Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
13.07.2010

Gedenkstätte Ravensbrück sucht Exponate

Im Rahmen der Vorbereitungen für eine neue Hauptausstellung sucht die Gedenkstätte Ravensbrück Exponate zur Geschichte von Ravensbrück vor und nach 1945. Insbesondere werden Fotografien, Dokumente und Objekte benötigt, die das Leben in Fürstenberg in der Zeit des National­sozialismus thematisieren. Ein Kapitel in der Hauptausstellung soll das Wechselverhältnis zwischen der Stadt Fürstenberg und ihren Einwohnern auf der einen Seite und dem KZ Ravensbrück und der SS auf der anderen Seite behandeln. Gesucht werden darüber hinaus Materialien, die sich auf die sowjetische Nachnutzung des ehemaligen KZ-Geländes beziehen.


"Nachdem wir bereits in der Vergangenheit wichtige Ausstellungsstücke aus Fürstenberg und der Region bekommen haben, sind wir hoffnungs­voll, dass noch weitere interessante Exponate auf ihre Wiederentdeckung warten", sagte Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach. "Wir bitten daher alle Menschen in Fürstenberg und Umgebung sehr herzlich, noch einmal genau in ihre Fotoalben und Familienarchive zu schauen, ob sich Hin­weise auf Ravensbrück finden. Jeder noch so unscheinbare Anknüpfungs­punkt ist wichtig für uns", sagte Eschebach. In der im März 2010 eröff­neten Ausstellung "Das 'Führerhaus': Alltag und Verbrechen der Ravens­brücker SS-Offiziere" ist beispielsweise eine von Häftlingen des KZ Ravensbrück gefertigte Strohtasche zu sehen, die ein Fürstenberger Verkäuferin in den 1940er Jahren von einem SS-Mann als Geschenk erhielt. Im Zellenbau wird ein ehemaliges Häftlingsbett ausgestellt, das ein Einwohner von Fürstenberg an die Gedenkstätte übergeben hat.

 

Derzeit arbeitet ein Projektteam an der Entwicklung der neuen Haupt­ausstellung, die 2012 im Erd- und Obergeschoss des ehemaligen Kommandanturgebäudes eröffnet werden soll. Sie wird die Geschichte des größten Frauen-Konzentrationslagers auf deutschem Boden erzählen. Thematisiert werden auch das Männerlager in Ravensbrück, das "Jugend­schutzlager Uckermark", das Siemenslager sowie die Geschichte der rund 40 Außenlager. Außerdem werden die Nutzung des KZ-Geländes durch die sowjetische Armee nach 1945 sowie die Erinnerung an das KZ Ravensbrück und seiner Opfer in ganz Europa dargestellt.

 

Hinweise auf Ausstellungsobjekte werden unter der Telefonnummer 033093-608 10 gerne entgegen genommen.

 

Presseinformation 24/2010 der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Oranienburg, 13. Juli 2010

 

Verantwortlich:

Dr. Horst Seferens

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Heinrich-Grüber-Platz I 16515 Oranienburg

T +49 3301 810920 I F +49 3301 810926

seferens@stiftung-bg.de I www.stiftung-bg.de

09.07.2010

Sonderausstellung "Das Gesicht des Gettos"

Vom 23. Juni 2010 bis 3. Oktober 2010 wird im neu eröffneten Gebäude der Topographie des Terrors die erste Sonderausstellung präsentiert:
"Das Gesicht des Gettos. Bilder jüdischer Photographen aus dem Getto Litzmannstadt 1940--1944".

09.07.2010

Umzug!

Die Geschäftsstelle der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zieht um. Neue Anschrift ab Juli 2010:

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Geschäftsstelle
Georgenstraße 23
10117 Berlin

Telefonnummern bleiben unverändert.

09.07.2010

Sonderausstellung "Vergessen. Verdrängt. Versöhnt."

Die Sonderausstellung "Vergessen. Verdrängt. Versöhnt. Orte der NS-Zwangsarbeit in der Region Dahme Spreewald" ist vom 18.06.2010 bis 31.03.2011 im NS-Dokumentationszentrum Schöneweide zu sehen.

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