Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
19.01.2011

Plastik „Müttergruppe” in Ravensbrück demontiert

Aufgrund von Restaurierungsarbeiten wurde am Dienstag, 18. Januar 2011, die Plastik „Müttergruppe” des Bildhauers Fritz Cremer, die seit 1965 an der Zufahrt zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück steht, durch die Bildgießerei Seiler aus Schöneiche bei Berlin demontiert. Sie wird  voraussichtlich Mitte April 2011 ihren alten Standort wieder einnehmen können.

 

Nach über 45 Jahren waren erhebliche Schäden an der Skulpturengruppe entstanden. Sie zeigte starke Verkrustungen, Rissbildungen und Erosionsschäden. Der Steinsockel, der erhebliche Schadstellen aufweist, wird ebenfalls saniert. Im Rahmen der Restaurierung werden auch Verunreinigungen und Graffiti beseitigt, die Schäden an der Patina verursacht haben. Die Kosten von rund 15.000 Euro werden aus Spendenmitteln der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und ihres Internationalen Freundeskreises finanziert. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hatte die „Müttergruppe” im vergangenen Jahr von der Stadt Fürstenberg in ihr Eigentum übernommen.

13.01.2011

Baubeginn Freiflächen-gestaltung der Gedenkstätte Sachsenhausen

Die Standorte der nicht mehr vorhandenen Baracken der Gedenkstätte Sachsenhausen werden im Rahmen der vierten Maßnahme des Sonderinvestitionsprogramms der Bundesregierung markiert, um die „Geometrie des totalen Terrors” wieder sichtbar zu machen. Aus diesem Anlaß erfolgt am 19. Januar 2011, um 12 Uhr, der erste Spatenstich zur Neugestaltung der Freiflächen auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen. Das Gesamtkonzept umfasste außerdem die Neugestaltung des Eingangsbereichs, das Besucherinformationszentrum mit dem Besucherleitsystem (2004) sowie die Neugestaltung des zentralen Gedenkortes „Station Z” (2005).

 

Ansprachen

 

Ministerialdirektorin Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Roger Bordage, Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees

Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (angefragt)

Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

06.01.2011

Baubeginn für die „Euthanasie”-Gedenkstätte in Brandenburg/Havel

71 Jahre nach dem Beginn der Patientenmorde durch Giftgas in Brandenburg Anfang Januar 1940 beginnen die Bauarbeiten für die künftige „Euthanasie”-Gedenkstätte in Brandenburg. Aus diesem Anlass werden am Montag, 10. Januar 2011, um 12 Uhr Kulturministerin Dr. Martina Münch, die Oberbürgermeisterin von Brandenburg, Dr. Dietlind Tiemann, und Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch das Bauschild symbolisch enthüllen.

 

Folgender Ablauf ist vorgesehen:

 

Ansprache (am ehemaligen Standort der Gaskammer)

Dr. Astrid Ley, Leiterin der Gedenkstätte Brandenburg

Kranzniederlegung

 

Ansprachen (vor der künftigen Gedenkstätte)

Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg/Havel

17.12.2010

Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen fällt aus!

Da die Delegation des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma aufgrund der Wetterverhältnisse nicht anreisen kann, muss die für den heutigen Freitag angekündigte Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen leider entfallen.

Die Gedenkstätte bittet um Ihr Verständnis!

06.12.2010

Ausstellung über den "Lebensborn e.V." ab 10.12. in Ravensbrück

Im Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wird vom 10. Dezember 2010 bis Ende Februar 2011 die Ausstellung "Der Lebensborn e.V." zu sehen sein. Der "Lebensborn" war ein von der SS getragener und staatlich geförderter Verein. Im Deutschen Reich sowie im besetzten Ausland betrieb er insgesamt 24 Heime, in denen nichtverheiratete "arische" Mütter die letzten Monate ihrer Schwangerschaft verbringen, entbinden und die Niederkunft geheimhalten konnten. Voraussetzung war der Nachweis der "arischen" Herkunft der Erzeuger. In den besetzten Gebieten waren dies oft deutsche Soldaten oder SS-Männer. Im Deutschen Reich kamen ab 1943 auch mehr und mehr Ehefrauen von SS-Männern in die "Lebensborn"-Heime, um ungestört von den Kriegsereignissen ihr Kind zur Welt zu bringen.

 

In vier "Lebensborn"-Heimen sowie in der Zentrale in München wurden ab 1943 Häftlinge aus dem KZ Ravensbrück als Gärtnerinnen, Haushandwerker, Köchinnen und Putzhilfen eingesetzt. Sie gehörten zur Häftlingsgruppe der Zeugen Jehovas. Mit der Präsentation der Ausstellung möchte die Gedenkstätte Ravensbrück an den Arbeitseinsatz dieser bislang nachgewiesenen 24 Häftlinge erinnern, über deren Situation bislang kaum etwas bekannt ist.

 

Die vom Kreisjugendring Ebersberg (Oberbayern) konzipierte Ausstellung wurde im Mai 2009 erstmals im heutigen Betreuungszentrum Steinhöring gezeigt, auf dessen Gelände 1936 das erste "Lebensborn"-Entbindungsheim eröffnet wurde. Am 19. Februar 2011 wird in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück einem Workshop zur Geschichte des "Lebensborn"-Vereins stattfinden, an dem neben renommierten Wissenschaftlern auch die Zeitzeugin Edda Tunn (Fürstenberg) teilnehmen wird, die im Lebensbornheim Klosterfelde geboren wurde.

 

 

"Der Lebensborn e. V."

Eine Ausstellung des Kreisjugendrings Ebersberg

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Straße der Nationen, 16798 Fürstenberg/H.

Besucherzentrum (10. Dezember 2010 bis 27. Februar 2011)

 

Information: www.stiftung-bg.de