Diskussion, Vortrag
Vortrag und Diskussion mit Dr. Akim Jah »Das „Judenreferat“ der Berliner Gestapo: Gehorsam und Terror«
16. September 2026 , 18.00 - 20.00
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Die Stapoleitstelle Berlin deportierte zwischen 1941 und 1945 über 50.000 Juden und Jüdinnen aus Berlin in die vom nationalsozialistischen Deutschland errichteten Ghettos und Vernichtungslager. Federführend hierfür war das „Judenreferat“ mit Sitz in der Burgstraße.
Im Kontext der Deportationen kam es mehrfach zu einer persönlichen Bereicherung durch Gestapo-Mitarbeiter, etwa indem Bestechungsgelder angenommen wurden oder beschlagnahmtes Eigentum der Deportierten nicht abgeführt wurde. Auch Otto Weidt bestach Mitarbeiter der Geheimen Staatspolizei, um seine jüdischen Angestellten zu schützen.
In dem Vortrag wird die Geschichte der Stapoleitstelle Berlin und seines „Judenreferats“ skizziert. Im Zentrum steht die Tätigkeit dieser größten regionalen Gestapo-Dienststelle im „Altreich“ und der dort arbeitenden Polizisten. Eingegangen wird dabei auch auf die Unterschlagungsaffäre im Herbst 1942, die weitreichende Konsequenzen für die Organisation der Deportationen hatte.
Dr. Akim Jah, Politologe, veröffentlichte 2013 die umfangreiche Studie „Die Deportation der Juden aus Berlin. Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und das Sammellager Große Hamburger Straße“. Er war viele Jahre in der historisch-politischen Bildung und Forschung tätig, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arolsen Archives und leitet seit 2023 die Abteilung Forschung und Dokumentation in der Gedenkstätte Bergen-Belsen.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. September 2026 per E-Mail: veranstaltung@museum-blindenwerkstatt.de oder telefonisch unter +49-30-28 59 94 07.