    BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Orte der Erinnerung 1933 - 1945 - ECPv6.15.11//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://www.orte-der-erinnerung.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Orte der Erinnerung 1933 - 1945
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20180325T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20181028T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20190331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20191027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20200329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20201025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20220327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20221030T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20230326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20231029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250429T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250429T190000
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20250317T123051Z
LAST-MODIFIED:20250317T123051Z
UID:7839-1745953200-1745953200@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Todeslager Sachsenhausen
DESCRIPTION:Einführung: Günter Agde \nNS-Filmdokumente vom Konzentrationslager Sachsenhausen gibt es nicht\, das NS-Regime hatte das Filmen und Fotografieren in seinen Lagern verboten. Auch in dem nachgenutzten Gelände des NKWD-Speziallagers Nr. 7 wurde nicht gedreht – mit Ausnahme des Films Todeslager Sachsenhausen (1946)\, dem ersten deutschen Film über ein nationalsozialistisches Konzentrationslager. Zensur-Dokumente der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) beziehen sich nur auf die Texte\, nicht auf die Bilder. Regisseur Richard Brandt\, der später als Produktionsleiter bei der DEFA arbeitete\, drehte im Sachsenhausen-Gelände\, mied jedoch alle Lokalitäten\, die auf den NKWD-Charakter hinweisen. Eine längere Sequenz – der ehemalige KZ-Häftling Paul Sakowski erklärt sowjetischen Offizieren die Funktion der Genickschussanlage – wurde Brandt von der SMAD bereitgestellt. \nAuszüge aus Todeslager Sachsenhausen tauchen im Dokumentarfilm Berliner Prozeß (1948) auf\, einer Reportage über den Prozess gegen die NS-Führung des Konzentrationslagers Sachsenhausen\, den die SMAD als einzigen Prozess öffentlich veranstaltete und der große Aufmerksamkeit erfuhr. 13 Jahre später\, bei der Eröffnung der Gedenkstätte 1961 organisierte die DDR-Staatsführung eine Demonstration\, die die Befreiung des Konzentrationslagers feierte\, ohne dabei das Speziallager zu erwähnen. In Filmen über diese Veranstaltung\, etwa im DEFA-Augenzeuge Nr. 17 / 1961 und in Gelöbnis von Sachsenhausen\, wurden Materialien aus Brandts Film verwendet. \nGünter Agde ist Filmhistoriker\, Autor und Mitglied von CineGraph Babelsberg.\nEintritt: 5€ \nTodeslager Sachsenhausen \nD (Ost)/SU 1946\, R: Richard Brandt\, K: Otto Baecker\, Schnitt: Ludwig Lober\, M: Boris Blacher\, Kommentar: Karl Schnog\, 37′ · 35mm \nBerlinskij Prozess \nBerliner Prozess. Ein Film über die Gerichtsverhandlung gegen die faschistischen Henker des ehemaligen Todeslagers „Sachsenhausen“ SU 1958\, 26‘ \nDEFA-Augenzeuge Nr. 17 / 1961 DDR 1961\, 10‘ \nGelöbnis von Sachsenhausen DDR 1961\, R/B: Rolf Schnabel\, Sprecher: Wolfgang Heinz\, 13‘ · 35mm \n  \n  \nVeranstaltungsort\nZeughauskino\nPei-Bau\nHinter dem Gießhaus 3\n10117 Berlin
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/todeslager-sachsenhausen/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Film
ORGANIZER;CN="Gedenkst%C3%A4tte und Museum Sachsenhausen":MAILTO:besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250422T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250422T190000
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20250317T121057Z
LAST-MODIFIED:20250317T121057Z
UID:7835-1745348400-1745348400@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Nicht verRecken
DESCRIPTION:Zu Gast: Regisseur Martin Gressmann \nAls im Frühjahr 1945 die Front von Osten aus immer näher an die Lager heranrückt\, beginnen die Todesmärsche nach Westen. Auch die Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen sollen 250 Kilometer weit Richtung Schwerin marschieren; sie sind Geiseln Heinrich Himmlers\, der gegen Hitlers Befehl mit den Alliierten verhandeln will. Siebzig Jahre später begibt sich der Dokumentarfilmer Martin Gressmann in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf Spurensuche\, folgt der Route der Todesmärsche\, befragt Anwohner*innen\, deutet auf Orte des Schreckens\, auf denen sich heute Parkplätze\, Fabriken und stillgelegte Bahngleise befinden\, zeigt eingeritzte Lebenszeichen der entkräfteten Häftlinge im Belower Wald bei Wittstock. Vor allem aber lässt er die letzten noch lebenden Zeitzeug*innen aus Polen\, Frankreich\, der Slowakei\, Belarus und der Ukraine sprechen. „Martin Gressmann horcht und blickt auf das Detail\, gibt acht auf die Topographien und lässt ahnen. Hier erweckt Sachlichkeit echtes Gefühl. So sehen Filme aus\, die uneitel und geduldig Wahrheit suchen.“ \nMartin Gressmann ist Kameramann für Spiel- und Dokumentarfilm\, Regisseur und Produzent. An Nicht verRecken arbeitete er von 2015 bis 2021. Zuletzt war Gressmann Kameramann von Claudia Richarz‘ Portraitfilm Helke Sander: Aufräumen (2023).\nEintritt: 5€ \nNicht verRecken \nD 2021\, R/B/P: Martin Gressmann\, K: Volker Gläser\, Sabine Herpich\, M: Brynmor Jones\, Überlebende: Alexander Nesanel Fried\, Guy Chataigné\, Karol Gydanietz\, Simcha Applebaum\, Marcel Souillerot\, Wladimir Wojewodchenko\, Serge Dimitref\, Eduard Michailovich Simowez\, Otto Ernst Redner\, Josef Tandlich\, Zwi Steinitz\, 110‘ · DCP \n  \nVeranstaltungsort\nZeughauskino\nPei-Bau\nHinter dem Gießhaus 3\n10117 Berlin
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/nicht-verrecken/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Film
ORGANIZER;CN="Gedenkst%C3%A4tte und Museum Sachsenhausen":MAILTO:besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250415T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250415T190000
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20250317T112524Z
LAST-MODIFIED:20250317T112532Z
UID:7833-1744743600-1744743600@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Die Fälscher
DESCRIPTION:Einführung: Naomi Rolef \nIm Konzentrationslager Sachsenhausen existiert ab 1942 eine eigens eingerichtete Werkstatt\, in der jüdische Häftlinge im Auftrag des Sicherheitsdienstes der SS gezwungen werden\, britische Pfundnoten zu kopieren. Mit dem massenhaft verbreiteten Falschgeld soll die britische Wirtschaft geschwächt und eine Inflation ausgelöst werden; außerdem wird das Falschgeld benötigt\, um die Devisennot des nationalsozialistischen Regimes abzumildern. \nBasierend auf den Erinnerungen des ehemaligen jüdischen Häftlings Adolf Burger\, erzählt Die Fälscher von dieser größten Geldfälschungsaktion der Geschichte. Die Aufnahmen des Konzentrationslagers entstanden in Kulissen auf dem Studiogelände in Babelsberg. Inszeniert und gespielt wird die wahre Geschichte so spannend und eindringlich\, dass Die Fälscher dafür mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. Ins Zentrum des Dramas rückt der Gewissenskonflikt der Häftlinge\, denn ihre Fälschungen dienen der Stärkung des Terrorregimes und damit der Verlängerung des Krieges. „Die große Frage des Films ist eine moralische: Wie weit kann und darf man gehen\, um das nackte Leben zu retten? Es ist aber eine Scheinfrage – wer darf sich schon anmaßen\, sie gültig zu beantworten? Diejenigen\, die satt in ihren Sesseln sitzen\, dürfen es gewiss nicht.“ (Anke Westphal\, Berliner Zeitung\, 21.3.2007) \nNaomi Rolef ist Filmwissenschaftlerin und Expertin für das israelische Kino. \nEintritt: 5€ \nDie Fälscher \nAT/D 2007\, R/B: Stefan Ruzowitzky\, K: Benedict Neuenfels\, D: Karl Markovics\, August Diehl\, Devid Striesow\, Martin Brambach\, Tilo Prückner\, Marie Bäumer\, 95‘ · Digital HD \nVeranstaltungsort\nZeughauskino\nPei-Bau\nHinter dem Gießhaus 3\n10117 Berlin \nZurück zur Übersicht
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/die-faelscher/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Film
ORGANIZER;CN="Gedenkst%C3%A4tte und Museum Sachsenhausen":MAILTO:besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250408T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250408T190000
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20250317T112150Z
LAST-MODIFIED:20250317T112150Z
UID:7831-1744138800-1744138800@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939
DESCRIPTION:Einführung: Jan Gympel \nVon 1941 bis 1944 ist der Journalist und Pressefotograf Gunther R. Lys (1907-1990) als politischer Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen und im Außenlager Lieberose inhaftiert. Seine Erfahrungen verarbeitet er in der Erzählung Kilometerstein 12\,6 (1948) über den Todesmarsch Richtung Schwerin\, den er selbst nicht erleiden musste\, und im Drehbuch des NDR-Fernsehfilms Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 (1965). Nüchtern und zurückgenommen beschreibt der Film Rituale wie den Appell\, die Arbeit der Häftlinge\, die Kälte\, die Krankheiten und wiederholten Todesdrohungen\, den Drill und die Schikanen der SS-Wachleute\, aber auch die Konflikte unter den Häftlingen. \nEntstanden zwei Jahre nach dem DEFA-Klassiker Nackt unter Wölfen (1963) über das Konzentrationslager Buchenwald\, steht Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 am Anfang einer neuartigen massenmedialen Auseinandersetzung mit den Verfolgten des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik. Die Ausstrahlung im Mai 1965 in der ARD wird von 46 Prozent der Fernsehzuschauer*innen gesehen. Viele wenden ein\, man könne das Grauen eines Konzentrationslagers gar nicht szenisch darstellen; andere beklagen\, man solle die Vergangenheit endlich ruhen lassen. Solcher Kritik stehen sehr positive Reaktionen gegenüber: „An diesem Report\, einer distanzierten Dokumentation von Evidenz und spiritueller Durchsichtigkeit\, stimmt jedes Detail. Es ist nicht besser zu machen.“ (Walter Jens) \nJan Gympel ist Autor und Kurator von Filmreihen. In der Reihe „Berlin-Film-Katalog“ stellt er monatlich einen Film mit Berlin-Bezug im Cosima-Filmtheater in Berlin-Friedenau vor. \nEintritt: 5€ \nEin Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 \nBRD 1965\, R: Egon Monk\, B: Gunther R. Lys\, Claus Hubalek\, Egon Monk\, D: Josef Fröhlich\, Hartmut Reck\, Hans Stadtmüller\, Heinz Giese\, Eberhard Fechner\, Josef Schaper\, 90‘ · 35mm \n  \nVeranstaltungsort\nZeughauskino \nPei-Bau\nHinter dem Gießhaus 3\n10117 Berlin
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/ein-tag-bericht-aus-einem-deutschen-konzentrationslager-1939/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Film
ORGANIZER;CN="Gedenkst%C3%A4tte und Museum Sachsenhausen":MAILTO:besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190513T181500
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190513T181500
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20190507T101306Z
LAST-MODIFIED:20190507T101306Z
UID:4079-1557771300-1557771300@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Die Entwicklung der NSDAP von einer völkischen Bewegung zu einer modernen Volkspartei
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama\, Berlin\nModeration: Prof. Dr. Martin Sabrow\, Berlin/Potsdam \n\nEintritt frei \nRingvorlesung Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik \n(Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam\, in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum) \nDie NSDAP\, in der Weimarer Republik gegründet\, war zunächst eine völkische Bewegung unter vielen anderen. Nach dem missglückten Putschversuch in München vom 9. November 1923 wurde sie noch im November reichsweit verboten. Im Februar 1925 wurde die Partei neu gegründet. Schon bei den Reichstagswahlen 1928 wurde die NSDAP zu einer zwar kleinen\, aber doch wahrnehmbaren Kraft mit 12 Sitzen. Die meisten Parteien in der Weimarer Republik waren „ein-Punkte-Parteien”\, die eine Klientelpolitik für ihre Zielgruppe machten. Die NSDAP hingegen entwickelte schnell Strategien und Organisationsformen\, die weit über eine genau definierte Zielgruppe hinausgingen. Sie adaptierte für ihre Kampagnen modernste technische Mittler und Errungenschaften mit einer auf Adolf Hitler als Leitfigur zugeschnittenen Agitation. Dabei wurden in unterschiedlichsten Fachschaften auch untereinander widersprechende Ziele formuliert\, die jedoch durch antidemokratische\, antirepublikanische\, nationale\, soziale\, in Teilen antikapitalistische und bedingungslos antisemitische Parolen miteinander verklammert wurden. Dadurch gelang es der NSDAP\, verschiedenste Milieus zu erreichen\, ohne dass es auffiel\, dass einzelne Programmpunkte oder Agitationspunkte einander widersprachen. Der Vortrag versucht\, diese hier erstmals in der deutschen Parteiengeschichte auftretende Organisationsform darzustellen\, die dann später einerseits in die „Volksgemeinschaft”\, andererseits nach 1945 zum Typ der modernen Volkspartei führte. \nAndreas Nachama\, 1951 geboren\, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom\, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte\, Religion und Kultur. \nMartin Sabrow\, 1954 geboren\, ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/die-entwicklung-der-nsdap-von-einer-voelkischen-bewegung-zu-einer-modernen-volkspartei/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Vortrag
ORGANIZER;CN="Topographie des Terrors. Gestapo%2C SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Stra%C3%9Fe":MAILTO:veranstaltungen@topographie.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190128T181500
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190128T181500
DTSTAMP:20260504T115756
CREATED:20190110T115903Z
LAST-MODIFIED:20190110T115903Z
UID:3786-1548699300-1548699300@www.orte-der-erinnerung.de
SUMMARY:Der Weimar-Komplex. Die erste deutsche Republik als Bezugspunkt der politischen Neuordnung im Nachkriegsdeutschland
DESCRIPTION:Vortrag: Dr. Sebastian Ullrich\, München\nModeration: Prof. Dr. Martin Sabrow\, Berlin/Potsdam \nVeranstaltungsort:\nDeutsches Historisches Museum Zeughauskino\nUnter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte \nEintritt frei \nRingvorlesung Weimars Wirkung. Das Nachleben der ersten deutschen Republik \n(Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam\, in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum) \nDie Weimarer Republik\, deren Untergang die meisten Zeitgenossen noch miterlebt hatten\, war die Negativfolie\, vor deren Hintergrund nach 1945 die zweite deutsche Demokratie konzipiert und an der sie seitdem immer wieder ängstlich gemessen wurde. Der Weimar-Vergleich ist gewissermaßen in die DNA der Bundesrepublik eingeschrieben\, was auch seine bis heute andauernde Präsenz erklärt. Doch während heute gerne eine gerade Linie von den „Lehren aus Weimar” zur stabilen Ordnung der Adenauerzeit gezogen wird\, war der demokratische Neubeginn nach 1945 sehr viel umstrittener und kontroverser. Es gab gerade im bürgerlichen Parteienspektrum starke Kontinuitäten zur Parlamentarismus- und Parteienkritik der Weimarer Zeit. Noch in den Länderverfassungsdebatten seit 1946 traten viele für eine berufsständische Einhegung des Parlaments durch eine zweite Kammer ein. Ohne die Alliierten\, die den Rahmen vorgaben\, in dem sich die Neuordnung bewegen konnte\, wäre vermutlich keine liberale parteienstaatliche Demokratie entstanden. Dementsprechend erschien „Bonn” vielen auch „Weimar” viel zu ähnlich zu sein. Der berühmte Buchtitel Fritz René Allemanns „Bonn ist nicht Weimar” war bei Erscheinen des Werks 1956 eher eine Provokation als Common Sense. Es brauchte die Erfolge der Ära Adenauer und die Furcht vor der Sowjetunion\, um die Vorbehalte gegenüber dem westlichen politischen Modell schwinden zu lassen. In den Debatten und dem politischen Streit um Weimar nach 1945 spiegelt sich daher auch das Einleben der Westdeutschen in die bundesrepublikanische Demokratie. \nSebastian Ullrich\, 1975 geboren\, ist Lektor beim Verlag C. H. Beck in München. Er studierte Geschichte\, Philosophie und Politikwissenschaft in Berlin und Cambridge. Für seine Studie Der Weimar-Komplex. Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945–1959 (2009) ist er mit dem Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. \nMartin Sabrow\, 1954 geboren\, ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.
URL:https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/der-weimar-komplex-die-erste-deutsche-republik-als-bezugspunkt-der-politischen-neuordnung-im-nachkriegsdeutschland/
LOCATION:Deutsches Historisches Museum Zeughauskino\, Unter den Linden 2\, 10117 Berlin-Mitte\, Deutschland
CATEGORIES:Gespräch,Vortrag
ORGANIZER;CN="Topographie des Terrors. Gestapo%2C SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Stra%C3%9Fe":MAILTO:veranstaltungen@topographie.de
END:VEVENT
END:VCALENDAR