Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
02.06.2015

Wanderausstellung zur NS-Militärjustiz in Wolfenbüttel

 

Die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten zeigt „›Was damals Recht war…‹ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht” in der Kommisse Wolfenbüttel

 

Vom 3. Juni bis 2. August 2015 präsentieren die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas die Wanderausstellung »›Was damals Recht war…‹ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« in der Kommisse Wolfenbüttel.

Eröffnung:
Die feierliche Eröffnung findet am Abend des 3. Juni 2015 um 19.00 Uhr in der Kommisse Wolfenbüttel, Kommissstraße 5, statt. Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, wird die Gäste begrüßen. Danach hält Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, ein Grußwort und gibt Einblick in die Entstehung der Ausstellung.

 

Hintergrund zur Ausstellung:
Die Ausstellung zeigt, wie Unrecht und Willkür den Alltag der Wehrmachtjustiz kennzeichneten und tausende Männer und Frauen, Soldaten und Zivilisten, der Unrechtsjustiz zum Opfer fielen und als Deserteure, so genannte Wehrkraftzersetzer oder Volksschädlinge, ihr Leben verloren. Mit Ablehnung und Feindschaft begegnete die Mehrzahl der Deutschen nach 1945 den überlebenden Opfern der Wehrmachtjustiz. Vielen gelten die Verurteilten bis heute als Verräter oder Feiglinge. Dabei hat der Deutsche Bundestag im September 2009 die letzten Unrechtsurteile der Wehrmachtjustiz des Zweiten Weltkrieges aufgehoben. Zu den zehntausenden Opfern dieser Justiz zählen auch Widerstandskämpfer aus nahezu ganz Europa, die in ihren von der Wehrmacht besetzten Heimatländern oder in Deutschland inhaftiert, vor Gericht gestellt und in großer Zahl exekutiert worden sind.

 

Fallgeschichte aus Wolfenbüttel:
Anlässlich der Ausstellungspräsentation in Wolfenbüttel hat die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel die Biografie des Soldaten Walter Siebert rekonstruiert, dessen Schicksal eng mit der Region verbunden ist. Siebert, der als Zwanzigjähriger zur Wehrmacht eingezogen wurde, floh nach dem Einsatz in der Sowjetunion aus seiner Truppe. Er wurde kurz darauf festgenommen und in der Strafanstalt Wolfenbüttel inhaftiert. Das Gericht der Division Nr. 471 in Braunschweig verurteilte Siebert wegen Fahnenflucht zum Tode. Im Alter von 24 Jahren wurde er in Braunschweig hingerichtet. Seine Biografie wird neben den anderen Fallgeschichten in der Ausstellung zu sehen sein.

 

Rahmenprogramm:
In Wolfenbüttel erwartet interessierte Besucher ein umfangreiches Begleitprogramm, bestehend aus Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer Filmvorführung. So wird unter anderem Ludwig Baumann, Wehrmachtdeserteur, über sein Schicksal als Verurteilter und begnadigter Soldat und über seinen Kampf um Rehabilitierung sprechen. Darüber hinaus werden Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen und andere interessierte Gruppen angeboten.

 

Konzept:
Konzipiert wurde die Ausstellung von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, unterstützt von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt – Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.

 

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter:
http://www.stiftung-denkmal.de/ausstellungen/was-damals-recht-war.html
http://wolfenbuettel.stiftung-ng.de/de/home.html

 

Ausstellungskatalog:
Der Begleitband zur Wanderausstellung dokumentiert mit zahlreichen Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Aktenstücken das Schicksal von Soldaten und Zivilisten, die zwischen 1939 und 1945 zu Opfern der deutschen Wehrmachtjustiz wurden. Der Katalog ist für 19,90 € erhältlich unter E-Mail info[at]stiftung-denkmal.de

 

Ausstellungseröffnung: 3. Juni 2015, 19.00 Uhr, Kommisse Wolfenbüttel

 

Ausstellungsort: Kommisse Wolfenbüttel, Kommissstraße 5, 38300 Wolfenbüttel

 

Ausstellungsdauer: 3. Juni bis 2. August 2015

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 – 17 Uhr

 

Eintritt frei

 

Führungen: sonntags um 11 Uhr | nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

 

Buchung von Führungen: Tel.: 05331-807 343 | E-Mail: wolfenbuettel[at]stiftung-ng.de

 

Kontakt
Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Ziegenmarkt 10
38300 Wolfenbüttel
Tel: +49 (0)5331 – 807 341
E-Mail: Simona.Haering@stiftung-ng.de

30.04.2015

Neue online-Ausstellung: »… endlich Frieden«?! – 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst eine neue online-Ausstellung konzipiert:

 

http://www.70-jahre-kriegsende.de/

 

 

 

02.02.2015

Die Ständige Konferenz wechselt das Büro

Die koordinierende Assistentin der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum hat ihr Büro gewechselt und ist für das Jahr 2015 unter dem Vorsitz von Dr. Hans-Christian Jasch in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz angesiedelt.

 

Die neuen Kontaktdaten sind:

 

Sarah Breithoff

Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum

 

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Am Großen Wannsee 56 – 58

14109 Berlin

Tel.: +49(0)30 – 80 50 01 – 34

Fax: +49(0)30 – 80 50 01 – 27

E-Mail: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de

Internet: www.orte-der-erinnerung.de

 

 

06.01.2015

Neue Auflage der Broschüre "Orte der Erinnerung"

Die Broschüre "Orte der Erinnerung" kann nun in neuer Auflage in Deutsch und Englisch unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden:

 

http://www.orte-der-erinnerung.de/de/institutionen/broschuere/

 

 

 

18.12.2014

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide: Öffentliche Führung jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 15 Uhr

In der öffentlichen Führung lernen Sie die Geschichte des GBI-Lagers 75/76 kennen. An seinem Beispiel erläutern wir das „System Zwangsarbeit“. Wir erklären, warum und wie die Männer, Frauen und Kinder aus über 20 europäischen Ländern in den Arbeitseinsatz nach Berlin kamen und wie sie behandelt wurden. Dabei informieren wir auch über Täter, Zuschauer und Profiteure der Zwangsarbeit. Die "Baracke 13" wird im Rahmen der Führung besucht. 

 

Die Führungen sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung nötig.

 

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Britzer Straße 5
12439 Berlin

 

Tel.: +49(0)30-63 90 28-80
Fax: +49(0)30-63 90 28-82 9

 

E-Mail: schoeneweide(at)topographie.de
Internet: www.dz-ns-zwangsarbeit.de

 

Ort anzeigen auf Google maps

 

S-Bahnhof Berlin-Schöneweide, dann 10 Minuten FußwegBus 160 oder 167, Haltestelle Britzer Straße