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SUMMARY:Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration
DESCRIPTION:In seinem Buch Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration (2021) erzählt Stephan Malinowski die Geschichte der Entstehung der Kollaboration zwischen verschiedenen Teilen und Milieus der republikfeindlichen Rechten aus der Perspektive der Familie Hohenzollern. Bis zu ihrem Sturz im November 1918 gehörte sie zu den mächtigsten Familien Europas. Der Autor spannt den Bogen über drei Generationen\, von 1918 bis in die Gegenwart. Er beleuchtet das Agieren der politisch relevanten Mitglieder der Familie innerhalb des republikfeindlichen Milieus\, ihr Verhältnis zur NS-Bewegung\, ihre Arrangements mit dem NS-Staat und ihre Versuche seit 1945\, der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit eine eigene Version ihrer Geschichte zu erzählen. Im Podiumsgespräch wird auch erörtert\, warum die Debatte um die Entschädigungsforderungen der Hohenzollern in den letzten Jahren so viel öffentliche Beteiligung hervorgerufen hat. \nStephan Malinowski unterrichtet europäische Geschichte an der University of Edinburgh. Sein Buch Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat (2003\, 3. durchges. Aufl. 2022) wurde mit dem Hans-Rosenberg-Preis ausgezeichnet. Sein „Gutachten zum politischen Verhalten des ehemaligen Kronprinzen (Wilhelm Prinz von Preußen\, 1882–1951)“\, das er 2014 im Auftrag des Landes Brandenburg erstellte\, spielte in der Diskussion um die von den Hohenzollern geltend gemachten Restitutionsansprüche eine wichtige Rolle. Für seine Monographie Die Hohenzollern und die Nazis erhielt Malinowski den Deutschen Sachbuchpreis 2022. \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation und GesprächDr. Stephan Malinowski\, Edinburgh\, und Dr. Marcus Funck\, Berlin \n\nWannDienstag\, 20. Juni 2023\, 19:00 Uhr \n\nWoTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg
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SUMMARY:Die echten falschen „Hitler-Tagebücher“. Kritische Dokumentation eines geschichtsrevisionistischen Rehabilitierungsversuchs
DESCRIPTION:BuchpräsentationJohn Goetz\, Dr. Heike B. Görtemaker\, Prof. Dr. Hajo Funke (alle Berlin) \n\nModerationProf. Dr. Gideon Botsch (MMZ\, Potsdam) \n\n\n  \n\nGemeinsam mitMoses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien\, März Verlag \n\nReiheRechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart
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SUMMARY:Verfolgung und Widerstand. Häftlinge im Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin
DESCRIPTION:Weitere Informationen folgen \n\n\n\n\n\n\n\nVortragProf. Dr. Johannes Tuchel\, Berlin \n\nModerationDr. Andrea Riedle\, Berlin \n\n\n 
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SUMMARY:Sozialstaat in der Krise. Massenarbeitslosigkeit und der Aufstieg der Nationalsozialisten
DESCRIPTION:Ohne Weltwirtschaftskrise wären Hitler und die NS-Bewegung nicht an die Macht gelangt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg ab Herbst 1929 im Deutschen Reich massiv an. Dennoch wiesen die Sozialhaushalte in den Jahren 1930 bis 1932 teilweise sogar Überschüsse aus. Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 berief Hitler ein „Kabinett der nationalen Einheit“\, in das er maßgebliche rechtskonservative Verbündete aufnahm. Verantwortlich für den Sozialstaat wurde als neuer Reichsarbeitsminister Franz Seldte\, der Führer des „Stahlhelm/Bund der Frontsoldaten“\, der bis 1931 mitgliederstärksten rechtsextremen Miliz der Weimarer Republik.\nIn seinem Vortrag lenkt Rüdiger Hachtmann den Blick auf die Veränderungen des Sozialstaats in der letzten Phase der Weimarer Republik und fragt\, inwieweit bereits vor 1933 ein sozialpolitischer Weg gebahnt wurde\, der ab 1933 „nur“ radikalisiert fortgesetzt wurde. War das Jahr 1933 tatsächlich ein so scharfer Bruch in der staatlichen Sozialpolitik\, wie dies oft unterstellt wird? \nRüdiger Hachtmann ist apl. Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin und Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront (2012) sowie das gerade erschienene zweibändige Werk Vom Wilhelminismus zur Neuen Staatlichkeit des Nationalsozialismus. Das Reichsarbeitsministerium 1918–1945 (2023). \nThomas Schaarschmidt ist apl. Professor an der Universität Potsdam und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\nVortragProf. Dr. Rüdiger Hachtmann\, Berlin \n\nModerationProf. Dr. Thomas Schaarschmidt\, Potsdam
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SUMMARY:Der Holocaust als europäisches Ereignis (II)
DESCRIPTION:Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“\nMit insgesamt 16 Bänden und etwa 5.500 Zeugnissen von Verfolgten\, Tätern und von nicht unmittelbar Beteiligten ist die Dokumentenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ (VEJ) abgeschlossen. Der europäische Maßstab\, die Vielfalt der Perspektiven und Stimmen sowie die eingehende wissenschaftliche Kommentierung und editorische Aufbereitung der Quellen charakterisieren dieses Forschungsunternehmen\, das 2004 begonnen und 2021 beendet wurde.\nKatarina Agathos stellt die Höredition „Die Quellen sprechen“ vor\, begleitet von Lesungen aus Dokumenten. \nKatarina Agathos ist Hörspielproduzentin der ARD und Chefdramaturgin in der Redaktion Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. \nSusanne Heim ist Mitherausgeberin der Edition VEJ und veröffentlichte den 2. Band (2009) und 6. Band (2019) der Reihe. \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortragDie Quellen sprechen. Eine Hördokumentation des Bayerischen Rundfunks auf Grundlage der VEJ\nKatarina Agathos\, München\, Ulrich Lampen\, Straßburg \n\nLesungMichael Rotschopf\, Berlin \n\nModerationPD Dr. Susanne Heim\, Berlin \n\nAnmeldung bis 4. Maiveranstaltungen@topographie.de\nBegrenzte Platzzahl
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SUMMARY:Der Holocaust als europäisches Ereignis (I)
DESCRIPTION:Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“\nMit insgesamt 16 Bänden und etwa 5.500 Zeugnissen von Verfolgten\, Tätern und von nicht unmittelbar Beteiligten ist die Dokumentenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ (VEJ) abgeschlossen. Der europäische Maßstab\, die Vielfalt der Perspektiven und Stimmen sowie die eingehende wissenschaftliche Kommentierung und editorische Aufbereitung der Quellen charakterisieren dieses Forschungsunternehmen\, das 2004 begonnen und 2021 beendet wurde.\nIn der Keynote ordnet Martin Doerry das Projekt in den Kontext von Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur ein. \nMartin Doerry ist Journalist und Buchautor. Von 1998 bis 2014 war er stellvertretender Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. \nUlrich Herbert ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg und Mitherausgeber der Edition VEJ. \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortragMartin Doerry\, Hamburg \n\nModerationProf. Dr. Ulrich Herbert\, Freiburg \n\n\n  \n\nAnmeldung bis 4. Maiveranstaltungen@topographie.de \nBegrenzte Platzzahl
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SUMMARY:Filmpreview „Zentrale des Terrors – Die Nazis und der Massenmord“
DESCRIPTION:Dokumentation\, rbb 2023\, 45 Minuten\nBuch und Regie: Ute Bönnen und Gerald Endres \nIm Frühjahr 1933 wurde in Berlin das preußische Geheime Staatspolizeiamt gegründet. Seinen Sitz hatte dieses neue\, aus der allgemeinen Polizei herausgelöste Amt in der ehemaligen Kunstgewerbeschule in der Prinz-Albrecht-Straße 8. An dem Ort\, an dem sich mit Gestapo\, SS und Reichssicherheitshauptamt während des „Dritten Reichs“ die zentralen Institutionen des NS-Terrors etablierten\, befindet sich seit 1987 die Dokumentation „Topographie des Terrors“.\nAnlässlich des 90. Jahrestags der Gründung der Gestapo präsentiert der Rundfunk Berlin-Brandenburg in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ einen Film über den historischen Ort „Topographie des Terrors“. Im Zentrum steht die Geschichte der Zentralen des NS-Terrors und der von ihnen europaweit verantworteten Unterdrückung\, Verfolgung und Ermordung vieler Millionen Menschen. Der Film bezieht zeitgenössische Tagebuchaufzeichnungen\, Briefe und Protokolle sowie Interviews mit Zeithistorikerinnen und -historikern ein. \nUte Bönnen ist seit 1986 Fernsehjournalistin. Gemeinsam mit Gerald Endres drehte sie zahlreiche Filme\, darunter Der Flughafen Berlin-Tempelhof (2018) für die rbb-Reihe „Geheimnisvolle Orte“ sowie Stalin und die Deutschen (2020). \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors. Er betreut die Dauerausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo\, SS und Reichs-sicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“. \nClaudia Steur ist wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors und Kuratorin der Sonderausstellung „‚Ein Polizeigewahrsam besonderer Art‘. Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin 1933–1945“. \nDer Film „Zentrale des Terrors – Die Nazis und der Massenmord“ wird voraussichtlich am 10. Juli 2023 im ERSTEN und danach im rbb Fernsehen ausgestrahlt. \n\nIm AnschlussPodiumsgespräch mit Ute Bönnen\, Andreas Mix und Dr. Claudia Steur \n\nModerationDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\n  \n\nGemeinsam mitRundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
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SUMMARY:„Ein Polizeigewahrsam besonderer Art“. Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin 1933–1945
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\nGrußwort: Claudia Roth MdB\, Staatsministerin für Kultur und Medien \n\n\nZur Ausstellung: Dr. Claudia Steur\, Kuratorin der Ausstellung \n\n\n\n\nAnmeldungveranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Die Überlebenden vor Gericht. Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)
DESCRIPTION:BuchpräsentationDr. Katharina Stengel\, Frankfurt/M. \n\nModerationDr. Stephanie Bohra\, Berlin \n\nWeitere Informationen in Kürze
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SUMMARY:Holocaust und Kolonialismus – Stand und Perspektiven einer Debatte
DESCRIPTION:Impulsvortrag\n\n\n\n\n\nProf. Dr. Frank Bajohr\, München \n\nPodiumsgesprächProf. Dr. Frank Bajohr\, Dr. Steffen Klävers\, Berlin\, und Dr. Andrea Riedle\, Berlin \n\nModerationDeborah Hartmann\, Berlin \n\n\n\n\nGemeinsam mitGedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
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SUMMARY:Im Bann des Nationalsozialismus. Das protestantische Berlin im Dritten Reich
DESCRIPTION:In seinem gerade erschienenen Buch Im Bann des Nationalsozialismus. Das protestantische Berlin im Dritten Reich (2023) schildert Manfred Gailus die Geschichte des Protestantismus in der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel der Hauptstadtkirche. Der Autor zeigt\, dass diese Geschichte keine Erfolgsgeschichte war. Mittäterschaft mit dem NS-Regime in Gestalt der antisemitischen Deutschen Christen\, Kollaboration mit NSDAP und NS-Staat\, viel Anpassung und wenig Widerstand – so stellt er das Gesamtbild dar. Der Kirchenkampf zerriss den Protestantismus in zwei feindliche Lager: Deutsche Christen und Bekennende Kirche. Dabei drangen NS-Ideen tief in die Kirche ein und formten sie im völkischen Sinn um. Nur wenige Männer und Frauen opponierten. Etliche Pfarrer bejubelten schließlich Hitlers Eroberungskrieg. Das Schlusskapitel lenkt den Blick auf den Umgang der Nachkriegskirche mit einer weithin beschwiegenen und verdrängten Vergangenheit. \nManfred Gailus ist apl. Professor für Neuere Geschichte am Zentrum für Anti-semitismusforschung der Technischen Universität Berlin. 1999 wurde er mit einer Studie über Protestantismus und Nationalsozialismus am Beispiel Berlins habilitiert. Zu seinen neueren Publikationen gehören Mir aber zerriss es das Herz. Der stille Widerstand der Elisabeth Schmitz (2010)\, Täter und Komplizen in Theologie und Kirchen 1933–1945 (2015\, Hg.)\, Friedrich Weißler. Ein Jurist und bekennender Christ im Widerstand gegen Hitler (2017) und Gläubige Zeiten. Religiosität im Dritten Reich (2021). \nStephan Linck ist Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit an der Evangelischen Akademie der Nordkirche. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentationProf. Dr. Manfred Gailus\, Berlin \n\nModerationDr. Stephan Linck\, Hamburg
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SUMMARY:„Euthanasie“ und Holocaust
DESCRIPTION:Neben dem Holocaust zählen die „Euthanasie“-Verbrechen zu den großen national-sozialistischen Massenverbrechen. Ihnen fielen etwa 300.000 Männer\, Frauen und Kinder zum Opfer – nicht nur in Deutschland\, sondern auch in den eroberten Ländern Europas. \nDer Sammelband „Euthanasie“-Verbrechen im besetzten Europa. Zur Dimension des nationalsozialistischen Massenmords (2022) widmet sich der Frage nach den jeweils Verantwortlichen für die Krankenmorde in Ost- und Westeuropa. Untersucht wird auch\, welche Rolle die Mangelwirtschaft im Krieg für die Lebensbedingungen der Opfer und schließlich für ihre Ermordung spielten. In dem Band „Euthanasie“ und Holocaust (2021) lenken die Autorinnen und Autoren den Blick auf die Verflechtungen der beiden Mordprogramme und fragen nach Kontinuitäten\, Kausalitäten und parallelen Entwicklungen. \nJörg Osterloh ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Er ist Mitherausgeber der beiden Bände. \nJan Erik Schulte ist Leiter der Gedenkstätte Hadamar und Privatdozent für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitherausgeber der beiden Bände. \nPeter Klein ist Dekan und Professor für Holocaust Studies an der Touro University\, Campus Berlin. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentationDr. Jörg Osterloh\, Frankfurt/M.\, und\nPD Dr. Jan Erik Schulte\, Hadamar \n  \n\nModerationProf. Dr. Peter Klein\, Berlin
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SUMMARY:Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus
DESCRIPTION:In der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ sind Erinnerungsorte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Ziel ist es\, die Geschichte der frühen Lager bekannter zu machen und durch die Auseinandersetzung mit ihrer Funktion im nationalsozialistischen Herrschaftssystem für heutige antidemokratische Entwicklungen\nzu sensibilisieren. Anlässlich des 90. Jahrestags der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 haben die Mitglieder\nder AG gemeinsam die Ausstellung „Auftakt des Terrors“ erarbeitet. Die heute weithin unbekannte Geschichte der frühen Lager wird damit erstmals für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht. \n  \nBegrüßung Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußworte Philipp Holt\, stellvertretender Museumsleiter der Museen Tempelhof-Schöneberg \nAgathe Conradi\, Leiterin der Museen Treptow-Köpenick \nVortrag „Die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 und die Einrichtung von Konzentrationslagern“ \nDr. Thomas Lutz\, Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors \nIm Anschluss gibt es einen Empfang. \nUm Anmeldung bis 24. Februar 2023 wird gebeten: \nveranstaltungen@topographie.de\nTelefon (030) 25 45 09-0 \nDie Ausstellung steht unter der Schirmherrschaftvon Kulturstaatsministerin Claudia Roth\, MdB.\nSie wird gleichzeitig an mehreren Gedenkorten in Deutschland gezeigt.\nWeitere Stationen der Ausstellung in Berlin:\nGedenkort SA-Gefängnis Papestraße:\n14. März bis 17. September 2023\nGedenkstätte Köpenicker Blutwoche:\n24. Juni bis 21. Dezember 2023
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SUMMARY:Was bedeutet Gedenken?
DESCRIPTION:GrußwortDr. Andrea Genest\, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück \n\nBuchpräsentation und PodiumsgesprächDr. Insa Eschebach\, Fürstenberg/H.\nProf. Dr. Detlef Garbe\, Hamburg\nDr. Thomas Rahe\, Bergen-Belsen \n\nModerationProf. Dr. Elizabeth Harvey\, Nottingham/Berlin \n\nWannDienstag\, 21. Februar 2023\, 19:00 Uhr \n\nGemeinsam mitMahn- und Gedenkstätte Ravensbrück\, Metropol Verlag
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SUMMARY:Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte
DESCRIPTION:Grußwort: Dr. Hans-Georg Golz\, Bonn \n\n\n\nBuchpräsentation: Prof. Dr. Gerhard Paul\, Flensburg\, und Prof. Dr. Michael Wildt\, Berlin \nModeration: Gesa Ufer\, Berlin \n(Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung)\n\n\n\nDie Teilnahme ist vor Ort oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nIn dem Buch Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte (2023) schildern Gerhard Paul und Michael Wildt die Geschichte des Nationalsozialismus als Gesellschafts- und Mediengeschichte. Nationalsozialistische Herrschaft\, Krieg und Massenmord schufen nicht zuletzt eigene Bild- und Tonwelten. Diese multimediale Dimension greifen die Autoren in der Publikation auf: In einer eigens entwickelten App werden den Leserinnen und Lesern mithilfe von Strichcodes im Buch zahlreiche weiterführende Abbildungen\, Videos\, Audio-Dateien\, Texte und Websites in kontextualisierter Form zugänglich gemacht. \nGerhard Paul ist Professor i.R. für Geschichte und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg. Er hat zahlreiche Publikationen zur NS-Täterforschung sowie zur Medialität und Visualität der Geschichte veröffentlicht. \nMichael Wildt ist Professor i.R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte der Gewalt und zum nationalsozialistischen Terror vorgelegt. \nGesa Ufer ist Journalistin. Sie arbeitet als freie Autorin und Hörfunkjournalistin und moderiert Veranstaltungen zu Kultur und Politik.
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SUMMARY:Jüdisches Leben in Stettin vor und nach dem Holocaust
DESCRIPTION:Begrüßung: Uwe Neumärker\, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\nImpulsvortrag: Prof. Dr. Jörg Hackmann\, Stettin/Szczecin\nPodiumsgespräch mit: Prof. Dr. Jörg Hackmann\, Dr. habil. Eryk Krasucki und Róża Król\, alle Stettin/Szczecin\nModeration: Dr. Helga Hirsch\, Berlin \n(Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) \nEintritt frei \nErst seit Anfang des 19. Jahrhunderts war es Jüdinnen und Juden gestattet\, sich dauerhaft in Stettin niederzulassen. Fortan trugen sie wesentlich zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der preußischen Hafenstadt bei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann die systematische Ausgrenzung\, Verfolgung und schließlich Ermordung der jüdischen Bevölkerung Stettins. Einen tiefen Einschnitt markierte am 12./13. Februar 1940 die Deportation von über tausend Jüdinnen und Juden aus dem Regierungsbezirk Stettin in das Generalgouvernement. Es war die erste Deportation aus dem „Altreich” in ein deutsch besetztes Gebiet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Stettin vorübergehend zu einem wichtigen Zentrum der Ansiedlung für polnische Jüdinnen und Juden\, von denen viele jedoch bis Ende der 1960er Jahre Polen verließen. Seit den 1990er Jahren ist das lange vergessene deutsch-polnisch-jüdische Kulturerbe Stettins Thema vielfältiger Kunst- und Theateraktionen sowie fester Bestandteil deutsch-polnischer Bildungs- und Kulturarbeit. \nJörg Hackmann ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Stettin/Szczecin und Leiter des BKM-geförderten Forschungsprojekts „Topographie jüdischen Lebens in Stettin: Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Shoah”. \nEryk Krasucki ist als Historiker an der Universität Stettin/Szczecin tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Nachkriegsgeschichte Stettins und Westpommerns. \nRóża Król ist Vorsitzende der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Juden in Polen\, Abteilung Stettin/Szczecin. \nHelga Hirsch ist Publizistin und Buchautorin. Zu ihren Publikationen gehört Gehen oder bleiben? Juden in Schlesien und Pommern 1945–1957 (2011). \nDie Veranstaltung findet in deutscher und polnischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung angeboten.
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SUMMARY:Klarsfeld: A Love Story
DESCRIPTION:Großbritannien 2022\, 90 Minuten\, OmdU\, Regie: Mike Lerner\, Martin Herring \nNach dem Film stehen Mike Lerner und Martin Herring für Fragen zur Verfügung. \nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nIm Rahmen der Ausstellung „Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen” \n(Gemeinsam mit dem Memorial de la Shoah\, Paris) \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg\nEintritt frei \n„Kiesinger\, Nazi\, abtreten!”\, ruft eine 29-jährige Frau 1968 im Bonner Bundestag dem Bundeskanzler zu. Einige Monate später ohrfeigt Beate Klarsfeld das ehemalige NSDAP-Mitglied in aller Öffentlichkeit. In Paris hat sie den Holocaust-Überlebenden Serge Klarsfeld kennen und lieben gelernt\, der nach dem Studium als Rechtsanwalt und Historiker tätig wird. Zusammen spürt das Paar untergetauchte NS-Verbrecher auf und engagiert sich dafür\, dass diese vor Gericht gestellt werden. Seit Jahrzehnten setzen sich die Klarsfelds für die Opfer der Shoah ein.\nIn einem Mosaik aus Archivmaterial und Zeitzeugnissen zeichnet der Dokumentarfilm Klarsfeld: A Love Story das Leben und Wirken der Klarsfelds sowie ihren bis heute andauernden Kampf für eine wehrhafte Demokratie nach. Im Oktober 2022 feierte der Film beim Filmfest Hamburg seine Premiere. \nMartin Herring ist seit zwanzig Jahren als Regisseur tätig. Er hat hauptsächlich für die BBC\, Channel Four Television und Discovery gearbeitet. \nMike Lerner dreht und produziert seit 1988 Dokumentarfilme\, die auf vielen Festivals weltweit ausgezeichnet wurden.
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SUMMARY:Vor 90 Jahren: Wie kamen die Nationalsozialisten an die Macht?
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Michael Wildt\, Berlin\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nDie deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg lastete von Anfang an auf der neu gegründeten Weimarer Republik. Weit verbreitet war die Unzufriedenheit mit dem Versailler Friedensvertrag von 1919\, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren immens. Im Hyperinflationsjahr 1923 verloren Millionen ihre Ersparnisse\, die Weltwirtschaftskrise ab 1929 bedeutete erneut massive Arbeitslosigkeit und Verarmung. Ab 1930 regierten autoritäre Präsidialkabinette ohne parlamentarische Mehrheit\, während die nationalsozialistische Partei immer mehr Zulauf erhielt. Die erste demokratische Republik Deutschlands wurde zuletzt von einer kleine Gruppe Anti-Demokraten beherrscht\, die für die Machtübertragung an Hitler am 30. Januar 1933 verantwortlich waren. \nMichael Wildt ist Professor i.R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes (2002\, 3. Aufl. 2015) und Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019). Für sein Buch Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918 bis 1945 (2022) wurde er mit dem Preis des Historischen Kollegs ausgezeichnet. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 26. Januar: veranstaltungen@topographie.de 
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SUMMARY:Primo Levi: Ist das ein Mensch?
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Sascha Feuchert\, Gießen\nLesung: Ruth Reinecke\, Schauspielerin\, Berlin \nAnlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \n„Man hat uns die Kleidung\, die Schuhe und selbst die Haare genommen; werden wir reden\, so wird man uns nicht anhören\, und wird man uns auch anhören\, so wird man uns nicht verstehen. Auch den Namen wird man uns nehmen …” \nIst das ein Mensch? Dieses Buch beschreibt das Jahr\, das Primo Levi in Auschwitz verbracht hat: vom Februar 1944 bis zum Januar 1945.\nPrimo Levi (1919–1987) war als Mitglied der italienischen Resistenza festgenommen und als Jude nach Auschwitz deportiert worden. Nach der Rückkehr nach Italien im Herbst 1945 schrieb er seine Erfahrungen als Häftling im Konzentrationslager Auschwitz auf. Nachdem mehrere Verlage das Manuskript abgelehnt hatten\, wurde es 1947 in nur wenigen Exemplaren gedruckt. Erst 1958 fand es in Italien einen neuen Verlag. Seitdem erlangte das Buch weltweit Bekanntheit. \nSascha Feuchert ist Professor für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leiter der dortigen Arbeitsstelle Holocaustliteratur. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 20. Januar 2023: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Weltöffentlichkeit und Diktatur. Die amerikanischen Auslandskorrespondenten im „Dritten Reich”
DESCRIPTION:Grußwort: Georgios Pappas\, Vorsitzender des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland\nBuchpräsentation: PD Dr. Norman Domeier\, Stuttgart/Prag\nModeration: Prof. Dr. Frank Bösch\, Potsdam \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/ \nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dem Verein der Ausländischen Presse in Deutschland e.V.) \nHitlers „Drittes Reich” war keine hermetisch abgeriegelte Diktatur. Vielmehr war das Deutsche Reich bis zum Frühjahr 1945 auf dem globalen Medienmarkt sehr aktiv und gut vernetzt.\nIn seinem Buch Weltöffentlichkeit und Diktatur (2021) nimmt Norman Domeier die amerikanischen Auslandskorrespondenten in Deutschland in den Blick – vom Aufstieg Hitlers in den 1920er Jahren bis zum Nürnberger Prozess 1945/46. Bis zum Dezember 1941 waren sie bei großen politischen Aktionen der Nationalsozialisten vorab informiert und nahmen bei vielen Medienereignissen Schlüsselrollen ein. Auch nach dem Kriegseintritt der USA blieben amerikanische Medien präsent. Norman Domeier zufolge kooperierte Associated Press (AP)\, die bis heute größte Nachrichtenagentur der Welt\, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mit dem nationalsozialistischen Regime. \nNorman Domeier ist Privatdozent für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart und lehrt als DAAD-Gastprofessor für deutsche und europäische Geschichte an der Karls-Universität Prag. \nFrank Bösch ist Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. \nLotta Lundberg und Rob Savelberg sind Mitglieder im Vorstand des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 12. Januar: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Verbotener Umgang mit „Fremdvölkischen”. Kriminalisierung und Verfolgungspraxis im Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nBuchpräsentation:\nDr. Insa Eschebach\, Fürstenberg/H.\, Dr. Christine Glauning\, Berlin\, und Dr. Silke Schneider\, Bielefeld/Berlin\nModeration: Dr. Angelika Königseder\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Metropol Verlag) \nMillionen von Zwangsarbeiterinnen\, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen wurden während des Zweiten Weltkriegs zum Arbeitseinsatz in das Deutsche Reich verbracht. Ihre Arbeitskraft sollte ausgebeutet werden\, gleichzeitig galt die Präsenz der „Fremdvölkischen” im öffentlichen Raum als „volkstumspolitische Gefahr”. Alltägliche Begegnungen\, vor allem am Arbeitsplatz\, konnten nicht verhindert werden. Aber soziale Kontakte\, insbesondere sexuelle Beziehungen\, waren streng verboten und wurden schon bei bloßem Verdacht drakonisch bestraft. \nDas Buch Verbotener Umgang mit „Fremdvölkischen”. Kriminalisierung und Verfolgungspraxis im Nationalsozialismus (2023)\, herausgegeben von Insa Eschebach\, Christine Glauning und Silke Schneider\, erscheint als erster Band der Schriftenreihe „Edition NS-Zwangsarbeit” des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit. \nInsa Eschebach ist Gastwissenschaftlerin am Institut für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin. Von 2005 bis 2020 war sie Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. \nChristine Glauning\, Historikerin\, ist seit 2006 Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin-Schöneweide. \nSilke Schneider ist Vertretungsprofessorin für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Bielefeld. \nAngelika Königseder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 9. Januar: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:„Kämpfen wurde unsere Priorität”. Beate und Serge Klarsfeld und ihr Einsatz gegen das Vergessen
DESCRIPTION:Beate und Dr. Serge Klarsfeld im Gespräch mit Dr. Andrea Riedle \nGrußwort: S.E. François Delattre\, Botschafter der Französischen Republik \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nIm Rahmen der Ausstellung „Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen” \n(Gemeinsam mit dem Memorial de la Shoah\, Paris) \nMehr als 50 Jahre ist es her\, dass Beate Klarsfeld 1968 dem westdeutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige versetzte\, um auf dessen nationalsozialistische Vergangenheit hinzuweisen. Mehr als 40 Jahre ist es her\, dass Serge Klarsfeld 1978 das Buch Mémorial de la déportation des juifs de France(Gedenkbuch der Deportation der Juden aus Frankreich) veröffentlichte. Jahrzehntelang haben sich Beate und Serge Klarsfeld für die Opfer der Shoah eingesetzt und ihren Kampf gegen die Straflosigkeit ehemaliger Verantwortlicher von NS-Verbrechen gerichtet.\nIm Podiumsgespräch werden die Klarsfelds über ihre Beweggründe berichten und die von ihnen durchgeführten Recherchen und Aktionen zur Auffindung von NS-Tätern beleuchten. Reflektiert wird auch\, welche Folgen ihr Engagement hatte und welche Bilanz heute zu ziehen ist. \nBeate Klarsfeld\, 1939 in Berlin geboren\, und der Holocaust-Überlebende Serge Klarsfeld\, 1935 in Bukarest geboren\, lernten sich in Paris kennen. 1963 heirateten sie. Beate Klarsfeld war unter anderem beim Deutsch-Französischen Jugendwerk tätig sowie als „Hausfrau und Aktivistin”\, wie sie sich selbst einmal bezeichnete. Serge Klarsfeld arbeitete nach einem Studium der Politik- und Rechtswissenschaft als Historiker und Rechtsanwalt. Zu ihren gemeinsamen Veröffentlichungen gehören Die Kinder von Izieu (1991) und Erinnerungen (2015). Beate und Serge Klarsfeld wurden durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nDie Veranstaltung findet in deutscher und französischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 1. Dezember: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Jud Süss. Das lange Leben eines Propagandafilms
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Bill Niven\, Nottingham\nModeration: Dr. Marcus Funck\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag) \nDer Propagandafilm „Jud Süß” (1940) wurde von den Nationalsozialisten gezielt eingesetzt\, um zu antisemitischen Gewalttaten aufzurufen. Nach dem Zweiten Welt-krieg leugnete der Regisseur Veit Harlan jedoch die antisemitische Stoßrichtung des Films.\nIn seinem Buch Jud Süß. Das lange Leben eines Propagandafilms (2022) schildert Bill Niven die intensive Debatte um den Film und die Person Harlans im Nachkriegs-deutschland. Auch auf die bis in die 1970er Jahre erfolgten Aufführungen des Films im Nahen Osten\, die der Verbreitung antiisraelischer Propaganda dienen sollten\, wird der Blick gelenkt. In der Bundesrepublik ist „Jud Süß” inzwischen seit Jahrzehnten als NS-Vorbehaltsfilm eingestuft und kann nur unter strengen Bedingungen gezeigt werden. Der Autor fragt daher auch\, wie längerfristig mit dem Film umzugehen ist. \nBill Niven ist emeritierter Professor für Zeitgenössische Deutsche Geschichte an der Universität Nottingham Trent in England. Zu seinen neueren Publikationen gehören Das Buchenwaldkind. Wahrheit\, Fiktion und Propaganda (2008)\, Die Wilhelm Gustloff. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs (2011\, Hg.)\, Hitler and film: the Führer’s hidden passion (2018) sowie der Aufsatz Jüngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur. Einige Beobachtungen (2021). \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismus-forschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 24. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Ausser Kontrolle. Deutschland 1923
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nGrußwort: Stefan Schlögl\, Lektor\, Molden Verlag\nVortrag: Prof. Dr. Peter Longerich\, München\nModeration: Dr. Eva-Maria Schnurr\, Hamburg \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \ntopographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Molden Verlag) \nHyperinflation\, Staatskrise\, Hitler-Putsch – 1923 geriet die junge Weimarer Republik in eine schwere Krise. Die Auseinandersetzungen um die Reparationen führten zur französisch-belgischen Besetzung des Ruhrgebiets. Die deutschen Staatsfinanzen waren zerrüttet. Die allgemeine Verelendung und Erschöpfung hatte erheblich zugenommen. Die Inflation war zur Hyperinflation geworden. Die Wirtschaft drohte zu kollabieren. Extreme linke wie rechte Kräfte bereiteten die gewaltsame Machtübernahme vor. Die Demokratie drohte zu zerbrechen und die Republik auseinanderzufallen oder im Bürgerkrieg zu versinken.\nIn seinem Buch Außer Kontrolle. Deutschland 1923 (2022) zeichnet Peter Longerich die Chronologie dieses Krisenjahrs nach. Dabei analysiert er nicht nur Ursachen und Abläufe\, sondern auch die Folgen: das bis heute anhaltende Inflationstrauma – und den Aufstieg des Nationalsozialismus. \nPeter Longerich war Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London. Zuletzt lehrte er an der Universität der Bundeswehr in München. Zu seinen neueren Publikationen gehören „Davon haben wir nichts gewusst!” Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006)\, die Biographien Heinrich Himmler (2008)\, Joseph Goebbels (2010) und Hitler (2015) sowie Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte (2021). \nEva-Maria Schnurr ist Redakteurin beim SPIEGEL und Leiterin des Ressorts Geschichte. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 21. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:„Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Dr. Valérie Dubslaff\, Rennes\nModeration: Prof. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \nIm Rahmen der Reihe „Rechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart“ \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam) \nBei der historischen Betrachtung extrem rechter Parteien gerät meist aus dem Blick\, dass auch Frauen dort schon immer einen aktiven Part gespielt haben. So auch in der NPD\, die als einst aktivste Partei am rechten Rand insbesondere ehemaligen Nationalsozialistinnen vielfältige Betätigungsfelder bot\, sei es in den Parteistrukturen\, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit\, der ideologischen Zuarbeit oder als Abgeordnete in den Landtagen der Bundesrepublik.\nIn ihrem Buch „Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020 (2022) untersucht Valérie Dubslaff die personellen\, politischen und ideologischen Entwicklungen der NPD seit ihrer Gründung 1964 und fragt dabei nach dem politischen Selbstverständnis der Nationaldemokratinnen in unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Zusammenhängen. Sie zeigt\, dass deren nationalistischer „Kampf für Deutschland” immer auch mit einem innerparteilichen Ringen um weibliche Handlungsmacht in der stark männlich dominierten extremen Rechten einherging. \nValérie Dubslaff ist Associate Professor in der deutschen Geschichte des 20.-21. Jahrhunderts an der Université Rennes 2. Mit der vorliegenden Studie wurde sie an der Sorbonne Université und der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Für die Arbeit wurde Valérie Dubslaff mit dem Dissertationspreis des Deutsch-französischen Historikerkomitees ausgezeichnet. \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 17. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt\nModeration: Dr. Babette Quinkert\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/ \nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nDas neue Buch Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945 (2022) von Dieter Pohl ist als Band 20 des Gebhardt. Handbuch der Deutschen Geschichte erschienen. Im Zentrum steht die Vernichtung des europäischen Judentums während des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus nimmt der Autor die zahlreichen anderen Massenverbrechen und Opfergruppen in den Blick: das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen\, der Mord an Kranken und Menschen mit Behinderungen\, an Sinti und Roma\, an Zivilisten im Rahmen des deutschen Anti-Partisanenkampfes und an vielen anderen Gruppen. Mit dem Überblickswerk tritt die europäische Dimension der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deutlich zutage. \nDieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944 (2008)\, Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945 (2003\, 3. Aufl. 2011) sowie der gemeinsam mit Frank Bajohr verfasste Band Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen\, die NS-Führung und die Alliierten (2006\, 2. Aufl. 2020). \nBabette Quinkert ist Historikerin und Ausstellungskuratorin. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Berlin-Karlshorst. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 10. November:\nveranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Blind. Untergetaucht.
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort: Martina Wiemers\, Deutsche Hörfilm gGmbH\, Berlin \nEinführung und Moderation: Dr. Karoline Georg\, Berlin \nBraille-Lesung mit: Christel Jung\, Silja Korn\, Wolfgang Schmidt-Block und Christian Spremberg (alle Berlin) \n  \nEintritt frei \n„Geliebte Kinder”\, beginnt der lange letzte Brief\, den das jüdische Ehepaar Frey – er blind\, sie sehend – im April und Mai 1942 an die beiden emigrierten Töchter schreibt. Erich und Elsbeth\, beide über 50 Jahre alt\, berichten darin über ihren Alltag unter Entrechtung und Verfolgung durch den NS-Staat und über die drohende Deportation. Im März 1943 konnte das Ehepaar Frey mit Unterstützung von Otto Weidt und seiner Blindenwerkstatt untertauchen. Anfang April 1944 entdeckte die Gestapo durch Verrat ihr letztes Versteck. Erich und Elsbeth Frey wurden deportiert und in Auschwitz ermordet.\nAuf der Basis des 2019 erschienenen Buchs von Kurt Schilde „Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein.” Der Bericht von Erich und Elsbeth Frey an ihre ausgewanderten Töchter (1942) führt Karoline Georg in die Geschichte des Ehepaars Frey ein. Ausgewählte Passagen des Berichts werden von blinden Braille-Vorlesern vorgetragen. Idee und Konzept der Lesung wurden von der seit 2021 bestehenden Arbeitsgruppe „Weidt/Frey” der Deutschen Hörfilm gGmbH entwickelt. \nChristel Jung ist Stenotypistin und Redakteurin für Braille-Medien. Sie nimmt vielfältige Aufgaben in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe wahr. \nSilja Korn ist die erste blinde Erzieherin in Deutschland. Sie ist Kinderbuchautorin\, malt\, fotografiert\, spielt Theater und ist als Redakteurin für Audiodeskription tätig. \nWolfgang Schmidt-Block ist Verwaltungsjurist. Er ist in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe tätig und Mitherausgeber der Monographie Blinde unterm Hakenkreuz. Erkennen\, Trauern\, Begegnen (1991). \nChristian Spremberg ist Radiomoderator\, Braille-Leser und -Vorleser\, u.a. für Rimini Protokoll in Karl Marx: Das Kapital\, Erster Band mit rund 100 Vorstellungen weltweit. \nKaroline Georg\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stif-tung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Leiterin der historisch-politischen Bildungsarbeit im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 3. November: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Dr. Oliver Rathkolb\, Wien\nModeration: Dr. Stephanie Bohra\, Berlin Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \n(Weitere Informationen in Kürze) \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 20. Oktober: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Gehörlose Menschen in der NS-Volksgemeinschaft (Vortrag in Gebärdensprache)
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors\nVortrag: Helmut Vogel\, Frankfurt/M.\nModeration: Dr. Sylvia Wolff\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \nIm Frühjahr 1931 wurde in der Berliner NSDAP eine Ortsgruppe für gehörlose und schwerhörige Menschen gegründet. Nur wenige Monate später entstand die erste Gehörlosen-Truppe in der SA. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss auch der größte deutsche Gehörlosenverein\, der Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands (ReGeDe)\, seinen Anschluss an das neue System und wurde der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt angegliedert. Insbesondere mit der Idee der NS-Volksgemeinschaft verbanden nicht wenige gehörlose Menschen die Hoffnung auf eine zuvor nicht dagewesene Anerkennung als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft. Ihre Hoffnungen wurden schnell enttäuscht. Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses” ordnete die Sterilisierung aller taub geborenen Menschen an. Gehörlose wurden unumstößlich als minderwertige Menschen markiert und ungefähr 15.000 gehörlose Kinder und Erwachsene bis 1945 zwangssterilisiert. Jüdische Gehörlose und Gehörlose mit einer geistigen Behinderung starben entweder im Konzentrationslager oder in Tötungsanstalten. In seinem Vortrag gibt der gehörlose Historiker Helmut Vogel einen Überblick über die Geschichte tauber Menschen im Nationalsozialismus. \nHelmut Vogel\, 1969 geboren\, lebt als freiberuflicher Dozent in Frankfurt/M. und ist Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. (DGB). Er studierte Erziehungswissenschaften\, Geschichte und Gebärdensprache an den Universitäten Hamburg und Wien. 2008 gründete er das Geschichtsbüro Deaf History Now. Er hat diverse Artikel veröffentlicht. Im Kontext des Berliner Themenjahrs 2013 „Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938–1945” erstellte er den Film Die Gehörlosen in der NS-Zeit. \nSylvia Wolff\, 1964 geboren\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Kultur-\, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät an der Humboldt-Universität Berlin. \nDer Vortrag wird in Gebärdensprache gehalten und von Dolmetschenden in die Lautsprache übersetzt. Die Veranstaltung ist für gehörlose und hörende Menschen barrierefrei. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 13. Oktober: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Rachela Auerbach: Schriften aus dem Warschauer Ghetto
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt\, Berlin \nLesung: Eva Gerngroß und Marlon Frank\, beide Berlin\nModeration: Andreas Mix\, Stiftung Topographie des Terrors \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag) \nRachela Auerbach (1899–1976)\, im galizischen Łanowce geboren\, studierte in den 1920er Jahren in Lwów Psychologie und Geschichte. Anschließend lebte sie als Journalistin in Warschau. In dem 1940 dort von den deutschen Besatzern errichteten Ghetto leitete Rachela Auerbach die Suppenküche und arbeitete auch für das Untergrundarchiv von Emanuel Ringelblum. In einem Versteck überlebte sie die Zeit der Deportationen. Im März 1943 konnte sie das Ghetto verlassen.\nDer soeben erschienene Band Rachela Auerbach. Schriften aus dem Warschauer Ghetto (2022)\, bearbeitet von Karolina Szymaniak und aus dem Polnischen übersetzt von Sandra Ewers\, versammelt ein Tagebuch Auerbachs\, verschiedene Notizen\, u.a. die „Monografie einer Volksküche”\, und einen Brief an ihren Neffen. In seinem Vortrag gibt Stephan Lehnstaedt einen Überblick über die Geschichte des Warschauer Ghettos und den Lebensweg von Rachela Auerbach\, die zur ersten Generation der Holocaustforschung zählt. Eva Gerngroß und Marlon Frank lesen Auszüge aus dem Tagebuch. \nStephan Lehnstaedt\, 1980 geboren\, ist Professor für Holocaust-Studien und jüdische Studien am Touro College Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Okkupation im Osten. Besatzeralltag in Warschau und Minsk 1939–1944 (2010)\, Der Kern des Holocaust. Bełżec\, Sobibór\, Treblinka und die Aktion Reinhardt (2017) und Schuld ohne Sühne? Deutschland und die Verbrechen in Polen im Zweiten Weltkrieg (2021\, Hg.). \nEva Gerngroß\, 1999 geboren\, und Marlon Frank\, 1996 geboren\, sind Schauspiel­studierende an der Universität der Künste Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 6. Oktober:\nveranstaltungen@topographie.de 
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