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SUMMARY:Hirnforschung und nationalsozialistische Verbrechen
DESCRIPTION:Die Zusammenhänge zwischen nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und wissenschaftlichen Sammlungen wurden lange Zeit ausgeblendet. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch und die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie in München nutzten die sich im Nationalsozialismus bietende Gelegenheit\, sich Tausende von Gehirnpräparaten zu beschaffen\, um an ihnen zu forschen. Die damals angelegten Sammlungen gingen nach Kriegsende auf die Max-Planck-Institute für Hirnforschung und für Psychiatrie über. Die Menschen\, deren Gehirne noch jahrzehntelang ohne ihre Zustimmung der Wissenschaft dienten\, waren zu einem großen Teil Opfer der NS-„Euthanasie“\, der systematischen Ermordung von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Weitere Präparate stammten von jüdischen und nichtjüdischen Opfern der deutschen Besatzung vor allem in Polen\, von Kriegsgefangenen\, Zwangsarbeitern und Opfern der NS-Justiz. Eine internationale unabhängige Historikergruppe hat diese Geschichte in einem von der Max-Planck-Gesellschaft finanzierten Projekt umfassend untersucht sowie die Namen und Schicksale von mehr als 1.900 Opfern recherchiert und damit die Grundlage für die würdige Bestattung der menschlichen Überreste auf dem Münchner Waldfriedhof geschaffen. \nIn zwei korrespondierenden Veranstaltungen in Berlin und München präsentieren die Leiter des Forschungsprojekts ihre Ergebnisse mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Zentrum steht die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft\, Ideologie und Politik im Nationalsozialismus und den Nachwirkungen. Welche Rolle spielten Forschende der betroffenen Institute bei den NS-Verbrechen? Warum dauerte die Aufarbeitung so lange\, und wie kann man der Opfer heute und in Zukunft würdig gedenken? \n\n\n\n\n\n\n\n\nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nProf. Dr. Patrick Cramer\, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft\nAlison MacPhail und Carol Day\, Nichten eines Opfers\, UK\n\nVortrag und Diskussion\nProf. Dr. Paul Weindling\, Oxford Brookes University\nProf. Dr. Herwig Czech\, Medizinische Universität Wien\n\n  \nModeration \nProf. Dr. Maike Rotzoll\, Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Philipps-Universität Marburg \n\n\n  \n\n\nAnmeldung>> zur Anmeldung \n\n\nGemeinsam mitMax-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. \n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nDie zweite Veranstaltung findet am 16. November um 19 Uhr in München statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Auch für diese Veranstaltung wird ein Livestream angeboten. >> mehr
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