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SUMMARY:NATHAN-ISM
DESCRIPTION:USA 2023\, 79 Minuten\, OmdU\nRegie: Elan Golod \nAm Ende des Zweiten Weltkriegs trat der damals 18-jährige Nathan Hilu (1926–2019)\, Sohn syrisch-jüdischer Einwanderer in New York\, in die US-Army ein und wurde unter anderem beim Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess als Wachsoldat eingesetzt. Diese Erfahrung inspirierte ihn ein Leben lang zu künstlerischen Arbeiten in Form von zahllosen Skizzen und Zeichnungen. Bezeichnend für seinen Stil sind die Schnelligkeit und die Unmittelbarkeit der Umsetzung von Erinnerungsfetzen. Über 70 Jahre verbrachte Nathan Hilu damit\, eine visuelle Erzählung aus seinen Erinnerungen zu schaffen. Aber was passiert\, wenn diese Erinnerungen ein Eigenleben entwickeln? \nMit seinem Film Nathan-ism entwirft der Regisseur Elan Golod ein dokumentarisches Porträt des alternden Künstlers. Doch was als Blick auf einen einzigartigen Zeugen der Geschichte beginnt\, entwickelt sich zu einer anschaulichen Studie über die Funktion der Kunst im Spannungsfeld von Archiv und Erfindung. \nElan Golod ist ein israelisch-amerikanischer Filmemacher. Er lebt und arbeitet in New York. Sein preisgekrönter Film Nathan-ism lief bereits bei mehreren Festivals in Kana-da\, Israel\, den USA und der Ukraine und hatte in Nürnberg seine Europapremiere. \nChristian Schmittwilken ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topographie des Terrors. \n\n\n\n\n\n\n\n\nIm Anschluss \nRegisseur Elan Golod im Gespräch mit Dr. Christian Schmittwilken \n\n\n\n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nVom 27. Juni bis 18. Juli werden in der Galerie ART CRU Berlin Werke von Nathan Hilu präsentiert. Die Vernissage in Anwesenheit von Elan Golod findet am 26. Juni um 18 Uhr statt (Kunsthof\, Oranienburger Straße 27\, 10117 Berlin). Weitere Informationen finden Sie unter www.art-cru.de.
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SUMMARY:Unwillige Volksgenossen. Wie die Deutschen zum NS-Regime standen. Eine Stimmungsgeschichte
DESCRIPTION:Waren die Deutschen nach 1933 ein Volk von Jublern und Ja-Sagern? Die Mehrheit der Deutschen sei von einer Aufbruchstimmung ergriffen worden und habe sich überraschend schnell den neuen Machthabern angeschlossen\, so lautet das gängige Urteil.\nDieses Bild einer „Zustimmungsdiktatur“ stellt Peter Longerich in seinem neuen Buch Unwillige Volksgenossen. Wie die Deutschen zum NS-Regime standen. Eine Stimmungsgeschichte (2025) infrage. Auf der Basis von vielen tausend zeitgenössischen Berichten verschiedener Dienststellen der NS-Diktatur sowie des sozialistischen Exils\, die bisher in ihrer Gesamtheit noch nicht ausgewertet wurden\, legt er eine Gesamtdarstellung der Volksstimmung im „Dritten Reich“ vor. Sie zeigt\, dass die Unzufriedenheit mit dem Regime in der Bevölkerung viel größer war als bisher angenommen und in sämtlichen Bevölkerungsgruppen weit verbreitet war. \nPeter Longerich war Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. Zuletzt lehrte er an der Universität der Bundeswehr in München. Zu seinen neueren Publikationen gehören „Davon haben wir nichts gewusst!“ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006)\, die Biographien Heinrich Himmler (2008)\, Joseph Goebbels (2010) und Hitler (2015) sowie Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte (2021)\, Außer Kontrolle. Deutschland 1923 (2022) und Abrechnung. Hitler\, Röhm und die Morde vom 30. Juni 1934 (2024). \nMartin Sabrow ist Professor em. für Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war von 2004 bis 2021 Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation und Gespräch \nProf. Dr. Peter Longerich und Prof. Dr. Martin Sabrow \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit \nSiedler Verlag \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Alternative für Deutschland (AfD). Physiognomie einer extrem rechten Partei
DESCRIPTION:Die AfD – Alternative für Deutschland – hat bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 mit 20\,8 Prozent ihren Stimmenanteil im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl verdoppelt und ist damit zweitstärkste politische Kraft. Die Partei wurde 2013 aus Protest gegen die Euro-Rettungspolitik gegründet. Ursprünglich konservativ-liberal\, aber rechts von der CDU/CSU\, präsentierte sie sich nach 2015 als Hauptgegner der Flüchtlingspolitik unter Kanzlerin Angela Merkel. In der Folge erzielte die AfD zahlreiche Wahlerfolge\, darunter den Einzug in den Bundestag 2017. Ihre Programmatik und Rhetorik hat sie zunehmend radikalisiert und vereinigt inzwischen sowohl traditionelle Befürworter des Rechtextremismus als auch des Rechtspopulismus. Derzeit wird in der Öffentlichkeit verstärkt über ein Verbotsverfahren diskutiert.\nIn seinem Vortrag gibt Fabian Virchow einen Überblick über die Entwicklung der AfD\, ihr politisches Programm und ihre Strategien. Im Podiumsgespräch wird auch danach gefragt\, wie rechtspopulistischen und demokratiefeindlichen Positionen zu entgegnen ist. \nFabian Virchow ist Professor für Theorien der Gesellschaft und Theorien politischen Handelns an der Hochschule Düsseldorf und Leiter des dortigen Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus/Neonazismus. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören Alternative für Deutschland (AfD): eine Partei der extremen Rechten? (2020) und Rechtsextrem\, das neue Normal? Die AfD zwischen Verbot und Machtübernahme (2024\, hg. mit Matthias Quent). \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und apl. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nVortrag und PodiumsgesprächProf. Dr. Fabian Virchow\, Düsseldorf\, und Prof. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \n\n\n  \n\n\nReiheRechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart \n\n\nGemeinsam mi \ntMoses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam \n\n\nAnmeldung \nveranstaltungen@topographie.de \n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nNachholtermin einer ursprünglich für den 10. April 2025 geplanten Veranstaltung
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SUMMARY:Das Attentat auf Reinhard Heydrich in der Erinnerungskultur der Tschechischen Republik
DESCRIPTION:Nur wenige Tage nach dem Amtsantritt von Reinhard Heydrich als Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren im September 1941 entschied die tschecho-slowakische Exilregierung in London\, Heydrich töten zu lassen. Nach langen Vorberei­tungen verübten Jan Kubiš und Jozef Gabčík am 27. Mai 1942 in Prag ein Attentat auf Heydrich\, an dessen Folgen er starb. Zu den massiven Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Besatzer\, die im Tschechischen „Heydrichiáda“ genannt werden\, gehörte die Zerstörung der Dörfer Lidice und Ležáky.\nIn ihrem Vortrag zeigt Radka Šustrová\, dass das Attentat auf Heydrich in der Tschechischen Republik bis heute von großer nationaler Bedeutung ist. Heydrich wurde zur Personifizierung der sechsjährigen NS-Herrschaft in den böhmischen Ländern\, obwohl seine Amtszeit auf wenige Monate begrenzt war. Das Attentat auf Heydrich gilt als Akt des Widerstands und der Selbstbehauptung der Nation gegen die deutsche Besatzung. Neben staatlichem Gedenken trägt auch die Populärkultur dazu bei\, die Erinnerung daran wachzuhalten. \nRadka Šustrová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Research Center for the History of Transformations an der Universität Wien und an der Karlsuniversität in Prag. Zuvor arbeitete sie u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Lidice. Ihre Dissertation mit dem Titel Nations Apart. Czech Nationalism and Authoritarian Welfare under Nazi Rule erschien 2024. Für die Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ war sie als wissenschaftliche Beraterin tätig. \nAlfons Adam ist wissenschaftlicher Kurator an der Stabsstelle zur Errichtung des Dokumentationszentrums „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzung in Europa“ am Deutschen Historischen Museum in Berlin. Zuvor arbeitete er als Kurator im Team der Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“. \n\n\n\n\n\n\n\n\nBegrüßung \nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\nGrußwort \nS.E. Jiří Čistecký\, Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland \n\n\nVortrag \nDr. Radka Šustrová\, Wien/Prag \n\n\nModeration \nDr. Alfons Adam\, Berlin \n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“
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SUMMARY:Aktion „1933–1945 Nachgegraben“ – 40 Jahre danach. Perspektiven kritischer Erinnerungsarbeit damals und heute
DESCRIPTION:Am 5. Mai 1985 kamen etwa 60 Personen zu einer „Erinnerungsaktion“ auf dem Gelände des heutigen Dokumentationszentrums Topographie des Terrors zusammen – damals eine Brachfläche am Rande West-Berlins. Mit einer symbolischen Grabung machten sie auf die nationalsozialistische Vergangenheit des Orts aufmerksam und setzten sich für die Einrichtung einer dauerhaften „Denk-Stätte“ ein. Die Aktion „1933–1945 Nachgegraben“ war nicht nur ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Stiftung Topographie des Terrors\, sondern steht auch beispielhaft für den zeitgenössischen Erinnerungsaktivismus „von unten“. 40 Jahre danach wird nun mit einer Online-Ausstellung daran erinnert. Mitglieder des Ausstellungsteams stellen die Ausstellung vor. \nStella Flatten\, Geografin und Künstlerin\, beschäftigt sich in ihrer Forschung und künstlerischen Praxis mit dem „Graben“ als Methode zur Sichtbarmachung von Geschichte in der gebauten Umwelt. \nThomas Lindenberger\, Historiker\, leitete bis 2024 das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden. 1981 war er Mitbegründer der Berliner Geschichtswerkstatt. \nSabine Weißler\, Politologin\, war in Berlin Abgeordnete und als Kulturamtsleiterin in Steglitz-Zehlendorf und Stadträtin in Berlin-Mitte für die Errichtung von Gedenkorten verantwortlich. 1985 war sie Mitinitiatorin der Aktion „1933–1945 Nachgegraben“. \nCornelia Siebeck\, Historikerin\, ist langjährig im Aktiven Museum engagiert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBegrüßung \nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\nEinführung und Präsentation der Online-Ausstellung \nJürgen Karwelat (Mitinitiator der Aktion „1933–1945 Nachgegraben“\, Berliner Geschichtswerkstatt)\, Gerd Kühling (Aktives Museum)\, Ulrich Tempel (Stiftung Topographie des Terrors)\, Fabian Hickethier (BAR PACIFICO) \n\n\nPodiumsgespräch \nStella Flatten\, Prof. Dr. Thomas Lindenberger und Sabine Weißler \n\n\nModeration \nCornelia Siebeck \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit \nVerein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin\, Berliner Geschichtswerkstatt \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes
DESCRIPTION:In ihrem neuen Buch Unerwünscht (2025) stellt Stefanie Schüler-Springorum die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus der Sicht von Menschen dar\, die im Nationalsozialismus verfolgt worden sind. In den Blick genommen werden die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und Roma\, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen. Nach 1945 waren sie in unterschiedlichem Ausmaß von fortgesetzter Diskriminierung und Verfolgung betroffen und sahen sich jahrzehntelangen Kämpfen um Anerkennung des erlittenen Unrechts ausgesetzt. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals NS-Verfolgten zeigen\, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden\, sie waren tief im Denken vieler Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute. \n\n\n\n\n\n\n\nStefanie Schüler-Springorum ist Professorin an der Technischen Universität Berlin und Leiterin des dortigen Zentrums für Antisemitismusforschung. Im akademischen Jahr 2023/24 war sie am Londoner Deutschen Historischen Institut und an der London School of Economics als Gastprofessorin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Krieg und Fliegen. Die Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939 (2010\, span. 2014)\, Perspektiven deutsch-jüdischer Geschichte: Geschlecht und Differenz (2014\, engl. 2024) und Hans Litten – Anwalt gegen Hitler. Eine Biographie (2022\, Mitaut.\, erw. Neuaufl.). \nUlrike Weckel ist Professorin für Fachjournalistik Geschichte – Medien in Geschich-te und Öffentlichkeit am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nProf. Dr. Stefanie Schüler-Springorum\, Berlin \n\n\nModeration \nProf. Dr. Ulrike Weckel\, Gießen \n\n\n  \n\n\nAnmeldung bis 7. Mai \nveranstaltungen@topographie.de \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Weltenbrand. Der große imperiale Krieg 1931–1945
DESCRIPTION:In seiner Studie Weltenbrand (2023) zeichnet Richard Overy ein neues Bild des Zweiten Weltkriegs. Er zeigt ihn als den alles Vorangegangene übertreffenden imperialistischen Krieg\, in dem Achsenmächte ebenso wie Alliierte danach strebten\, Imperien zu festigen\, zu verteidigen\, zu erweitern oder auch erst zu schaffen. Der Autor beleuchtet ein zeitlich weit ausgreifendes\, weltumspannendes Geschehen und wählt eine Perspektive\, aus der der Krieg im Pazifik stärker als bisher üblich in den Blick gerät. So beginnt er bereits 1931 mit dem Einfall des Japanischen Kaiserreichs in die Mandschurei\, der die Richtung für das exzessive Expansionsstreben Italiens und des nationalsozialistischen Deutschlands vorgab. Overy schildert sowohl die Ereignisse\, die in die Katastrophe führten\, als auch die Folgen für die neue Weltordnung nach 1945. Er zeigt die geopolitisch-strategische wie die menschliche Dimension dieses Kriegs\, mit dem das imperialistische Zeitalter sein Ende finden sollte. \nRichard Overy war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Professor für Modern History an der University of Exeter. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Zweiten Weltkrieg vorgelegt. Zu seinen wichtigsten Werken auf deutscher Sprache gehören Die Wurzeln des Sieges. Warum die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen (2000)\, Russlands Krieg 1941–1945 (2003) und Der Bombenkrieg. Europa 1939–1945 (2014). Sein Buch Weltenbrand wurde zum „New York Times“-Bestseller und mit der Duke of Wellington Medal for Military History ausgezeichnet. \nDieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Klagenfurt. Zu seinen neueren Publikationen gehört der Band Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945 (2022). \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nProf. Dr. Richard Overy\, Exeter \n\n\nModeration \nProf. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt \n\n\n  \n\n\nHinweise \nFür die Veranstaltung in englischer Sprache wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:NS-Täter- und Täterinnenforschung. Stand und Perspektiven
DESCRIPTION:Impulsvortrag \nProf. Dr. Michael Wildt\, Hamburg \n\n\nPodiumsgespräch \nDr. Andrea Genest (Fürstenberg/H.)\, PD Dr. Christian Gudehus (Bochum) und Prof. Dr. Michael Wildt \n\n\nModeration \nDr. Andrea Riedle\, Berlin \n\n\n  \n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“
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SUMMARY:Erinnerungskulturen in den USA und Deutschland. Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen
DESCRIPTION:Podiumsgespräch \nMarty Blatt\, Boston\, Margaret Huang\, Montgomery\, Andrea Riedle\, Berlin\, und Irmgard Zündorf\, Potsdam \n\n\nModeration \nAndreas Etges\, München \n\n\nAmerika-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München\, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam\, Sothern Poverty Law Center Montgomery (Alabama) \n\n\nGefördert von \nStiftung Erinnerung\, Verantwortung und Zukunft\, Halle Foundation (Atlanta) \n\n\nAnmeldungveranstaltungen@topographie.de \n\n\nHinweise \nIm Rahmen eines bilateralen Studienreiseprojekts zum Thema „Aufbau einer kritischen Erinnerung: Der Übergang von der Verleugnung zur kollektiven Verantwortung in Deutschland und den Vereinigten Staaten“ \nFür die Veranstaltung in englischer Sprache wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Mai 1945: Das absurde Ende des „Dritten Reiches“. Wie und wo die Nazi-Herrschaft wirklich ihr Ende fand
DESCRIPTION:Das Ende des nationalsozialistischen Deutschen Reichs scheint klar verortet: Am 7. bzw. 9. Mai 1945 wurde die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Damit war zwar der Krieg zu Ende\, Wehrmacht und „Drittes Reich“ waren jedoch noch nicht endgültig untergegangen. Nicht jeder bekam sogleich mit oder wollte mitbekommen\, dass alles zu Ende war. Manche kämpften weiter\, auch gab es noch zahlreiche Hinrichtungen von „Deserteuren“. Einige versuchten sich abzusetzen\, begingen Suizid oder gerierten sich als Unbeteiligte wie Albert Speer. Großadmiral Karl Dönitz\, der „Nachfolger Adolf Hitlers“\, gab noch am 18. Mai einen Tagesbefehl an die Wehrmacht heraus. Am 23. Mai wurden er und andere Mitglieder der geschäftsführenden Reichsregierung in Mürwik bei Flensburg festgenommen. Am gleichen Tag nahm sich SS-Chef Heinrich Himmler in Lüneburg das Leben.\nIn seinem Buch Mai 1945: Das absurde Ende des „Dritten Reiches“ (2025) berichtet Gerhard Paul in Wort und Bild über die letzten vier Wochen des zerfallenden Reichs. Seine Darstellung zeigt die Perspektiven der Täter\, Mitläufer und Opfer\, der Besiegten und der Sieger\, der Akteure und der Zuschauer. \nGerhard Paul ist Professor i.R. für Geschichte und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die NS-Täterfor-schung sowie die Medialität und Visualität der Geschichte. Er hat zahlreiche Publikationen zur Gestapo vorgelegt. Zu den neueren Veröffentlichungen gehören BilderMACHT. Studien zur Visual History des 20. und 21. Jahrhunderts (2013)\, Die Bundesrepublik. Eine visuelle Geschichte (2023) und Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte (2023\, zus. mit M. Wildt). \nAndrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors. \n\nBuchpräsentation: \nProf. Dr. Gerhard Paul\, Flensburg \n\n\nModeration \nDr. Andrea Riedle\, Berlin \n\n\n\n\n\nHinweisMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Zeugen des Holocaust im besetzten Polen
DESCRIPTION:Die Grenzen zwischen Opfern und Zeugen sowie zwischen Zeugen und Tätern sind oft unscharf. Die Kategorie des „Zeugen“ ist weit gefasst und kann sowohl einen Schaulustigen\, einen Beobachter\, einen Passanten als auch einen passiven oder aktiven Teilnehmer von Ereignissen bezeichnen.\nIn dem Buch Oto widac i oto slychac (2024) untersuchen dreizehn Forscherinnen und Forscher die Kategorie des „Holocaust-Zeugen“ im besetzten Polen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Komplexität. Die Unterscheidung zwischen Zeugen\, Opfern und Tätern ist dabei oft schwierig. Der interdisziplinäre Band umfasst historische\, psychologische und soziologische Analysen und bezieht auch kulturanthropologische und bildwissenschaftliche Perspektiven mit ein. \nBarbara Engelking ist Gründerin und Leiterin des Zentrums zur Erforschung des Holocaust an der polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau und Professorin am dortigen Institut für Philosophie und Soziologie. Zu ihren Veröffentlichungen zählen The Warsaw Ghetto: A Guide to the Perished City (2009) und Night without End. The Fate of Jews in German-occupied Poland (2022\, hg. mit J. Grabowski). Sie ist Mitherausgeberin des vorliegenden Bands und Autorin eines Aufsatzes über Erfahrungen von Juden\, die Massenerschiessungen überlebt haben. \nRoma Sendyka ist Professorin im Department of Anthropology of Literature and Cultural Studies an der Fakultät für Polnische Studien der Jagiellonen Universität Krakau. Sie ist Mitgründerin und Direktorin des Research Center for Memory Cultures. Zu ihren neueren Veröffentlichungen gehört eine Studie über „Nicht-Orte der Erinnerung“ (2021). In dem Band Oto widac i oto slychac ist sie mit einem Aufsatz über die Kategorien des Bystanders\, Zuschauers und Zeugen in der Historiographie vertreten. \nRobert Parzer\, Historiker\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutsch-Polnischen Hauses. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n  \nGrußwort \nProf. Dr. Igor Kąkolewski\, Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin \n\n\nBuchpräsentation \nProf. Dr. Barbara Engelking\, Warschau\, und Prof. Dr. Roma Sendyka\, Krakau \n\n\nModeration \nRobert Parzer\, Berlin \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit Deutsch-Polnisches Haus bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\, Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften \n\n\nHinweiseFür die Veranstaltung in polnischer Sprache wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:„Und morgen die ganze Welt“. Nationalsozialismus und internationale Öffentlichkeit
DESCRIPTION:Buchpräsentation \nPD Dr. Benno Nietzel\, Berlin\, und PD Dr. Norman Domeier\, Prag/Stuttgart \n\nModeration \nDr. Babette Quinkert\, Berlin \n\n\n  \n\nHinweisMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Ein Krieg wie kein anderer. Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Eine Revision
DESCRIPTION:BuchpräsentationProf. Dr. Jochen Hellbeck\, New Brunswick \n\nModerationDr. Jörg Morré\, Berlin \n\n\n\n\nGemeinsam mitMuseum Berlin-Karlshorst \n\nHinweisMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Die Geschichte des Hauses Bahlsen. Keks – Krieg – Konsum 1911–1974
DESCRIPTION:BuchpräsentationProf. Dr. Hartmut Berghoff\, Göttingen\, und Prof. Dr. Manfred Grieger\, Göttingen \n\n\nModeration \nDr. Christine Glauning\, Berlin \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit \nDokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Reinhard Heydrich – Manager des Terrors
DESCRIPTION:TV-Spielfilm\, BRD 1977\, 96 Minuten\nDrehbuch: Paul Mommertz\, Regie: Heinz Schirk \nKaum ein anderer hoher Funktionär des NS-Regimes ist so oft in Filmen dargestellt worden wie Reinhard Heydrich. In mehr als 30 Spielfilmen ist er als Filmfigur zu sehen. Die ersten internationalen Produktionen entstanden noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs.\nDer Fernsehfilm Reinhard Heydrich – Manager des Terrors (1977) erzählt unter Verwendung von historischem Bildmaterial die Lebensgeschichte des späteren SS-Obergruppenführers. Sein Aufstieg im SS- und Polizeiapparat wird dabei mit psychologischen Motiven erklärt. Dietrich Mattausch stellt Heydrich als intelligenten Opportunisten\, skrupellosen Karrieristen und kalten Manager dar. Filme wie diese ZDF-Produktion trugen wesentlich dazu bei\, Reinhard Heydrich als einen zentralen Täter des nationalsozialistischen Terrorapparats bekannt zu machen und Vorstellungen von ihm zu prägen\, die bis heute gängig sind. \nDietrich Mattausch\, 1940 geboren\, stand als Schauspieler auf vielen Bühnen und spielte in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien mit. Auch in dem von Paul Mommertz und Heinz Schirk 1984 realisierten Fernsehspiel „Die Wannseekonferenz“ war er in der Rolle des Reinhard Heydrich zu sehen. \nAndreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors und Mitkurator der Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“. \nIm Anschluss \nPodiumsgespräch zum Film mit Dietrich Mattausch\, Berlin/Hamburg\, und Andreas Mix\, Berlin \n  \nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“
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SUMMARY:Die Tat im Bild. Die Deportation von Jüdinnen und Juden aus der Pfalz nach Gurs. Fotografien aus Ludwigshafen vom 22. Oktober 1940
DESCRIPTION:Am 22. Oktober 1940 deportierte die Gestapo mehr als 6.500 Jüdinnen und Juden aus Baden\, der Pfalz und dem Saarland nach Südfrankreich. Eine Fotoserie dokumentiert die Ereignisse dieses Tages in Ludwigshafen\, einem von drei Sammelpunkten der Pfalz. Von dort aus wurden 420 Männer\, Frauen und Kinder verschleppt. Mit 21 Aufnahmen gehört die Serie zu den umfangreichsten fotografischen Zeugnissen einer Deportation aus Deutschland. Der Band Die Tat im Bild (2025)\, herausgegeben von der Stiftung Topographie des Terrors\, dem MARCHIVUM und dem Stadtarchiv Ludwigshafen\, widmet sich dieser besonderen Bildquelle der nationalsozialistischen Verfolgung von Jüdinnen und Juden und nennt\, soweit möglich\, die Namen der Opfer. Er präsentiert auch neue Erkenntnisse über den Kontext und Ablauf der Deportation sowie zur Überlieferung und Nutzung der Bilder. \nAndreas Mix\, Historiker\, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topographie des Terrors. Er ist Redakteur des Bandes und hat den Beitrag „Die Verschleppung nach Gurs in der nationalsozialistischen ‚Judenpolitik‘ und Deportationspraxis“ verfasst. \nMarco Brenneisen\, Historiker\, ist Mitarbeiter des Mannheimer MARCHIVUM und dort zuständig für den Themenbereich NS-Geschichte und die KZ-Gedenkstätte Sandhofen. In dem Band ist er mit dem Beitrag „Die Deportation der Jüdinnen und Juden aus der Vorderpfalz von Ludwigshafen in das Internierungslager Gurs“ vertreten. Außerdem analysiert er die Fotos der Serie. \nPhilipp Springer\, Historiker\, ist Fachbereichsleiter für Wechselausstellungen im Deutschen Historischen Museum Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen gehört der zusammen mit Klaus Hesse verfasste Band Vor aller Augen. Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz (2002\, hg. v. Reinhard Rürup). \n\n\n\nBuchpräsentation \nAndreas Mix\, Berlin\, und Dr. Marco Brenneisen\, Mannheim \n\n\nModeration \nDr. Philipp Springer\, Berlin \n\n\nMetropol Verlag \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Ghetto Warschau: Aufstand und Vernichtung im Stroop-Bericht
DESCRIPTION:In der globalen Erinnerungskultur zum Holocaust sind einzelne Fotos des sogenannten Stroop-Berichts zur endgültigen Vernichtung des Warschauer Ghettos und der Niederschlagung des Aufstands von Jüdinnen und Juden vielfach präsent. Das umfangreiche Gesamtdokument des Warschauer SS- und Polizeiführers Jürgen Stroop ist dagegen vergleichsweise wenig beachtet geblieben. Es besteht aus einem Bericht über die Niederschlagung des Aufstands\, den vom 20. April bis 16. Mai 1943 verfassten Tagesmeldungen und einer Sammlung von Fotos.\nMit dem von Martin Cüppers herausgegebenen Band Ghetto Warschau: Aufstand und Vernichtung im Stroop-Bericht (2025) wird das Gesamtdokument nach Jahrzehnten wieder in Buchform zugänglich gemacht. Zudem werden zahlreiche zusätzliche Quellen ediert. Wissenschaftlich eingeleitet und kommentiert\, vermittelt der Band vielfältige neue Erkenntnisse zum Ghettoaufstand und dem mörderischen Vorgehen der Nationalsozialisten. \nMartin Cüppers ist Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg zur Geschichte der NS-Verbrechen und Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS\, der Kommandostab Reichsführer-SS und die Judenvernichtung 1939–1945 (2005\, 2. Aufl. 2011)\, Walther Rauff – in deutschen Diensten. Vom Naziverbrecher zum BND-Spion (2013) und die zusammen mit dem Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. herausgegebene Quellenedition Fotos aus Sobibor. Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus (2020). \nGünter Morsch ist Honorarprofessor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und war bis Mai 2018 Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nPD Dr. Martin Cüppers\, Ludwigsburg \n\n\nModeration \nProf. Dr. Günter Morsch\, Oranienburg \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mitMetropol Verlag \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Expansion und Eskalation. Neue Forschungen zum KZ-System im langen Kriegsjahr 1944/45
DESCRIPTION:Das letzte Kriegsjahr 1944/45 war eine Phase tiefgreifender Veränderungen im nationalsozialistischen Konzentrationslagersystem. Die Gefangenenzahlen stiegen massiv an\, und das Lagernetz wurde durch hunderte neue Außenlager erweitert. Diese Entwicklungen vollzogen sich im Spannungsfeld von Reorganisation\, improvisierten Strukturen und einer zunehmenden Gewalt. Rassistische und utilitaristische Kategorien gingen dabei Hand in Hand. Nahezu ein Drittel der Opfer in Auschwitz wurde 1944 innerhalb von sechs Wochen ermordet.\nDer Vortrag beleuchtet\, wie das Lagersystem ab Ende 1943 durch die Eskalation von Massendeportationen\, Massenmord und Zwangsarbeit geprägt wurde. Dargelegt wird auch\, dass einer Expansion des Lagerkosmos zunehmend Auflösungserscheinungen\, Rückzug und Lagerräumungen gegenüberstanden. Dabei wird gezeigt\, wie die SS versuchte\, die Kontrolle über ein kollabierendes System zu bewahren. \nStefan Hördler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen und Visiting Professor an der School of Arts & Humanities der University of Huddersfield. Zuvor war er an Universitäten und Instituten in Deutschland\, Österreich und den USA tätig. Seit mehr als zehn Jahren fungiert er als Gutachter in Verfahren wegen NS-Verbrechen. Zu seinen Veröffentlichungen gehört Ordnung und Inferno. Das KZ-System im letzten Kriegsjahr (2015\, 2. Aufl. 2020). \nDieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Klagenfurt. Zu seinen neueren Publikationen zählt Nationalsozialistische Verbrechen 1939–1945 (2022). \n\n\n\n\n\n\n\n\nBegrüßung\n\nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors\, Berlin\nProf. Dr. Axel Drecoll\, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten\, Oranienburg\nThomas Krüger\, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung\, Bonn\n\n  \nVortrag \nDr. Stefan Hördler\, Göttingen/Huddersfield \n\n\nModerationProf. Dr. Dieter Pohl\, Klagenfurt \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mitStiftung Brandenburgische Gedenkstätten\, Bundeszentrale für politische Bildung \n\n\nAnmeldungveranstaltungen@topographie.de \n\n\nHinweiseGerman with English simultaneous translation \nIm Rahmen der Konferenz „Europa im Konzentrationslager. Das expandierte KZ-System 1944“. Für die Teilnehme am weiteren Konferenzprogramm ist eine gesonderte Anmeldung unter dem angegebenen Link erforderlich. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Die deutsch-besetzte Ukraine im Zweiten Weltkrieg (1941–1943/44)
DESCRIPTION:Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 besetzte die Wehrmacht auch das Territorium der Ukraine. Die westlichen Gebiete wurden dem deutschen Generalgouvernement zugeschlagen. Östlich davon entstand das „Reichskommissariat Ukraine“\, das einer Zivilverwaltung durch das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete unterstand. Die Ostukraine blieb unter Verwaltung der Wehrmacht.\nIm Podiumsgespräch wird erörtert\, welche Ziele und Absichten das NS-Regime in der Ukraine verfolgte. Thematisiert wird zudem die Situation der Opfer von Krieg und Besatzung. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage nach dem spezifischen Ort der Ukraine in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Gefragt wird auch\, wie ein zukünftiges Gedenken an Krieg und Okkupation im Fall der Ukraine gestaltet werden könnte. \nGelinada Grinchenko ist Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München und Professorin am Lehrstuhl für Weltgeschichte an der Nationalen Oles-Hontschar-Universität Dnipro. Sie ist Co-Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Historischen Kommission und der Ukrainian Oral History Association. \nOleksandr Lysenko ist Leiter der Abteilung für Militärhistorische Forschungen des Instituts für Geschichte der Ukraine der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine\, Professor und Korrespondierendes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. \nTatjana Tönsmeyer ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie ist langjährige Leiterin des Forschungs- und Editionsprojekts „Societies under German Occupation“ und hat jüngst die Monographie Unter deutscher Besatzung. Europa 1939–1945 vorgelegt. \nKai Struve ist Forschungsgruppenleiter im BMBF-Projekt „Europa und die Ukraine im 20. Jahrhundert – sowjetische Herrschaft\, deutsche Okkupation und konflikthafte Erinnerungen“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Privatdozent am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. \n\n\n\n\n\n\n\n\nPodiumsgespräch \nProf. Dr. Gelinada Grinchenko (München/Dnipro)\, Prof. Dr. Oleksandr Lysenko (Kyjiw)\, Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer (Wuppertal) \n\n\nModeration \nPD Dr. Kai Struve (München) \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit \nDeutsch-Ukrainische Historische Kommission\, Mykola-Haievoi-Zentrum für Moderne Geschichte\, Ukrainian Oral History Association \n\n\nHinweise \nFür die Veranstaltung in deutscher und ukrainischer Sprache wird eine Simultanübersetzung angeboten. \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Auschwitz. Ein Verbrechen und viele Erinnerungen - Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz
DESCRIPTION:Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist das NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zum globalen Symbol von Holocaust\, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschheit geworden. Die Zahl der Besucher der Gedenkstätte ist seit Anfang der 1990er-Jahre von etwa 500.000 auf über zwei Millionen im Jahr angewachsen. Schätzungen zufolge kamen während des Zweiten Weltkriegs in Auschwitz etwa 1\,1 Millionen Menschen ums Leben. Neunzig Prozent der Ermordeten waren Jüdinnen und Juden aus fast allen Staaten Europas. Unter den Opfern befanden sich aber auch andere Häftlingsgruppen\, darunter Polen\, Sinti und Roma sowie sowjetische Kriegsgefangene.\nIn ihrem Vortrag skizziert Zofia Wóycicka\, wie sich die Wahrnehmung von Auschwitz seit den späten 1940er-Jahren in Polen\, in den beiden deutschen Staaten und auch in Europa gewandelt hat\, bis es seine heutige Bedeutung gewann. Dabei spielen nicht nur die unterschiedliche Kriegserfahrung und Nachkriegsgeschichte der verschiedenen Gesellschaften eine erhebliche Rolle\, sondern auch die physische Nähe bzw. Distanz zum geographischen Ort. \nZofia Wóycicka\, Historikerin\, ist Assistant Professor an der Fakultät für Soziologie der Universität Warschau. Zuvor war sie u. a. am Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel\, am Zentrum für Historische Forschung Berlin und am Deutschen Historischen Institut Warschau tätig. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Arrested Mourning. Memory of the Nazi Camps in Poland\, 1944–1950 (2014)\, der Aufsatz Auschwitz. Ein Verbrechen und viele Erinnerungen (2014) und The Rescue Turn and the Politics of Holocaust Memory (2024\, Mithg.). \nThomas Lutz\, Historiker\, war langjähriger Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nGrußwort \nProf. Dr. Igor Kąkolewski\, Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin \n\n\nVortrag \nProf. Dr. Zofia Wóycicka\, Warschau \n\n\nModeration \nDr. Thomas Lutz\, Berlin \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mitZentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Reinhard Heydrich als Beauftragter der „Endlösung der Judenfrage“
DESCRIPTION:Zwischen 1939 und 1941 übertrug Hermann Göring dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD Reinhard Heydrich in zwei Schritten entscheidende Befugnisse\, um die nationalsozialistische Verfolgungspolitik gegenüber Jüdinnen und Juden voranzutreiben. Ende Januar 1939 ernannte Göring ihn zum Leiter der neuen Reichszentrale für jüdische Auswanderung. Mit ausdrücklichem Bezug auf diese Funktion beauftragte Göring ihn Ende Juli 1941 damit\, „alle erforderlichen Vorbereitungen […] für eine Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflussgebiet in Europa“ zu treffen. Für die „Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage“ sollte Heydrich „in Bälde einen Gesamtentwurf“ vorlegen.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nIn seinem Vortrag analysiert Peter Klein vor dem Hintergrund der unterschiedlichen politischen Kontexte und Interessen der an der Verfolgungspolitik beteiligten Behörden\, welche Rolle Reinhard Heydrich mit den beiden Beauftragungen jeweils zugewiesen wurde. Gefragt wird auch\, wie Heydrich daraufhin agierte. \nPeter Klein\, Historiker\, ist Dekan und Professor für Holocaust Studies an der Touro University\, Campus Berlin. Er hat zu unterschiedlichen Aspekten der deutschen Besatzungspolitik in Osteuropa publiziert\, insbesondere zum Schicksal der Juden in verschiedenen Ghettos. Zu seinen Veröffentlichungen gehört die gemeinsam mit Andrej Angrick verfasste Studie Die „Endlösung“ in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944 (2006) und Die Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942. Eine Einführung (2017\, engl. 2023). \nSusanne Heim\, Politikwissenschaftlerin\, ist Mitherausgeberin der Quellenedition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 und veröffentlichte Band 2 (2009) und Band 6 (2019) der Reihe. \n  \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortrag \nProf. Dr. Peter Klein \n\n\nModeration \nPD Dr. Susanne Heim \n\n\n  \n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“
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SUMMARY:Aurelia Wyleżyńska: Tagebuch aus dem besetzten Warschau 1939–1944
DESCRIPTION:Vom deutschen Überfall auf Polen erfuhr Aurelia Wyleżyńska (1881–1944) im Südosten des Landes. Während viele Menschen Warschau fluchtartig verließen\, kehrte die Schriftstellerin und Journalistin am 3. September 1939 dorthin zurück. Tag für Tag streifte sie von nun an durch die besetzte Stadt und hielt ihre Eindrücke fest. Sie schrieb für die polnische Untergrundpresse\, arbeitete in Krankenhäusern\, versorgte jüdische Freunde und veranstaltete Literaturabende. Kurz nach Beginn des Warschauer Aufstands starb sie an einer Schussverletzung.\nMit ihrem Tagebuch hinterließ Aurelia Wyleżyńska ein Zeugnis von großem historischen und literarischen Wert. Teile des Tagebuchs wurden auf Initiative von Martin Sander 2019 von Bernhard Hartmann in „Sinn und Form“ auf Deutsch veröffentlicht\, 2020/21 auch im Jahrbuch des Zentrums für Historische Forschung Berlin. 2022 erschien eine zweibändige polnischsprachige Gesamtausgabe. Die jetzige Auswahl von Texten Aurelia Wyleżyńska. Über nichts schreiben\, als was meine Augen sehen (2024) wurde von Bernhard Hartmann herausgegeben und übersetzt. \nBernhard Hartmann ist Übersetzer aus dem Polnischen. Er studierte Polonistik und Germanistik. 2023 erhielt er für seine Übersetzung In den Häusern der anderen von Karolina Kuszyk den Sonderpreis des Riesengebirgspreises für Literatur. \nKarolina Kuszyk arbeitet als Autorin\, Literaturübersetzerin und Lehrbeauftragte. Ihr Buch In den Häusern der anderen wurde 2023 mit dem Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen und 2024 mit dem Georg-Dehio-Buchpreis ausgezeichnet. \nMartin Sander ist als freier Journalist tätig. 2018 war er Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Warschau. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur polnischen und deutschen Literatur sowie zur Geschichtspolitik vorgelegt. \nAgnieszka Wierzcholska\, Historikerin\, ist wissenschaftliche  Mitarbeiterin des Deutsch-Polnischen Hauses. \n\n\n\n\n\n\n\n\nPodiumsgespräch \nBernhard Hartmann\, Duisburg\, und Dr. Martin Sander\, Berlin \n\n\nLesung \nKarolina Kuszyk\, Berlin \n\n\nModeration \nDr. Agnieszka Wierzcholska\, Deutsch-Polnisches Haus\, Berlin \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mit \nDeutsch-Polnisches Haus bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas\, Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften\, Aufbau-Verlag \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Prof. Dr. Johannes Tuchel: "Die Gestapo und der 20. Juli 1944"
DESCRIPTION:Moderation: Dr. Andrea Riedle \nAm 20. Juli 1944 wurde die nationalsozialistische Führung vom Attentat auf Hitler und dem Umsturzversuch vollkommen überrascht. Dies galt auch für die Führung des deutschen Unterdrückungsapparats. Ein Staatsstreich aus dem Zentrum der Macht war nicht erwartet\, nicht einmal für möglich gehalten worden.Wie reagierten Reichsinnenminister und Reichsführer-SS Heinrich Himmler\, der Chef des Reichssicherheitshauptamts Ernst Kaltenbrunner und der Gestapo-Chef Heinrich Müller auf die Ereignisse am 20. Juli 1944? Was geschah an diesem Tag in der Gestapo-Zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße 8? Warum erfolgte keine Gegenaktion gegen die im nahegelegenen Bendlerblock agierenden führenden Persönlichkeiten der Verschwörung gegen Hitler? Manifestierte sich hier das krasse Versagen des SS- und Polizeiapparats gegenüber einer Herausforderung aus dem inneren Kreis der Macht? Wie agierte die SS- und Gestapo-Führung in den Tagen nach dem 20. Juli 1944? Auf der Basis auch neuer und unbekannter Quellen geht Johannes Tuchel in seinem Vortrag diesen Fragen nach. \nEine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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SUMMARY:Opa im Zweiten Weltkrieg
DESCRIPTION:Werner Vierkant war im Zweiten Weltkrieg Reichsbahndirektor in Krakau. In Frankreich begegnet seine Enkelin einem Ehepaar aus Toulouse – Jean und Marie Vaislic\, die Auschwitz und Ravensbrück überlebt haben. Jean\, damals Janek Vaislic\, musste als KZ-Insasse in Auschwitz-Birkenau Gleise verlegen\, die Werner Vierkant geplant haben könnte. Die Begegnung mit Jean und Marie wird für die Enkelin zum Anstoß\, einen Figurentheater-Abend gegen das Vergessen zu entwickeln. \nIlka Vierkant ist Schauspielerin\, die viele Jahre mit FAMILIE FLÖZ durch Europa getourt ist. Für sie\, die Enkelin eines NS-Täters\, wirft die Begegnung mit den Überlebenden des Holocaust viele Fragen und schmerzhafte Gefühle auf\, die sie in ihrem Theaterstück zur Sprache bringt. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nEin Theaterstück von \nIlka Vierkant \n\n\nBesetzung \nEs spielt Ilka Vierkant \n\n\nLicht\, Ton und Video \nReinhard Hubert \n\n\nMit Unterstützung von \nLei-Lei Bavoil\, Hauke Diekamp\, Axel Pierre\, Caroline Scholz-Ott\, Macha Schubert\, Hajo Schüler\, Michael Vogel\, Michael Wäser \n\nGefördert von\nDas Theaterprojekt wurde gefördert von:\nDeutsch-Französischer Bürgerfond\, Götz George Stiftung\n\nIm Anschluss \nGespräch mit Ilka Vierkant und Dr. Stephanie Bohra (Stiftung Topographie des Terrors) \n\n\n  \n\n\nAnmeldungveranstaltungen@topographie.de \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Erinnerung in schwierigen Zeiten
DESCRIPTION:Das Umfeld\, in dem historische Forschung und Bildung zum Nationalsozialismus stattfindet\, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Der Aufstieg rechtsradikaler Parteien und Bewegungen in Deutschland\, Europa und weltweit stellt Wissenschaft und Vermittlung vor große Herausforderungen. Autoritäre Regime missbrauchen die Geschichte als Propagandainstrument für politische Zielsetzungen. Fakenews und Falsefacts finden millionenfache Verbreitung über diverse Kanäle im Internet und auf Social Media.\nWie kann die Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland und Europa vor diesen Hintergründen aussehen? Welchen Platz nehmen dabei die Geschichte des Nationalsozialismus und die NS-Erinnerungsorte ein? Anlass zur Diskussion dieser Fragen bietet nicht zuletzt die Publikation des Sammelbands Nationalsozialistische Konzentrationslager. Geschichte und Erinnerung (2024)\, herausgegeben von Axel Drecoll und Michael Wildt unter Mitarbeit von Kolja Buchmeier. \nEva Berendsen\, Politikwissenschaftlerin\, ist Leiterin des Bereichs Kommunikation/ Politische Bildung im Netz bei der Bildungsstätte Anne Frank e.V. \nMartin Doerry ist Journalist und Buchautor. Von 1998 bis 2014 war er stellvertretender Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. \nAxel Drecoll ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten\, Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. \nMartina Steber ist Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und Professorin für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg. \nMichael Wildt ist Professor i.R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBegrüßung \nDr. Andrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors (Berlin) \n\n\nPodiumsdiskussion \nEva Berendsen (Frankfurt/M.)\, Dr. Martin Doerry (Hamburg)\, Prof. Dr. Axel Drecoll (Oranienburg) und Prof. Dr. Martina Steber (München) \n\n\nModeration \nProf. Dr. Michael Wildt (Hamburg) \n\n\n  \n\n\nGemeinsam mitStiftung Brandenburgische Gedenkstätten \n\n\nHinweisMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Nationalsozialistin\, Ehefrau und Witwe: Lina Heydrich (1911–1985)
DESCRIPTION:Lina von Osten stammte aus einer norddeutschen Beamtenfamilie und war schon früh überzeugte Nationalsozialistin. 1930 lernte sie Reinhard Heydrich in Kiel kennen\, der sich erst über Lina und ihre Familie der nationalsozialistischen Weltanschauung näherte. Nach der Heirat führte Heydrichs Karriere innerhalb der SS und Polizei zu Umzügen nach München und Berlin. Nach seinem Antritt als stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren 1941 zog die Familie in ein Landschloss in der Nähe von Prag. Dort blieb Lina mit den drei Kindern auch nach dem Tod ihres Mannes infolge eines Attentats. Nach dem Krieg lebte sie wieder auf Fehmarn. In den 1950er-Jahren gewann sie mehrere Prozesse gegen die Bundesrepublik und erreichte\, dass ihr die Rente einer Polizeigeneralswitwe zugebilligt wurde. Immer wieder leugnete sie in der Öffentlichkeit die Verantwortung ihres Mannes für die von ihm verübten Verbrechen. Ihre Memoiren erschienen 1976 unter dem Titel „Leben mit einem Kriegsverbrecher“.\nIn seinem Vortrag skizziert Uwe Danker den Werdegang von Lina Heydrich sowie ihre Rolle und Positionierung während der NS- und Nachkriegszeit. Erörtert wird insbe-sondere ihr erfolgreicher Kampf um Straffreiheit\, Vermögensschutz und die Versor-gungsbezüge im Kontext der beteiligten schleswig-holsteinischen Akteure. \nUwe Danker war von 1994 bis 2022 Universitätsprofessor und Direktor am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg sowie Direktor der dortigen „Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History“. Zu seinen Veröffentlichungen gehören der Aufsatz NS-Opfer und Täter – Versorgung mit zweierlei Maß. Lina Heydrich und Dr. Norbert L. mit Rentenangelegenheiten vor Gericht (1996) sowie die Buchpublikationen Geteilte Verstrickung: Elitenkontinuitäten in Schleswig-Holstein (2021\, Hg.\, 2 Bde.) und Die Volksgemeinschaft in der Region. Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus (2022\, zus. mit Astrid Schwabe). \nJonathan Welker\, Historiker\, ist wissenschaftlicher Projektmitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors im Team der Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“. \n\n\n\n\n\n\n\n\nVortrag \nProf. Dr. Uwe Danker\, Kronshagen \n\n\nModeration \nJonathan Welker\, Berlin \n\n\n\nHinweise \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können. \nBegleitprogramm zur Sonderausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“
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SUMMARY:»Zwischen Stalin und Hitler – Der lange Schatten des Zweiten Weltkriegs über Finnland« – Vortrag und Diskussion
DESCRIPTION:Zum Thema\nFinnland stand nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Herausforderung\, als neutraler Staat seinen Platz im westlichen Europa zu finden\, sich mit seinem schwierigen Nachbarn\, der Sowjetunion\, zu arrangieren und sich mit seiner Rolle als Verbündeter Deutschlands auseinanderzusetzen. Am 30. November 1939 – vor 80 Jahren – überfiel die Rote Armee das unabhängige Finnland und löste so den »Winterkrieg« aus. Trotz anfänglicher Erfolge sah sich Finnland gezwungen\, am 13. März 1940 einen Friedensvertrag mit Moskau zu schließen und musste Gebiete an die Sowjetunion abtreten. Deshalb nahm das Land am deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941 teil (»Fortsetzungskrieg«). Im Herbst 1944 schloss die finnische Regierungangesichts des Kriegsverlaufs einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion.\nDie etwa 2.000 Jüdinnen und Juden Finnlands waren von keiner Verfolgung betroffen\, 300 jüdische Männer dienten als Soldaten an der Front. Bis in die 1990er Jahre blieb jedoch die Auslieferung sowjetischer Kriegsgefangener und von Flüchtlingen\, darunter Jüdinnen und Juden\, an Deutschland zwischen 1941 und 1944 verschwiegen. Die Auseinandersetzung mit den Kriegen und ihren Folgen prägt die finnische Gesellschaft bis in die Gegenwart. \nPROGRAMM \nBegrüßung\nDr. Andrea Riedle\, Vorsitzende der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2024 und Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \nGrußwort\nKai Sauer\, Botschafter von Finnland in Berlin \nEinführung\nProf. Dr. Michael Jonas\, Professor für Neuere und Neueste Geschichte\, Helmut‐Schmidt‐Universität Hamburg \nPodium\nDr. Oula Silvennoinen\, Abteilung für Philosophie\, Geschichte und Kunstwissenschaften\, Universität Helsinki\nProf. Dr. Michael Jonas \nModeration\nJenni Roth\, freie Journalistin\, Bereich Wirtschaft\, Kultur\, Gesellschaft \nDie Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt und wird gedolmetscht. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen\, stimmen Sie zu\, dass Foto- und Filmaufnahmen von der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum veröffentlicht werden dürfen. \nOdE_K39_21-11-2024_Finnland_Web_final
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SUMMARY:Wer sind die „Reichsbürger“?
DESCRIPTION:Im Rahmen einer bundesweiten Großrazzia verhaftete die Polizei am 7. Dezember 2022 die Führungsriege einer mutmaßlichen Gruppe aus dem Reichsbürgermilieu\, die einen gewaltsamen Umsturz der Regierung geplant haben soll. Seit Mai 2024 wird gegen 26 Personen wegen der Gründung\, Mitgliedschaft und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sowie der Vorbereitung eines hochverräte­rischen Unternehmens Anklage erhoben. Zahlreiche weitere Personen gelten in dem Verfahrenskomplex als Beschuldigte.\nWer sind die Reichsbürger\, die die Bundesrepublik nicht als legitimen Staat anerkennen? In ihrem Buch Die Reichsbürger. Ermächtigungsversuche einer gespenstischen Bewegung (2023) betrachten die Verfassungsrechtler Sophie und Christoph Schönberger die historischen Wurzeln der Reichsbürgerszene\, die bis zur deutschen Teilung nach Kriegsende zurückführen. Sie analysieren das vielfältige Spektrum ihrer gegenwärtigen Erscheinungsformen und zeigen\, dass die wachsende Szene von paradigmatischer Bedeutung für die gegenwärtige Bedrohung der Demokratie ist. \nChristoph Schönberger ist Professor für Staatsrecht\, Staatsphilosophie und Recht der Politik an der Universität zu Köln sowie Direktor des Seminars für Staatsphilosophie und Rechtspolitik und hat mehrfach Gastprofessuren an ausländischen Universitäten wahrgenommen. Zu seinen Veröffentlichungen gehört der gemeinsam mit Sophie Schönberger herausgegebene Band Die Reichsbürger. Verfassungsfeinde zwischen Staatsverweigerung und Verschwörungstheorie (2020). \nGideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und apl. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam. \n\n\n\n\n\n\n\n\nBuchpräsentation \nProf. Dr. Christoph Schönberger\, Köln \n\n\nModeration \nProf. Dr. Gideon Botsch\, Potsdam \n\n\nIm Rahmen der ReiheRechtsextremismus in Vergangenheit und Gegenwart \n\n\nGemeinsam mitMoses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien \n\n\nHinweisMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Reinhard Heydrich. Eine politische Biographie
DESCRIPTION:Vortrag \nProf. Dr. Robert Gerwarth\, Dublin \n\n\nModeration \nDr. Andrea Riedle\, Berlin \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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SUMMARY:Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit
DESCRIPTION:Begrüßung \nAndrea Riedle\, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors \n\n\nBuchpräsentation und Gespräch \nProf. Dr. Norbert Frei\, Jena\, und Prof. Dr. Gesine Schwan\, Berlin \n\n\n  \n\n\nHinweis \nMit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis\, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.
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