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SUMMARY:Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
DESCRIPTION:Zwischen Kollaboration und Widerstand. Beiträge des 21. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2020)\nVerena Meier\, Heidelberg\, und Dr. Paula A. Oppermann\, München \nPraktiken der Erinnerung und Wissensproduktion. Beiträge des 22. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2022)\nJanine Fubel\, Berlin\, und Mareike Otters\, Oranienburg \nModeration: Dr. Thomas Lutz\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag) \nEintritt frei \nNahezu jährlich findet eine internationale Fachtagung statt – hervorgegangen aus dem 1994 erstmals durchgeführten Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager –\, die von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden selbständig organisiert wird. Die Referentinnen stellen als beteiligte Herausgeberinnen bzw. Autorinnen die letzten beiden Tagungsbände vor und vermitteln neue Einsichten in das Forschungsfeld national­sozialistischer Lager und ihrer Nachgeschichte. Die Bücher liegen in englischer Sprache vor. \nVerena Meier\, Historikerin\, ist Stipendiatin der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Sie promoviert mit einer Studie über „Kriminalpolizei und Völkermord. Die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg und die Aufarbeitung durch die Alliierten sowie in der DDR”. \nPaula A. Oppermann\, Historikerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie wurde an der Universität Glasgow mit einer Arbeit über Faschismus und Antisemitismus in Lettland vor und während des Zweiten Weltkriegs promoviert. \nJanine Fubel\, Kulturwissenschaftlerin\, ist Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Stipendiatin der Fondation pour la Mémoire de la Shoah in Paris. Sie arbeitet an einer historischen Studie über die letzte Phase des Konzentrationslagers Sachsenhausen im Jahr 1945. \nMareike Otters\, Historikerin\, ist Veranstaltungs- und Sonderausstellungsreferentin in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen sowie Ausstellungskuratorin. Sie promoviert an der Universität Siegen im Bereich Visual Culture mit einer Arbeit zu Visualisierungen der Verbrechen in KZ-Gedenkstätten.
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SUMMARY:Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Thomas Meyer\, München\, und Prof. Dr. Helmut König\, Aachen/Berlin\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Berlin \n  \nDer Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann begann am 11. April 1961 in Jerusalem. Bereits Mitte Dezember 1961 sprach das Gericht ihn schuldig und verurteilte Eichmann für die Organisation des Holocaust zum Tode. Unter den zahlreichen Prozessbeobachterinnen und -beobach­tern aus aller Welt befand sich auch Hannah Arendt. Ihr Prozessbericht erschien zunächst 1963 in der Zeitschrift New Yorker und wurde im gleichen Jahr in den USA und Großbritannien in Buchform veröffentlicht. Im Jahr darauf publizierte der Piper Verlag\, München\, die von Arendt durchgesehene Übersetzung. Bei ihrem Erscheinen löste die Reportage in den USA\, Israel und Deutschland heftige Kontroversen aus – und wurde zu einem Klassiker wie kaum ein anderes vergleichbares Werk zur Zeitgeschichte und ihrer Deutung. \nThomas Meyer\, 1966 geboren\, ist Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist Herausgeber der Studienausgabe der Schriften Hannah Arendts\, in der bereits sechs Bände erschienen sind. Insgesamt sind 12 Bände geplant. \nHelmut König\, 1950 geboren\, ist Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Für die Neuedition von Hannah Arendts Buch Eichmann in Jerusalem (2022) hat er ein ausführliches Nachwort verfasst. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 15. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Speer und Er. Nürnberg – Der Prozess
DESCRIPTION:Doku-Drama (Teil 2)\, Deutschland 2005\, 90 Minuten\, Regie: Heinrich Breloer \nGespräch zum Film mit:\nDr. Heinrich Breloer (per Video zugeschaltet)\, Köln\, und Andreas Mix\, Berlin \n  \nIm Rahmen der Sonder­ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit” \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände der Stadt Nürnberg) \nIm Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess verurteilte der Internationale Militärgerichtshof Albert Speer (1905–1981) zu 20 Jahren Haft. Am 1. Oktober 1966 wurde der einstige Architekt Hitlers und spätere Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion aus der alliierten Strafanstalt in Berlin-Spandau entlassen.\nHeinrich Breloer realisierte 2004/05 mit Speer und Er. Hitlers Architekt und Rüstungsminister ein dreiteiliges Filmprojekt. Der erste Teil des Films „Germania – der Wahn” widmet sich der Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin. Der zweite Teil „Nürnberg – Der Prozess” zeigt\, wie es Albert Speer gelang\, durch allgemeine Schuld­bekennt­nisse seine Beteiligung an den NS-Verbrechen zu verschleiern und damit einem Todesurteil durch den Internationalen Militärgerichtshof zu entgehen. Der dritte Teil lenkt den Blick auf die Haftzeit Speers: „Spandau – Die Strafe”. Als Doku-Drama ist die Fernsehproduktion durch einen Wechsel von dokumentarischem Filmmaterial\, Spielszenen und Interviewsequenzen bestimmt. Hinzu kommt eine Dokumentation „Nachspiel – Die Täuschung”\, die die Speer-Legende vom „guten Nazi” dekonstruiert. Heinrich Breloer hat Albert Speer 1981\, kurz vor dessen Tod\, noch persönlich kennengelernt. Für das Filmprojekt hat er auch Interviews mit Speers Kindern geführt. \nHeinrich Breloer\, 1942 geboren\, ist Darsteller\, Drehbuchautor\, Regisseur und Produzent. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Philosophie und arbeitete zunächst als freier Film- und Fernsehkritiker. In Co-Regie mit Horst Königstein realisierte er mehrere Doku-Dramen. Zu seinen vielfach preisgekrönten Filmen zählt Todesspiel (1996/97) und der Vierteiler Die Manns. Ein Jahrhundertroman (2001). Nach dem Doku-Drama Speer und Er (2004/05) folgten der Spielfilm Buddenbrooks (2007/08) sowie der TV-Zweiteiler Brecht (2017-19). \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topo­graphie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 1. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Staatsschutz im Kalten Krieg. Die Geschichte der Bundesanwalt­schaft zwischen NS-Vergangenheit\, Spiegel-Affäre und RAF
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Friedrich Kießling\, Bonn\, und Prof. Dr. Christoph Safferling\, Erlangen\nModeration: Prof. Dr. Annette Weinke\, Jena \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/
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SUMMARY:Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte
DESCRIPTION:Grußwort: Kai Pätzke\, Programmplanung Zeitgeschichte\, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage\nBuchpräsentation: Jürgen Gückel\, Journalist und Autor\, Stederdorf bei Peine\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nAls Führer der SS-Wachmannschaften wurde Friedrich Hartjenstein (1905–1954) im September 1942 nach Auschwitz versetzt. Von November 1943 bis Mai 1944 war er Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau\, danach Kommandant des Lagers Natzweiler-Struthof im Elsass. 1939 hatte der Berufssoldat von der Wehrmacht zur Waffen-SS gewechselt und fortan am Krieg gegen Polen und die Sowjetunion teilgenommen. Nach Kriegsende wurde Hartjenstein in mehreren Prozessen britischer und französischer Militärgerichte insgesamt dreimal zum Tode verurteilt. Kurz vor seinem Tod 1954 begnadigte ihn der französische Staatspräsident\, nachdem Hartjenstein alle gegen ihn verhängten Urteile anerkannt hatte.\nIn seinem Buch Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte (2021) rekonstruiert Jürgen Gückel den Lebensweg des im niedersächsischen Peine geborenen KZ-Kommandanten Friedrich Hartjenstein. Einbezogen sind die Forschungen des Großneffen Werner H. zum Leben seines Großonkels „Fritz” und dessen Verstrickungen in die nationalsozialistischen Verbrechen.
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SUMMARY:„Wir haben uns in einem offenen Dachstuhl versteckt”. Zeitzeugenberichte über die Verfolgung und Ermordung jüdischer Familien in Tarnów 1939–1945
DESCRIPTION:Vorträge: Dr. Margit Berner\, Wien\, und Dr. Ulrich Baumann\, Berlin\nLesung: Daria Lik und Marlon Frank (beide Berlin)\nModeration: Dr. Stephanie Bohra\, Berlin \nBegleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów” \n(Gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Wien und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Sybille Steinbacher\,\nDirektorin des Fritz Bauer Instituts\, Frankfurt/M.\nModeration: Prof. Dr. Annette Weinke\, Jena \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/de/livestream/ \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht” \n(Gemeinsam mit dem Fritz Bauer Instituts und dem Jüdischen Museum Frankfurt) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute
DESCRIPTION:Buchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Peter Longerich\, München\, und Dr. Klaus Hillenbrand\, Journalist\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin\nBuchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin\, und Sven Felix Kellerhoff\, Journalist\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nEin „tausendjähriges Reich”\, so haben es die Nationalsozialisten gelegentlich propagiert. Tatsächlich waren es nur zwölf Jahre\, drei Monate und ein paar Tage. Aber diese kurze Zeitspanne hat die Welt – ganz sicher Europa – verändert.\nIn seinem Buch 12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage (2021) geht Andreas Nachama anhand einer zentralen Quelle\, der Berichterstattung der NS-Parteizeitung „Völkischer Beobach­ter“\, wesentlichen Ereignissen der Jahre 1933 bis 1945 und ihrer medialen Vermittlung nach. Zitate aus Tagebüchern von Zeitgenossen ergänzen den offiziösen Blick. In dreizehn Kapiteln legt der ehemalige langjährige Direktor der Stiftung Topographie des Terrors eine illustrierte Gesamtschau auf die NS-Zeit vor. Dabei vermittelt der Autor auch – nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen als Kind von Überlebenden der Schoa – seinen sehr persönlichen Blick auf die Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft über Deutschland und schließlich große Teile Europas. Das Buch basiert auf einer 2018/19 im Dokumentations­zentrum Topographie des Terrors gehaltenen Vortragsreihe.
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SUMMARY:Geschichte(n) von unten an Orten der Macht. Ein Spaziergang auf der Wilhelmstraße
DESCRIPTION:Was bedeutet die Beschäftigung mit der Geschichte für die Demokratie heute? Lohnt es sich\, sich für die Umbenennung von Straßen oder sich für die Aufstellung einer Gedenktafel einzusetzen? Am Beispiel der ehemaligen Regierungsmeile Wilhelmstraße wird die Auseinandersetzung mit der Geschichte an Beispielen der Erinnerung an den Kolonialismus und dem Terror des Nationalsozialismus deutlich gemacht. \nVeranstalter: Glokal e.V. und Stiftung Topographie des Terrors \nWilhelmstraße 77\, bei der Erinnerungstafel zur Alten Reichskanzlei \nAnmeldung: Kai Müller\, Topographie des Terrors: mueller@topographie.de \nDie Wilhelmstraße war vom deutschen Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis zur DDR-Zeit die Regierungsmeile Deutschlands: Die wichtigsten Ministerien und Institutionen waren in herrschaftlichen Gebäuden untergebracht. Die hier getroffenen Entscheidungen betrafen nicht nur die Menschen in Deutschland\, sondern weltweit. In der Alten Reichskanzlei wurde 1884 Afrika in Kolonien aufgeteilt und im Auswärtigen Amt deutsche Einflusszonen festgelegt. Während des Nationalsozialismus waren auf dem Gelände zwischen der Prinz-Albrecht-Straße und der Wilhelmstraße waren die Zentralen der Geheimen Staatspolizei\, des Sicherheitsdienstes und des Reichssicherheitshauptamtes untergebracht\, die maßgeblich den nationalsozialistischen Terror organisierten. Im Rundgang werden die Bedeutung des Kolonialismus und die Zusammenarbeit der Ministerien und Institutionen beim nationalsozialistischen Massenmord deutlich gemacht. Mehrere erinnerungspolitische Interventionen im Stadtbild können die gemeinsame Diskussion über die Bedeutung der Geschichte für die Gesellschaft heute und morgen anregen. \nGlokal e.V. beschäftigt sich in der Bildungsarbeit mit Herrschaftskritik und der Geschichte und Gegenwart kolonialer Strukturen .Die Stiftung Topographie des Terrors\, die sich am historischen Ort mit den Institutionen des nationalsozialistischen Terrors auseinandersetzt\, ist aus zivilgesellschaftlichen Initiativen hervorgegangen.
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SUMMARY:Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn” der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948
DESCRIPTION:Buchpräsentation:  Frank Beer\, Bergisch Gladbach\, und  Dr. Markus Roth\, Frankfurt/M.\nLesung: Ruth Reinecke\, Berlin\nModeration: Dr. Angelika Königseder\, Berlin \nLivestream: www.topographie.de/livestream/\nEine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit
DESCRIPTION:Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors lädt zum Internationalen Museumstag am 16. Mai um 14.00 Uhr zu einer 90-minütigen Online-Führung ein. Anhand historischer Fotos und Dokumente\, wie sie in unserer Dauerausstellung »Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße« zu sehen sind\, geben unsere Referent*innen erste Einblicke in den historischen Ort und seine heutigen Spuren. Sie beschreiben die Rolle und Aufgaben der Institutionen von SS und Polizei im NS-Staat und erläutern ihre Beteiligung an den europaweit begangenen NS-Verbrechen. Während der Präsentation können Sie sich aktiv einbringen und Fragen stellen. \n  \nBitte melden Sie sich für die Teilnahme mit Namen und E-Mail-Adresse hier an: info@topographie.de. Der Einladungslink wird umgehend zugestellt. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2021. \n  \nDa wir für die Veranstaltung die Videoplattform ZOOM nutzen\, erklären Sie sich durch Ihre Anmeldung mit der Nutzung von ZOOM einverstanden. Für die Verwendung der Software übernehmen wir keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von ZOOM können hier eingesehen werden: https://zoom.us/de-de/privacy.html \n  \n  \n  \n 
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SUMMARY:Europa und seine Bürger
DESCRIPTION:Begrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nProf. Dr. Arnd Bauerkämper\, Berlin\nProf. Dr. Dr. h.c. Hartmut Kaelble\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Berlin \n  \nIn der Corona-Krise stellt sich wieder verschärft die Frage\, wie sich die Beziehungen zwischen dem europäischen Projekt und der Bürgerschaft entwickelt haben. Der Vortrag zeigt\, dass das europäische Projekt keine bürgerferne Wirtschaftsbehörde blieb. Trotz aller Rückschläge machte die anfänglich passive Indifferenz der Bürgerinnen und Bürger zunehmend der Interessiertheit und der aktiven Beteiligung Platz. Arnd Bauerkämper argumentiert\, dass sich eine europäische Bürgerschaft zwar in Ansätzen schon im Mittelalter herausgebildet hat\, die wichtigen grenzüberschreitenden Interaktionen aber erst seit der Aufklärung gewachsen sind. Seit 1945 hat sich dann die Einigung »von oben« durch Abkommen zwischen Regierung und zivilgesellschaftlichen Akteuren nicht gegensätzlich\, sondern komplementär vollzogen. Hartmut Kaelble zeichnet die historischen Phasen der Beteiligung der Bürger an der europäischen Integration von Montanunion bis zur heutigen Europäischen Union nach. Er thematisiert auch die Abschwächungen des Vertrauens der Bürger in die Europapolitik während historischer Krisen sowie die bisher andere Entwicklung dieses Vertrauens in der Corona-Pandemie. \n  \nArnd Bauerkämper\, 1958 geboren\, ist Professor für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Freien Universität Berlin. Zu seinen neueren Publikationen zählt Das umstrittene Gedächtnis. Die Erinnerung an Nationalsozialismus\, Faschismus und Krieg in Europa seit 1945 (2012)\, Der Neue Mensch (2017) und der Aufsatz Historische Komparatistik in der Diktaturforschung (2019). \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehört Der verkannte Bürger. Eine andere Geschichte der europäischen Integration seit 1950 (2019) und Eine europäische Gesellschaft? Beiträge zur Sozialgeschichte Europas vom 19. bis ins 21. Jahrhundert (2020). \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor i.R. der Stiftung Topographie des Terrors. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«\nDie Veranstaltung wird als Livestream unter www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945
DESCRIPTION:Präsentation des 11. Bandes der Dokumentenedition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945« \n  \nPROGRAMM \nEinführung\nProf. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt \nBandpräsentation\nDr. Lisa Hauff\, Berlin \nLesung ausgewählter Dokumente\nAnette Daugardt\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Peter Klein\, Berlin \n  \nMit Texten von Verfolgten\, Tätern und Beobachtern dokumentiert die auf 16 Bände angelegte Edition VEJ den Holocaust. Der aktuelle Band 11 gibt einen Einblick in das Schicksal der letzten verbliebenen Juden im Deutschen Reich vom Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende im Mai 1945. Neben einer größeren Zahl von in „Mischehe” lebenden Juden und ihren Kindern blieben einige tausend Untergetauchte zurück. Auf Befehl Hitlers kamen seit April 1944 außerdem jüdische Zwangsarbeiter ins Reich\, die in der Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Im Protektorat Böhmen und Mähren lebten in den beiden letzten Kriegsjahren nur noch wenige Juden außerhalb des Gettos Theresienstadt. Der Band dokumentiert die antijüdische Politik der deutschen Behörden im Protektorat und die Situation im Getto bis zur Befreiung. \nNach einem Überblick über das Editionsprojekt durch Dieter Pohl stellt Lisa Hauff Band 11 vor und schildert die Geschichte einzelner Quellen. Anette Daugardt trägt ausgewählte Dokumente aus dem Band vor. \n  \nDieter Pohl\, 1964 geboren\, ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Mitherausgeber der Edition VEJ. \nLisa Hauff\, 1969 geboren\, Historikerin\, ist Bearbeiterin des 11. Bandes der Edition VEJ. Sie war Mitkuratorin der 2011 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors präsentierten Ausstellung »Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht« \nAnette Daugardt\, 1966 geboren\, ist Schauspielerin in Berlin. Seit 2003 realisiert sie eigene Projekte am KantTheaterBerlin. \nPeter Klein\, 1962 geboren\, ist Professor am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin. \n  \nEine Veranstaltung gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin\, der Forschungsgruppe Zeitgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg. \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Reforminitiativen. Aktuelle französische Vorschläge in historischer Perspektive
DESCRIPTION:PROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Hélène Miard-Delacroix\, Universität Paris-Sorbonne \nModeration\nProf. Dr. Hartmut Kaelble\, Humboldt-Universität zu Berlin \n  \nMit einem dezidiert proeuropäischen Programm wurde im Mai 2017 der politische Neuling Emmanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten gewählt. In den folgenden Monaten und Jahren plädierte er lautstark für eine Neubegründung der Europäischen Union in zahlreichen Bereichen. Die Anpassung an die Herausforderungen der Zeit bezeichnete er als »Initiative für Europa« und erntete damit Applaus sowie Kritik der europäischen Partner. Es ist nicht das erste Mal\, dass ein Gründungsmitglied wie Frankreich Reformen für Europa vorschlägt. Die Geschichte der europäischen Integration ist ein langer Weg von Verbesserungs- und Vertiefungsversuchen des schrittweise gemeinsam Erreichten.\nAusgehend von der Gegenwart wird der Vortrag in die Geschichte des europäischen Aufbaus zurückgehen und sich mit den Fragen der Inspiration\, des Kontexts und der Erfolgs- bzw. Misserfolgskonjunkturen der vielfältigen Reforminitiativen für Europa auseinandersetzen. In welchen Kräftekonstellationen entstanden Reforminitiativen? Womit hing die Durchsetzungsfähigkeit der Vorschläge zusammen? Stehen die neuesten französischen Initiativen in einer Kontinuität mit vergangenen Strategien? \nHélène Miard-Delacroix\, 1959 geboren\, ist Professorin für deutsche Zeitgeschichte und Kultur am Germanistischen Institut der Universität Sorbonne\, Paris. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Partenaires de choix? Le Chancelier Helmut Schmidt et la France (1993)\, Question nationale et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante (2004)\,Deutsch-französische Geschichte 1963 bis in die Gegenwart. Im Zeichen der europäischen Einigung (2011)\, Willy Brandt (2013) und Von Erbfeinden zu guten Nachbarn. Ein deutsch-französischer Dialog (2019\, mit Andreas Wirsching). Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nHartmut Kaelble\, 1940 geboren\, ist Professor em. für Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1998 bis 2009 war er Mitdirektor des Zentrums (später Berliner Kolleg) für vergleichende Geschichte Europas. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Ausstellungseröffnung »Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów«
DESCRIPTION:PROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußworte\nProf. Monika Grütters MdB\, Staatsministerin für Kultur und Medien\nAndreas Geisel\, Senator für Inneres und Sport\nProf. Dr. Andrzej Przyłębski\, Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland \nZur Ausstellung\nDr. Katrin Vohland\, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien\nDr. Margit Berner\, Kuratorin der Ausstellung \n  \nMehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier. \n  \nDie Veranstaltung wird unter www.topographie.de/livestream übertragen.\nEine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Die Organisation des Terrors. Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1943-1945
DESCRIPTION:Lange galten Himmlers Dienstkalender der beiden letzten Kriegsjahre als verschollen – bis zu ihrem Fund in einem russischen Archiv in der Nähe von Moskau. In dem Band Die Organisation des Terrors. Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1943–1945 (2020)\, herausgegeben von Martin Holler\, Jean-Luc Leleu\, Dieter Pohl\, Thomas Pruschwitz und Matthias Uhl\, liegen sie nun erstmals ediert und historisch kommentiert vor. Die Kalendernotizen Himmlers belegen\, wie die nationalsozialistischen Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs vom Reichsführer-SS initiiert und organisiert wurden. Sie zeigen zudem\, wer an diesen Entscheidungen beteiligt war\, wer zum engsten Kreis um Himmler gehörte und wie jene Männer handelten\, die Europa zerstörten und für den größten Massenmord der Geschichte verantwortlich sind. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort\nDr. Sandra Dahlke\, Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Moskau \nBuchpräsentation\nDr. Matthias Uhl\, Moskau \nModeration\nSven Felix Kellerhoff\, Berlin \n  \nMatthias Uhl\, 1970 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Moskau. Zu seinen neueren Veröffentlichungen gehören Krieg um Berlin? Die sowjetische Militär- und Sicherheitspolitik in der zweiten Berlin-Krise 1958 bis 1962 (2008)\, Die Teilung Deutschlands. Niederlage\, OstWest-Spaltung und Wiederaufbau 1945–1949 (2009) und Verhört: Die Befragungen deutscher Generale und Offiziere durch die sowjetischen Geheimdienste 1945–1952 (2015\, Mithg.). \nSven Felix Kellerhoff\, 1971 geboren\, ist Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der WELT. \n  \nDie Veranstaltung wird unter www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Migration in Europa
DESCRIPTION:Im »langen« 20. Jahrhundert veränderte sich die Position Europas im globalen Migrationsgeschehen fundamental: Der Auswanderungskontinent wurde zum Einwanderungskontinent. Mehrfach verschoben sich die innereuropäischen Wanderungsrichtungen vor dem Hintergrund der Verlagerung der politischen Gefüge\, der ökonomischen Gewichte und der Linien der Gewaltgeschichte Europas. \nDer Vortrag fragt nach den Hintergründen und Bedingungen dieser grundlegenden und weitreichenden Veränderungen der europäischen Migrationsverhältnisse und -regime der vergangenen Jahrzehnte und blickt auf deren Folgen für die Gesellschaften Europas. Er fokussiert auf die Geschichte des Schengener Migrationsregimes\, um die Herausbildung des gegenwärtigen europäischen Wanderungsraums zu erklären und geht schließlich ein auf die Position Europas in den globalen Migrationsverhältnissen der Gegenwart und der Zukunft. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nProf. Dr. Jochen Oltmer\, Universität Osnabrück \nModeration\nProf. Dr. Michael Schwartz\, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin \n  \nJochen Oltmer\, 1965 geboren\, ist apl. Professor für Neueste Geschichte und Migrationsgeschichte am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter die Monographien Migration und Politik in der Weimarer Republik (2005)\, Migration im 19. und 20. Jahrhundert (2010\, 3. überarb. und aktual. Aufl. 2016)\, Globale Migration. Geschichte und Gegenwart (2012\, 3. überarb. Aufl. 2016)\, Vom Ein- und Auswandern. Ein Blick in die deutsche Geschichte (Jugendsachbuch\, zus. mit Nikolaus Barbian\, 2016\, 2. überarb. Aufl. 2019) und Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart (2017\, 2. erw. Aufl. 2020). Zu seinen aktuellen Aufsätzen zählt Migrationsgeschichte. Europa im globalen Wanderungsgeschehen der Neuzeit (2020). \nMichael Schwartz\, 1963 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin sowie apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«. \nDie Veranstaltung wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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LOCATION:Dokumentationszentrum Topographie des Terrors\, Niederkirchnerstraße 8\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:ONLINE: Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld
DESCRIPTION:Der Film »Die Aufseherin« schildert die Geschichte von Johanna Langefeld (1900–1974)\, die Oberaufseherin im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und im Frauenlager des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz war. Langefeld war überzeugte Nationalsozialistin und Antisemitin und in NS-Verbrechen direkt involviert\, so in die »Euthanasie«-Mordaktion »14 f 13«. In Berichten von Überlebenden wird sie als eine der wenigen Aufseherinnen beschrieben\, die sich zu bestimmten Häftlingsgruppen auch menschlich verhalten hat. 1946 gelang ihr mithilfe ehemaliger polnischer KZ-Inhaftierter die Flucht aus dem Gefängnis Montelupich in Kraków/Krakau\, wo sie ihren Prozess erwartete. \nDer international mehrfach preisgekrönte Film ist eine deutsch-polnische  Koproduktion. Er rekonstruiert die Geschichte von Langefeld auf der Basis von Fotografien\, Filmzeugnissen und schriftlichen Dokumenten und bezieht vor allem Interviews mit polnischen Zeitzeuginnen ein\, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren. \n  \nPROGRAMM \nPodiumsgespräch zum Dokumentarfilm mit Gerburg Rohde-Dahl und Dr. Simone Erpel (beide Berlin) \nModeration: Ulrich Tempel\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nSenden Sie Ihre Fragen an die Podiumsteilnehmerinnen bis 28. August 2020\, 18 Uhr\, an Ulrich Tempel: tempel@topographie.de. \nDer Film »Die Aufseherin« (90 Minuten) ist vom 27. August bis 2. September 2020 online zu sehen:\nhttps://vimeo.com/331389672\, Passwort: filmPOLSKA. \n  \nGerburg Rohde-Dahl\, 1938 geboren\, ist Filmproduzentin\, Drehbuchautorin und Regisseurin in Bremen und Berlin. Zu ihren Werken zählen die Dokumentarfilme Ein weites Feld (2009) über das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin und Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld – Przypadek Johanny Langefeld (2018\, Regie gemeinsam mit Władek Jurkow). \nSimone Erpel\, 1963 geboren\, ist als freiberufliche Historikerin tätig. Sie ist u.a. Kuratorin der neuen Dauerausstellung »Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück« in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. \n  \nDie Podiumsdiskussion wird auf www.topographie.de/livestream übertragen. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.
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SUMMARY:ONLINE: Europa und die Faschisten
DESCRIPTION:Vortrag\nProf. Dr. Monica Fioravanzo\, Universität Padua \nModeration\nProf. Dr. Hartmut Kaelble\, em.\, Humboldt-Universität zu Berlin \n  \nWeitere Informationen folgen in Kürze. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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SUMMARY:ONLINE: Außereuropäische Perspektiven auf Europa. China – Russland – USA
DESCRIPTION:Die Kurzvorträge kennzeichnen exemplarisch Wahrnehmungen\, Konstruktionen und Visionen Europas in außereuropäischen Räumen (besonders China\, Russland und die USA\, aber auch Lateinamerika). Darüber hinaus sollen Projektionen\, wechselseitige Austauschprozesse und die jeweiligen Rückwirkungen behandelt werden. Dabei wird die Rolle bestimmter Akteure und Traditionen in den außereuropäischen Gebieten ebenso in den Blick genommen wie die selektive Wahrnehmung spezifischer Phänomene in Europa. Auch soll der Stellenwert von Zäsuren der europäischen und außereuropäischen Geschichte für die wechselseitigen Perzeptionen und die Interaktionen konturiert werden.\nWer schuf\, veränderte und verbreitete welche Europa-Bilder in den außereuropäischen Räumen? Welche Interessen und Ziele waren dabei maßgeblich? Inwiefern und warum waren Wahrnehmungen Europas und der Austausch mit Europäern selektiv? In welchen Konstellationen waren die Beziehungen zwischen Europäern\, Chinesen\, US-Amerikanern und Russen besonders gleich oder ungleich? Diese Fragen werden beispielhaft diskutiert. \n  \n\nPROGRAMM \n\nVorträge\nDr. Jan C. Behrends\, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam\nProf. Dr. Jessica Gienow-Hecht\, Freie Universität Berlin\nProf. Dr. Dominik Sachsenmaier\, Georg-August-Universität Göttingen \nModeration\nProf. Dr. Dr. h.c. Stefan Rinke\, Freie Universität Berlin \n  \n  \nJan C. Behrends\, 1969 geboren\, ist Projektleiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam sowie Lehrbeauftragter für neueste und osteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nJessica Gienow-Hecht\, 1964 geboren\, ist Professorin und Leiterin der Abteilung Geschichte am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. \nDominic Sachsenmaier\, 1969 geboren\, ist Professor für Modernes China mit Schwerpunkt auf Globalhistorischen Perspektiven sowie Geschäftsführender Direktor des Ostasiatischen Seminars an der Georg-August-Universität Göttingen. \nStefan Rinke\, 1965 geboren\, ist Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert« \nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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SUMMARY:ONLINE: Europa und die Kommunisten
DESCRIPTION:Der Kampf um den Primat im Kommunismus des angehenden 20. Jahrhunderts wurde vorrangig in Europa ausgetragen. Dies umfasste neben dem Widerstand gegen den Faschismus/Nationalsozialismus und der Erarbeitung von Wiederaufbauprogrammen für die »Zeit danach« auch die ideologische Konstruktion und Propagierung von Europa-Bildern bzw. -Vorstellungen. Mit der Teilung der Welt in Einflusssphären als unmittelbare Folge des Zweiten Weltkriegs und während des Kalten Kriegs wurde Europa zum Hauptschauplatz des Konflikts zwischen Ost und West. Dabei war aber nicht nur die sowjetische »Mutterpartei« KPdSU im kommunistischen Spektrum maßgeblich; auch kommunistische Parteien im Westen\, insbesondere die italienische\, die spanische und die französische\, nahmen im Rahmen des »Eurokommunismus« Einfluss darauf. \nWorin bestanden die jeweiligen kommunistischen Europa-Visionen? Welche Akteure waren daran beteiligt? Welche Rolle spielten schließlich die beiden sich gegenüberstehenden Bündnisse\, die Warschauer Vertragsorganisation einerseits und die NATO bzw. die westeuropäischen Integrationsorgane andererseits? Der Vortrag verfolgt diese Fragen und zeichnet den Wandel kommunistischer Europa-Bilder im 20. Jahrhundert exemplarisch nach. \n  \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nVortrag\nDr. Francesco Di Palma\, Freie Universität Berlin \nModeration\nProf. Dr. Arnd Bauerkämper\, Freie Universität Berlin \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert\nDie Veranstaltung wird als Livestream auf www.topographie.de übertragen.
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SUMMARY:ABGESAGT: Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und  ästhetische Praxis
DESCRIPTION:Die Fotografie gehört zu den Schlüsselmedien in der Erforschung des Nationalsozialismus. In dem Sammelband Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis (2019)\, herausgegeben von Hildegard Frübis\, Clara Oberle und Agnieszka Pufelska\, reicht der thematische Bogen der Beiträge von den privaten Knipser-Fotografen aus den Reihen der SS über die Fotografien des Erkennungsdienstes bis zu den heimlichen Aufnahmen von KZ-Häftlingen. Präsentiert werden auch selten publizierte Bildquellen aus den Archiven West- und Osteuropas sowie den USA. \n  \nPROGRAMM \nVortrag Fotografie im Nationalsozialismus \nDr. Andrea Genest\, Berlin \nBuchpräsentation\n PD Dr. Hildegard Frübis\, Berlin \nVortrag Täter-Bilder. Die erkennungsdienstlichen Fotos im Konzentrationslager Mauthausen\nLukas Meissel\, Wien \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nHildegard Frübis\, 1963 geboren\, Kunsthistorikerin\, ist Privatdozentin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und derzeit Gastprofessorin an der Kunsthochschule Berlin (Weißensee). Sie ist Mitherausgeberin des vorgestellten Bandes und Autorin der Einleitung. \nAndrea Genest\, 1970 geboren\, Politikwissenschaftlerin\, ist zukünftige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Sie arbeitete an verschiedenen Gedenkstätten\, zuletzt am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors. Für den Band verfasste sie den Aufsatz Fotografien als Zeugen – Häftlingsfotografien aus dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. \nLukas Meissel\, 1988 geboren\, Historiker\, ist Doktorand an der Universität Haifa (Holocaust Studies) und forscht zu SS-Fotografien aus Konzentrationslagern. In dem Band ist er mit dem Beitrag Perpetrator Photography. The Pictures of the Erkennungsdienst at Mauthausen Concentration Camp vertreten. \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors. \n 
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SUMMARY:Hitler. Eine globale Biographie
DESCRIPTION:In seinem Buch Hitler. Eine globale Biographie (2020)\, im letzten Jahr unter dem Titel Hitler. Only the World Was Enough in englischer Sprache erschienen\, geht Brendan Simms davon aus\, dass Hitlers Denken nicht hauptsächlich\, wie allgemein angenommen\, um den »Bolschewismus« kreiste\, sondern dass sein wichtigster Bezugspunkt vielmehr »Anglo-Amerika« war. Die Vereinigten Staaten und das Britische Empire galten Hitler demnach als Vorbilder für ein deutsches Weltreich\, das sich ebenfalls auf Landgewinn\, Rassismus und Gewalt gründen sollte. Der Autor zeichnet in seinem Buch nicht nur ein neues Bild von Hitlers Weltanschauung\, er erörtert zugleich\, warum diese zwangsläufig zu einem Krieg globalen Ausmaßes führen musste. \n  \nPROGRAMM \nBuchpräsentation\nProf. Dr. Brendan Simms\, Cambridge \nModeration\nProf. Dr. Hans-Ulrich Thamer\, Münster \n  \nBrendan Simms\, 1967 geboren\, ist Professor für die Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Cambridge. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Europas und die Geschichte Deutschlands im europäischen Kontext. Zu seinen in deutscher Sprache erschienenen Büchern gehören Kampf um Vorherrschaft. Eine deutsche Geschichte Europas 1453 bis heute (2014)\, Wir hätten gewarnt sein können. Donald Trumps Sicht auf die Welt (2017\, mit Charlie Laderman) sowie Die Briten und Europa. Tausend Jahre Konflikt und Kooperation (2019). \nHans-Ulrich Thamer\, 1943 geboren\, ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 2011 bis 2017 war er Senior-Professor am dortigen Exzellenzcluster für »Religion und Politik«. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen gehört Adolf Hitler. Biographie eines Diktators (2018). \n  \nUm Anmeldung wird gebeten: veranstaltungen@topographie.de oder 030 254509-0.
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SUMMARY:Europa und die Nationalsozialisten
DESCRIPTION:Auf den ersten Blick scheint es sonderbar\, den Nationalsozialismus mit einem Europakonzept zu verbinden\, weil sein radikalnationalistischer und rassistischer Charakter offenkundig ist. Dennoch war der Nationalsozialismus keineswegs nur eine deutsche Bewegung. Vielmehr lassen sich überall in Europa\, insbesondere nach 1933\, Parteien und Gruppierungen auffinden\, die sich explizit auf den Nationalsozialismus bezogen. Überdies entwickelte sich das NS-Regime mit seiner »Lebensraum«-Politik zu einem Imperium\, das weite Teile Europas besetzt hielt und damit auch mit den europäischen Differenzen und Besonderheiten umgehen musste. Die »Endlösung der Judenfrage« war ein europaweites Mordprojekt\, für das auch Kooperationen in Europa notwendig waren. Nicht zuletzt versuchte NS-Deutschland vor allem gegen Ende des Krieges\, europäische Verbündete mit der Beschwörung eines Kampfes Europas gegen den »asiatischen Bolschewismus« zu gewinnen und sich selbst als Speerspitze Europas zu stilisieren. Um dieses komplexe Verhältnis des Nationalsozialismus zu Europa soll es in dem Vortrag gehen. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Michael Wildt\, Humboldt-Universität zu Berlin \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nMichael Wildt\, 1954 geboren\, ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Zu seinen neueren Publikationen gehören National Economies: Volks-Wirtschaft\, Racism and Economy in Europe Between the Wars\, 1918–1939/45 (2015\, Mithg.)\, Die SS nach 1945. Entschuldungsnarrative\, populäre Mythen\, europäische Erinnerungsdiskurse (2018\, Mithg.)\, Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 (2018\, Mithg.)\, Die Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019) und Das Reichssicherheitshauptamt. NS-Terror-Zentrale im Zweiten Weltkrieg (2019\, Hg.). \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Kurator der Dauerausstellung »Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße«. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«
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SUMMARY:NS-Herrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung und die niederländische Erinnerung nach 1945
DESCRIPTION:Nach der Invasion deutscher Truppen im Mai 1940 wurde in den Niederlanden eine deutsche Zivilverwaltung eingerichtet. Gemäß den Direktiven des »Reichskommissars für die besetzten niederländischen Gebiete«\, Arthur Seyß-Inquart\, lenkten fortan deutsche »Generalkommissare« die Tätigkeit der von den »Generalsekretären« geleiteten niederländischen staatlichen Verwaltung. In der ersten Zeit war die Bereitschaft des niederländischen Staatsapparates\, vor allem der Polizei-\, Justiz- und Innenverwaltung\, zur Zusammenarbeit sehr ausgeprägt. Besonders die niederländischen Nationalsozialisten kooperierten eng mit den deutschen Besatzungsstellen. Tausende meldeten sich freiwillig zu den »germanischen« Einheiten der Waffen-SS oder dienten in niederländischen Polizei- und Milizverbänden. \nIn seinem Vortrag untersucht Gerhard Hirschfeld die Bereitschaft zur Kollaboration in den Niederlanden unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1940–1945 und fragt auch\, wie diese Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dort erinnert wird. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Gerhard Hirschfeld\, Stuttgart \nModeration\nKlaus Hesse\, Berlin \n  \nGerhard Hirschfeld\, 1946 geboren\, ist Honorarprofessor am Historischen Institut der Universität Stuttgart und war bis 2011 Leiter und Direktor der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. 1996/97 und 2006/07 war er Fellow des Netherlands Institute of Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences\, von 1991 bis 2000 Vorsitzender des Deutschen Komitees für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und von 2000 bis 2010 Präsident des International Committee for the History of the Second World War. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Fremdherrschaft und Kollaboration. Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1984)\, Deutschland im Ersten Weltkrieg (2013\, Mitautor) und 1918. Die Deutschen zwischen Weltkrieg und Revolution (2018\, Mitautor). \nKlaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Co-Kurator der deutsch- und englischsprachigen Fassung der Sonderausstellung »Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940–1945«. \n  \nEine Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung »Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940-1945«.
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SUMMARY:Völkische Politik. Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945
DESCRIPTION:Mit Kriegsbeginn im September 1939 begann das NS-Regime\, sein völkisches Programm schrittweise in ganz Europa zu implementieren. Unter der Leitung des »Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums« Heinrich Himmler initiierte sein Apparat die »Germanisierung« der polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebiete. Insgesamt wurden etwa eine Million »Volksdeutsche« aus ganz Europa ins Großdeutsche Reich umgesiedelt\, ein Teil davon als »Neusiedler« in die annektierten Gebiete verbracht und dafür zwei Millionen dort lebende »unerwünschte« Menschen vertrieben und beraubt. Auf der anderen Seite wurden annähernd 2\,8 Millionen »erwünschte« Einheimische »eingedeutscht«: »Volksdeutsche«\, »Deutschstämmige« und »rassisch Wertvolle«. \nIn ihrem Vortrag stellt Alexa Stiller die Ausmaße und Bedeutung der nationalsozialistischen Volkstumspolitik im Zweiten Weltkrieg dar\, die sich zwischen Exklusion – bis hin zur Vernichtung – auf der einen Seite und dem Angebot der Inklusion in die »Volksgemeinschaft« auf der anderen bewegte. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nDr. Alexa Stiller\, Bern \nModeration\nPD Dr. Susanne Heim\, Berlin \n  \nAlexa Stiller\, 1975 geboren\, ist wissenschaftliche Assistentin am Historischen Institut der Universität Bern. Derzeit ist sie Academic Visitor am Oxford Centre for European History der University of Oxford und Senior Member am St Antony’s College. Zuvor war sie Visiting Scholar an der Columbia University in New York. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Nationalsozialistische Lager (2006\, Mithg.) und NMT. Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte\, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung (2013\, 2. Aufl. 2018\, Mithg.). Für die Studie Völkische Politik. Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen\, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945 (erscheint in Kürze) wurde sie mit dem Herbert-Steiner-Preis ausgezeichnet. \nSusanne Heim\, 1955 geboren\, ist Projektkoordinatorin der Edition »Judenverfolgung 1933–1945«. Zuvor war sie Leiterin des Forschungsprogramms »Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus« der Max-Planck-Gesellschaft.
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SUMMARY:Europa und die demokratischen Parteien
DESCRIPTION:Demokratische Parteien waren im 20. Jahrhundert wesentliche Träger und Vermittler von Europavorstellungen. Sie hatten sowohl auf formeller wie auch auf informeller Ebene wesentlichen Anteil daran\, dass manche dieser Visionen zudem ihren Niederschlag im Aufbau und der Arbeit europäischer Institutionen finden konnten. Dabei reicht das Spektrum von proeuropäischen Bekenntnissen\, etwa im Parteiprogramm der SPD von 1925\, über informelle transnationale Parteiennetzwerke zur Unterstützung proeuropäischer Vorschläge bis hin zur Mitarbeit in den Institutionen der EU unserer Tage\, besonders im Europäischen Parlament. \nHeute steht Europa vor der Frage\, was die Erosion von einstmals vergleichsweise stabilen Parteilandschaften für politische Vorstellungswelten und die Praxis bedeuten und welche Herausforderungen sich stellen\, wenn durch demokratische Wahlen legitimierte Parteien illiberale Vorstellungen vertreten. Am Beispiel einiger Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien im 20. und 21. Jahrhundert geht der Vortrag diesen und damit verbundenen Problemen und Perspektiven nach. \n  \nPROGRAMM \nVortrag\nProf. Dr. Kiran Klaus Patel\, Ludwig-Maximilians-Universität München \nModeration\nProf. Dr. Oliver Janz\, Freie Universität Berlin \n  \nKiran Klaus Patel\, 1971 geboren\, ist Professor für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor hatte er Lehrstühle an der Maastricht University und dem Europäischen Hochschulinstitut in Florenz inne sowie eine Juniorprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin. In Forschung und Lehre hat er sich mit einer Vielzahl von Themen der europäischen und der US-amerikanischen Geschichte befasst. Zu seinen Publikationen gehören Europäisierung wider Willen. Die Bundesrepublik Deutschland in der Agrarintegration der EWG 1955–1975 (2009)\, Der Europäer. Ein Konstrukt. Wissensbestände\, Diskurse\, Praktiken (2009\, Mithg.)\, The New Deal: A Global History (2016) und Projekt Europa. Eine kritische Geschichte (2018). \nOliver Janz\, 1960 geboren\, ist Professor für Neuere Geschichte und Dekan des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Freien Universität Berlin. \n  \nEine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe »Europa – Visionen und Praxis im 20. und 21. Jahrhundert«
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SUMMARY:Klassenfoto mit Massenmörder. Das Doppelleben des Artur Wilke
DESCRIPTION:Artur Wilke (1910–1989)\, studierter Theologe und Archäologe\, war im Zweiten Weltkrieg für den Tod tausender Menschen verantwortlich. Als Angehöriger der Sicherheitspolizei war er an Massenerschießungen von Juden im besetzten Weißrussland beteiligt und galt als gefürchteter Partisanenjäger. Nach Kriegsende nahm er die Identität seines gefallenen Bruders Walter an und trat im niedersächsischen Stederdorf eine Anstellung als Volksschullehrer an. 1963 wurde er im »Heuser-Prozess« in Koblenz zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt\, 1968 vorzeitig entlassen. \nFür sein Buch Klassenfoto mit Massenmörder. Das Doppelleben des Artur Wilke – eine Geschichte über Kriegsverbrechen\, Verdrängung und die Suche nach der historischen Wahrheit (2019) hat Jürgen Gückel mehrere zehntausend Seiten Gerichtsakten und andere Dokumente gesichtet. Er rekonstruiert den Lebensweg seines ersten Lehrers und zeichnet die Entwicklung eines Intellektuellen zum NS-Massenmörder nach. Reflektiert wird auch die Verneinung jeglicher persönlicher Schuld und das Wegsehen der Gesellschaft. \n  \nPROGRAMM \nGrußwort\nKai Pätzke\, Programmplanung Zeitgeschichte\, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage \nBuchpräsentation\nJürgen Gückel\, Stederdorf bei Peine \nModeration\nProf. Dr. Peter Klein\, Berlin \n  \nJürgen Gückel\, 1952 geboren\, ist Journalist. Als Redakteur und Korrespondent war er fast vier Jahrzehnte für die Zeitungen der Madsack-Gruppe\, darunter Peiner Allgemeine\, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse\, tätig. Ab 1996 arbeitete er als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblatts. Für seine Arbeiten ist er mehrfach ausgezeichnet worden. \nPeter Klein\, 1962 geboren\, Historiker\, ist Professor am Fachbereich für Holocaust Studien des Touro College Berlin. Er hat das Nachwort für den vorliegenden Band verfasst. \n  \n– Eintritt frei –
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SUMMARY:Fotos aus Sobibor – Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Einige nationalsozialistische Verbrechen haben bis heute keinen angemessenen Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung gefunden. Hierzu zählt die als »Aktion Reinhard« bezeichnete Ermordung von mehr als 1\,7 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibor\, Belzec und Treblinka. Grund dafür ist neben der geringen Zahl von Überlebenden und einer erfolgreichen Spurenbeseitigung durch die Täter auch das weitgehende Fehlen bildlicher Überlieferung zu diesem Kapitel der NS-Massenverbrechen. Eine neu entdeckte Fotosammlung mit mehr als 300 Bildern aus dem Besitz eines wichtigen früheren Sobibor-Täters erlaubt nun bisher völlig unbekannte Einblicke in verschiedene Tatorte der »Aktion Reinhard« im deutsch besetzten Polen und der zuvor begangenen Krankenmorde der sogenannten »Euthanasie«. \nIn einem Kooperationsprojekt des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und der Forschungsstelle Ludwigsburg wurde die Kollektion in jahrelanger Arbeit wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden nunmehr erstmals öffentlich präsentiert. \n  \nPROGRAMM \nBuchpräsentation\nPD Dr. Martin Cüppers\, Ludwigsburg\,\nAndreas Kahrs\, Berlin\,\nAnne Lepper\, Berlin \nModeration\nProf. Dr. Michael Wildt\, Berlin \n  \nMartin Cüppers ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart. Zu seinen Publikationen zählt die Studie Walther Rauff – in deutschen Diensten. Vom Naziverbrecher zum BND-Spion (2013). \nSteffen Hänschen ist Mitarbeiter des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und u.a. Autor des Buchs Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust (2018). \nAndreas Kahrs ist Mitarbeiter des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. Er verfasste u.a. den Aufsatz Bildungsarbeit an den Orten der »Aktion Reinhard« (2017). \nAnne Lepper ist Mitarbeiterin des Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. und Doktorandin an der Freien Universität Berlin. Sie veröffentlichte u.a. den Aufsatz Das Netzwerk jüdischer Hilfsorganisationen und die Verhandlungen über den Freikauf von Juden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs (2016). \nMichael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. \n  \n– EIntritt frei –
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