Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
18.10.2017

Veranstaltungsbericht: »… abgeholt!« Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 76 Jahren

In diesem Jahr versammelten sich wieder einige hundert Menschen am Mahnmal »Gleis 17« in Berlin-Grunewald, um Berliner Jüdinnen und Juden zu gedenken, die in die Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert wurden. Der erste dieser sogenannten »Osttransporte« verließ am 18. Oktober 1941 den Bahnhof Grunewald in Richtung Lodz (»Litzmannstadt«) mit mehr als 1000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern.

 

Neben Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Vertreter der Ständigen Konferenz, richteten Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller mahnende Worte an die rund 400 Zuhörer.

 

Die diesjährige Gedenkrede hielt Margot Friedländer, die bis zu ihrer Verschleppung 1944 im Berliner Untergrund gelebt hatte. In einer bewegten und bewegenden Rede erzählte sie von der Deportation ihrer Familie, dem Überleben im Untergrund und im Ghetto Theresienstadt und ihrer Mission, den folgenden Generationen zu berichten.

 

Anschließend stellten Schülerinnen und Schüler des Herman-Ehlers-Gymnasiums Schicksale ehemaliger jüdischer Schüler vor, die sie im Archiv der Schule recherchiert hatten.

 

Den musikalischen Rahmen gestaltete Isabel Neuenfeldt mit Gesang und Akkordeon. Am Ende der Zeremonie wurden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt.

 

Ebenfalls anwesend war die Initiatorin des Gedenktages und Zeitzeugin Inge Deutschkron.

 

Die  Gedenkzeremonie am »Gleis 17« ist eine gemeinsame Veranstaltung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, dem Land Berlin, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Israelitischen Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, der Deutschen Bahn Stiftung und der Inge Deutschkron Stiftung. 2017 fand die Veranstaltung zum siebten Mal in Folge statt.

 

Foto: weiße Blume am »Gleis 17« © Ständige Konferenz

16.10.2017

Schließung und Erweiterung der Gedenkstätte Stille Helden

Die Gedenkstätte Stille Helden in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin-Mitte, die sich dem Widerstand gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung widmet, hat ihre Ausstellung am 16. Oktober 2017 geschlossen. Die Ausstellung wird erweitert und im Januar 2018 in der Stauffenbergstraße 13-14 in Berlin-Tiergarten im räumlichen Zusammenhang mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wieder eröffnet.

 

In einer weiteren Ausbaustufe wird sich die Gedenkstätte Stille Helden ab Herbst 2020 der Hilfe für verfolgte Juden in der NS-Zeit im europäischen Kontext widmen. Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem realisiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am 4. Oktober 2017  die Leiterin der Abteilung »Gerechte unter den Völkern« von Yad Vashem, Irena Steinfeldt, und der Leiter der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Prof. Dr. Johannes Tuchel, in Anwesenheit des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff. Die Finanzierung des Projekts durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien erfolgt nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom November 2016.

28.09.2017

Einladung: 14. Berlin-Brandenburgisches Forum für zeitgeschichtliche Bildung

Das Berlin-Brandenburgische Forum für zeitgeschichtliche Bildung lädt in diesem Jahr schon zum 14. Mal Lehrkräfte, Bildungsmultiplikatoren, Gedenkstättenmitarbeiter und andere Interessierte ein, sich über grundsätzliche Fragen der Geschichtsdidaktik an Gedenkstätten und Dokumentationsorten auszutauschen.

 

Dieses Jahr wird das Forum am 19. Oktober in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen zu Gast sein und den Themenschwerpunkt »Conflicting memories. Tradierte Erinnerungen versus normierter Geschichtsunterricht« behandeln. Den ganzen Tag über darf bei Podiumsdiskussionen, Führungen und Workshops angeregt diskutiert und sich ausgetauscht werden.

 

Das ausführliche, laufend aktualisierte Programm und das Anmeldeformular finden Sie im Blog zum Forum: forumzeitgeschichte.wordpress.com.

30.08.2017

Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit am Sonntag, den 10. September 2017, statt. In Berlin wird daraus traditionell ein Wochenende des offenen Denkmals, denn die teilnehmenden Einrichtungen haben größtenteils auch am Samstag, den 9. September, geöffnet.

 

Unter dem diesjährigen Motto »Macht und Pracht« finden auch in den Einrichtungen der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum viele interessante Veranstaltungen statt:

 

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Führung durch die Villa Marlier und Haus der Wannsee-Konferenz

Samstag, jeweils 13 Uhr und 15 Uhr

Sonntag, jeweils 13 Uhr und 15 Uhr

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Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Sonderführung durch die ehemalige SS-Siedlung in Oranienburg
Sonntag, 14 Uhr

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Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Führungen, Filme, offenes Depot und Präsentationen
Sonntag, 10-18 Uhr

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Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Machtsymbole – Prachtsymbole?
Sonderführungen durch die sowjetische Geheimdienststadt »Militärstädtchen Nr. 7«
Sonntag, jeweils 11 und 14 Uhr

 

Machtlos – Häftlingsschicksale
Sonderführung durch das ehemalige Gefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr
Sonntag, jeweils 12 und 16 Uhr

Machtkitsch: Musealisierung von Devotionalien
Einblicke in die Bestände der Gedenkstätte
Sonntag, jeweils 13 und 15 Uhr


Gedenkstätten-Café und antiquarischer Buchmarkt
Sonntag, 11-17 Uhr

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NS-Zwangsarbeit Dokumentationszentrum Schöneweide

Spuren der Zwangsarbeit - von unscheinbar bis kolossal
Exkursion anlässlich des Tags des offenen Denkmals unter dem Motto »Macht und Pracht«
Samstag, 11 Uhr

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Außerdem haben an diesem Wochenende folgende Gedenkstätten geöffnet:

 

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Samstag: 10 – 20 Uhr
Sonntag: 10 – 20 Uhr
Das Stelenfeld ist 24 Stunden zugänglich.

 

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Samstag: 10 – 20 Uhr
Sonntag: 10 – 20 Uhr

 

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Samstag: 10 – 18 Uhr
Sonntag: 10 – 18 Uhr

 

 

09.05.2017

Holocaustdenkmal: neue Führungen auf Arabisch, Farsi und Türkisch

Vom 14. Mai bis einschließlich 22. Oktober 2017 erweitert die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ihr Angebot an kostenlosen öffentlichen Führungen am Holocaustdenkmal.

 

Zusätzlich zu Deutsch und Englisch werden Führungen auch auf Arabisch (am 2. Sonntag des Monats), Türkisch (am 3. Sonntag des Monats) und Farsi (am 4. Sonntag des Monats) angeboten.

 

- Beginn: jeweils 14 Uhr
- Treffpunkt: Eingang zum Ort der Information an der Cora-Berliner-Straße
- Dauer: 1,5 Stunden
- Teilnehmerzahl: nur für Einzelbesucher
- vorab keine Anmeldung nötig


Sprachen der öffentlichen Führungen, vom 14. Mai bis 22. Oktober 2017:
Arabisch: 2. Sonntag des Monats, 14 Uhr
Türkisch: 3. Sonntag des Monats, 14 Uhr
Farsi: 4. Sonntag des Monats, 14 Uhr

Sprachen der öffentlichen Führungen, ganzjährig:
Englisch: jeden Samstag um 15 Uhr
Deutsch: jeden Sonntag um 15 Uhr

 

Mehr Informationen bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

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