Diskussion
Wessen Leid zählt? Erinnerungskonkurrenzen und Repräsentationskonflikte in der Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen
28. April 2026 , 19.00 - 21.00
Veranstaltung-Navigation
Seit jeher hatte die Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen mit Erinnerungskonkurrenzen und Repräsentationskonflikten zu tun: Welche Verfolgungsgeschichten werden in der Gestaltung vor Ort sichtbar, welche bleiben marginalisiert oder unsichtbar? Im Podiumsgespräch werden u. a. folgende Fragen erörtert: Gibt es eine „Hierarchie der Opfer“, welchen Raum bekommen Täter:innen? In welchem Verhältnis stehen die NS-Verbrechen zu anderen historischen Unrechtskomplexen? Woher kommen solche Erinnerungskonkurrenzen und Repräsentationskonflikte eigentlich, was sind hier treibende Kräfte, welche Rolle spielen sie in der konkreten Arbeit vor Ort – und lassen sie sich überhaupt jemals zur allseitigen Zufriedenheit „lösen“?
Manuela Bauche ist Leiterin des Erinnerungsorts Ihnestraße der Freien Universität Berlin.
Axel Drecoll ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Detlef Garbe war von 1989 bis 2019 Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, bis 2022 Gründungsvorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.
Liane Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für politische Theorie der Universität Osnabrück und beschäftigt sich u.a. mit Politiken und Kulturen des Erinnerns.
Cornelia Siebeck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Gedenkstättenreferat der Stiftung Topographie des Terrors.
Begrüßung
Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors
Podiumsgespräch
Dr. Manuela Bauche, Prof. Dr. Axel Drecoll, Prof. Dr. Detlef Garbe und Liane Schäfer
Moderation
Cornelia Siebeck
HinweiseIm Rahmen der Gesprächsreihe „Nach der ‚Generation Aufarbeitung‘ – Geschichte, Gegenwart und Zukunft der NS-Gedenkstätten“ >> mehr
Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis, dass Foto- und Videoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.