Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
20.10.2016

Veranstaltungsbericht: »… abgeholt!« Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 75 Jahren

Am 19. Oktober 2016 fanden sich auch dieses Jahr wieder mehrere Hundert Menschen am Mahnmal »Gleis 17« zusammen, um den Berliner Jüdinnen und Juden zu gedenken, die in die nationalsozialistischen Vernichtungslager deportiert wurden. Am 18. Oktober 1941, vor 75 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit 1089 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Lodz (»Litzmannstadt«).

 

Neben Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Mitglied der Ständigen Konferenz, waren auch Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und Frank Henkel, Senator für Inneres und Sport, gekommen, um zu den rund 350 Gästen zu sprechen. Besonders berührend war die Gedenkrede von dem Zeitzeugen und Holocaustüberlebenden Horst Selbiger.

 

Im Anschluss an die Ansprachen stellten Studierende der Universität der Künste Berlin ihr Pilotprojekt »Schienen in den Tod – Brücken in die Zukunft« vor. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Homepage der UdK.

 

Für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung sorgte der Geiger Dragan Cordes. Am Ende der Zeremonie wurden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt.

 

Die  Gedenkzeremonie am »Gleis 17« ist eine gemeinsame Veranstaltung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, dem Berliner Senat, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Deutschen Bahn und der Inge Deutschkron Stiftung und fand dieses Jahr zum sechsten Mal in Folge statt.

13.10.2016

Neue Kontaktdaten der Ständigen Konferenz!

Das Büro der koordinierenden Assistentin der Ständigen Konferenz hat kurzfristig von Oranienburg nach Berlin Mitte gewechselt.

 

Die neuen Kontaktdaten sind:

Sarah Breithoff

Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Georgenstraße 23

10117 Berlin

Tel.: +49(0)30 – 26 39 43 – 38
Fax: +49(0)30 – 26 39 43 – 20

E-Mail: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de
Internet: www.orte-der-erinnerung.de

30.06.2016

"NEBEL IM AUGUST" – ab 29. September im Kino!

NEBEL IM AUGUST – ab 29. September im Kino!

 

Nach einer wahren Begebenheit – Süddeutschland, Anfang der 1940er-Jahre. Der 13- jährige Ernst Lossa (Ivo Pietzcker), Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen (Sebastian Koch) Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht, den behinderten Patienten und Mitgefangenen zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder …

 

NEBEL IM AUGUST ist ein bewegendes Drama über die grausamen Vorkommnisse während der NS-Zeit und gleichzeitig die authentische Geschichte von Ernst Lossa, der sich mutig gegen ein menschenverachtendes System wehrte. Zwischen 1939 und 1944 wurden in Folge des Euthanasie- Programms in den deutschen Nervenkliniken mehr als 200.000 Menschen ermordet. Ein lange verdrängtes Kapitel der deutschen Geschichte, das in der Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus bisher nur am Rande vorkam. NEBEL IM AUGUST entstand nach dem wahren Schicksal des 13-jährigen Jungen, der als „asozial“ eingestuft in einem bayerischen Klinikum eingesperrt und 1944 dort umgebracht wurde.

Ulrich Limmer (Die "Sams-Filme", "Das Ende ist mein Anfang") produziert NEBEL IM AUGUST mit seiner collina filmproduktion GmbH in Koproduktion mit DOR Film, STUDIOCANAL Film GmbH, ARRI Film & TV Services, RIVA Filmproduktion & Medienberatung, in Zusammenarbeit mit dem ZDF. Regie führt Kai Wessel („Die Flut“, „Klemperer – Ein Leben in Deutschland“, Hilde) nach einem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt („14 Tage lebenslänglich“, „Der Seewolf“). Der gleichnamige Tatsachenroman stammt von Robert Domes. Als historischen Berater der Produktion konnte Ulrich Limmer den langjährigen Leiter des psychiatrischen Klinikums Kaufbeuren (1980-2006) und engagierten Aufklärer der Euthanasie-Verbrechen, Prof. Dr. Michael von Cranach, gewinnen.

22.06.2016

Veranstaltungsbericht: eine Diskussion mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz

Am 19. Juni 2016 veranstaltete die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum eine Diskussion mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz.

 

Thema des Abends war „Erinnerungskultur in Europa oder europäische Erinnerungskultur?“. Die Veranstaltung, die in der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland stattfand, war mit Ihren 150 Zuhörern bis auf den letzten Platz besetzt.

 

Nach den Begrüßungsworten von Herr Georges Santer, Botschafter des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland und Prof. Günter Morsch, lauschten die Anwesenden gebannt der Rede des EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz. Dieser sprach vornehmlich „nicht als Präsident einer europäischen Institution sondern als privater Martin Schulz“ zu dem Publikum. Seine Rede können Sie hier nachlesen.

 

Im Anschluss an den Vortrag nahm sich Herr Schulz viel Zeit um mit dem Publikum zu diskutieren. Die Zuhörer beteiligten sich mit regen Fragen und Anmerkungen womit sich der Abend zu einem informativen Austausch gestaltete.

 

Nach Ende der Veranstaltung lud die luxemburgische Botschaft zu einem kleinen Empfang ein. Zahlreiche Gäste nutzen diese nette Geste und ließen den außerordentlich gelungenen Abend bei einem Glas Luxemburger Wein ausklingen.

 

Foto: Der luxemburgische Botschafter und Herr Schulz im Gespräch © Paul Bieber

31.05.2016

ACHTUNG: FÜR DIESE VERANSTALTUNG SIND LEIDER KEINE PLÄTZE MEHR VERFÜGBAR!

Erinnerungskultur in Europa oder europäische Erinnerungskultur”. Eine Diskussion mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz

Sonntag, 19. Juni 2016,
19 Uhr,



Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland, Klingelhöferstraße 7, 10785 Berlin


Die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum und die Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland laden Sie und Ihre Freunde zur Diskussion, am Sonntag, dem 19. Juni 2016, um 19 Uhr ein.



Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust sind tief in der europäischen Erinnerungskultur verankert. Nach 1945 prägten vor allem nationale Geschichtsbilder die Identität vieler Länder. Erst seit den 1990er-Jahren lässt sich eine Europäisierung des Gedenkens erkennen, bei der die Erinnerung an die Opfer immer mehr in den Vordergrund rückte. 2005 führten die Vereinten Nationen den 27. Januar als internationalen »Holocaust-Gedenktag« ein.



In der Veranstaltungsreihe zur »Erinnerungskultur in Europa« beschäftigt sich die Ständige Konferenz seit mehreren Jahren mit der Vergangenheitsbewältigung einzelner europäischer Länder. Im Rahmen der für 2016 geplanten Eröffnung des »Hauses der Europäischen Geschichte« in Brüssel nimmt die Ständige Konferenz gemeinsam mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ganz Europa in den Blick: Inwieweit ist eine Verständigung der unterschiedlichen Narrative in Europa möglich? Gibt es eine europäische Erinnerungspolitik? Wo liegen die erinnerungskulturellen Trennlinien und können diese überwunden werden?


Begrüßung:
Herr Georges Santer, Botschafter des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland



Grußwort:
Prof. Dr. Günter Morsch, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum 2016 und Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten



Vortrag mit anschließender Diskussion:
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments



Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch



Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Empfang ein.



Einladung als PDF-Datei

Kontaktdaten
Bitte melden Sie sich bis spätestens 16. Juni 2016 an: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de.


Die Platzzahl ist begrenzt.