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SUMMARY:Das Jahr 1934 – Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Eine Veranstaltung im  Rahmen der Votragsreihe 12 Jahre\, 3 Monate\, 8 Tage – Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus. \nVortrag\nProf. Dr. Andreas Nachama\, Berlin \nModeration\nKlaus Hesse\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nUnmittelbar nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 2. August 1934 wurden die Ämter von Reichspräsident und Reichskanzler in der Person Adolf Hitlers vereinigt und die Reichswehr auf seine Person vereidigt. Damit war der »Führerstaat« konstituiert. Auch die SS verzeichnete 1934 einen Machtzuwachs. Mit der Übernahme der preußischen Geheimen Staatspolizei im April hatte der »Reichsführer SS« Heinrich Himmler die Leitung aller politischen Polizeien im Reich inne. Ende Juni entmachtete Hitler im Zuge des angeblichen »»«Röhm-Putsches»« und der Ermordung ihrer Führung die SA zugunsten der SS.\nIn seinem Vortrag skizziert Andreas Nachama den Prozess der endgültigen Machtkonsolidierung der NS-Diktatur im Jahr 1934 und zeigt\, wie parallel dazu Zentralisierung und Expansion des nationalsozialistischen Überwachungs- und Terrorapparats verliefen. \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom\, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte\, Religion und Kultur. \nÜber die  Vortragsreihe\nEnde November 201 9 wird Andreas Nachama in den Ruhestand treten. Im Rahmen einer Reihe von 13 Vorträgen\, die am 8. Mai 2018 beginnt\, wird er die einzelnen Jahre des Nationalsozialismus näher beleuchten. Auf der Basis einer zentralen Quelle\, der Berichterstattung der NS-Parteizeitung »Völkischer Beobachter«\, geht er wesentlichen Ereignissen der Jahre und ihrer medialen Vermittlung nach. Dabei wird er auch – nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen als Kind von Überlebenden der Schoa – seinen sehr persönlichen Blick auf diese 12 Jahre\, 3 Monate und 8 Tage NS-Herrschaft über Deutschland und schließlich große Teile Europas darlegen.
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SUMMARY:Für Frieden\, Freiheit und Demokratie: Über die Gründung des Reichsbundes durch Erich Kuttner und die Entwicklung zum Sozialverband SoVD
DESCRIPTION:Auf Initiative des verwundeten Weltkriegssoldaten Erich Kuttner wurde 1917 in Berlin der »Bund der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer« gegründet. Aus ihm erwuchs der Sozialverband Deutschland (SoVD). Es ging dem Gründervater von Beginn an nicht allein um soziale Leistungen. Er wollte auch wachhalten\, was moderner Krieg bedeutet. Deshalb setzte sich die neue Kriegsopferorganisation gleich zu Beginn für die erste deutsche Demokratie\, die Weimarer Republik\, ein. Und dies bedeutete harte Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten leistete Kuttner\, der auch Jude war\, Widerstand\, zunächst als Emigrant in den Niederlanden\, später als Korrespondent im Spanischen Bürgerkrieg. 1942 wurde er von der Gestapo festgenommen und ein halbes Jahr darauf im KZ Mauthausen ermordet. Die Idee Kuttners lebt jedoch weiter: Schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm der von ihm gegründete Sozialverband die Arbeit wieder auf und gestaltet bis heute das politische und gesellschaftliche Leben in Deutschland mit. \n  \nPROGRAMM \nIn seinem Kurzvortrag wird Adolf Bauer\, Präsident des SoVD\, die über 100-jährige Geschichte des Sozialverbandes Revue passieren lassen. Anschließend wird der Kurzfilm »Erich Kuttner gründet den SoVD« gezeigt. Dem Leben und Wirken des Widerstandskämpfers Erich Kuttner wird sich der Berliner Historiker Dr. Kurt Schilde in seinem Vortrag widmen. \n  \nDie Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand\, Zweite Etage\, Saal 2B statt. \nWegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 10. Juni 2018 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
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SUMMARY:»Asoziale« im KZ Sachsenhausen
DESCRIPTION:Anlässlich des 80. Jahrestages der »Aktion Arbeitsscheu Reich« findet in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine öffentlichen Führung zum Thema »›Asoziale‹ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen« mit der Historikerin Dr. Dagmar Lieske statt. \nIm Juni 1938 verschleppten Kriminalpolizisten mehr als 10.000 Menschen in Konzentrationslager. Die reichsweite Verhaftungsaktion richtete sich gegen eine sehr heterogene Gruppe von Menschen\, die von den Nationalsozialisten als »asozial« gebrandmarkt wurde. Unter ihnen befanden sich Personen\, die wegen »Bettelei« und »Landstreicherei« vorbestraft waren\, Wohnungslose und Alkoholkranke\, Zuhälter\, Unterhaltsverweigerer sowie weitere Menschen\, die den Nationalsozialisten aufgrund ihres Lebenswandels unbequem waren. Auch streikende Arbeiter\, jüdische Männer und Sinti und Roma waren von den Verhaftungen betroffen. \nMehr als 6.000 Männer wurden während der Aktion in das KZ Sachsenhausen gebracht. Doch auch nach deren Ende wurden die Verhaftungen fortgesetzt. Insgesamt lassen sich für das KZ Sachsenhausen mehr als 11.100 als »asozial« stigmatisierte Häftlinge nachweisen. Viele von ihnen überlebten die Haft nicht. Sie starben durch Hunger und Krankheiten oder die Gewalt der SS. Während der Führung werden anhand individueller Lebensgeschichten die Hintergründe der Verhaftungen\, das Leben im Lager und der Umgang mit den Opfern nach 1945 geschildert. \nDr. Dagmar Lieske studierte Geschichte\, Politik und Literaturwissenschaften. Sie war als wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin u.a. für die Gedenkstätten Sachsenhausen und Bergen-Belsen tätig. Ihre Dissertation »Unbequeme Opfer? ›Berufsverbrecher‹ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen« erschien 2016 im Metropol-Verlag. Zurzeit forscht sie an der Goethe-Universität Frankfurt über die »Aufarbeitung von Erfahrungen von Betroffenen sexualisierter Gewalt«. \n  \nTeilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro)\nTreffpunkt: Besucherinformationszentrum
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SUMMARY:Kammerkonzert anlässlich der Übergabe des Flügels der Berliner Komponistin Ursula Mamlok (1923-2016)
DESCRIPTION:mit Werken von Ursula Mamlok und Johannes Brahms \n  \nBegrüßung\nDr. Axel Drecoll\, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten \nGrußwort und Moderation\nBettina Brand\, Geschäftsführerin der Mamlok-Stiftung \n  \nDer Flügel der Berliner Komponistin Ursula Mamlok (1923-2016) hat in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen eine neue Bleibe gefunden. Das Instrument\, ein Flügel der amerikanischen Klavierbaufirma Baldwin\, wurde der Gedenkstätte Sachsenhausen von der Dwight und Ursula Mamlok Stiftung als Schenkung anvertraut. Anlässlich der feierlichen Übergabe des Instruments findet am Sonntag\, 17. Juni 2018\, um 17.00 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen ein Kammerkonzert mit Werken von Ursula Mamlok und Johannes Brahms statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. \nUrsula Mamlok wurde 1923 in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren\, wo sie bereits mit 12 Jahren den ersten professionellen Kompositionsunterricht erhielt. 1939 emigrierte die Familie angesichts der nationalsozialistischen Verfolgung nach Ecuador. 1940 erhielt Ursula ein Stipendium an der Mannes School of Music und ging als Siebzehnjährige allein nach New York. Sie studierte in den folgenden Jahren an der Manhattan School of Music\, lehrte hier als Professorin für Komposition und wurde zu einer der bedeutendsten Komponistinnen der USA. 2006 kehrte Ursula Mamlok zurück in ihre Geburtsstadt Berlin. Es gelang ihr mit 83 Jahren noch einmal ein Neustart mit zahlreichen Konzerten in ganz Europa. Es folgten CD-\, Rundfunk- und Fernsehproduktionen\, die Veröffentlichung ihrer Biografie „Time in Flux – Die Komponistin Ursula Mamlok“ und der Dokumentarfilm „Ursula Mamlok Movements“. Ursula Mamlok ist am 4. Mai 2016 in Berlin verstorben und hinterlässt ein rund 75 Werke umfassendes Oeuvre\, darunter Orchester-\, Kammermusik- und Chorwerke. Schon zu Lebzeiten verfügte sie die Gründung der Dwight und Ursula Mamlok Stiftung\, die seit Februar 2017 aktiv ist. \nBei dem Konzert in der Gedenkstätte Sachsenhausenn erklingt zunächst Klavier- und Kammermusik von Ursula Momlok\, die die Konzertbesucher anschließend in einem Kurzfilm kennenlernen können. Den Abschluss bildet das Klaviertrio in H-Dur op. 8 von Johannes Brahms\, einem von Ursula Mamlok besonders geschätzten Komponistenkollegen. Es musizieren Clemens Linder (Violine)\, Adele Bitter (Violoncello)\, Holger Groschopp (Klavier) und Frank Lunte (Saxophon). \n  \nIn Kooperation mit der Dwight und Ursula Mamlok Stiftung\nVeranstaltungsort: Veranstaltungssaal in der ehem. Häftlingswäscherei
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