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SUMMARY:Verbotener Umgang mit „Fremdvölkischen”. Kriminalisierung und Verfolgungspraxis im Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nBuchpräsentation:\nDr. Insa Eschebach\, Fürstenberg/H.\, Dr. Christine Glauning\, Berlin\, und Dr. Silke Schneider\, Bielefeld/Berlin\nModeration: Dr. Angelika Königseder\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Metropol Verlag) \nMillionen von Zwangsarbeiterinnen\, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen wurden während des Zweiten Weltkriegs zum Arbeitseinsatz in das Deutsche Reich verbracht. Ihre Arbeitskraft sollte ausgebeutet werden\, gleichzeitig galt die Präsenz der „Fremdvölkischen” im öffentlichen Raum als „volkstumspolitische Gefahr”. Alltägliche Begegnungen\, vor allem am Arbeitsplatz\, konnten nicht verhindert werden. Aber soziale Kontakte\, insbesondere sexuelle Beziehungen\, waren streng verboten und wurden schon bei bloßem Verdacht drakonisch bestraft. \nDas Buch Verbotener Umgang mit „Fremdvölkischen”. Kriminalisierung und Verfolgungspraxis im Nationalsozialismus (2023)\, herausgegeben von Insa Eschebach\, Christine Glauning und Silke Schneider\, erscheint als erster Band der Schriftenreihe „Edition NS-Zwangsarbeit” des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit. \nInsa Eschebach ist Gastwissenschaftlerin am Institut für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin. Von 2005 bis 2020 war sie Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. \nChristine Glauning\, Historikerin\, ist seit 2006 Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin-Schöneweide. \nSilke Schneider ist Vertretungsprofessorin für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Bielefeld. \nAngelika Königseder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 9. Januar: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:„Kämpfen wurde unsere Priorität”. Beate und Serge Klarsfeld und ihr Einsatz gegen das Vergessen
DESCRIPTION:Beate und Dr. Serge Klarsfeld im Gespräch mit Dr. Andrea Riedle \nGrußwort: S.E. François Delattre\, Botschafter der Französischen Republik \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nIm Rahmen der Ausstellung „Beate und Serge Klarsfeld. Der Kampf gegen das Vergessen” \n(Gemeinsam mit dem Memorial de la Shoah\, Paris) \nMehr als 50 Jahre ist es her\, dass Beate Klarsfeld 1968 dem westdeutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige versetzte\, um auf dessen nationalsozialistische Vergangenheit hinzuweisen. Mehr als 40 Jahre ist es her\, dass Serge Klarsfeld 1978 das Buch Mémorial de la déportation des juifs de France(Gedenkbuch der Deportation der Juden aus Frankreich) veröffentlichte. Jahrzehntelang haben sich Beate und Serge Klarsfeld für die Opfer der Shoah eingesetzt und ihren Kampf gegen die Straflosigkeit ehemaliger Verantwortlicher von NS-Verbrechen gerichtet.\nIm Podiumsgespräch werden die Klarsfelds über ihre Beweggründe berichten und die von ihnen durchgeführten Recherchen und Aktionen zur Auffindung von NS-Tätern beleuchten. Reflektiert wird auch\, welche Folgen ihr Engagement hatte und welche Bilanz heute zu ziehen ist. \nBeate Klarsfeld\, 1939 in Berlin geboren\, und der Holocaust-Überlebende Serge Klarsfeld\, 1935 in Bukarest geboren\, lernten sich in Paris kennen. 1963 heirateten sie. Beate Klarsfeld war unter anderem beim Deutsch-Französischen Jugendwerk tätig sowie als „Hausfrau und Aktivistin”\, wie sie sich selbst einmal bezeichnete. Serge Klarsfeld arbeitete nach einem Studium der Politik- und Rechtswissenschaft als Historiker und Rechtsanwalt. Zu ihren gemeinsamen Veröffentlichungen gehören Die Kinder von Izieu (1991) und Erinnerungen (2015). Beate und Serge Klarsfeld wurden durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nDie Veranstaltung findet in deutscher und französischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 1. Dezember: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Jud Süss. Das lange Leben eines Propagandafilms
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Bill Niven\, Nottingham\nModeration: Dr. Marcus Funck\, Berlin \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Verlag) \nDer Propagandafilm „Jud Süß” (1940) wurde von den Nationalsozialisten gezielt eingesetzt\, um zu antisemitischen Gewalttaten aufzurufen. Nach dem Zweiten Welt-krieg leugnete der Regisseur Veit Harlan jedoch die antisemitische Stoßrichtung des Films.\nIn seinem Buch Jud Süß. Das lange Leben eines Propagandafilms (2022) schildert Bill Niven die intensive Debatte um den Film und die Person Harlans im Nachkriegs-deutschland. Auch auf die bis in die 1970er Jahre erfolgten Aufführungen des Films im Nahen Osten\, die der Verbreitung antiisraelischer Propaganda dienen sollten\, wird der Blick gelenkt. In der Bundesrepublik ist „Jud Süß” inzwischen seit Jahrzehnten als NS-Vorbehaltsfilm eingestuft und kann nur unter strengen Bedingungen gezeigt werden. Der Autor fragt daher auch\, wie längerfristig mit dem Film umzugehen ist. \nBill Niven ist emeritierter Professor für Zeitgenössische Deutsche Geschichte an der Universität Nottingham Trent in England. Zu seinen neueren Publikationen gehören Das Buchenwaldkind. Wahrheit\, Fiktion und Propaganda (2008)\, Die Wilhelm Gustloff. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs (2011\, Hg.)\, Hitler and film: the Führer’s hidden passion (2018) sowie der Aufsatz Jüngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur. Einige Beobachtungen (2021). \nMarcus Funck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismus-forschung der Technischen Universität Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 24. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Ausser Kontrolle. Deutschland 1923
DESCRIPTION:Begrüßung: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\nGrußwort: Stefan Schlögl\, Lektor\, Molden Verlag\nVortrag: Prof. Dr. Peter Longerich\, München\nModeration: Dr. Eva-Maria Schnurr\, Hamburg \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \ntopographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Molden Verlag) \nHyperinflation\, Staatskrise\, Hitler-Putsch – 1923 geriet die junge Weimarer Republik in eine schwere Krise. Die Auseinandersetzungen um die Reparationen führten zur französisch-belgischen Besetzung des Ruhrgebiets. Die deutschen Staatsfinanzen waren zerrüttet. Die allgemeine Verelendung und Erschöpfung hatte erheblich zugenommen. Die Inflation war zur Hyperinflation geworden. Die Wirtschaft drohte zu kollabieren. Extreme linke wie rechte Kräfte bereiteten die gewaltsame Machtübernahme vor. Die Demokratie drohte zu zerbrechen und die Republik auseinanderzufallen oder im Bürgerkrieg zu versinken.\nIn seinem Buch Außer Kontrolle. Deutschland 1923 (2022) zeichnet Peter Longerich die Chronologie dieses Krisenjahrs nach. Dabei analysiert er nicht nur Ursachen und Abläufe\, sondern auch die Folgen: das bis heute anhaltende Inflationstrauma – und den Aufstieg des Nationalsozialismus. \nPeter Longerich war Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London. Zuletzt lehrte er an der Universität der Bundeswehr in München. Zu seinen neueren Publikationen gehören „Davon haben wir nichts gewusst!” Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006)\, die Biographien Heinrich Himmler (2008)\, Joseph Goebbels (2010) und Hitler (2015) sowie Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte (2021). \nEva-Maria Schnurr ist Redakteurin beim SPIEGEL und Leiterin des Ressorts Geschichte. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 21. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:„Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Dr. Valérie Dubslaff\, Rennes\nModeration: Prof. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \nIm Rahmen der Reihe „Rechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart“ \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam) \nBei der historischen Betrachtung extrem rechter Parteien gerät meist aus dem Blick\, dass auch Frauen dort schon immer einen aktiven Part gespielt haben. So auch in der NPD\, die als einst aktivste Partei am rechten Rand insbesondere ehemaligen Nationalsozialistinnen vielfältige Betätigungsfelder bot\, sei es in den Parteistrukturen\, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit\, der ideologischen Zuarbeit oder als Abgeordnete in den Landtagen der Bundesrepublik.\nIn ihrem Buch „Deutschland ist auch Frauensache”. NPD-Frauen im Kampf für Volk und Familie 1964–2020 (2022) untersucht Valérie Dubslaff die personellen\, politischen und ideologischen Entwicklungen der NPD seit ihrer Gründung 1964 und fragt dabei nach dem politischen Selbstverständnis der Nationaldemokratinnen in unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Zusammenhängen. Sie zeigt\, dass deren nationalistischer „Kampf für Deutschland” immer auch mit einem innerparteilichen Ringen um weibliche Handlungsmacht in der stark männlich dominierten extremen Rechten einherging. \nValérie Dubslaff ist Associate Professor in der deutschen Geschichte des 20.-21. Jahrhunderts an der Université Rennes 2. Mit der vorliegenden Studie wurde sie an der Sorbonne Université und der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Für die Arbeit wurde Valérie Dubslaff mit dem Dissertationspreis des Deutsch-französischen Historikerkomitees ausgezeichnet. \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 17. November: veranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt\nModeration: Dr. Babette Quinkert\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/ \nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nDas neue Buch Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945 (2022) von Dieter Pohl ist als Band 20 des Gebhardt. Handbuch der Deutschen Geschichte erschienen. Im Zentrum steht die Vernichtung des europäischen Judentums während des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus nimmt der Autor die zahlreichen anderen Massenverbrechen und Opfergruppen in den Blick: das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen\, der Mord an Kranken und Menschen mit Behinderungen\, an Sinti und Roma\, an Zivilisten im Rahmen des deutschen Anti-Partisanenkampfes und an vielen anderen Gruppen. Mit dem Überblickswerk tritt die europäische Dimension der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deutlich zutage. \nDieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944 (2008)\, Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933–1945 (2003\, 3. Aufl. 2011) sowie der gemeinsam mit Frank Bajohr verfasste Band Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen\, die NS-Führung und die Alliierten (2006\, 2. Aufl. 2020). \nBabette Quinkert ist Historikerin und Ausstellungskuratorin. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Berlin-Karlshorst. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 10. November:\nveranstaltungen@topographie.de
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SUMMARY:Blind. Untergetaucht.
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort: Martina Wiemers\, Deutsche Hörfilm gGmbH\, Berlin \nEinführung und Moderation: Dr. Karoline Georg\, Berlin \nBraille-Lesung mit: Christel Jung\, Silja Korn\, Wolfgang Schmidt-Block und Christian Spremberg (alle Berlin) \n  \nEintritt frei \n„Geliebte Kinder”\, beginnt der lange letzte Brief\, den das jüdische Ehepaar Frey – er blind\, sie sehend – im April und Mai 1942 an die beiden emigrierten Töchter schreibt. Erich und Elsbeth\, beide über 50 Jahre alt\, berichten darin über ihren Alltag unter Entrechtung und Verfolgung durch den NS-Staat und über die drohende Deportation. Im März 1943 konnte das Ehepaar Frey mit Unterstützung von Otto Weidt und seiner Blindenwerkstatt untertauchen. Anfang April 1944 entdeckte die Gestapo durch Verrat ihr letztes Versteck. Erich und Elsbeth Frey wurden deportiert und in Auschwitz ermordet.\nAuf der Basis des 2019 erschienenen Buchs von Kurt Schilde „Wahrscheinlich wird das unser Untergang sein.” Der Bericht von Erich und Elsbeth Frey an ihre ausgewanderten Töchter (1942) führt Karoline Georg in die Geschichte des Ehepaars Frey ein. Ausgewählte Passagen des Berichts werden von blinden Braille-Vorlesern vorgetragen. Idee und Konzept der Lesung wurden von der seit 2021 bestehenden Arbeitsgruppe „Weidt/Frey” der Deutschen Hörfilm gGmbH entwickelt. \nChristel Jung ist Stenotypistin und Redakteurin für Braille-Medien. Sie nimmt vielfältige Aufgaben in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe wahr. \nSilja Korn ist die erste blinde Erzieherin in Deutschland. Sie ist Kinderbuchautorin\, malt\, fotografiert\, spielt Theater und ist als Redakteurin für Audiodeskription tätig. \nWolfgang Schmidt-Block ist Verwaltungsjurist. Er ist in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe tätig und Mitherausgeber der Monographie Blinde unterm Hakenkreuz. Erkennen\, Trauern\, Begegnen (1991). \nChristian Spremberg ist Radiomoderator\, Braille-Leser und -Vorleser\, u.a. für Rimini Protokoll in Karl Marx: Das Kapital\, Erster Band mit rund 100 Vorstellungen weltweit. \nKaroline Georg\, Politikwissenschaftlerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stif-tung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Leiterin der historisch-politischen Bildungsarbeit im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 3. November: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Dr. Oliver Rathkolb\, Wien\nModeration: Dr. Stephanie Bohra\, Berlin Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \n(Weitere Informationen in Kürze) \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 20. Oktober: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Gehörlose Menschen in der NS-Volksgemeinschaft (Vortrag in Gebärdensprache)
DESCRIPTION:Begrüßung: Sebastian Schlingheider\, Stiftung Topographie des Terrors\nVortrag: Helmut Vogel\, Frankfurt/M.\nModeration: Dr. Sylvia Wolff\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \nIm Frühjahr 1931 wurde in der Berliner NSDAP eine Ortsgruppe für gehörlose und schwerhörige Menschen gegründet. Nur wenige Monate später entstand die erste Gehörlosen-Truppe in der SA. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss auch der größte deutsche Gehörlosenverein\, der Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands (ReGeDe)\, seinen Anschluss an das neue System und wurde der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt angegliedert. Insbesondere mit der Idee der NS-Volksgemeinschaft verbanden nicht wenige gehörlose Menschen die Hoffnung auf eine zuvor nicht dagewesene Anerkennung als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft. Ihre Hoffnungen wurden schnell enttäuscht. Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses” ordnete die Sterilisierung aller taub geborenen Menschen an. Gehörlose wurden unumstößlich als minderwertige Menschen markiert und ungefähr 15.000 gehörlose Kinder und Erwachsene bis 1945 zwangssterilisiert. Jüdische Gehörlose und Gehörlose mit einer geistigen Behinderung starben entweder im Konzentrationslager oder in Tötungsanstalten. In seinem Vortrag gibt der gehörlose Historiker Helmut Vogel einen Überblick über die Geschichte tauber Menschen im Nationalsozialismus. \nHelmut Vogel\, 1969 geboren\, lebt als freiberuflicher Dozent in Frankfurt/M. und ist Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. (DGB). Er studierte Erziehungswissenschaften\, Geschichte und Gebärdensprache an den Universitäten Hamburg und Wien. 2008 gründete er das Geschichtsbüro Deaf History Now. Er hat diverse Artikel veröffentlicht. Im Kontext des Berliner Themenjahrs 2013 „Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938–1945” erstellte er den Film Die Gehörlosen in der NS-Zeit. \nSylvia Wolff\, 1964 geboren\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Kultur-\, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät an der Humboldt-Universität Berlin. \nDer Vortrag wird in Gebärdensprache gehalten und von Dolmetschenden in die Lautsprache übersetzt. Die Veranstaltung ist für gehörlose und hörende Menschen barrierefrei. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 13. Oktober: veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0) 
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SUMMARY:Rachela Auerbach: Schriften aus dem Warschauer Ghetto
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt\, Berlin \nLesung: Eva Gerngroß und Marlon Frank\, beide Berlin\nModeration: Andreas Mix\, Stiftung Topographie des Terrors \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag) \nRachela Auerbach (1899–1976)\, im galizischen Łanowce geboren\, studierte in den 1920er Jahren in Lwów Psychologie und Geschichte. Anschließend lebte sie als Journalistin in Warschau. In dem 1940 dort von den deutschen Besatzern errichteten Ghetto leitete Rachela Auerbach die Suppenküche und arbeitete auch für das Untergrundarchiv von Emanuel Ringelblum. In einem Versteck überlebte sie die Zeit der Deportationen. Im März 1943 konnte sie das Ghetto verlassen.\nDer soeben erschienene Band Rachela Auerbach. Schriften aus dem Warschauer Ghetto (2022)\, bearbeitet von Karolina Szymaniak und aus dem Polnischen übersetzt von Sandra Ewers\, versammelt ein Tagebuch Auerbachs\, verschiedene Notizen\, u.a. die „Monografie einer Volksküche”\, und einen Brief an ihren Neffen. In seinem Vortrag gibt Stephan Lehnstaedt einen Überblick über die Geschichte des Warschauer Ghettos und den Lebensweg von Rachela Auerbach\, die zur ersten Generation der Holocaustforschung zählt. Eva Gerngroß und Marlon Frank lesen Auszüge aus dem Tagebuch. \nStephan Lehnstaedt\, 1980 geboren\, ist Professor für Holocaust-Studien und jüdische Studien am Touro College Berlin. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt\, darunter Okkupation im Osten. Besatzeralltag in Warschau und Minsk 1939–1944 (2010)\, Der Kern des Holocaust. Bełżec\, Sobibór\, Treblinka und die Aktion Reinhardt (2017) und Schuld ohne Sühne? Deutschland und die Verbrechen in Polen im Zweiten Weltkrieg (2021\, Hg.). \nEva Gerngroß\, 1999 geboren\, und Marlon Frank\, 1996 geboren\, sind Schauspiel­studierende an der Universität der Künste Berlin. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 6. Oktober:\nveranstaltungen@topographie.de 
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SUMMARY:»Bibelforscher – unglaublicher Mut«. Vortrag und Diskussion zu Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im nationalsozialistisch beherrschten Europa
DESCRIPTION:Die christliche Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas\, die sich auch Ernste Bibelforscher nannte\, wurde seit 1933 in Deutschland und ab 1938 auch im nationalsozialistisch beherrschten Europa systematisch verfolgt.\nFast 14.000 Zeugen Jehovas – Frauen und Männer – wurden inhaftiert\, darunter 4.200 in Konzentrationslagern\, wo sie mit einem »lila Winkel« stigmatisiert wurden. Mindestens 1.700 Zeugen Jehovas verloren ihr Leben. Unter ihnen ist die größte Gruppe von Kriegsdienstverweigerern im Nationalsozialismus. Ihr Schicksal trug zur Verankerung des Grundrechts auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz bei.\nAuch im Kommunismus und in vielen autoritären Staaten wurden Zeugen Jehovas im 20. Jahrhundert in Europa verfolgt\, wobei auch NS-Opfer erneut verhaftet und drangsaliert wurden. Noch heute sind sie – etwa in der Russischen Föderation – massiver Repression ausgesetzt. \n  \nBegrüßung \nUwe Neumärker\, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im\nBerliner Raum 2022 und Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas \nVortrag \nDr. Tim B. Müller\, Historiker\, Verband Deutscher Sinti und Roma\, Landesverband Baden-Württemberg und Arnold-Liebster-Stiftung \nPodium \nProf. Dr. Wolfgang Benz\, Historiker\, Sprecher des Beirats der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\nProf. Dr. Detlef Garbe\, Historiker\, ehem. Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen\nDr. Tim B. Müller\, Historiker \nModeration \nDr. Pavla Plachá\, Historikerin\, Institut für die Erforschung totalitärer Regime in Prag\, Leiterin der Abteilung für die Erforschung des Widerstandes 1938–1989 \nDie Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen:\nhttps://www.topographie.de/livestream/\nDie Aufzeichnung ist im Anschluss verfügbar. \nAnmeldung bitte bis zum 28. September 2022: staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de \nEinladungskarte_ZeugenJehovas_4Oktober2022
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SUMMARY:Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
DESCRIPTION:Zwischen Kollaboration und Widerstand. Beiträge des 21. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2020)\nVerena Meier\, Heidelberg\, und Dr. Paula A. Oppermann\, München \nPraktiken der Erinnerung und Wissensproduktion. Beiträge des 22. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2022)\nJanine Fubel\, Berlin\, und Mareike Otters\, Oranienburg \nModeration: Dr. Thomas Lutz\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag) \nEintritt frei \nNahezu jährlich findet eine internationale Fachtagung statt – hervorgegangen aus dem 1994 erstmals durchgeführten Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager –\, die von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden selbständig organisiert wird. Die Referentinnen stellen als beteiligte Herausgeberinnen bzw. Autorinnen die letzten beiden Tagungsbände vor und vermitteln neue Einsichten in das Forschungsfeld national­sozialistischer Lager und ihrer Nachgeschichte. Die Bücher liegen in englischer Sprache vor. \nVerena Meier\, Historikerin\, ist Stipendiatin der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Sie promoviert mit einer Studie über „Kriminalpolizei und Völkermord. Die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma in Magdeburg und die Aufarbeitung durch die Alliierten sowie in der DDR”. \nPaula A. Oppermann\, Historikerin\, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie wurde an der Universität Glasgow mit einer Arbeit über Faschismus und Antisemitismus in Lettland vor und während des Zweiten Weltkriegs promoviert. \nJanine Fubel\, Kulturwissenschaftlerin\, ist Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Stipendiatin der Fondation pour la Mémoire de la Shoah in Paris. Sie arbeitet an einer historischen Studie über die letzte Phase des Konzentrationslagers Sachsenhausen im Jahr 1945. \nMareike Otters\, Historikerin\, ist Veranstaltungs- und Sonderausstellungsreferentin in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen sowie Ausstellungskuratorin. Sie promoviert an der Universität Siegen im Bereich Visual Culture mit einer Arbeit zu Visualisierungen der Verbrechen in KZ-Gedenkstätten.
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SUMMARY:Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Thomas Meyer\, München\, und Prof. Dr. Helmut König\, Aachen/Berlin\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Berlin \n  \nDer Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann begann am 11. April 1961 in Jerusalem. Bereits Mitte Dezember 1961 sprach das Gericht ihn schuldig und verurteilte Eichmann für die Organisation des Holocaust zum Tode. Unter den zahlreichen Prozessbeobachterinnen und -beobach­tern aus aller Welt befand sich auch Hannah Arendt. Ihr Prozessbericht erschien zunächst 1963 in der Zeitschrift New Yorker und wurde im gleichen Jahr in den USA und Großbritannien in Buchform veröffentlicht. Im Jahr darauf publizierte der Piper Verlag\, München\, die von Arendt durchgesehene Übersetzung. Bei ihrem Erscheinen löste die Reportage in den USA\, Israel und Deutschland heftige Kontroversen aus – und wurde zu einem Klassiker wie kaum ein anderes vergleichbares Werk zur Zeitgeschichte und ihrer Deutung. \nThomas Meyer\, 1966 geboren\, ist Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist Herausgeber der Studienausgabe der Schriften Hannah Arendts\, in der bereits sechs Bände erschienen sind. Insgesamt sind 12 Bände geplant. \nHelmut König\, 1950 geboren\, ist Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Für die Neuedition von Hannah Arendts Buch Eichmann in Jerusalem (2022) hat er ein ausführliches Nachwort verfasst. \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 15. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Albert Speer. Das Ende einer Legende
DESCRIPTION:Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Jörn Düwel\, Hamburg\, Dr. Isabell Trommer\, Hamburg\, und Prof. Dr. Jens-Christian Wagner\, Weimar \nModeration: Dr. Martina Christmeier\, Nürnberg \n  \nIm Rahmen der Sonder­ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit” \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände der Stadt Nürnberg) \nNach der Entlassung aus dem alliierten Militärgefängnis in Berlin-Spandau 1966 war Albert Speer (1905–1981) bis zu seinem Tod in der Öffentlichkeit als Zeitzeuge präsent und betätigte sich in der Bundesrepublik Deutschland als Entlastungszeuge. Seine Erinnerungen (1969) und Spandauer Tagebücher (1975)\, in denen er sich als unpolitischer Fachmann und verführter Bürger darstellte\, wurden zu internationalen Bestsellern. Heute ist durch die historische Forschung offengelegt\, dass Speer einer der Hauptverbrecher im nationalsozialistischen Herrschaftssystem war.\nIm Podiumsgespräch werden die „zweite Karriere” Speers in der Nachkriegszeit sowie seine Falschdarstellungen und Rechtfertigungsstrategien diskutiert. Gefragt wird auch nach dem Wandel der öffentlichen Wahrnehmung Speers von den 1960er Jahren bis heute. Welche Rolle spielten damalige gesellschaftspolitische Debatten\, die einer kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit entgegenstanden? Welche Fragen stellen sich heute? \nJörn Düwel\, 1965 geboren\, ist Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der HafenCity Universität Hamburg. Er ist Mitverfasser des Bandes Baukunst und Nationalsozialismus (2015). In der Ausstellung beantwortet er die Frage: Ist Speer ein unpolitischer Architekt? \nIsabell Trommer\, 1985 geboren\, ist Geschäftsführerin des Verlags Hamburger Edition. Sie wurde 2015 mit der Studie Rechtfertigung und Entlastung. Albert Speer in der Bundesrepublik promoviert.  In der Ausstellung beantwortet sie die Frage: Wie wird Speer in der Bundesrepublik wahrgenommen? \nJens-Christian Wagner\, 1966 geboren\, ist Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In der Ausstellung beantwortet er die Frage: Welche Rolle spielt Speer beim Einsatz von Zwangsarbeitern? \nMartina Christmeier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände der Stadt Nürnberg und Kuratorin der Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 8. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Speer und Er. Nürnberg – Der Prozess
DESCRIPTION:Doku-Drama (Teil 2)\, Deutschland 2005\, 90 Minuten\, Regie: Heinrich Breloer \nGespräch zum Film mit:\nDr. Heinrich Breloer (per Video zugeschaltet)\, Köln\, und Andreas Mix\, Berlin \n  \nIm Rahmen der Sonder­ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit” \n(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände der Stadt Nürnberg) \nIm Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess verurteilte der Internationale Militärgerichtshof Albert Speer (1905–1981) zu 20 Jahren Haft. Am 1. Oktober 1966 wurde der einstige Architekt Hitlers und spätere Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion aus der alliierten Strafanstalt in Berlin-Spandau entlassen.\nHeinrich Breloer realisierte 2004/05 mit Speer und Er. Hitlers Architekt und Rüstungsminister ein dreiteiliges Filmprojekt. Der erste Teil des Films „Germania – der Wahn” widmet sich der Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin. Der zweite Teil „Nürnberg – Der Prozess” zeigt\, wie es Albert Speer gelang\, durch allgemeine Schuld­bekennt­nisse seine Beteiligung an den NS-Verbrechen zu verschleiern und damit einem Todesurteil durch den Internationalen Militärgerichtshof zu entgehen. Der dritte Teil lenkt den Blick auf die Haftzeit Speers: „Spandau – Die Strafe”. Als Doku-Drama ist die Fernsehproduktion durch einen Wechsel von dokumentarischem Filmmaterial\, Spielszenen und Interviewsequenzen bestimmt. Hinzu kommt eine Dokumentation „Nachspiel – Die Täuschung”\, die die Speer-Legende vom „guten Nazi” dekonstruiert. Heinrich Breloer hat Albert Speer 1981\, kurz vor dessen Tod\, noch persönlich kennengelernt. Für das Filmprojekt hat er auch Interviews mit Speers Kindern geführt. \nHeinrich Breloer\, 1942 geboren\, ist Darsteller\, Drehbuchautor\, Regisseur und Produzent. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Philosophie und arbeitete zunächst als freier Film- und Fernsehkritiker. In Co-Regie mit Horst Königstein realisierte er mehrere Doku-Dramen. Zu seinen vielfach preisgekrönten Filmen zählt Todesspiel (1996/97) und der Vierteiler Die Manns. Ein Jahrhundertroman (2001). Nach dem Doku-Drama Speer und Er (2004/05) folgten der Spielfilm Buddenbrooks (2007/08) sowie der TV-Zweiteiler Brecht (2017-19). \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topo­graphie des Terrors. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 1. September:\nveranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)
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SUMMARY:Das Ringen der Ukraine um den eigenen Staat zwischen 1918 und der Gegenwart
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Frank Golczewski\, Hamburg\nModeration: Prof. Dr. Wolfgang Benz\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung) oder per Livestream möglich: \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg\nEintritt frei \nwww.topographie.de/livestream/\nDer Stream ist anschließend 14 Tage abrufbar. \nBereits wenige Jahre nach dem Beginn seiner Präsidentschaft im Jahr 2000 bestritt Russlands Präsident Putin die Staatlichkeit der Ukraine. Tatsächlich hat es die Ukraine\, die im Januar 1918 ihre Unabhängigkeit erklärte\, bis zum Zerfall der Sowjetunion nicht geschafft\, für längere Zeit einen Staat zu bilden. Auch die Sowjet-Ukraine genoss nur in den 1920er Jahren gewisse kulturelle Freiheiten. Warum das so war\, soll im Vortrag dargestellt werden. Gemischte Bevölkerungs­verhältnisse ließen sich ebenso wie die historische Genese der ukrainischen Eigenständigkeit verschieden interpretieren und nutzen. Deutschland sah in der Ukraine 1918 ein Gebiet zum Ausbeuten und während der NS-Zeit einen Teil des zu erobernden „Lebensraums“. Aber auch die ukrainischen Nationalisten radikalisierten sich in der Zwischenkriegszeit und begingen während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Herrschaft Massenmorde. Eine wirklich unabhängige\, zudem „europäische“ Ukraine kollidiert mit den geopolitischen Phantasien der russischen Politik und eines Teils der russischen Intellektuellen. \nFrank Golczewski\, 1948 geboren\, ist Prof. i.R. für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Neuere Geschichte Polens\, Russlands/der Sowjetunion und der Ukraine. Zu seinen Veröffentlichungen gehören die Bände Geschichte der Ukraine (1993\, Hg.) und Deutsche und Ukrainer 1914–1939 (2010) sowie die Aufsätze Die Dilemmata der ukrainischen Erinnerung (2014) und Unterschiedliche Geschichtsnarrative zur Ukraine im Kontext der aktuellen Krise (2018). In dem von Wolfgang Benz 2022 herausgegebenen Band Deutsche Herrschaft. Nationalsozialistische Besatzung in Europa und die Folgen ist er mit dem Beitrag Illusionen\, Ausbeutung\, Massenmord: Die Ukraine vertreten. \nWolfgang Benz\, 1941 geboren\, ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin und war Leiter des dortigen Zentrums für Antisemitismusforschung. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 30. Juni: veranstaltungen(at)topographie.de \n 
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SUMMARY:„Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes”. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945
DESCRIPTION:Vortrag: Dr. Jörg Osterloh\, Frankfurt/M.\nModeration: Dr. Christoph Kreutzmüller\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \n(Gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut) \nBereits im Februar 1920 forderte die NSDAP den Kampf gegen eine „zersetzende“ Kunst und Literatur und den Ausschluss von Juden aus dem Journalistenberuf. Das grundsätzliche Ziel lautete: Alle Juden und alles „Jüdische“ sollten aus dem deutschen Kulturleben entfernt werden.\nIn seinem Buch über die „Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes“. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945 (2020) untersucht Jörg Osterloh den Ausschluss von Jüdinnen und Juden aus Kunst\, Musik\, Literatur\, Theater und Film – von der Gründung der NSDAP bis zur Ermordung jüdischer Künstler im Holocaust. Dabei spannt er den Bogen von der frühen antijüdischen Propaganda und den ersten Allianzen der NSDAP mit bürgerlich-konservativen Parteien in Stadträten bis zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele der NSDAP in der Regierungsverantwortung\, zunächst ab 1930 auf Länder-\, ab 1933 auf Reichsebene. Neben den Institutionen des NS-Staats gilt der Blick auch dem Jüdischen Kulturbund\, der jüdischen Künstlerinnen und Künstlern Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und Darbietungen für ein jüdisches Publikum bot. \nJörg Osterloh\, 1967 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut und Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Publikationen gehören Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938–1945 (2006)\, Unternehmer und NS-Verbrechen. Wirtschaftseliten im „Dritten Reich“ und in der Bundesrepublik Deutschland (2014) sowie „Euthanasie” und Holocaust. Kontinuitäten\, Kausalitäten\, Parallelitäten (2021\, Mithg.). \nChristoph Kreutzmüller\, 1968 geboren\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 23. Juni: veranstaltungen@topographie.de 
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SUMMARY:Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik”
DESCRIPTION:Am Freitag\, den 24. Juni\, um 15 Uhr gibt es die Gelegenheit\, an einer Führung durch die Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit” mit dem Kurator der Ausstellung Dr. Alexander Schmidt teilzunehmen. Wir bitten um Anmeldung: veranstaltungen@topographie.de. Treffpunkt ist beim Empfang im Foyer. \n\nzurück
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SUMMARY:Medizinversuche in Auschwitz. Clauberg und die Frauen von Block 10
DESCRIPTION:Dokumentarfilm\, Regie: Sonya Winterberg und Sylvia Nagel\, Deutschland 2019\, 52 Minuten \nBegrüßung: Uwe Neumärker\, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\, Berlin \nGespräch zum Film mit: Dr. Sylvia Nagel\, Berlin\, und Dr. Astrid Ley\, Oranienburg \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 25. Mai 2022: veranstaltungen@topographie.de \nEintritt frei
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SUMMARY:Unsere Nachkriegseltern. Wie die Erfahrungen unserer Väter und Mütter uns bis heute prägen
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Miriam Gebhardt\, München/Konstanz\nModeration: Shelly Kupferberg\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 19. Mai 2022: veranstaltungen@topographie.de \n(Gemeinsam mit der Deutschen Verlags-Anstalt)
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SUMMARY:Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918–1945
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Prof. Dr. Michael Wildt\, Berlin\nModeration: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 12. Mai 2022: veranstaltungen(at)topographie.de \n(Gemeinsam mit dem Verlag C. H. Beck)
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SUMMARY:Im Fokus der Kamera. Fotografien aus dem Getto Lodz
DESCRIPTION:Buchpräsentation: Dr. Tanja Kinzel\, Berlin \nModeration: Dr. Ulrich Prehn\, Berlin \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg \nEintritt frei \nMit der Bitte um Anmeldung: veranstaltungen@topographie.de \n(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag)
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SUMMARY:Vortragsreihe: Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939 -1945
DESCRIPTION:Auf dem Höhepunkt der deutschen Machtausdehnung im Zweiten Weltkrieg lebten zwischen Nordnorwegen und den griechischen Mittelmeerinseln sowie der französischen Atlantikküste und Gebieten tief im Inneren der S owjetunion ungefähr 230 Millionen Menschen unter deutscher Besatzung. Sie alle mussten sich in verschiedener Weise mit der Besatzungsmacht auseinandersetzen\, die tief in ihren Alltag eingriff. \nAlltagserfahrungen und Überlebensstrategien der Lokalbevölkerungen in den von der Wehrmacht besetzten Regionen Europas standen durchweg unter Gewaltbedingungen. Im Fokus der Vortragsreihe stehen Themenschwerpunkte wie Mangelerfahrungen und Versorgung\, Arbeit und Ausbeutung\, Wohnungsnot und Stadtzerstörung. Gefragt wird auch nach Kriegsbeziehungen zwischen deutschen Männern und einheimischen Frauen\, nach den Möglichkeiten von Freizeitgestaltung unter deutscher Besatzung sowie nach den Handlungsspielräumen ansässiger Lokalverwaltungen. \nDie Reihe mit Vorträgen ausgewiesener Expertinnen und Experten\, begleitet von einer Lesung bislang weitgehend unbekannter historischer Quellen\, beleuchtet das Leben unter deutscher Besatzung\, zeigt Erfahrungsdimensionen in europäischer Perspektive auf und wirft dabei auch ein Schlaglicht auf die besondere Situation jüdischer Menschen\, die als Besetzte und als Juden von den Maßnahmen der Besatzer in doppelter Weise betroffen waren. Besondere Berücksichtigung werden dabei Erfahrungen wie die des plötzlichen Umschlagens zwischen vermeintlicher (Besatzungs-) Normalität und brutaler NS -Herrschaft finden. \nDie Vortragsreihe basiert auf Ergebnissen des laufenden Forschungs- und Editionsprojekts »S ocieties under German Occupation – Experiences and Everyday Life in World War II«\, das unter der Leitung von Tatjana Tönsmeyer steht. Mit einer vergleichenden Perspektive werden nicht zuletzt jüngere Trends der internationalen Forschung aufgenommen und zur Diskussion gestellt. \n  \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n14. September 2021\, 19 Uhr\nHunger und Mangelversorgung. Leben und Überleben im besetzten Europa 1939–1945 \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nEinführung und Moderation\nProf. Dr. Peter Haslinger\, Direktor des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg; Justus-Liebig-Universität Gießen \nLesung\nAnette Daugardt\, Berlin \nPodiumsgespräch\nProf. Dr. Peter Romijn\, Forschungsdirektor des Instituts für Kriegs-\, Holocaust- und Genozidforschung (NIOD); Universität von Amsterdam \nProf. Dr. Włodzimierz Borodziej\, Historisches Institut\, Universität Warschau \nProf. Dr. Tatjana Tönsmeyer\, Historisches Seminar\, Bergische Universität Wuppertal \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n26. Oktober 2021\, 19 Uhr\nErfassung\, Pflicht\, Zwang. Arbeitskräfte als Ressource unter deutscher Besatzung in Europa \nVortrag\nProf. Dr. Elizabeth Harvey\, Department of History\, University of Nottingham\, UK \nModeration\nDr. Marc Buggeln\, Bremen \n  \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n23. November 2021\, 19 Uhr\nFrauen und Männer im Krieg. Europäische Erfahrungsgeschichten \nVortrag\nProf. Dr. Maren Röger\, Universität Augsburg / Bukowina-Institut \nModeration\nDr. Andrea Genest\, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück\, Fürstenberg/H. \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n11. Januar 2022\, 19 Uhr\nEnge\, Kälte\, Dunkelheit. Wohnungsnot\, Entvölkerung und Stadtzerstörung als europäische Besatzungserfahrungen im Zweiten Weltkrieg \nVortrag\nProf. Dr. Tatjana Tönsmeyer\, Historisches Seminar\, Bergische Universität Wuppertal \nModeration\nProf. Dr. Stefanie Schüler-Springorum\, Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n22. Februar 2022\, 19 Uhr\nDie Gleichzeitigkeit der Besatzung. Liebe\, Spiele und unbesetzte Zeit im Zweiten Weltkrieg \nVortrag\nProf. Dr. Nicholas Stargardt\, Department of History\, Magdalen College\, University of Oxford \nModeration\nProf. Dr. Tatjana Tönsmeyer\, Historisches Seminar\, Bergische Universität Wuppertal \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDer Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. \nVeranstalter:\nEine Veranstaltungsreihe der Stiftung Topographie des Terrors und Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer (Bergische Universität Wuppertal) in Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. \nWir hoffen\, dass alle Veranstaltungen wie geplant im Auditorium stattfinden können. Bitte informieren Sie sich vor den jeweiligen Terminen nochmals unter www.topographie.de.
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SUMMARY:Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte
DESCRIPTION:Grußwort: Kai Pätzke\, Programmplanung Zeitgeschichte\, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage\nBuchpräsentation: Jürgen Gückel\, Journalist und Autor\, Stederdorf bei Peine\nModeration: Dr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nAls Führer der SS-Wachmannschaften wurde Friedrich Hartjenstein (1905–1954) im September 1942 nach Auschwitz versetzt. Von November 1943 bis Mai 1944 war er Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau\, danach Kommandant des Lagers Natzweiler-Struthof im Elsass. 1939 hatte der Berufssoldat von der Wehrmacht zur Waffen-SS gewechselt und fortan am Krieg gegen Polen und die Sowjetunion teilgenommen. Nach Kriegsende wurde Hartjenstein in mehreren Prozessen britischer und französischer Militärgerichte insgesamt dreimal zum Tode verurteilt. Kurz vor seinem Tod 1954 begnadigte ihn der französische Staatspräsident\, nachdem Hartjenstein alle gegen ihn verhängten Urteile anerkannt hatte.\nIn seinem Buch Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte (2021) rekonstruiert Jürgen Gückel den Lebensweg des im niedersächsischen Peine geborenen KZ-Kommandanten Friedrich Hartjenstein. Einbezogen sind die Forschungen des Großneffen Werner H. zum Leben seines Großonkels „Fritz” und dessen Verstrickungen in die nationalsozialistischen Verbrechen.
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SUMMARY:„Wir haben uns in einem offenen Dachstuhl versteckt”. Zeitzeugenberichte über die Verfolgung und Ermordung jüdischer Familien in Tarnów 1939–1945
DESCRIPTION:Vorträge: Dr. Margit Berner\, Wien\, und Dr. Ulrich Baumann\, Berlin\nLesung: Daria Lik und Marlon Frank (beide Berlin)\nModeration: Dr. Stephanie Bohra\, Berlin \nBegleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów” \n(Gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum Wien und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Enge. Kälte. Dunkelheit. Wohnungsnot\, Entvölkerung und Stadtzerstörung als europäische Besatzungserfahrungen im Zweiten Weltkrieg
DESCRIPTION:Vortrag: Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer\, Wuppertal\nModeration: Prof. Dr. Schüler-Springorum\, Berlin \nLivestream:\nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nVortragsreihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945” \n(Gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\, konzipiert mit Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer\, Historisches Seminar\, Bergische Universität Wuppertal) \n(Weitere Informationen in Kürze)
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SUMMARY:Gläubige Zeiten. Religiosität im Dritten Reich
DESCRIPTION:Grußwort: Miriam Eisleb\, Herder Verlag\, Berlin \nVortrag: Prof. Dr. Manfred Gailus\, Berlin\nModeration: Prof. Dr. Thomas Großbölting\, Hamburg \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung*) oder per Livestream möglich: \n  \nhttps://www.topographie.de/livestream/ \n(Gemeinsam mit dem Herder Verlag) \nWoran glaubten die 65 Millionen Deutschen im „Dritten Reich”? Welche Rolle spielte die „religiöse Frage” für Bestand und Stabilität des nationalsozialistischen Regimes?\nIn seinem gerade erschienenen Buch Gläubige Zeiten. Religiosität im Dritten Reich (2021) zeigt Manfred Gailus\, dass die NS-Zeit nicht\, wie bisher weithin angenommen\, vor allem von Säkularisierungsprozessen oder auch von „Gottlosigkeit” bestimmt war. Etwa 95 Prozent der Bevölkerung gehörten den beiden großen christlichen Konfessionen an. Zu gleicher Zeit gab es Millionen von Männern und Frauen\, die die nationalsozialistische Partei wählten und später Parteimitglieder wurden. Für viele Zeitgenossen standen Christentum und NS-Weltanschauung im Gegensatz zueinander. Zahlreiche andere hielten jedoch beide Positionen für miteinander vereinbar. Vielfältige religiöse Erneuerungen prägten daher die Zeit\, für die eine Gemengelage von christlichen Traditionsbeständen und einem völkisch-politischen Neuglauben charakteristisch war. \n\n*Anmeldung: \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort ist eine Anmeldung bis 6.12.2021 erforderlich: veranstaltungen(at)topographie.de\nBitte übermitteln Sie mit Ihrer Anmeldung folgende Angaben (ggf. auch für Ihre Begleitung):\nVorname und Name\, E-Mail-Adresse oder Postanschrift\, Telefon.\nBei Anmeldung per E-Mail erhalten Sie nach Anmeldeschluss eine Teilnahmebestätigung. \nFür den Zutritt ins Gebäude gilt die 2G-Regel. Sie benötigen ein COVID-19 EU-Zertifikat (QR-Code in Papierform oder digital) über \n– eine seit 14 Tagen abgeschlossene Corona-Schutzimpfung oder\n– die Genesung\, mindestens 28 Tage\, höchstens sechs Monate zurückliegend. \nHalten Sie bitte das EU-Zertifikat (auf Ihrem Mobilgerät oder als Ausdruck) sowie einen Lichtbildausweis bereit. \nDas gelbe Impfbuch der WHO reicht als Nachweis für den Zutritt nicht aus. \nWährend des gesamten Aufenthalts im Gebäude ist eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. \nBitte informieren Sie sich vor der Veranstaltung nochmal über die aktuell geltenden Zugangsbestimmungen für Veranstaltungen.
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SUMMARY:Jüdisches Leben in Breslau vor und nach dem Holocaust
DESCRIPTION:Begrüßung: Uwe Neumärker\, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas \nImpulsvortrag: Jun.-Prof. Dr. Tim Buchen\, Dresden \nPodiumsgespräch mit: Jun.-Prof. Dr. Tim Buchen\, Tamara Włodarczyk\, Breslau/Wrocław\, und Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Conrads\, Stuttgart \nModeration: Dr. Ingo Loose\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung*) oder per Livestream möglich: \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg\nEintritt frei \nhttps://www.topographie.de/livestream/ \n(Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) \nBreslau blickt auf eine lange jüdische Geschichte zurück\, deren Anfänge in das Mittelalter zurückreichen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt neben Berlin und Frankfurt am Main zur drittgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands.\nNach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann die systematische Ausgren­zung\, Verfolgung und schließlich Ermordung der jüdischen Bevölkerung Breslaus. Die Tagebücher von Willy Cohn und Walter Tausk\, beide im November 1941 in Kaunas von den Nationalsozialisten ermordet\, sind erschütternde Zeugnisse des Holocaust.\nNach dem Zweiten Weltkrieg wurde das von der deutschen Bevölkerung verlassene Niederschlesien mit seiner Hauptstadt Breslau zu einem wichtigen Zentrum der Ansiedlung für polnische Jüdinnen und Juden. Seit dem politischen Umbruch 1989 machen zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen\, Vereine und Kulturinstitutionen auf das vergessene deutsch-polnisch-jüdische Kulturerbe in Breslau aufmerksam. \n  \n*Anmeldung: \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort ist eine Anmeldung bis 4.11.2021 erforderlich: veranstaltungen(at)topographie.de\nBitte übermitteln Sie mit Ihrer Anmeldung folgende Angaben (ggf. auch für Ihre Begleitung):\nVorname und Name\, E-Mail-Adresse oder Postanschrift\, Telefon.\nBei Anmeldung per E-Mail erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. \nDie Teilnahme ist nur möglich mit Nachweis (vorzulegen am Einlass) \n– eines negativen Corona-Tests innerhalb der letzten 24 Stunden oder\n– einer seit 14 Tagen abgeschlossenen Corona-Schutzimpfung oder\n– der Genesung\, mindestens 28 Tage\, höchstens 6 Monate zurückliegend. \nWährend des gesamten Aufenthalts im Gebäude ist eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. \nBegrenzte Platzzahl. Bitte haben Sie Verständnis\, falls wir nicht alle Teilnahmewünsche berücksichtigen können.
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SUMMARY:Sicherheit und Humanität im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Der Umgang mit zivilen Feindstaatenangehörigen im Ausnahmezustand
DESCRIPTION:Buchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Arnd Bauerkämper\, Berlin\, und Prof. Dr. Gabriele Metzler\, Berlin \nDie Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung*) oder per Livestream möglich: \nTopographie des Terrors\, Auditorium\nNiederkirchnerstraße 8\, Berlin-Kreuzberg\nEintritt frei \nhttps://www.topographie.de/livestream/ \nIn seinem zweibändigen Werk Sicherheit und Humanität im Ersten und Zweiten Weltkrieg (2021) untersucht Arnd Bauerkämper das Verhältnis zwischen Sicherheitsbedürfnissen und Geboten der Humanität in den beiden Weltkriegen anhand des Umgangs mit zivilen Feindstaatenangehörigen. Dabei reichte das Spektrum staatlicher Maßnahmen von polizeilicher Meldepflicht über Internierung bis zum Massenmord. Des Weiteren beleuchtet das Buch die Agitation gegen alle „inneren Feinde” und Formen rechtlicher\, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Diskriminierung. Es bezieht andererseits aber auch humanitäre Hilfsinitiativen in den breiten Ländervergleich ein. Thematisiert werden zudem die globalen Wechselbezüge beim Umgang mit Zivilinternierten\, da sich die kriegführenden Staaten durchweg gegenseitig beobachteten. Insgesamt wird deutlich\, dass unterschiedliche Akteure nahezu überall über die Sicherheitspolitik stritten. Ersichtlich wird auch\, dass zivilisatorische Standards und humanitäre Errungenschaften im Ausnahmezustand der beiden Weltkriege zerbrechlich waren – auch in Demokratien. \n*Anmeldung: \nFür die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort ist eine Anmeldung bis 28.10.2021 erforderlich: veranstaltungen(at)topographie.de\nBitte übermitteln Sie mit Ihrer Anmeldung folgende Angaben (ggf. auch für Ihre Begleitung):\nVorname und Name\, E-Mail-Adresse oder Postanschrift\, Telefon.\nBei Anmeldung per E-Mail erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. \nDie Teilnahme ist nur möglich mit Nachweis (vorzulegen am Einlass) \n– eines negativen Corona-Tests innerhalb der letzten 24 Stunden oder\n– einer seit 14 Tagen abgeschlossenen Corona-Schutzimpfung oder\n– der Genesung\, mindestens 28 Tage\, höchstens 6 Monate zurückliegend. \nWährend des gesamten Aufenthalts im Gebäude ist eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. \nBegrenzte Platzzahl. Bitte haben Sie Verständnis\, falls wir nicht alle Teilnahmewünsche berücksichtigen können.
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SUMMARY:Marek Edelman … Und es gab Liebe im Ghetto | Marek Edelman … I była miłość w getcie
DESCRIPTION:Podiumsgespräch zum Film mit: \nJolanta Dylewska\, Warschau\, und Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum\, Berlin\nModeration: Ulrich Tempel\, Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin \nLivestream: www.topographie.de/livestream/\nEine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich. \nGemeinsam mit dem Polnischen Institut Berlin im Rahmen von FilmPOLSKA 2021 \nDer Film „Marek Edelman … Und es gab Liebe im Ghetto” (Spielfilm\, Polen/Deutschland 2019\,80 Minuten\, Regie: Jolanta Dylewska) ist vom 26. August bis zum 1. September 2021 zu sehen unter: vimeo.com/showcase/8710867 (Passwort: LOVE_STdT0821). Die Veröffentlichung des Links inkl. Passwort auf anderen medialen Wegen\, Plattformen oder in sozialen Netzwerken ist untersagt.\nDer Film wird am 31. August 2021\, 20.30 Uhr\, im Rahmen von filmPOLSKA 2021 auch im Bundesplatz-Kino gezeigt.  \nMarek Edelman (1919–2009) war einer der Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto und einer der letzten Überlebenden des Ghettos. Der Film zeigt längere Ausschnitte aus einem Interview\, das Jolanta Dylewska mit ihm kurz vor seinem Tod geführt hat. Besonders wichtig war ihm\, Geschichten von Liebe und Zuneigung zu erzählen\, die er im Ghetto miterlebt oder von denen er gehört hatte. Darüber hinaus kombiniert die Regisseurin Archivmaterial mit fiktionalen Szenen\, die sich auf die Erzählungen von Edelman beziehen. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Agnieszka Holland und Andrzej Wajda. Inspiriert wurde Dylewska durch das Buch Die Liebe im Ghetto (2009) von Marek Edelman und Paula Sawicka. \nJolanta Dylewska\, 1958 geboren\, ist Professorin an der Filmhochschule Łódź\, wo sie Regie und Kamera studierte\, sowie Professorin an der Filmakademie Baden-Würt-temberg in Ludwigsburg. Viele ihrer Dokumentarfilme wurden preisgekrönt\, darunter der Film Chronik des Aufstandes im Warschauer Ghetto nach Marek Edelman (1994). \nStefanie Schüler-Springorum\, 1962 geboren\, ist Professorin an der Technischen Universität Berlin und Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung.
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