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SUMMARY:Jud Süss. Das lange Leben eines Propagandafilms
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Bill Niven\, Nottingham\nModeration: Dr. Marcus Funck\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag) \nDer Propagandafilm „Jud Süß” (1940) wurde von den Nationalsozialisten gezielt eingesetzt\, um zu antisemitischen Gewalttaten aufzurufen. Nach dem Zweiten Welt-krieg leugnete der Regisseur Veit Harlan jedoch die antisemitische Stoßrichtung des Films.\nIn seinem Buch Jud Süß. Das lange Leben eines Propagandafilms (2022) schildert Bill Niven die intensive Debatte um den Film und die Person Harlans im Nachkriegs-deutschland. Auch auf die bis in die 1970er Jahre erfolgten Aufführungen des Films im Nahen Osten\, die der Verbreitung antiisraelischer Propaganda dienen sollten\, wird der Blick gelenkt. In der Bundesrepublik ist „Jud Süß” inzwischen seit Jahrzehnten als NS-Vorbehaltsfilm eingestuft und kann nur unter strengen Bedingungen gezeigt werden. Der Autor fragt daher auch\, wie längerfristig mit dem Film umzugehen ist. \nBill Niven ist emeritierter Professor für Zeitgenössische Deutsche Geschichte an der Universität Nottingham Trent in England. Zu seinen neueren Publikationen gehören Das Buchenwaldkind. Wahrheit\, Fiktion und Propaganda (2008)\, Die Wilhelm Gustloff. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs (2011\, Hg.)\, Hitler and film: the Führer’s hidden passion (2018) sowie der Aufsatz Jüngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur. Einige Beobachtungen (2021). \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismus-forschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 24. November: veranstaltungen@topographie.de
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