Ende August 1941 ermordeten deutsche Einheiten unter dem Befehl von SS-Obergruppenführer Friedrich Jeckeln über 23.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer in der ukrainischen Stadt Kamenez-Podolsk (ukrainisch: Kamjanez-Podilskyj). Etwa die Hälfte der Opfer stammte aus Ungarn. Das Massaker war in seinen Dimensionen bis dahin beispiellos und gilt heute, 85 Jahre später, als wichtige Etappe auf dem Weg zum systematischen Mord an den europäischen Juden. Noch nie öffentlich gezeigte Fotos ermöglichen neue Blickwinkel auf die ersten Monate der deutschen Besatzung in der Ukraine und die Ereignisse, die den beginnenden Massenmord an den Juden begleiteten. Diese Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung »1941 Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj«, die im Museum Karlshorst gezeigt wird.
Das Zitat »Auf dem Weg begriff ich, dass wir erschossen werden würden …« stammt von Klara Moskal, die als 17-jährige Jüdin die Massenerschießungen in ihrer Heimatstadt Kamenez-Podolsk nur durch Glück überlebte.