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SUMMARY:FÜNF JAHRE GEDENK- UND INFORMATIONSORT FÜR DIE OPFER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN »EUTHANASIE«-MORDE
DESCRIPTION:30. August 2019\, 10 bis 15.30 Uhr\, Foyer der Philharmonie\, Herbert-von-Karajan-Straße 1\, 10785 Berlin\, Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde Tiergartenstraße 4\, 10785 Berlin \n\n\nSeit fünf Jahren erinnert die Bundesrepublik Deutschland mit dem Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde an die etwa 300.000 Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten sowie »rassisch« und sozial unerwünschte Menschen\, die zwischen 1939 und 1945 im Deutschen Reich und im deutsch besetzten Europa als »lebensunwert« getötet wurden. \nMit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 – vor 80 Jahren – begann der Zweite Weltkrieg. Zwei Monate darauf erließ Adolf Hitler eine Anordnung zur Ausrottung »lebensunwerten Lebens«\, die auf den 1. September zurückdatiert wurde. Bereits in Polen wurden 1939/40 Tausende Patienten erschossen oder vergast. Ab Anfang 1940 begann der Massenmord auch im Deutschen Reich. Die Planungs- und Verwaltungszentrale des »Euthanasie«-Programms befand sich ab April 1940 in der Tiergartenstraße 4. Hier organisierten Ärzte und Verwaltungspersonal die Erfassung und Selektion der Patienten sowie deren Transport in sechs eigens dafür eingerichtete Gasmordanstalten im Deutschen Reich. \nBis August 1941 töteten Ärzte dort über 70.000 Menschen\, bis 1945 wurden weitere 90.000 durch Nahrungsentzug\, Vernachlässigung und die Gabe von Medikamenten umgebracht. Im besetzten Polen und in der eroberten Sowjetunion mordeten SS-Einheiten zahlreiche Krankenhäuser leer. Die sogenannte Euthanasie war das erste systematische Massenverbrechen des nationalsozialistischen Regimes. Sie gilt als Vorstufe zur Vernichtung der europäischen Juden. \n\nPROGRAMM 30. AUGUST 2019  \n10 Uhr bis 11.30 Uhr \nGedenkstunde im Foyer der Philharmonie\, Herbert-von-Karajan-Straße 1\, 10785 Berlin \nGEDENKSTUNDE \nGrußworte \nDr. Klaus Lederer\, Senator für Kultur und Europa\, Bürgermeister von Berlin \nJürgen Dusel\, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen \nSigrid Falkenstein\, Angehörige \nRede \nProf. Dr. Michael von Cranach\,Mediziner\, Psychiater und Autor \nMusik \nUtopia Orchester\nDas Utopia Orchester gehört zur Werkstatt Utopia\, dem inklusiven Musik-Projekt des Vereins KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e.V. \nIm Anschluss besteht die Möglichkeit\, Blumen und Kränze niederzulegen. \n\nFOREN \n11.45 Uhr bis 12.45 Uhr \nVerschiedene Foyerbereiche der Philharmonie\, Herbert-von-Karajan-Straße 1\, 10785 Berlin \nBLOCK 1 · 11.45 Uhr bis 12.45 Uhr \nForum 1 – Menschen mit Lernschwierigkeiten stellen ihre Arbeit in der Gedenkstätte für die Opfer der »Euthanasie«-Morde in Brandenburg an der Havel vor \nForum 2* – Prof. Dr. Uwe Kaminsky: Zur Popularisierung von Eugenik und »Euthanasie« in der Weimarer Republik und NS-Zeit \nForum 3 – Robert Parzer: Die Morde an Patienten im besetzten Polen. Der Beginn von »Euthanasie« und Holocaust \nMITTAGSPAUSE · 12.45 Uhr bis 13.30 Uhr \nBLOCK 2 · 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr \nForum 4 – Sigrid Falkenstein liest aus ihrem Buch »Annas Spuren« in Einfacher Sprache \nForum 5* – Uwe Hauck: Formen der Selbsthilfe gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung durch den Gesetzgeber \nForum 6 – Dr. Harald Jenner: Meseritz-Obrawalde… die unbekannte Anstalt \nPAUSE · 14.15 Uhr bis 14.45 Uhr \n\nBLOCK 3 · 14.45 Uhr bis 15.30 Uhr \n  \nForum 7* – Christine Wüstefeld: Demokratie leben – Prozessmodell gegen Rechtsradikalismus \nForum 8 – Filmischer Zusammenschnitt eines Interviews mit dem Zeitzeugen F. Zawrel \n* Die Foren 2\, 5 und 7 bauen aufeinander auf. Sie sind Beiträge\, des Kontaktgespräches der Psychiatriefachverbände im Rahmen des Gedenkens zum fünfjährigen Bestehen des Gedenkortes für »Euthanasie«-Opfer\, des achten Symposiums »Gegen das Vergessen …« \n_____________________________________ \nSYMPOSIUM »GEGEN DAS VERGESSEN – AUS DER GESCHICHTE LERNEN« \nThemen in den Foren 2\, 5 und 7 \nNationalistische und ausgrenzende politische Strömungen und darauf bauende Entwicklungen auf nationaler wie internationaler Ebene bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Es ist eine historische Linie zu ziehen von diesem aktuellen Geschehen hin zu den Entwicklungen in der Weimarer Zeit\, dem Vorabend des Nationalsozialismus und während der NS-Zeit selbst. Wir müssen uns den Herausforderungen wieder auflebender rechter\, rechtsradikaler und populistischer Strömungen stellen und beispielsweise eine Politik der Gegenwehr bedenken und entwickeln. \nVerschiedene Phänomene wie etwa das Auftreten der AFD aber auch die erschreckende Normalisierung des entwertenden und menschenverachtenden Populismus in verschiedensten Ländern wie zum Beispiel in den USA\, der Türkei\, in Ungarn\, Österreich etc. fordern uns heraus. \nDie drohenden\, schleichenden Veränderungen von Haltungen hin zur Normalisierung der Abwertung von Minderheiten (Homosexuelle\, Behinderte\, Langzeitarbeitslose\, Wohnungslose\, Migrant*innen etc.) verlangen sowohl theoretisch wie praktisch konkrete Antworten und Lösungswege. \nWelche Verteidigungsstrategien müssen wir entwickeln\, um die liberal demokratische Gesellschaft und das Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit\, für aktive\, gelebte Toleranz und Zusammenhalt zukünftig sicherzustellen? \nFragen in den Foren 2\, 5\, und 7 \nIm Detail ist zu fragen\, welche wirksamen Antworten wir gegen diese populistischen Strömungen finden\, die durch Individualisierungsprozesse\, durch Verlustängste\, Unsicherheiten und Irritationen über die verunsichernden internationalen Entwicklungen in der Wahrnehmung der Menschen verfangen. Wie ist dem Verhalten\, dass sich in Rückzug\, Abschottung\, Angst vor Fremden\, Unbekanntem und Neuem zeigt\, zu begegnen? Ist den sich so bedroht fühlenden Menschen durch Hinwendung und Aufklärung Beachtung zu schenken und sie so vor dem ideologischen Zugriff der neuen Rattenfänger in feinem Gewand und ihren Simplifizierungen zu schützen? \nDie international globalisierte wie auch nationale Lage kann in ihrer Unübersichtlichkeit von vielen Menschen nur schwer ertragen werden\, überfordert sie teilweise und ermöglicht in Verbindung mit weiteren Faktoren einen Nährboden für Populisten. \nDas Symposium stellt die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart in den Mittelpunkt: Ob und wie entstand der Populismus in der Weimarer Zeit und konnte sich entwickeln und dabei als fruchtbarer Nährboden und Grundlage für \ndie Durch- und Umsetzung der Propagandastrategien der Nationalsozialisten dienen? Um keine unzulässigen Rückschlüsse zu ziehen\, muss auch hier die Frage beantwortet werden: Was war ähnlich\, was war aber auch deutlich anders im Vergleich zur heutigen Situation? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen ist eine Gratwanderung: Einerseits die oben genannten Phänomene inadäquat und überzogen wahrzunehmen und somit auch in der Reaktionsweise unangemessen zu sein und sich der Unsachlichkeit preiszugeben\, andererseits zu verharmlosen und sich einem verfehlten Optimismus hinzugeben und die Situation kleinzureden in der Hoffnung\, dass der Spuk sich selbst auflöst. \nDie theoretische Befassung mit dem was wahrzunehmen ist und daraus demokratische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten ist die alltägliche Herausforderung für jeden Einzelnen. Fragen die zu beantworten sind: \nWas können wir tun? Was kann jeder von uns tun\, sachlich und rational\, aber auch mit Leidenschaft und Entschlossenheit? Welche Antworten und Wege können wir gemeinsam erarbeiten\, um eine breit getragene Gegenbewegung auf den Weg zu bringen? \nVERANSTALTUNGSORTE \nFoyer der Philharmonie\, Herbert-von-Karajan-Straße 1\, 10785 Berlin \nGedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde Tiergartenstraße 4\, 10785 Berlin \nINFORMATIONEN UND ANMELDUNG \nInformationen \n\nDer Einlass beginnt um 9.30 Uhr.\nFür die Veranstaltung wird eine Übersetzung in Gebärdensprache und in Leichter Sprache angeboten.\nDie Anerkennung als Bildungsurlaub ist beantragt.\nDurch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu\, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.\nTeilen Sie uns gegebenenfalls Ihren Unterstützungsbedarf mit\, damit wir im Vorfeld darauf hinwirken können\, mögliche Barrieren zu vermeiden.\n\nAnmeldung \nBitte teilen Sie uns bis 27. August 2019 mit\, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen werden und an welchen Foren Sie teilnehmen werden. \nTel.: +49 (0)30 / 26 39 43 11 \nFax: +49 (0)30 / 26 39 43 20 \nE-Mail: veranstaltungen@stiftung-denkmal.de \n\nVERANSTALTER UND PARTNER \n– Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas \n– Stiftung Topographie des Terrors\, www.topographie.de \n– Förderkreis Gedenkort T4 e.V.\, www.gedenkort-t4.eu \n– Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.\, www.lebenshilfe.de \nsowie \nKontaktgespräch Psychiatrie unter Beteiligung von \n– Aktion Psychisch Kranke \n– AWO Bundesverband \n– Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde \n– Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit \n– Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen \n– Bundesverband evangelische Behindertenhilfe \n– Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener \n– Bundesweites Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste \n– Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie \n– Dachverband Gemeindepsychiatrie \n– Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie\, Psychotherapie und Nervenheilkunde \n– Deutsches Rotes Kreuz \n– Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie \n– Diakonie Deutschland \n– Der Paritätische Gesamtverband
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SUMMARY:80 Jahre danach. Der deutsche Überfall auf Polen und der Beginn des Zweiten Weltkriegs in deutsch-polnischer und internationaler Perspektive
DESCRIPTION:LEIDER SIND ALLE PLÄTZE BELEGT. EINE ANMELDUNG IST NICHT MEHR MÖGLICH. \n  \nIm Jahr 2019 jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum achtzigsten Mal. Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann ein brutaler\, rassistisch und antisemitisch motivierter Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug\, der Millionen von Menschen das Leben kostete\, unvorstellbare Zerstörungen nach sich zog und das Gesicht Europas nachhaltig veränderte.\nDie Kriegsvorbereitungen traf Hitler im August  1939 auf dem Berghof am Obersalzberg. Hier unterschrieb er den Angriffsbefehl und instruierte die hohe Wehrmachtgeneralität. Nach dem Überfall auf Polen am 1. September verübten die deutschen Besatzer Massenmorde an der polnischen Zivilbevölkerung und deportierten Tausende Polen in die Konzentrationslager\, auch in das KZ Sachsenhausen. Die Häftlinge mussten Zwangsarbeit leisten und waren systematischen Misshandlungen ausgesetzt.\nDie Tagung analysiert verschiedene Perspektiven  auf den Kriegsausbruch und unterschiedliche Dimensionen des Vernichtungskrieges. Dabei steht die Perspektive der verfolgten und ermordeten Polen im Mittelpunkt. Diskutiert werden sollen zudem die globale Dimension und internationale Reaktionen auf den Kriegsbeginn sowie neue Forschungsergebnisse zur Kriegsvorbereitung und zu den bis heute deutlich spürbaren\, verheerenden Wirkungen des Vernichtungsfeldzuges. \nMit Vorträgen von Prof. Dr. Frank Bajohr\, Dr. Astrid Ley\, Dr. Sven Keller\, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz. \nAnmeldung bis zum 25. August 2019 unter: veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de \nEine Veranstaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen\, des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg/ des Koordinators für die für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit und des Institus für Zeitgeschichte München-Berlin. \nGefördert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung \nVeranstaltungsort\nVertretung des Landes Brandenburg beim Bund\nIn den Ministergärten 3\n10117 Berlin \n\nKontakt\nAnsprechpartner: Mareike Otters/ Dr. Katharina Steinberg \n\nE-Mail\nveranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de
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