Mediengeschichte. Nationalsozialistische Herrschaft\, Krieg und Massenmord schufen nicht zuletzt eigene Bild- und Tonwelten. Diese multimediale Dimension greifen die Autoren in der Publikation auf: In einer eigens entwickelten App werden den Leserinnen und Lesern mithilfe von Strichcodes im Buch zahlreiche weiterführende Abbildungen\, Videos\, Audio-Dateien\, Texte und Websites in kontextualisierter Form zugänglich gemacht. \nGerhard Paul ist Professor i.R. für Geschichte und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg. Er hat zahlreiche Publikationen zur NS-Täterforschung sowie zur Medialität und Visualität der Geschichte veröffentlicht. \nMichael Wildt ist Professor i.R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte der Gewalt und zum nationalsozialistischen Terror vorgelegt. \nGesa Ufer ist Journalistin. Sie arbeitet als freie Autorin und Hörfunkjournalistin und moderiert Veranstaltungen zu Kultur und Politik.
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SUMMARY:„Kämpfen wurde unsere Priorität”. Beate und Serge Klarsfeld und ihr Einsatz gegen das Vergessen
DESCRIPTION:Beate und Dr. Serge Klarsfeld im Gespräch mit Dr. Andrea Riedle \nGrußwort: S.E. François Delattre\, Botschafter der Französischen Republik \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nIm Rahmen der Ausstellung „Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen” \n(Gemeinsam mit dem Memorial de la Shoah\, Paris) \nMehr als 50 Jahre ist es her\, dass Beate Klarsfeld 1968 dem westdeutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige versetzte\, um auf dessen nationalsozialistische Vergangenheit hinzuweisen. Mehr als 40 Jahre ist es her\, dass Serge Klarsfeld 1978 das Buch Mémorial de la déportation des juifs de France(Gedenkbuch der Deportation der Juden aus Frankreich) veröffentlichte. Jahrzehntelang haben sich Beate und Serge Klarsfeld für die Opfer der Shoah eingesetzt und ihren Kampf gegen die Straflosigkeit ehemaliger Verantwortlicher von NS-Verbrechen gerichtet.\nIm Podiumsgespräch werden die Klarsfelds über ihre Beweggründe berichten und die von ihnen durchgeführten Recherchen und Aktionen zur Auffindung von NS-Tätern beleuchten. Reflektiert wird auch\, welche Folgen ihr Engagement hatte und welche Bilanz heute zu ziehen ist. \nBeate Klarsfeld\, 1939 in Berlin geboren\, und der Holocaust-Überlebende Serge Klarsfeld\, 1935 in Bukarest geboren\, lernten sich in Paris kennen. 1963 heirateten sie. Beate Klarsfeld war unter anderem beim Deutsch-Französischen Jugendwerk tätig sowie als „Hausfrau und Aktivistin”\, wie sie sich selbst einmal bezeichnete. Serge Klarsfeld arbeitete nach einem Studium der Politik- und Rechtswissenschaft als Historiker und Rechtsanwalt. Zu ihren gemeinsamen Veröffentlichungen gehören Die Kinder von Izieu (1991) und Erinnerungen (2015). Beate und Serge Klarsfeld wurden durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nDie Veranstaltung findet in deutscher und französischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 1. Dezember: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Jud Süss. Das lange Leben eines Propagandafilms
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Bill Niven\, Nottingham\nModeration: Dr. Marcus Funck\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag) \nDer Propagandafilm „Jud Süß” (1940) wurde von den Nationalsozialisten gezielt eingesetzt\, um zu antisemitischen Gewalttaten aufzurufen. Nach dem Zweiten Welt-krieg leugnete der Regisseur Veit Harlan jedoch die antisemitische Stoßrichtung des Films.\nIn seinem Buch Jud Süß. Das lange Leben eines Propagandafilms (2022) schildert Bill Niven die intensive Debatte um den Film und die Person Harlans im Nachkriegs-deutschland. Auch auf die bis in die 1970er Jahre erfolgten Aufführungen des Films im Nahen Osten\, die der Verbreitung antiisraelischer Propaganda dienen sollten\, wird der Blick gelenkt. In der Bundesrepublik ist „Jud Süß” inzwischen seit Jahrzehnten als NS-Vorbehaltsfilm eingestuft und kann nur unter strengen Bedingungen gezeigt werden. Der Autor fragt daher auch\, wie längerfristig mit dem Film umzugehen ist. \nBill Niven ist emeritierter Professor für Zeitgenössische Deutsche Geschichte an der Universität Nottingham Trent in England. Zu seinen neueren Publikationen gehören Das Buchenwaldkind. Wahrheit\, Fiktion und Propaganda (2008)\, Die Wilhelm Gustloff. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs (2011\, Hg.)\, Hitler and film: the Führer’s hidden passion (2018) sowie der Aufsatz Jüngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur. Einige Beobachtungen (2021). \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismus-forschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 24. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Blind. Untergetaucht.
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort: Martina Wiemers\, Deutsche Hörfilm gGmbH\, Berlin \nEinführung und Moderation: Dr. Karoline Georg\, Berlin \nBraille-Lesung mit: Christel Jung\, Silja Korn\, Wolfgang Schmidt-Block und Christian Spremberg (alle Berlin) \n  \nEintritt frei \n„Geliebte Kinder”\, beginnt der lange letzte Brief\, den das jüdische Ehepaar Frey – er blind\, sie sehend – im April und Mai 1942 an die beiden emigrierten Töchter schreibt. Erich und Elsbeth\, beide über 50 Jahre alt\, berichten darin über ihren Alltag unter Entrechtung und Verfolgung durch den NS-Staat und über die drohende Deportation. Im März 1943 konnte das Ehepaar Frey mit Unterstützung von Otto Weidt und seiner Blindenwerkstatt untertauchen. Anfang April 1944 entdeckte die Gestapo durch Verrat ihr letztes Versteck. Erich und Elsbeth Frey wurden deportiert und in Auschwitz ermordet.\nAuf der Basis des 2019 erschienenen Buchs von Kurt Schilde „Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein.” Der Bericht von Erich und Elsbeth Frey an ihre ausgewanderten Töchter (1942) führt Karoline Georg in die Geschichte des Ehepaars Frey ein. Ausgewählte Passagen des Berichts werden von blinden Braille-Vorlesern vorgetragen. Idee und Konzept der Lesung wurden von der seit 2021 bestehenden Arbeitsgruppe „Weidt/Frey” der Deutschen Hörfilm gGmbH entwickelt. \nChristel Jung ist Stenotypistin und Redakteurin für Braille-Medien. Sie nimmt vielfältige Aufgaben in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe wahr. \nSilja Korn ist die erste blinde Erzieherin in Deutschland. Sie ist Kinderbuchautorin\, malt\, fotografiert\, spielt Theater und ist als Redakteurin für Audiodeskription tätig. \nWolfgang Schmidt-Block ist Verwaltungsjurist. Er ist in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe tätig und Mitherausgeber der Monographie Blinde unterm Hakenkreuz. Erkennen\, Trauern\, Begegnen (1991). \nChristian Spremberg ist Radiomoderator\, Braille-Leser und -Vorleser\, u.a. für Rimini Protokoll in Karl Marx: Das Kapital\, Erster Band mit rund 100 Vorstellungen weltweit. \nKaroline Georg\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stif-tung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Leiterin der historisch-politischen Bildungsarbeit im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 3. November: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
DESCRIPTION:Zwischen Kollaboration und Widerstand. Beiträge des 21. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2020)\nVerena Meier\, Heidelberg\, und Dr. Paula A. Oppermann\, München \nPraktiken der Erinnerung und Wissensproduktion. Beiträge des 22. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2022)\nJanine Fubel\, Berlin\, und Mareike Otters\, Oranienburg \nModeration: Dr. Thomas Lutz\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag) \nEintritt frei \nNahezu jährlich findet eine internationale Fachtagung statt – hervorgegangen aus dem 1994 erstmals durchgeführten Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager –\, die von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden selbständig organisiert wird. Die Referentinnen stellen als beteiligte Herausgeberinnen bzw. Autorinnen die letzten beiden Tagungsbände vor und vermitteln neue Einsichten in das Forschungsfeld national­sozialistischer Lager und ihrer Nachgeschichte. Die Bücher liegen in englischer Sprache vor. \nVerena Meier\, Historikerin\, ist Stipendiatin der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Sie promoviert mit einer Studie über „Kriminalpolizei und Völkermord. Die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg und die Aufarbeitung durch die Alliierten sowie in der DDR”. \nPaula A. Oppermann\, Historikerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie wurde an der Universität Glasgow mit einer Arbeit über Faschismus und Antisemitismus in Lettland vor und während des Zweiten Weltkriegs promoviert. \nJanine Fubel\, Kulturwissenschaftlerin\, ist Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Stipendiatin der Fondation pour la Mémoire de la Shoah in Paris. Sie arbeitet an einer historischen Studie über die letzte Phase des Konzentrationslagers Sachsenhausen im Jahr 1945. \nMareike Otters\, Historikerin\, ist Veranstaltungs- und Sonderausstellungsreferentin in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen sowie Ausstellungskuratorin. Sie promoviert an der Universität Siegen im Bereich Visual Culture mit einer Arbeit zu Visualisierungen der Verbrechen in KZ-Gedenkstätten.
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SUMMARY:Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Thomas Meyer\, München\, und Prof. Dr. Helmut König\, Aachen/Berlin\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Berlin \n  \nDer Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann begann am 11. April 1961 in Jerusalem. Bereits Mitte Dezember 1961 sprach das Gericht ihn schuldig und verurteilte Eichmann für die Organisation des Holocaust zum Tode. Unter den zahlreichen Prozessbeobachterinnen und -beobach­tern aus aller Welt befand sich auch Hannah Arendt. Ihr Prozessbericht erschien zunächst 1963 in der Zeitschrift New Yorker und wurde im gleichen Jahr in den USA und Großbritannien in Buchform veröffentlicht. Im Jahr darauf publizierte der Piper Verlag\, München\, die von Arendt durchgesehene Übersetzung. Bei ihrem Erscheinen löste die Reportage in den USA\, Israel und Deutschland heftige Kontroversen aus – und wurde zu einem Klassiker wie kaum ein anderes vergleichbares Werk zur Zeitgeschichte und ihrer Deutung. \nThomas Meyer\, 1966 geboren\, ist Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist Herausgeber der Studienausgabe der Schriften Hannah Arendts\, in der bereits sechs Bände erschienen sind. Insgesamt sind 12 Bände geplant. \nHelmut König\, 1950 geboren\, ist Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Für die Neuedition von Hannah Arendts Buch Eichmann in Jerusalem (2022) hat er ein ausführliches Nachwort verfasst. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 15. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Speer und Er. Nürnberg – Der Prozess
DESCRIPTION:Doku-Drama (Teil 2)\, Deutschland 2005\, 90 Minuten\, Regie: Heinrich Breloer \nGespräch zum Film mit:\nDr. Heinrich Breloer (per Video zugeschaltet)\, Köln\, und Andreas Mix\, Berlin \n  \nIm Rahmen der Sonder­ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit” \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände der Stadt Nürnberg) \nIm Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess verurteilte der Internationale Militärgerichtshof Albert Speer (1905–1981) zu 20 Jahren Haft. Am 1. Oktober 1966 wurde der einstige Architekt Hitlers und spätere Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion aus der alliierten Strafanstalt in Berlin-Spandau entlassen.\nHeinrich Breloer realisierte 2004/05 mit Speer und Er. Hitlers Architekt und Rüstungsminister ein dreiteiliges Filmprojekt. Der erste Teil des Films „Germania – der Wahn” widmet sich der Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin. Der zweite Teil „Nürnberg – Der Prozess” zeigt\, wie es Albert Speer gelang\, durch allgemeine Schuld­bekennt­nisse seine Beteiligung an den NS-Verbrechen zu verschleiern und damit einem Todesurteil durch den Internationalen Militärgerichtshof zu entgehen. Der dritte Teil lenkt den Blick auf die Haftzeit Speers: „Spandau – Die Strafe”. Als Doku-Drama ist die Fernsehproduktion durch einen Wechsel von dokumentarischem Filmmaterial\, Spielszenen und Interviewsequenzen bestimmt. Hinzu kommt eine Dokumentation „Nachspiel – Die Täuschung”\, die die Speer-Legende vom „guten Nazi” dekonstruiert. Heinrich Breloer hat Albert Speer 1981\, kurz vor dessen Tod\, noch persönlich kennengelernt. Für das Filmprojekt hat er auch Interviews mit Speers Kindern geführt. \nHeinrich Breloer\, 1942 geboren\, ist Darsteller\, Drehbuchautor\, Regisseur und Produzent. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Philosophie und arbeitete zunächst als freier Film- und Fernsehkritiker. In Co-Regie mit Horst Königstein realisierte er mehrere Doku-Dramen. Zu seinen vielfach preisgekrönten Filmen zählt Todesspiel (1996/97) und der Vierteiler Die Manns. Ein Jahrhundertroman (2001). Nach dem Doku-Drama Speer und Er (2004/05) folgten der Spielfilm Buddenbrooks (2007/08) sowie der TV-Zweiteiler Brecht (2017-19). \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topo­graphie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 1. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Staatsschutz im Kalten Krieg. Die Geschichte der Bundesanwalt­schaft zwischen NS-Vergangenheit\, Spiegel-Affäre und RAF
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Friedrich Kießling\, Bonn\, und Prof. Dr. Christoph Safferling\, Erlangen\nModeration: Prof. Dr. Annette Weinke\, Jena \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/
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SUMMARY:Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte
DESCRIPTION:Grußwort: Kai Pätzke\, Programmplanung Zeitgeschichte\, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage\nBuchpräsentation: Jürgen Gückel\, Journalist und Autor\, Stederdorf bei Peine\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nAls Führer der SS-Wachmannschaften wurde Friedrich Hartjenstein (1905–1954) im September 1942 nach Auschwitz versetzt. Von November 1943 bis Mai 1944 war er Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau\, danach Kommandant des Lagers Natzweiler-Struthof im Elsass. 1939 hatte der Berufssoldat von der Wehrmacht zur Waffen-SS gewechselt und fortan am Krieg gegen Polen und die Sowjetunion teilgenommen. Nach Kriegsende wurde Hartjenstein in mehreren Prozessen britischer und französischer Militärgerichte insgesamt dreimal zum Tode verurteilt. Kurz vor seinem Tod 1954 begnadigte ihn der französische Staatspräsident\, nachdem Hartjenstein alle gegen ihn verhängten Urteile anerkannt hatte.\nIn seinem Buch Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte (2021) rekonstruiert Jürgen Gückel den Lebensweg des im niedersächsischen Peine geborenen KZ-Kommandanten Friedrich Hartjenstein. Einbezogen sind die Forschungen des Großneffen Werner H. zum Leben seines Großonkels „Fritz” und dessen Verstrickungen in die nationalsozialistischen Verbrechen.
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SUMMARY:„Wir haben uns in einem offenen Dachstuhl versteckt”. Zeitzeugenberichte über die Verfolgung und Ermordung jüdischer Familien in Tarnów 1939–1945
DESCRIPTION:Vorträge: Dr. Margit Berner\, Wien\, und Dr. Ulrich Baumann\, Berlin\nLesung: Daria Lik und Marlon Frank (beide Berlin)\nModeration: Dr. Stephanie Bohra\, Berlin \nBegleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów” \n(Gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Wien und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Sybille Steinbacher\,\nDirektorin des Fritz Bauer Instituts\, Frankfurt/M.\nModeration: Prof. Dr. Annette Weinke\, Jena \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/de/livestream/ \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht” \n(Gemeinsam mit dem Fritz Bauer Instituts und dem Jüdischen Museum Frankfurt) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute
DESCRIPTION:Buchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Peter Longerich\, München\, und Dr. Klaus Hillenbrand\, Journalist\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin\nBuchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin\, und Sven Felix Kellerhoff\, Journalist\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nEin „tausendjähriges Reich”\, so haben es die Nationalsozialisten gelegentlich propagiert. Tatsächlich waren es nur zwölf Jahre\, drei Monate und ein paar Tage. Aber diese kurze Zeitspanne hat die Welt – ganz sicher Europa – verändert.\nIn seinem Buch 12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage (2021) geht Andreas Nachama anhand einer zentralen Quelle\, der Berichterstattung der NS-Parteizeitung „Völkischer Beobach­ter“\, wesentlichen Ereignissen der Jahre 1933 bis 1945 und ihrer medialen Vermittlung nach. Zitate aus Tagebüchern von Zeitgenossen ergänzen den offiziösen Blick. In dreizehn Kapiteln legt der ehemalige langjährige Direktor der Stiftung Topographie des Terrors eine illustrierte Gesamtschau auf die NS-Zeit vor. Dabei vermittelt der Autor auch – nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen als Kind von Überlebenden der Schoa – seinen sehr persönlichen Blick auf die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft über Deutschland und schließlich große Teile Europas. Das Buch basiert auf einer 2018/19 im Dokumentations­zentrum Topographie des Terrors gehaltenen Vortragsreihe.
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SUMMARY:Geschichte(n) von unten an Orten der Macht. Ein Spaziergang auf der Wilhelmstraße
DESCRIPTION:Was bedeutet die Beschäftigung mit der Geschichte für die Demokratie heute? Lohnt es sich\, sich für die Umbenennung von Straßen oder sich für die Aufstellung einer Gedenktafel einzusetzen? Am Beispiel der ehemaligen Regierungsmeile Wilhelmstraße wird die Auseinandersetzung mit der Geschichte an Beispielen der Erinnerung an den Kolonialismus und dem Terror des Nationalsozialismus deutlich gemacht. \nVeranstalter: Glokal e.V. und Stiftung Topographie des Terrors \nWilhelmstraße 77\, bei der Erinnerungstafel zur Alten Reichskanzlei \nAnmeldung: Kai Müller\, Topographie des Terrors: mueller@topographie.de \nDie Wilhelmstraße war vom deutschen Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis zur DDR-Zeit die Regierungsmeile Deutschlands: Die wichtigsten Ministerien und Institutionen waren in herrschaftlichen Gebäuden untergebracht. Die hier getroffenen Entscheidungen betrafen nicht nur die Menschen in Deutschland\, sondern weltweit. In der Alten Reichskanzlei wurde 1884 Afrika in Kolonien aufgeteilt und im Auswärtigen Amt deutsche Einflusszonen festgelegt. Während des Nationalsozialismus waren auf dem Gelände zwischen der Prinz-Albrecht-Straße und der Wilhelmstraße waren die Zentralen der Geheimen Staatspolizei\, des Sicherheitsdienstes und des Reichssicherheitshauptamtes untergebracht\, die maßgeblich den nationalsozialistischen Terror organisierten. Im Rundgang werden die Bedeutung des Kolonialismus und die Zusammenarbeit der Ministerien und Institutionen beim nationalsozialistischen Massenmord deutlich gemacht. Mehrere erinnerungspolitische Interventionen im Stadtbild können die gemeinsame Diskussion über die Bedeutung der Geschichte für die Gesellschaft heute und morgen anregen. \nGlokal e.V. beschäftigt sich in der Bildungsarbeit mit Herrschaftskritik und der Geschichte und Gegenwart kolonialer Strukturen .Die Stiftung Topographie des Terrors\, die sich am historischen Ort mit den Institutionen des nationalsozialistischen Terrors auseinandersetzt\, ist aus zivilgesellschaftlichen Initiativen hervorgegangen.
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SUMMARY:Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn” der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948
DESCRIPTION:Buchpräsentation:  Frank Beer\, Bergisch Gladbach\, und  Dr. Markus Roth\, Frankfurt/M.\nLesung: Ruth Reinecke\, Berlin\nModeration: Dr. Angelika Königseder\, Berlin \nLivestream: www.topographie.de/livestream/\nEine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit
DESCRIPTION:Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors lädt zum Internationalen Museumstag am 16. Mai um 14.00 Uhr zu einer 90-minütigen Online-Führung ein. Anhand historischer Fotos und Dokumente\, wie sie in unserer Dauerausstellung »Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße« zu sehen sind\, geben unsere Referent*innen erste Einblicke in den historischen Ort und seine heutigen Spuren. Sie beschreiben die Rolle und Aufgaben der Institutionen von SS und Polizei im NS-Staat und erläutern ihre Beteiligung an den europaweit begangenen NS-Verbrechen. Während der Präsentation können Sie sich aktiv einbringen und Fragen stellen. \n  \nBitte melden Sie sich für die Teilnahme mit Namen und E-Mail-Adresse hier an: info@topographie.de. Der Einladungslink wird umgehend zugestellt. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2021. \n  \nDa wir für die Veranstaltung die Videoplattform ZOOM nutzen\, erklären Sie sich durch Ihre Anmeldung mit der Nutzung von ZOOM einverstanden. Für die Verwendung der Software übernehmen wir keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von ZOOM können hier eingesehen werden: https://zoom.us/de-de/privacy.html \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:Europa und seine Bürger
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nProf. Dr. Arnd Bauerkämper\, Berlin\nProf. Dr. Dr. h.c. Hartmut Kaelble\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Berlin \n  \nIn der Corona-Krise stellt sich wieder verschärft die Frage\, wie sich die Beziehungen zwischen dem europäischen Projekt und der Bürgerschaft entwickelt haben. Der Vortrag zeigt\, dass das europäische Projekt keine bürgerferne Wirtschaftsbehörde blieb. Trotz aller Rückschläge machte die anfänglich passive Indifferenz der Bürgerinnen und Bürger zunehmend der Interessiertheit und der aktiven Beteiligung Platz. Arnd Bauerkämper argumentiert\, dass sich eine europäische Bürgerschaft zwar in Ansätzen schon im Mittelalter herausgebildet hat\, die wichtigen grenzüberschreitenden Interaktionen aber erst seit der Aufklärung gewachsen sind. Seit 1945 hat sich dann die Einigung »von oben« durch Abkommen zwischen Regierung und zivilgesellschaftlichen Akteuren nicht gegensätzlich\, sondern komplementär vollzogen. Hartmut Kaelble zeichnet die historischen Phasen der Beteiligung der Bürger an der europäischen Integration von Montanunion bis zur heutigen Europäischen Union nach. Er thematisiert auch die Abschwächungen des Vertrauens der Bürger in die Europapolitik während historischer Krisen sowie die bisher andere Entwicklung dieses Vertrauens in der Corona-Pandemie. \n  \nArnd Bauerkämper\, 1958 geboren\, ist Professor für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Freien Universität Berlin. Zu seinen neueren Publikationen zählt Das umstrittene Gedächtnis. Die Erinnerung an Nationalsozialismus\, Faschismus und Krieg in Europa seit 1945 (2012)\, Der Neue Mensch (2017) und der Aufsatz Historische Komparatistik in der Diktaturforschung (2019). \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehört Der verkannte Bürger. Eine andere Geschichte der europäischen Integration seit 1950 (2019) und Eine europäische Gesellschaft? Beiträge zur Sozialgeschichte Europas vom 19. bis ins 21. Jahrhundert (2020). \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor i.R. der Stiftung Topographie des Terrors. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«\nDie Veranstaltung wird als Livestream unter www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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LOCATION:Online Veranstaltung\, Den Link zur Veranstaltung finden Sie im Beschreibungstext.
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SUMMARY:ONLINE: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945
DESCRIPTION:Präsentation des 11. Bandes der Dokumentenedition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945« \n  \nPROGRAMM \nEinführung\nProf. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt \nBandpräsentation\nDr. Lisa Hauff\, Berlin \nLesung ausgewählter Dokumente\nAnette Daugardt\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Peter Klein\, Berlin \n  \nMit Texten von Verfolgten\, Tätern und Beobachtern dokumentiert die auf 16 Bände angelegte Edition VEJ den Holocaust. Der aktuelle Band 11 gibt einen Einblick in das Schicksal der letzten verbliebenen Juden im Deutschen Reich vom Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende im Mai 1945. Neben einer größeren Zahl von in „Mischehe” lebenden Juden und ihren Kindern blieben einige tausend Untergetauchte zurück. Auf Befehl Hitlers kamen seit April 1944 außerdem jüdische Zwangsarbeiter ins Reich\, die in der Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Im Protektorat Böhmen und Mähren lebten in den beiden letzten Kriegsjahren nur noch wenige Juden außerhalb des Gettos Theresienstadt. Der Band dokumentiert die antijüdische Politik der deutschen Behörden im Protektorat und die Situation im Getto bis zur Befreiung. \nNach einem Überblick über das Editionsprojekt durch Dieter Pohl stellt Lisa Hauff Band 11 vor und schildert die Geschichte einzelner Quellen. Anette Daugardt trägt ausgewählte Dokumente aus dem Band vor. \n  \nDieter Pohl\, 1964 geboren\, ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Mitherausgeber der Edition VEJ. \nLisa Hauff\, 1969 geboren\, Historikerin\, ist Bearbeiterin des 11. Bandes der Edition VEJ. Sie war Mitkuratorin der 2011 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors präsentierten Ausstellung »Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht« \nAnette Daugardt\, 1966 geboren\, ist Schauspielerin in Berlin. Seit 2003 realisiert sie eigene Projekte am KantTheaterBerlin. \nPeter Klein\, 1962 geboren\, ist Professor am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin. \n  \nEine Veranstaltung gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin\, der Forschungsgruppe Zeitgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg. \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Reforminitiativen. Aktuelle französische Vorschläge in historischer Perspektive
DESCRIPTION:PROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Hélène Miard-Delacroix\, Universität Paris-Sorbonne \nModeration\nProf. Dr. Hartmut Kaelble\, Humboldt-Universität zu Berlin \n  \nMit einem dezidiert proeuropäischen Programm wurde im Mai 2017 der politische Neuling Emmanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten gewählt. In den folgenden Monaten und Jahren plädierte er lautstark für eine Neubegründung der Europäischen Union in zahlreichen Bereichen. Die Anpassung an die Herausforderungen der Zeit bezeichnete er als »Initiative für Europa« und erntete damit Applaus sowie Kritik der europäischen Partner. Es ist nicht das erste Mal\, dass ein Gründungsmitglied wie Frankreich Reformen für Europa vorschlägt. Die Geschichte der europäischen Integration ist ein langer Weg von Verbesserungs- und Vertiefungsversuchen des schrittweise gemeinsam Erreichten.\nAusgehend von der Gegenwart wird der Vortrag in die Geschichte des europäischen Aufbaus zurückgehen und sich mit den Fragen der Inspiration\, des Kontexts und der Erfolgs- bzw. Misserfolgskonjunkturen der vielfältigen Reforminitiativen für Europa auseinandersetzen. In welchen Kräftekonstellationen entstanden Reforminitiativen? Womit hing die Durchsetzungsfähigkeit der Vorschläge zusammen? Stehen die neuesten französischen Initiativen in einer Kontinuität mit vergangenen Strategien? \nHélène Miard-Delacroix\, 1959 geboren\, ist Professorin für deutsche Zeitgeschichte und Kultur am Germanistischen Institut der Universität Sorbonne\, Paris. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Partenaires de choix? Le Chancelier Helmut Schmidt et la France (1993)\, Question nationale et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante (2004)\,Deutsch-französische Geschichte 1963 bis in die Gegenwart. Im Zeichen der europäischen Einigung (2011)\, Willy Brandt (2013) und Von Erbfeinden zu guten Nachbarn. Ein deutsch-französischer Dialog (2019\, mit Andreas Wirsching). Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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