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SUMMARY:Spät\, aber nicht zu spät!? – Der Prozess gegen den ehemaligen KZ-Wachmann Josef S.
DESCRIPTION:Am 28. Juni 2022 verurteilte das Landgericht Neuruppin in Brandenburg/Havel den 101-jährigen ehemaligen SS-Wachmann im Konzentrationslager Sachsenhausen Josef S. wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 3.518 Fällen zu fünf Jahren Haft. Im Podiumsgespräch werden die Hintergründe und der Verlauf des Prozesses beleuchtet. Diskutiert wird auch\, warum ein solcher Prozess gegen einen NS-Täter auch 77 Jahre nach dem Verbrechen von Bedeutung ist. \nIm Anschluss an eine Einführung von Prof. Dr. Florian Jeßberger und Prof. Dr. Thomas Sandkühler findet ein Podiumsgespräch statt. Daran werden der Richter im Prozess gegen Josef S.\, Udo Lechtermann\, der Vertreter der Nebenkläger\, Thomas Walther\, und die beiden Sachverständigen Stefan Hördler und Dr. Astrid Ley teilnehmen. Moderation: Dr. Andrea Riedle. \nDer Eintritt ist frei. \nAlle Informationen finden Sie hier. \nFür die Teilnahme an der Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis zum 27. Oktober: veranstaltungen@topographie.de \nVeranstaltungsort\nSenatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin \nUnter den Linden 6\, 10117 Berlin
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SUMMARY:„Beschwerliches Erinnern“ – Zur Entwicklungsgeschichte der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Haus der Wannsee-Konferenz
DESCRIPTION:Während Bergen-Belsen bereits 1952 zur Gedenkstätte umgestaltet wurde – allerdings jahrzehntelang ohne Personal auskommen musste –\, dauerte es weitere 40 Jahre bis 1992 in der Villa am Wannsee eine Gedenk- und Bildungsstätte eingerichtet wurde. \nGeneriert sich diese Ungleichzeitigkeit aus ihrer Zuschreibung als sogenannter Opfer- bzw. Täterort? Wie fügt sich die Geschichte beider Gedenkstätten in die Entwicklung der Erinnerungskultur in Deutschland ein? Welche Aufgaben müssen Gedenkstätten – ungeachtet der jeweils dominierenden Perspektive – wahrnehmen? \nDiesen und weiteren Fragen möchten wir in der Veranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestages des Bestehens der Gedenkstätte Bergen-Belsen und des 30. Jahrestages des Bestehens der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz nachgehen. \nProgramm: \nGrußworte \n\nDr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa)\nGrant Hendrik Tonne (Niedersächsischer Kultusminister)\n\nVortrag \n\nDr. Elke Gryglewski (Leiterin Gedenkstätte Bergen-Belsen\, Geschäftsführerin Stiftung nds. Gedenkstätten)\nDeborah Hartmann (Direktorin Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz)\n\nDiskussion \nmit Prof. Dr. Michael Wildt (Beiratsvorsitzender der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz) \n  \nDer Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung bis zum 1. November 2022: veranstaltungen[at]ghwk.de \n  \nEine Kooperationsveranstaltung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz\, der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund \n\n  \nDer Eintritt ist frei. \nWir bitten um Anmeldung bis zum 1. November 2022: veranstaltungen@ghwk.de \n 
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SUMMARY:Blind. Untergetaucht.
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort: Martina Wiemers\, Deutsche Hörfilm gGmbH\, Berlin \nEinführung und Moderation: Dr. Karoline Georg\, Berlin \nBraille-Lesung mit: Christel Jung\, Silja Korn\, Wolfgang Schmidt-Block und Christian Spremberg (alle Berlin) \n  \nEintritt frei \n„Geliebte Kinder”\, beginnt der lange letzte Brief\, den das jüdische Ehepaar Frey – er blind\, sie sehend – im April und Mai 1942 an die beiden emigrierten Töchter schreibt. Erich und Elsbeth\, beide über 50 Jahre alt\, berichten darin über ihren Alltag unter Entrechtung und Verfolgung durch den NS-Staat und über die drohende Deportation. Im März 1943 konnte das Ehepaar Frey mit Unterstützung von Otto Weidt und seiner Blindenwerkstatt untertauchen. Anfang April 1944 entdeckte die Gestapo durch Verrat ihr letztes Versteck. Erich und Elsbeth Frey wurden deportiert und in Auschwitz ermordet.\nAuf der Basis des 2019 erschienenen Buchs von Kurt Schilde „Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein.” Der Bericht von Erich und Elsbeth Frey an ihre ausgewanderten Töchter (1942) führt Karoline Georg in die Geschichte des Ehepaars Frey ein. Ausgewählte Passagen des Berichts werden von blinden Braille-Vorlesern vorgetragen. Idee und Konzept der Lesung wurden von der seit 2021 bestehenden Arbeitsgruppe „Weidt/Frey” der Deutschen Hörfilm gGmbH entwickelt. \nChristel Jung ist Stenotypistin und Redakteurin für Braille-Medien. Sie nimmt vielfältige Aufgaben in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe wahr. \nSilja Korn ist die erste blinde Erzieherin in Deutschland. Sie ist Kinderbuchautorin\, malt\, fotografiert\, spielt Theater und ist als Redakteurin für Audiodeskription tätig. \nWolfgang Schmidt-Block ist Verwaltungsjurist. Er ist in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe tätig und Mitherausgeber der Monographie Blinde unterm Hakenkreuz. Erkennen\, Trauern\, Begegnen (1991). \nChristian Spremberg ist Radiomoderator\, Braille-Leser und -Vorleser\, u.a. für Rimini Protokoll in Karl Marx: Das Kapital\, Erster Band mit rund 100 Vorstellungen weltweit. \nKaroline Georg\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stif-tung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Leiterin der historisch-politischen Bildungsarbeit im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 3. November: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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LOCATION:Dokumentationszentrum Topographie des Terrors\, Niederkirchnerstraße 8\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome in Oranienburg
DESCRIPTION:Die Gedenkstätte Sachsenhausen\, die Stadt Oranienburg und die jüdische und christlichen Gemeinden Oranienburgs laden zum Gedenken an die Novemberpogrome in Oranienburg ein. \nIn der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten Nationalsozialisten und ihre Helfer in ganz Deutschland vor aller Augen Synagogen in Brand. Sie misshandelten jüdische Bürgerinnen und Bürger und demolierten deren Geschäfte und Wohnungen. Während und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen kamen weit über 1.300 Jüdinnen und Juden zu Tode. \nAuch in Oranienburg zogen Schlägertrupps los\, um Wohnungen und Geschäfte von Jüdinnen und Juden anzugreifen und zu zerstören. Sie schändeten Gräber auf dem jüdischen Friedhof und verwüsteten das jüdische Bethaus in der Havelstraße\, das später geschlossen und zwangsverkauft wurde. Zudem verschleppten die Nationalsozialisten in den Tagen nach den Pogromen 27.000 jüdische Männer in Konzentrationslager. Über 6.300 von ihnen wurden nach Oranienburg ins KZ Sachsenhausen gebracht. Mindestens 65 überlebten die Lagerhaft nicht. \nDetails zum Ablauf der Gedenkveranstaltung folgen. \n\nKontakt\n\nE-Mail: veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de
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LOCATION:Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen\, Straße der Nationen 22\, Oranienburg\, 16515
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SUMMARY:„Es ist wichtig\, dass man daraus lernt“
DESCRIPTION:Kritische Reflexionen zur Bildung gegen Antisemitismus\nFachtag mit und in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz \n\n\nAntisemitische Gewalt ist auch im postnationalsozialistischen Deutschland weit verbreitet. Antisemitismuskritische Bildung ist aufgefordert\, unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus in einer pluralen Gesellschaft zu begegnen. Aktuelle Kritiken aus Bildungsarbeit und Wissenschaft geben dabei Anlass zur Reflexion. Sind Bildungsansätze gegen Antisemitismus an die diverse und digitale Gesellschaft angepasst? Wie nehmen sie Bezug auf die Lebenswelten junger Menschen? Wie gelingt die Einübung von Antisemitismuskritik und wo werden antisemitismusrelevante Wissensbestände unreflektiert reproduziert? \nProgramm \n10:00 – 10:30 Begrüßung und Vorstellung \n10:30 – 12:00 Input \n\n„Es ist wichtig\, dass man daraus lernt“ – Der Holocaust\, Antisemitismus und Judentum im Sprechen junger Menschen über ihre Bildungserfahrungen (Monika Hübscher\, Nicolle Pfaff – Universität Duisburg-Essen)\nAntisemitismus als Thema der Geschichtsdidaktik (Martin Liepach – Fritz Bauer Institut)\nDie Rolle von Emotionen in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit (Marina Chernivsky – Kompetenzzentrum Prävention und Empowerment)\n\n12:00 – 13:00 Lunch \n13:00 – 13:45 Diskussion \n13:45 – 14:00 Pause \n14:00  – 15:30 Workshops \n\nBildung gegen Antisemitismus an NS-Gedenkstätten (Deborah Hartmann und Lucas Frings – GHWK)\nAntisemitismus in den sozialen Medien einordnen und dekonstruieren (Fatma Bilgi\, Henriette Fischer\, Monika Hübscher – Universität Duisburg-Essen)\n\n15:30 – 16:00 Abschluss \n16:30 – 17:30 Führung durch die Ausstellung (optional) \nAnmeldung zum Fachtag bis zum 3. November 2022 an: veranstaltungen[at]ghwk.de \nAufgrund der aktuellen Pandemiesituation ist die Veranstaltung auf 30 Teilnehmende begrenzt. \nWeitere Fachtage sind geplant. Anmeldung für Veranstaltungshinweise an: antisemitismus-jugend[at]uni-due.de
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LOCATION:Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz\, Am Großen Wannsee 56-58\, Berlin\, 14109
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SUMMARY:Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt\nModeration: Dr. Babette Quinkert\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/ \nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nDas neue Buch Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945 (2022) von Dieter Pohl ist als Band 20 des Gebhardt. Handbuch der Deutschen Geschichte erschienen. Im Zentrum steht die Vernichtung des europäischen Judentums während des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus nimmt der Autor die zahlreichen anderen Massenverbrechen und Opfergruppen in den Blick: das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen\, der Mord an Kranken und Menschen mit Behinderungen\, an Sinti und Roma\, an Zivilisten im Rahmen des deutschen Anti-Partisanenkampfes und an vielen anderen Gruppen. Mit dem Überblickswerk tritt die europäische Dimension der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deutlich zutage. \nDieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944 (2008)\, Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945 (2003\, 3. Aufl. 2011) sowie der gemeinsam mit Frank Bajohr verfasste Band Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen\, die NS-Führung und die Alliierten (2006\, 2. Aufl. 2020). \nBabette Quinkert ist Historikerin und Ausstellungskuratorin. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Berlin-Karlshorst. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 10. November:\nveranstaltungen@topographie.de
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LOCATION:Dokumentationszentrum Topographie des Terrors\, Niederkirchnerstraße 8\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:Young Interventions - Unerzählte Geschichte(n)
DESCRIPTION:In der Ausstellung Young Interventions – Unerzählte Geschichte(n) machen junge Menschen durch Kunst auf fehlende Geschichte(n) in der Gedenkstätte Sachsenhausen aufmerksam. In 10 Kunstwerken und 5 Kurzfilmen haben sich Jugendliche und jüngere Erwachsene künstlerisch mit der Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen beschäftigt. \nNach der Begrüßung wird es eine Kurator:innen-Führung mit den Teilnehmenden\, den beteiligten Künstler:innen und der Projektleiterin Marlene Jatsch geben. Die Ausstellungseröffnung findet in Deutsch\nund Englisch statt. \nWenn Sie teilnehmen wollen\, melden Sie sich gerne mit Angabe Englisch oder Deutsch bis 10. November 2022 an. Sie können aber auch gerne spontan vorbeikommen. \nDownload Einladung \n  \nVeranstaltungsort\nGedenkstätte und Museum Sachsenhausen\nStraße der Nationen 22 | 16515 Oranienburg | Besucherinformationszentrum \n\nKontakt\nAnsprechpartner: Marlene Jatsch \n\nE-Mail\njatsch@gedenkstaette-sachsenhausen.de
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SUMMARY:„Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Dr. Valérie Dubslaff\, Rennes\nModeration: Prof. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \nIm Rahmen der Reihe „Rechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart“ \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam) \nBei der historischen Betrachtung extrem rechter Parteien gerät meist aus dem Blick\, dass auch Frauen dort schon immer einen aktiven Part gespielt haben. So auch in der NPD\, die als einst aktivste Partei am rechten Rand insbesondere ehemaligen Nationalsozialistinnen vielfältige Betätigungsfelder bot\, sei es in den Parteistrukturen\, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit\, der ideologischen Zuarbeit oder als Abgeordnete in den Landtagen der Bundesrepublik.\nIn ihrem Buch „Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020 (2022) untersucht Valérie Dubslaff die personellen\, politischen und ideologischen Entwicklungen der NPD seit ihrer Gründung 1964 und fragt dabei nach dem politischen Selbstverständnis der Nationaldemokratinnen in unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Zusammenhängen. Sie zeigt\, dass deren nationalistischer „Kampf für Deutschland” immer auch mit einem innerparteilichen Ringen um weibliche Handlungsmacht in der stark männlich dominierten extremen Rechten einherging. \nValérie Dubslaff ist Associate Professor in der deutschen Geschichte des 20.-21. Jahrhunderts an der Université Rennes 2. Mit der vorliegenden Studie wurde sie an der Sorbonne Université und der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Für die Arbeit wurde Valérie Dubslaff mit dem Dissertationspreis des Deutsch-französischen Historikerkomitees ausgezeichnet. \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 17. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Ausser Kontrolle. Deutschland 1923
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nGrußwort: Stefan Schlögl\, Lektor\, Molden Verlag\nVortrag: Prof. Dr. Peter Longerich\, München\nModeration: Dr. Eva-Maria Schnurr\, Hamburg \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \ntopographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Molden Verlag) \nHyperinflation\, Staatskrise\, Hitler-Putsch – 1923 geriet die junge Weimarer Republik in eine schwere Krise. Die Auseinandersetzungen um die Reparationen führten zur französisch-belgischen Besetzung des Ruhrgebiets. Die deutschen Staatsfinanzen waren zerrüttet. Die allgemeine Verelendung und Erschöpfung hatte erheblich zugenommen. Die Inflation war zur Hyperinflation geworden. Die Wirtschaft drohte zu kollabieren. Extreme linke wie rechte Kräfte bereiteten die gewaltsame Machtübernahme vor. Die Demokratie drohte zu zerbrechen und die Republik auseinanderzufallen oder im Bürgerkrieg zu versinken.\nIn seinem Buch Außer Kontrolle. Deutschland 1923 (2022) zeichnet Peter Longerich die Chronologie dieses Krisenjahrs nach. Dabei analysiert er nicht nur Ursachen und Abläufe\, sondern auch die Folgen: das bis heute anhaltende Inflationstrauma – und den Aufstieg des Nationalsozialismus. \nPeter Longerich war Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London. Zuletzt lehrte er an der Universität der Bundeswehr in München. Zu seinen neueren Publikationen gehören „Davon haben wir nichts gewusst!” Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006)\, die Biographien Heinrich Himmler (2008)\, Joseph Goebbels (2010) und Hitler (2015) sowie Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte (2021). \nEva-Maria Schnurr ist Redakteurin beim SPIEGEL und Leiterin des Ressorts Geschichte. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 21. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Jud Süss. Das lange Leben eines Propagandafilms
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Bill Niven\, Nottingham\nModeration: Dr. Marcus Funck\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag) \nDer Propagandafilm „Jud Süß” (1940) wurde von den Nationalsozialisten gezielt eingesetzt\, um zu antisemitischen Gewalttaten aufzurufen. Nach dem Zweiten Welt-krieg leugnete der Regisseur Veit Harlan jedoch die antisemitische Stoßrichtung des Films.\nIn seinem Buch Jud Süß. Das lange Leben eines Propagandafilms (2022) schildert Bill Niven die intensive Debatte um den Film und die Person Harlans im Nachkriegs-deutschland. Auch auf die bis in die 1970er Jahre erfolgten Aufführungen des Films im Nahen Osten\, die der Verbreitung antiisraelischer Propaganda dienen sollten\, wird der Blick gelenkt. In der Bundesrepublik ist „Jud Süß” inzwischen seit Jahrzehnten als NS-Vorbehaltsfilm eingestuft und kann nur unter strengen Bedingungen gezeigt werden. Der Autor fragt daher auch\, wie längerfristig mit dem Film umzugehen ist. \nBill Niven ist emeritierter Professor für Zeitgenössische Deutsche Geschichte an der Universität Nottingham Trent in England. Zu seinen neueren Publikationen gehören Das Buchenwaldkind. Wahrheit\, Fiktion und Propaganda (2008)\, Die Wilhelm Gustloff. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs (2011\, Hg.)\, Hitler and film: the Führer’s hidden passion (2018) sowie der Aufsatz Jüngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur. Einige Beobachtungen (2021). \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismus-forschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 24. November: veranstaltungen@topographie.de
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