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SUMMARY:»Eine blonde Provinz« – Polen und der deutsche Rassenwahn
DESCRIPTION:Dokumentation | RBB/ARTE 2009 | 52 min\nRegie: Jacek Kubiak\, Klaus Salge \n  \nNach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 wurden Tausende Polen vertrieben\, deportiert und umgebracht. In den folgenden Monaten nahmen die Nazis im neugeschaffenen »Reichsgau Wartheland« eine ethnische Neuordnung vor; Hunderttausende Vertriebene mussten den »Volksdeutschen« weichen\, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone »heimgeholt« wurden. Für die jüdischen Polen begann ein Leidensweg\, der für die meisten in den Vernichtungslagern endete. \nDer Film stellt drei Männer vor\, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Poznań/Posen verbunden ist: Zwi Steinitz aus Tel Aviv\, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reiste\, um den Ort zu besuchen\, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz\, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Poznań suchte und dessen Weg in den Widerstand führte. Und Dieter Bielenstein\, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Poznań kam. \n  \nIm Anschluss um 19 Uhr: Vortrag und Podiumgespräch Umsiedlung und Vertreibung im »Warthegau« 1939/40. \n\n 
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SUMMARY:Umsiedlung und Vertreibung im »Warthegau« 1939/40. Geschichte und Erinnerung
DESCRIPTION:Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 nahmen die Nationalsozialisten in den annektierten westpolnischen Gebieten eine ethnische Neuordnung vor. Im neu geschaffenen „Reichsgau Wartheland“ wurde ein bedeutender Teil der Bevölkerung – Hunderttausende polnische Bürger\, unter ihnen zahlreiche Juden – vertrieben oder deportiert und Deutsche angesiedelt.\nDer einführende Vortrag von Isabel Heinemann und das anschließende Podiumsgespräch geben Einblick in die historischen Ereignisse 1939/40 und gehen der Frage nach\, wie die Geschehnisse in der polnischen und der deutschen Erinnerungskultur verankert sind. \n  \nPROGRAMM \nImpulsvortrag\nProf. Dr. Isabel Heinemann\, Münster \nPodiumsgespräch mit:\nProf. Dr. Isabel Heinemann\, Münster\nProf. Dr. Joachim Rogall\, Stuttgart\nJacek Kubiak\, Poznań \nModeration\nDr. Katrin Steffen\, Lüneburg \n  \nIsabel Heinemann\, 1971 geboren\, ist Professorin für Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zu ihren Veröffentlichungen gehört\n»Rasse\, Siedlung\, deutsches Blut«. Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassenpolitische Neuordnung Europas (2003). \nJoachim Rogall\, 1959 geboren\, ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung und außerplanmäßiger Professor für Osteuropäische Geschichte der Universität Heidelberg. Er ist Mitherausgeber des Bandes Die Räumung des »Reichsgaus Wartheland« vom 16. bis 26. Januar 1945 im Spiegel amtlicher Berichte (1993). \nJacek Kubiak\, 1957 geboren\, ist Journalist und Dokumentarfilmer. Für den Film Eine blonde Provinz wurde er zusammen mit Klaus Salge 2010 mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Kubiak ist Kurator der Ausstellung Vertriebene 1939… Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten. \nKatrin Steffen\, 1967 geboren\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und DFG-Projektleiterin am Nordost-Institut in Lüneburg. Sie ist Mitherausgeberin des Bandes Lebenswelt Ghetto. Alltag und soziales Umfeld während der nationalsozialistischen Besatzung (2013). \n  \nUm 17.30 Uhr wird der Film Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn (Dokumentation\, RBB/ARTE 2008\, 52 Min.\, Regie: Jacek Kubiak\, Klaus Salge) im Auditorium gezeigt. \n\n 
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